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so leben wie ich will... oder lernen?

Dieses Thema im Forum "Psyche & Persönlichkeit" wurde erstellt von michaela555, 21. November 2008.

  1. michaela555

    michaela555 Mitglied

    Registriert seit:
    19. Juni 2007
    Beiträge:
    31
    Ort:
    Märkischer Kreis Deutschland
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    Hallo ihr Lieben,

    endlich habe ich meine Gedanken und Gefühle halbwegs fertig sortiert und traue mich nun das hier niederzuschreiben.

    Ich habe mich fasziniert durch Felice's Thread "ich brauche Distanz" gelesen und habe mich darin wiedergefunden und auch die Antworten haben mir sehr geholfen. Vielen lieben Dank, Felice, das Thema kam wie gerufen!

    Ich habe folgendes Problem: ich komme in engen Beziehungen und unter einem gemeinsamen Dach lebend überhaupt nicht zurecht. Das war in meiner vorherigen Partnerschaft schon so und nun auch. Mein Mann und ich sind seit zwölf Jahren verheiratet und kämpfen und kämpfen.

    Ich habe schon an mir gezweifelt und gedacht und gegrübelt ohne Ende. Ich bin zu dem Ergebnis gekommen, dass wir es uns wirklich sehr schwer gemacht haben mit endlosen Diskussionen über kleinste Nichtigkeiten und noch viele andere Dinge. All diese Diskussionen und auch Kritik führen dazu, dass ich mich total in Frage stelle. Ich grübel dann ewig lange und brauche auch ewig lange, um wieder halbwegs in meine Mitte zu kommen. Und um wieder halbwegs in meine Mitte kommen zu können, brauche ich, na was wohl? Distanz. Wenn man aber eng zusammenwohnt und auch ein Kind hat, ist diese Distanz nur schwer zu bekommen. Und es macht es doppelt schwer, wenn mein Partner wiederum diese Distanz auf sich bezieht und denkt, dass er was falsch gemacht hat. Und ich fühle mich so oft total schuldig. Weil ich keine echte Nähe mehr zulassen kann. Weil ich mich oft einfach nur noch genervt fühle. Weil ich oft nur noch auf der Lauer sitze und warte, dass er etwas wünscht. Und ich fühle mich so hin- und hergerissen. Einerseits will ich es ihm recht machen, aber andererseits nur, wenn ich das auch gerade will.;)

    Hinzu kommt, dass ich sowieso auch gern allein für mich bin. Ich interessiere mich für viele Sachen und bin eben auch gern mit mir allein.

    Nun lebe ich schon ewig lange so und fühle mich oftmals total ausgelaugt, wie eine ausgequetschte Zitrone.

    Vielleicht bin ich einfach für ein solch enges Zusammenleben nicht geeignet. Es wäre viel schöner für mich, getrennt zu wohnen und Nähe als auch Distanz zu genießen ohne ständig kämpfen zu müssen. Oder sich ständig mit den Gefühlen des anderen auseinandersetzen zu müssen. Dann wäre ich vermutlich auch viel lieber für den anderen da. Vor allem könnte ich die Dinge distanzierter betrachten.

    Es wäre auch toll, wenn da mal wieder dieses Gefühl von Besonderheit wäre. Dass alles nicht so selbstverständlich ist. Das vermisse ich echt total.

    Und nun kommt meine Frage: wie würdet ihr damit umgehen?

    Einerseits denke ich, ich habe etwas zu lernen, z. B. mich abzugrenzen, nicht alles auf mich zu beziehen, mich selbst so wie ich bin klasse zu finden, mich selbst nicht als selbstverständlich anzusehen, meinen Mann nicht als selbstverständlich anzusehen und so weiter.

    Andererseits neige ich gerade extrem dazu, den einfacheren Weg gehen zu wollen. Ich will das soooooooo nicht mehr lernen. Ich will auch mal wieder ein bisschen einfach nur leben und mich freuen.

    Es gibt nämlich hin und wieder auch noch andere Menschen in meinem Leben, bei denen ich das auch lernen kann und muss. Aber die habe ich ja auch nicht ständig um mich :).

    Ich danke euch für's Lesen und für eure Antworten!

    Liebe Grüße

    Michaela
     
  2. exuramun

    exuramun Neues Mitglied

    Registriert seit:
    22. Juli 2008
    Beiträge:
    22
    Ort:
    Hallo Michaela,
    mir gehts sehr ähnlich:(
    wenn ein partner saugt und klammert und eifersüchtig ist, einem ständig etwas vorwirft und angst hat, im stich gelassen zu werden, und unter treue eingezäunte zweisamkeit versteht und auch fordert... im grunde ist so ein mensch noch nicht reif für eine beziehung, in denen der einzelne noch auch 'ganz' selbst sein kann... das du so lange ihm 'gedient' hast zeugt auch von deinem großen mitgefühl und toleranz, solch klammernde partner sind im grunde ja große meister für uns, weil sie uns an den rand des erträglichen bringen, die frage die du dir stellen solltest, trotz allem mitgefühl, toleranz und verständnisses, dass du deinem partner aufbringst... wie sehr lässt du dich davon (ganz für dich selbst) in deinem 'selbst sein' lähmen... ich habe mich lange teilweise ziemlich lähmen lassen, und beginne schritt für schritt, diese lähmung aufzulösen, und da merke ich, wie viel kraft und erfahrung daraus hervorgeht, da du mit deinem anspruchsvollen partner lebst, ist ein dich öffnen für das, was du bist, willst... immer ein balanceakt, ruft mitunter starke gegenreaktionen deines partners hervor... das was ist, genau darum bist du da, sei beides, für deinen partner und auch ganz für dich, es wird dich mitunter beinahe zerreissen, lern dies zu schätzen, und immer wieder liebevoll zu sein, trotz allem, und gleichzeitig im selbst aufzugehn... es sind hochpotente erfahrungen und lektionen, die, wenn du mit allem Wenn und Aber im Selbst aufgehst, als ganzes Seiendes, eine große Kraft, ureingenste Medizin, und Besonderes ins Leben bringen vermag... schließe frieden in dir selbst wie mit der ganzen welt wie deinem partner, von moment zu moment, es darf sein was ist, und im grunde ist ja immer alles da, lebe, du darfst, leben, du darfst dir treu sein, und werde dir klar, was treue zu deinem partner eigentlich für dich ist, denn treu bist du ja wenn du ihm schon so lange nahe bist, mach ihm klar, dass treue aber etwas anderes für dich bedeutet wie vielleicht für ihn, ich weiß, das sind schwierige auseinandersetzungen, aber sie lassen dich reifen.. und jemanden lieben, das heißt auch, den anderen ins leben holen, sein wachstum herausfordern, lerne, deine innere Wahrnehmung zu schätzen, und dazu zu stehen, beginne selbst-vertrauen zu strömen, nicht, um den partner zu 'besiegen', nein, das eigene 'licht' leuchten regt am besten mitmenschen dazu an, ihr eigenes 'licht' zu suchen, sammle dich immer wieder in dir selbst, gerade auch in widrigen verhältnissen, lerne, dich in widrigen momenten sammeln zu können, und erkennen... ich nehme mich ehrlich wahr und an, so wie ich bin, Einer für Alle, Alle für einen, alle meine Anteile sind füreinander da, ich darf ganz sein, es ist ja alles da, der löwe und das reh, in mir, friedvoll vereint und füreinander da, ich darf auch meinem partner dafür danken, dass er es mir so schwierig macht, denn dadurch, wenn ich mich trotzdem leben traue, erlebe ich besonders anspruchsvolle zustände, und im grunde will ich es ja so, obwohl ich ja gar nicht den anderen so in verzweflung bringen will... und da gibt es dann irgendwo eine gesunde grenze, in der ich sagen darf, ich kann dir leider nicht helfen, obwohl ich es so gern möchte... lässt du ihn dann im stich, ja, aber weil du ihn liebst, oder? kläre diese dinge in dir damit deine Wahrnehmung und und damit auch innere Kraft wächst, denn dein Leben ist auch eine Frage von innerer Kraft als ganzes Seiendes, und damit der Weg in spirituelles Erwachen, das alles umfasst, dein partner macht eine wichtige Arbeit für dich, er dirigiert dich automatisch immer wieder zu den nadeln im heuhaufen, die eine bewusstseinsevolution, und eine folgende geburt im Individuum wie der ganzen Menschheit, lähmt... diese nadeln, und die ängste, und... werden zu einer stimme, aber nicht mehr der ganze chor, sie wandeln sich dann von einem diktator zu einem demokratischen, gleichwertigen, integrierten, und dadurch auch 'frei' gewordenen anteil, zu botschaftern... in den schwächen die schwächen wie stärken erkennen, in den stärken die stärken wie schwächen... wir sind ja alle füreinander da, um unsere erfahrungen machen zu können, das was ist, darum bin ich da, sein was ist, tief, aufregend, leidenschaftlich, bewusst und gewollt..
    LG
     
  3. believe

    believe Aktives Mitglied

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    20. Februar 2008
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    12.428
    Ort:
    Ungefähr .... hm .... hier
    Hi, Michaela!


    Ich hab das auch so ähnlich 13 Jahre lang durchgemacht. Und zwar praktisch täglich, weil mein Mann seit 10 Jahren frühpensioniert ist. Ich habe auch lange gekämpft, habe irgendwann angefangen, mich meinen eigenen Reaktionen und Gefühlen zu widmen, statt seinen, aber bei ihm bewegt hat sich erst was, als ich konsequent das machte, was Exuramun schon empfohlen hat, ich habe ihm immer wieder gesagt, dass ich ihm nicht helfen kann, dass ich hilflos bin.
    Ja .... und nun ist er seit September weg und ich habe soviel Raum, wie noch nie in meinem Leben! :)
    Habt ihr denn wenigstens getrennte Schlafzimmer? Ohne das hätte ich persönlich die Sache nicht überlebt, hätte mich garantiert aus Verzweiflung umgebracht!


    Alles Liebe dir! :umarmen:


    believe
     
  4. mary67

    mary67 Mitglied

    Registriert seit:
    10. Mai 2008
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    138
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    Andalusien, Spanien
    Hallo,

    mmmh, also erstmal glaube ich, dass es auch auf den Partner ankommt. Ich lebe seit 11 Jahren sehr eng mit meinem Freund zusammen und es geht mir kein bisschen auf den Nerv. Wir goennen uns aber auch Freiraeume, also kann sich jeder auch entfalten, obwohl der andere dabei ist.

    Freiraum braucht bestimmt jeder Mensch, sonst fuehlt man sich irgendwann einfach in die Enge getrieben, gefangen.

    Ich weiss nicht, ob immer eine Trennung notwendig ist. Es kann ja auch anders laufen.

    Liebe Gruesse
    Mary
     
  5. believe

    believe Aktives Mitglied

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    20. Februar 2008
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    12.428
    Ort:
    Ungefähr .... hm .... hier

    Hi, Mary!


    Bestimmt ist es nicht immer notwendig sich zu trennen! Zum Glück! :)
    Aber bei in meinem Fall war es halt so.


    LG

    believe
     
  6. michaela555

    michaela555 Mitglied

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    Hallo ihr Lieben,

    ich danke euch für eure Antworten, sie haben mich sehr bewegt.

    Ich habe gleichzeitig in der Sparte Astrologie gepostet und da schöne Hinweise bekommen, dass einige meiner Konflikte mit Nähe und Distanz in Partnerschaften und vermutlich auch in anderen menschlichen Beziehungen schon im Horoskop verankert sind. Einige dieser Teilaspekte kannte ich schon, und sie haben mir unheimliche Angst gemacht, weil es mir doch irgendwie schwer fällt, das anzunehmen.

    @exarumun:

    das hast du wunderschön geschrieben. Es berührt mich sehr. Ich weiß, dass es letzlich darum geht, mich selbst zu leben, mich selbst zu lieben und wertzuschätzen. Doch das fällt mir unendlich schwer, wenn ich sehe, dass es meinem Partner nicht gefällt, oder dass er leidet. Vermutlich musste er widerum nur soviel "unter mir" leiden, weil ich mich selbst nicht gelebt habe. Weil alles zu so einem Durcheinander geworden ist. Ich wollte es ihm recht machen, und so habe ich es mir nicht recht gemacht. Als Ausgleich dafür ist sozusagen die wirkliche echte Nähe verschwunden. Und wir haben es uns verdammt schwer gemacht, immer wieder darüber diskutiert. Irgendwie ist dabei auch das Gefühl der Liebe auf der Strecke geblieben. Es war für mich ein ständiger Kampf. Es waren einige starke Tage dabei, an denen ich mir fest vorgenommen habe, meine Dinge durchzuziehen. Doch meist bin ich nach zwei Tagen wieder umgekippt.

    Doch nun habe ich mir fest vorgenommen, wieder mehr meine eigenen Wege zu gehen. Mich einfach so anzunehmen, wie ich bin. Auch wenn meine Umwelt es nicht leicht mit mir hat. Einen ersten Schritt habe ich bereits getan, indem ich mir vor einigen Monaten einen kleinen Raum gemietet habe. Dorthin ziehe ich mich zurück, wenn ich mal eine Auszeit brauche. Dort kann ich einfach mal für mich sein und tun, was ich möchte. Und es gelingt mir immer besser, auch wirklich dorthin zu gehen. Auch wenn es hier zu Hause dann manchmal lange Gesichter gibt.

    Denn eines habe ich verstanden: wenn ich keine Kraft mehr habe, hat niemand etwas davon.

    @believe:

    ja, wir haben schon einige Jahre getrennte Schlafzimmer. Ich wollte das unbedingt so haben. Ich habe allerdings auch schon immer lieber allein geschlafen. Allerdings hat mich das vor dem Thema, was so im allgemeinen im Schlafzimmer Thema ist, nicht wirklich geschützt. Und aufgrund dieses Themas wollte ich mich auch schon umbringen. Ich habe es einfach nicht mehr ausgehalten. Zum Glück habe ich einen Engel in Menschengestalt getroffen, der hat mir sehr geholfen.

    Den Gedanken hatte ich auch schon öfter, dass wenn ich dem ganzen nicht mehr diese Aufmerksamkeit schenke und mich mehr um mich selbst kümmere, sich wahrscheinlich vieles davon auflöst. Wie auch immer das dann aussehen kann.

    Das war bestimmt ein komisches Gefühl für dich, dass es sich auf diese Weise aufgelöst hat, könnte ich mir vorstellen? Oder warst du auch irgendwie erleichtert? Und bist du jetzt froh über den vielen Raum?

    Ich wollte noch viel mehr schreiben, doch jetzt gerade ist Gedankenpause.

    Wenn mir noch etwas einfällt, schreibe ich morgen oder übermorgen weiter.

    Ich danke euch für's Lesen.

    Liebe Grüße

    Michaela
     
  7. believe

    believe Aktives Mitglied

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    Ort:
    Ungefähr .... hm .... hier

    Hallo Michaela! :)


    Was fällt dir denn so schwer? Ich finde, es hat keinen Zweck, etwas annehmen zu wollen, wenn man es nicht kann! In dem Fall ist es besser, zu akzeptieren, dass es eben nicht geht! Das ist ja dann auch die Wahrheit und völlig okay! Man muss nicht alles annehmen!



    Ist das Thema jetzt für dich gelöst?



    Hm, es muss leicht gehen! Solange deine Aufmerksamkeit noch gefangen ist, gibt es noch etwas Wichtiges herauszufinden!



    Teils, teils! Ich hab im Nachhinein festgestellt, dass mein Mann mir auch was gegeben hat, nämlich Sicherheit. Und natürlich war es eine Beziehung, die uns beide umgewandelt hat. Bin aber doch froh, dass sie jetzt beendet ist, zumindest der Partneraspekt. Da wir einen gemeinsamen Sohn haben, bleiben wir natürlich verbunden.



    Eine Pause tut auch mal gut! :)



    Keine Ursache! Tut doch immer gut, wenn man merkt, dass man nicht der/die Einzige mit solchen Problemen und Erfahrungen ist!


    Alles Gute dir! :umarmen:


    Liebe Grüße

    believe :)


    Nachtrag: Hab grade mal einen kurzen Blick auf dein Horoskop geworfen, sieht so aus, als ob du Sippenkarma trägst, was im Klartext heißt, dass du für deine Eltern Lasten übernommen hast! Sie waren für dich wohl auch nicht richtig da. Zumindest emotional. Du musstest ohne Halt auskommen und ihn dir selbst geben. Es könnte auch sein, dass ein Geschwister von dir früh gestorben ist. Weißt du da etwas? Hast du öfter Sehnsucht nach dem Tod?
     
  8. exuramun

    exuramun Neues Mitglied

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    liebe michaela,
    du hast dir einen raum gemietet:D
    so ein zufall,
    ich auch:rolleyes:, hab ihn seit diesen sommer, und alleine dieses stück boden hat soviel verändert...
    Liebe Grüße
    PS: vielleicht sollten wir eine Selbsthilfegruppe gründen:rolleyes: ... wie geht der spruch nochmal... wenn 2 oder 3 in meinem Namen zusammen sind, da bin ich mitten unter euch,
     
  9. valli

    valli Aktives Mitglied

    Registriert seit:
    10. Oktober 2004
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    950
    Ort:
    austria
    hallo michaela,

    ich fühl mich durch dein posting angesprochen, obwohl es sich bei mir nicht ganz gleich verhält.

    ich lebe von meinem mann seit september getrennt, einfach auch, weil wir uns in unserem alltag gegenseitig erstickt haben. beide benötigen wir sehr viel freiheit, beide sind wir sehr eifersüchtig und dadurch sehr besitzergreifend. wir arbeiten auch noch zusammen.
    durch meine kleine tochter fühlte ich mich nur noch zu hause angebunden und war neidisch auf ihn, weil er ehr freiraum nutzen konnte - einerseits verbog ich mich, um ihm zu gefallen, (hatte dann auch wieder heftige rückenschmerzen) dann kriegte ich wieder emotionale ausbrüche, wo ich ihm alles an den kopf warf, was mir nicht passte.

    jetzt, durch die distanz, verstehen wir uns wieder viel besser. ich kann allerdings auch nicht gut alleine leben, darauf bin ich jetzt auch gekommen, also ziemlich schwierig - zu viel nähe halt ich nicht aus, alleine sein, ist auch nicht so das wahre, (also momentan, bin ich nicht so wirklich glücklich, als alleinerziehende single mum, und wenn ich denk, ich bleib allein, krieg ich die krise)
    ich bin noch auf der suche nach mir selbst, und hoffe irgendwann anzukommen
    obwohl ich schon froh bin, endlich mal schritte gesetzt zu haben, und nicht immer nur zu jammern und weiterzuwursteln

    das thema mit "raum" mieten wäre für uns sicher auch eine lösung gewesen, aber irgendwie musste scheinbar der große knall kommen

    mein mann, ist so der typ, der über alles reden kann, nur nicht über sich selbst:)

    ich wünsche dir, dass du für euch/ dich einen guten weg findest
    lg valli
     
  10. Trixi Maus

    Trixi Maus Sehr aktives Mitglied

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    23. Oktober 2005
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    26.439
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    hm, irgendwie leben hier alle seit September getrennt - warum führt Ihr mein Leben?? Bei mir waren es 14 Jahre.

    Bei mir war es mein Partner, der meinte alleine leben zu müssen. Ich merke, daß das schon durchaus Vorteile hat. Er hat immer alles vermengt. Ich bin reichlich viel klarer in mir, seit der weg ist. Es ist wirklich ein bißchen wie ein Zu-Sich-Kommen.

    Das letzte Mal alleine gelebt habe ich im Alten von etwa 21 - 23. Tja, und dann habe ich mich wohl an etwas festgeklammert, was nicht wirklich da war. Aber ich bin dankbar, daß wir uns aneinander abgearbeitet haben. Wir haben beide unser Schicksal soweit aufarbeiten können, daß wir jetzt einen Neuanfang machen können. Diese Neuanfänge werden dann jetzt eben unabhängig voneinander sichtbar.

    Was mich runterzieht ist die Regelung der ganzen mit der Trennung verbundenen Dinge. Das kotzt mich an. Ist aber nicht zu ändern. Verzweiflungsmomente kommen, ich kann sie zulassen bzw. mich ihnen gegenüber öffnen und dann geht es auch wieder vorbei. Unangenehm ist, daß mein Kater jetzt mein einziger Ansprechpartner zuhause ist und daß ein Gesprächspartner weg ist, der wenn er denn mal geistig anwesend war, eigentlich sehr gut war. Auch wenn es meist die Qualität von Selbstgesprächen hatte, wobei das Selbst im Anderen war. Insofern waren wir "widerständlich" unterwegs.

    Worüber ich mich etwas ärgere ist, daß da Krankheit war in den letzten Jahren auf beiden Seiten und daß wir das nicht geschafft haben, uns miteinander wohl zu fühlen. Die Krankheit lag nämlich nicht zwischen uns beiden und daher empfinde ich da eben Trauer, daß da wohl ganz einfach etwas zu Ende gegangen ist. Ich muß mich da jetzt erst langsam dran gewöhnen, nehme mir da Zeit.

    lg,
    Trixi Maus
     
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