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Sivananda Yoga Zentren

Dieses Thema im Forum "Yoga" wurde erstellt von sannah, 23. Januar 2008.

  1. sannah

    sannah Mitglied

    Registriert seit:
    8. Juni 2005
    Beiträge:
    38
    Ort:
    Bayern
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    Hallo zusammen,

    ich wollte mal hören was ihr für Erfahrungen mit dem Sivananda Yoga gemacht habt ? Ich habe nämlich gehört, dass die Mitglieder dort einer Sekte angehören... Was haltet ihr davon ?
    Bin um jeden Input froh...

    Danke & Grüße
     
  2. alexander99

    alexander99 Neues Mitglied

    Registriert seit:
    29. Januar 2008
    Beiträge:
    1
    Hallo Sannah,

    hab Dir gerade einen ellenlange Antwort geschrieben und dann war sie einfach nicht gespeichert. Naja, hat wohl nicht sollen sein. Also schick ich Dir mal meinen noch sehr emotional gefärbten Nachbericht meines Aufenthalt dort.

    Sivananda, Sivananda,
    Sivananda, Sivananda

    Ist es eine persönliche Reifung oder eine instruierte machtgesteuerte Hypnose?

    Aus meiner Sicht ist es Beides zugleich und abhängig davon, wer diesen Prozess und auf welche Art mit welchem Schutz er ihn durchschreitet.
    Durch Leid und Schmerz lernt man immer und reift. Dazu würde alleine das Leben in einem afrikanischen Dorf oder Savanne ausreichen. Aber wie steht es um die spirituelle Yogareifung.
    Die Übungen sind schon Elemente des Reifungsprozesses, aber nur eine konsequente Lebensweise und Annahme der spirituellen Dimension im Herzen kann zur Reife führen. Da das Programm aber eher vom Herzen als Stress wahrgenommen wird, baut sich vielmehr ein kristallener Schutzwall um das Herz herum auf.
    Der Körper wird dann zwar geschmeidig und zart, aber der Geist wird vom Sivananda-Geist aufgesogen. Man verliert sein Ego, aber wer bekommt es?!!!
    Viele Leute haben es denke ich während ihrer 4-wöchigen Ausbildung an den Sivananda-Geist abgegeben und sind froh, dass sie es nun nicht mehr in der Hinterhand tragen müssen, wie sie alle scherzhaft ironisch behaupten.

    Für mich geht es aber vielmehr darum das Ego WIRKLICH zu besiegen oder eher anzunehmen, als es zu besiegen!!!
    Es darf sein und dann erst kann es gehen. Bei Sivananda darf es nicht sein und dann bleibt es auch, selbst wenn es nur bei Sivananda hinterlegt wird und der Körper beweglich wird, so wird es der Geist nicht!
    Da das Ego nun ja auch während des Trainings wirklich geht, werden natürlich alle positiven Wirkungen von Yoga spürbar, nur ist das Ego als Ganzes und mächtiges Kollektivinstrument dann eher stärker vorhanden als vorher. Es wird projiziert und der Körper wird frei. Dann sind die Asanas auch kein Problem mehr, aber das geistige stagniert.

    Alle Prozesse, die angeleitet werden zur Reinigung des KÖRPERS, und DAMIT immer auch dem GEIST (Prozess Körper->Geist) sind auf rein kognitive Weise durchzuführen und zu halten. Wie wenn man eine Asana und damit sein Leben nur aufgrund einer Anweisung oder eines Befehls so hält, aber nicht weil man es selbst so will.

    Transformation des Egos ist aber die FREIWILLIGE Angleichung an das Göttliche. Alle Schritte dies zu tun, indem man das Ego irgendwo mal kurz abgibt oder auch für immer abgibt (Sivananda) sind dazu nicht geeignet. Sie werden einem nicht den ganzen Reichtum der Selbstlosigkeit eröffnen, sondern das Leben auf Selbstlosigkeit beschränken.
    Freier Wille kann sich bei Abgabe des Egos dann nicht mehr entwickeln und es können von da ab keine weiteren FREIWILLIGEN Prozesse stattfinden. Prozess aus der Liebe zum Göttlichen heraus sind solche und die transformieren dann das Ego zur Selbstlosigkeit. Erst diese Schritte sind es dann die zur Selbstlosigkeit („ohne Ego“) führen.

    Die unter Befehl durchgeführte Auflösung des Egos nach Sivananda, führt zur Leblosig- und Freudlosigkeit. Das erklärt, warum es nach deren Philosophie auch das Höchste ist, glücklich zu sein, weil sie es mit dem Ego als etwas Böses abgegeben haben und nun nicht mehr fühlen können. Diese Teile des Egos sind dann wirklich nicht mehr da und es wird dann viel Arbeit kosten diese wieder zurück zu holen.


    „von Sivananda Seite heisst es: „im Intensiv-Kurs von 4 Wochen erfährt man die Tiefe des Yoga“, aber was ist mit der Breite!?

    Die Tiefe des Yogas eröffnet sich v.a. durch die Abgabe des Egos sehr schnell und man ist wirklich v.a. körperlich aber genauso mental sehr überrascht, wie positiv man Befreiung spürt und Erleichterung. Es ist wirklich sehr intensiv, aber eben keine echte Transformation des Egos, da es ja so schnell in die Tiefe führt und das Ego kann man nicht in 4 Wochen transformieren!

    Und das A-TTC sieht dann so aus, normalerweise erst 5:30 Aufstehen!

    Daily Schedule
    4.30am Wake-up
    5am Pranayama
    6am Satsang
    8am Asanas
    9am Anatomy and Physiology
    10am Brunch
    11am Karma yoga
    Noon Raja Yoga or Sanskrit
    2pm Main lecture on Vedanta
    4pm Asanas and pranayama
    6pm Dinner
    8pm Satsang
    10pm Lights out

    Ein tiefes, aber eher stressiges Programm, dass umso leichter bewältigt wird, je schneller man sein Ego abgibt und dazu wird ja auch ständig aufgerufen. Heute noch: „Geben sie Ihr Ego bei uns ab, wir haben noch viel Platz, aber reinigen können wir es nicht für sie!“ (das letztere sagen sie einem nicht!)

    Der Geist wird ruhig, weil natürlich das Ego schwindet, aber das Herz wird betäubt, denn es hat in den Handel nicht eingestimmt und wurde vom mächtig werdenden Geist stumm gestellt!

    Sivananda verlangt einen Preis für seine Ausbildung und dieser steht nirgends geschrieben. Ihr Herz wird ihn erfüllen, sobald sie im Ashram sind, aber ihr Geist wird frohlocken, falls er nach ein paar Tagen die positiven Auswirkungen spürt. Es geht ihnen sowohl körperlich als auch geistig besser. Sie sind konzentrierter klarer und zielstrebiger. Können ohne weiteres schwierige Körperhaltungen (Asanas) lange einnehmen oder auch geistig lange folgen. Jedoch mit welchem Wunsch arbeiten sie dann an sich. Die Herzenswünsche schwinden ihnen nämlich genauso und das ist der Preis den sie zahlen. Das Herz wird stumm und sie werden zwar gleichmütig und „erlöst“, aber ihre Arbeit an sich selbst wird damit beendet. Sie sterben sozusagen den Tod eines Sivananda-Yogis. Erlösung durch Abspaltung zur Erlösung.




    Persönlich wichtig war für mich aber, dass ich wirklich das Gefühl hatte, dass es eine große Gemeinschaft dort war. Ich habe erfahren dürfen, dass diese Gemeinschaft einen unheimlich großen spirituellen Halt und Sicherheit gibt, dass es aber auch unendlich schwierig ist dort dann eigenen Individualismus leben zu können. Natürlich bewegt sich der heutige Idealismus über die Selbstentfaltung auch wieder hin zur Einheit, aber allein dieses Gefühl zur Absolutheit zu erheben, macht noch keine „Einheit“.
    Einheit und Individualismus unter einen Hut zu bringen und leben zu können, erfordert ein Maximum an Liebe und Hingabe. Dies ist der Königsweg, den die Menschheit versuchen muss zu beschreiten. So kann Entwicklung stattfinden!

    Ich habe auch festgestellt, dass sich meine bisherige Vorstellung von Schlaf und Erholung verändert hat. Ich bin nun davon überzeugt, dass Meditation oder Asanas das Schlafbedürnis reduzieren können und dazu sogar noch den Geist reinigen und die Wachheit bzw. Konzentration stärken. Ein mehrfacher Effekt und Grund also dieses Übungen durchzuführen.

    Allein natürlich der Wille fehlt! Aber ich werde dieses Bewusstsein ehren und es irgendwie versuchen zu behalten und gegebenenfalls wieder vertiefen.
    Dieses Bedürfnis zu schlafen, Träume und Wünsche zu geben, verfliegt nach der Praxis. Es macht was, wenn man länger übt. Dieser Art der Trance-Einheit ist ein Gefühl das Jenseits des normalen Lebens ist. Sein beschreibt es wohl am besten. Nichts ist dann mehr wirklich „wichtig“, aber dafür fühlt sich alles richtig an. Es könnte nie anders sein. Es ist gut.

    Namibia war eine Gegend, wo dies mit allen Gefühlen und Emotionen vereint war und gelebt wurde.
    Reith und Sivananda strahlt die gleiche Ruhe des Seins ist, hat aber einige Teile der Emotionen nicht integriert und wirkt deswegen auf das Herz nicht beruhigend. Trotzdem, umso erstaunlicher, reicht dies bereits aus um den Geist zu beruhigen und dass man sich relativ rundherum wohl fühlt.

    Sivananda-Yoga-Praxis lässt einem Zeit seinen höchsten Weg zu finden und zu gehen. Gleichzeitig hält es einem aber stets diese Möglichkeit vor Augen und führt jeden dorthin, wenn er bereit ist. Sie ist ganz stark zielorientiert. Alles ist auf das höchste Ziel ausgerichtet.


    Danke noch mal an Sivananda. Trotz meines Widerstandes gegen ein Yoga, das aufgebaut wird auf dem Vedanta, sehe ich doch die große Klarheit und das große Ziel, das damit erreicht und aufgebaut wird.



    Dein Leitsatz: ihr müsst wieder werden wie kleine Kinder, voller Unschuld, Vertrauen und Liebe ist sehr wahr!

    Liebe Grüße,
    Alexander
     
  3. christiane

    christiane Neues Mitglied

    Registriert seit:
    2. August 2009
    Beiträge:
    1
    Hallo Alexander

    ich habe deinen Artikel "zufällig" im Internet gefunden und hoffe nun, das dich mein Mail auch dann erreicht, wenn dein Eintrag schon so lange her ist.
    Mein Freund ist unterwegs zur Yogalehrer- Ausbildung ins Sivananda-Zentrum in Orleons.
    Wir haben kurz vor seiner Abreise schon gehört, das das so ein bischen Sektenmässig und mit Gehirnwäsche abläuft, aber er hat sich entschlossen trotzdem zu gehen und sich zu schützen (oder es zumindest zu versuchen).
    Hast du irgentwelche konkreten Tipps für uns?
    Wir wären dir sehr dankbar! Bei meinem Freund ist ziemlich viel im Umbruch und er ist zur Zeit dadurch auch ein wenig labil.
    Um Antwort wäre ich dir mega dankbar!
    Lieben Gruss

    Christiane
     
  4. raterZ

    raterZ Mitglied

    Registriert seit:
    1. Oktober 2008
    Beiträge:
    584
    wieso jetzt sekte? wegen der gemeinschaft oder dem tagesplan, den ich übrigens für ziemlich lecker halte? wo muss ich mich anmelden? :D
     
  5. Ganga

    Ganga Neues Mitglied

    Registriert seit:
    5. August 2009
    Beiträge:
    1
    Hallo Sannah, hallo Christiane,

    also, ich habe vor 2 Jahren selbst eine Ausbildung zur Yogalehrerin bei den Sivananda Yoga Zentren gemacht und möchte euch beruhigen und mitteilen, dass eure Bedenken völlig unbegründet sind! Die Sivananda Yoga Organisation ist keine Sekte, was übrigens auch von der katholischen und protestantischen Konfession so gesehen wird.

    Alexander, du hast da übrigens was grundlegend missverstanden in der Yoga-Philosophie, die auch auf dem Lehrplan steht. Der Grundgedanke des Vedanta ist die Nicht-Dualität, die Einheit der individuellen Seele mit dem kosmischen Bewusstsein. Das Erkennen dieser Einheit ist die Voraussetzung für Selbstverwirklichung. Dualität tritt nur dort auf, wo Unwissenheit (Sanskrit: Avidya) oder das Ego vorherrschen. Da uns Unwissenheit wie auch das Ego von der Einheit mit allem trennen, gilt es, das Ego zu transzendieren.

    Ich weiß nicht, wie du darauf kommst, dass man bei den Sivananda Yoga Zentren sein Ego abgeben muss. Das stimmt nicht. Wenn das so wäre, dann wären dort sicher nicht bereits über 23.000 Menschen zu Yogalehrern ausgebildet worden, wie ihr auf der EU-Website nachlesen könnt. Für mich waren die beiden Yogalehrer-Ausbildungen (TTC und ATTC) das beste, was in meinem Leben passiert ist und ich bin super dankbar für diese unglaublich inspirierende und mein ganzes weiteres Leben bereichernde Zeit. Ich habe super nette Menschen kennen gelernt, intensiv Yoga praktiziert und viel wichtigere Dinge gelernt als in der Schule oder im Studium. Ich werde nicht vergessen, wie ich, angefüllt von Positivität und tiefem inneren Frieden, zurückgekehrt bin. Und das habe ich mir bewahrt. Gerade in der heutigen Welt, wo über die Medien so viel Negativität verbreitet wird, ist das mehr als essentiell, finde ich.

    Liebe Grüße, Ganga
     
  6. chriswien

    chriswien Neues Mitglied

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    25. Juni 2015
    Beiträge:
    13
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    'Mitglieder einer Sekte'

    fast alle heutigen Weltreligionen waren ehemals 'Sekten', als sie noch wenig bekannt waren und wenig Anhänger um sich scharten. Das Sprichwort ''Religionen sind Sekten, die es geschafft haben'' bringt es auf den Punkt.
     
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