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Sinnlose Texte

Dieses Thema im Forum "Aufgeschrieben" wurde erstellt von LoneWolf, 22. Mai 2015.

  1. LoneWolf

    LoneWolf Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    16. Februar 2006
    Beiträge:
    10.922
    Ort:
    Wien
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    1. Sinnloser Text vom 22.05.2015

    Gestern las ich im Thread "Wege zum Gott/Ich" im Unterforum Magie. Ich las und las, verstanden aber habe ich, wie so oft, nicht viel. Wie stets, vom Anstand getragen, verkniff ich mir blöde Fragen oder ätzende Kommentare und ging betrübt ob meiner angeborenen Dummheit in den Supermarkt, denn die Milch für den Kaffee war mir ausgegangen.

    Dort traf ich, welch ein Zufall, einen Erleuchteten. Einen geheimnisvollen Mystiker mit langem Bart und verklärtem Blick, der nach seiner Verschmelzung mit Gott den Rückweg zu den gewöhnlichen Menschen angetreten hatte, wo er sich nun an der Käsevitrine des selben Ladens zu schaffen machte, in dem auch ich gern meine Milch und meinen Rum holte.

    Freundlich aber bestimmt klopfte ich dem guten Mann auf die Schulter und fragte ihn, ob er mir den Weg zum großen Weltenzauberer Gottich beschreiben könnte, denn ich hatte bisweilen Angst, der Misanthropie anheim zu fallen, hatte die Nase voll von der Menschen Welt, diesem Fortschrittsgeist, der mir an manchen Tagen wie ein wucherndes Krebsgeschwür erschien, an anderen wieder wie Stillstand oder ewige Wiederholung der selben Irrtümer, ich hatte genug von diesem Kapitalismus und diesen Systemen, die allesamt nur das Ziel verfolgten, das Individuum zu steuern, seine Würde zu rauben und Macht ungleich zu verteilen. Ich wollte nicht mehr hier sein, in dieser Welt, von der ein untrennbarer Teil ich war und aus der es auf erfreulichen Wegen kein echtes Entrinnen gab; einzig der Tod schien mir eine dunkle Pforte aus ihr hinaus zu sein. Oder eben der große Weltenzauberer, Herr Gottich. Der wusste gewiss Rat, da war ich mir sicher, denn schließlich hatte der ja alles in Gang gesetzt.

    Bereitwillig erklärte mir der weise Mann an der Käsevitrine:

    Auf dem Weg zum Gottich musst das dunkle Tal des Schweigens dreimal nur ich durchqueren.
    Einmal hin, dann zurück und wieder hin.
    Kein Wort war zu hören, nirgendwo, nicht um mich herum und nicht in mir drin.
    Keine Weisheit verließ mehr meine Lippen, keine Lüge verunreinigte mein Ohr.
    Keine Erklärung der Welt, nichts, und kein Gefühl.
    Kein Bangen, kein Zittern, kein Hunger nach Liebe, kein Begehren von Macht.
    Kein Weinen, kein Lachen, keine Regung des Gemüts.
    Ich war nicht tot und lebte nicht, in diesem Tal des Schweigens,
    und am Ende dieses Ganges wusste ich und wusst ich nicht,
    dass ich aus etwas gewoben war, das war wie weißes Licht
    und doch auch wieder nicht.

    Alles klar, Lone Wolf?

    Gänsehaut lief mir über den Rücken.
    Woher kannt der Irre meinen Namen?
    Selbstverständlich hatte ich den guten Mann verstanden,
    von einem Moment zum Nächsten war mir alles klar
    und irgendwie auch wieder nicht.

    A Wahnsinn, was ma ollas erlebt im Supermarkt. :dontknow:
     
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  2. 0bst

    0bst Guest

    Beim nächsten Ton ist es 18 Uhr 23.
     
    Moondance gefällt das.
  3. Lincoln

    Lincoln Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    15. Januar 2013
    Beiträge:
    22.146
    Ort:
    VGZ
    Und wo sind nochmal die sinnlosen Texte? :D
     
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  4. Damour

    Damour Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    19. Mai 2010
    Beiträge:
    3.791
    Ort:
    Himmel aka Hölle aka Planet Erde
    Episode aus Köln :
    Ich saß in einem Straßencafé und aß ein Stück Quiche, als mir plötzlich der AsiaLaden gegenüber auffiel.
    Ein kleiner Junge, drei, vielleicht vier, kam in die Tür und stellte sich schreiend und heulend Richtung Straße um der Welt kundzutun, dass er sein Leiden nun der ganzen Straße mitzuteilen gedenke.
    Schreiend ging er zur Tür und tänzelte zum ersten Fenster des Ladens. Innen stand ein Mädchen, vielleicht acht, vielleicht seine Schwester, das ihm Grimassen zog. Er schrie noch eine Sekunde lang und verfiel dann - für den Erwachsenen nicht nachvollziehbar, in lautes Gegackere und Gelächter ... Der Schmerz war weg. Ganz einfach in pure Freude und quietschenden Spaß verwandelt ...
    Der Geist will nicht fassen, aber mein Herz schlug vor Freude auf.
    Ohne Worte war das eine der intensivsten Lektionen an diesem Wochenende, welches ich mit Meditieren verbrachte ....
    Sinn entsteht, wo man ihn loslassen kann im Kopf :)
     
  5. cailin

    cailin Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    15. September 2009
    Beiträge:
    8.533
    Vielleicht ist das alles ganz normal, wenn man an der Käsevitrine Rum kauft.
     
  6. Yogurette

    Yogurette Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    14. Juli 2009
    Beiträge:
    5.287
    Ort:
    Kassel, Berlin
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    aus einer Kontaktaufnahme mit Verstorbenen per schreibendem Tischchen (wenn man denn daran glauben mag) stammt:
    "es ist alles so unglaublich weit und still". den Satz empfand ich damals als authentisch, grad auch weil er so einfach ist.
     
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  7. LoneWolf

    LoneWolf Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    16. Februar 2006
    Beiträge:
    10.922
    Ort:
    Wien
    Sinnloser Text vom 23.05.2015

    Sogleich eilte ich nach Hause und startete meinen Computer, um den Menschen im Esoforum von meiner Begegnung mit dem weisen Mann zu erzählen. Aufgeregt vom Drang, mich mitzuteilen, öffnete ich routiniert die Pforte zur Plattform.

    Eine schneeweiße Fläche schlug mir aus dem Monitor ins Gesicht.
    Keine blaue Umrandung mehr, keine harten und keine weichen Kontraste,
    die gesamte Benutzeroberfläche strahlte mich an in heiligem Weiß.

    Die Eingabmaske war weiß, die Schrift war weiß, alles war weiß.

    Ich kam zu spät, die Weisheit war schneller gewesen.

    Demütig fiel ich auf die Knie. :guru:

    :LOL:
     
    Zuletzt bearbeitet: 23. Mai 2015
    Glückskeks333 und Damour gefällt das.
  8. LoneWolf

    LoneWolf Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    16. Februar 2006
    Beiträge:
    10.922
    Ort:
    Wien
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    Sinnloser Nachtrag zum sinnlosen Text vom 23.05.15

    Demütig fiel ich auf die Knie :guru: vor dem großen Gottich und sagte Ihm Dank.

    Und da fiel es mir mit einem mal wie Schuppen von den Augen.

    Immer schon war er da gewesen, verborgen zwar und unbemerkt,
    doch anwesend hinter jedem Satz und zwischen jeder Zeile, die jemals hier geschrieben wurde.
    Leidend, doch ohne Klagen jeden Zank und jede Besserwisserei erduldend,
    jede Geste ehrlicher Freundlichkeit segnend.

    Doch nun hatte er gesiegt,
    hatte das gesamte Forum eingenommen,
    alles erstrahlte in reinem, heiligen Weiß und sämtliche User
    waren von kosmischer Glückseligkeit


    verschlungen. :krokodil:


    Licht und Liebe :kuesse:
     
    Noneytiri und Glückskeks333 gefällt das.

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