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Sinn und Unsinn von Gelübden (im Buddhismus - Zazen)?

Dieses Thema im Forum "Religion & Spiritualität" wurde erstellt von Lionéz, 9. April 2007.

  1. Lionéz

    Lionéz Guest

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    "Jetzt gelobe ich das Später"?

    :) Ich habe mich längere Zeit mit Gelübden wie z.B. dem Bodhissatva-Gelübde beschäftigt. Ich möchte mich zwar hier eher auf Soto-Zazen konzentrieren, frage aber dennoch nach allgemeinem Sinn und Muss in allen spirituellen Richtungen.
    Es wird oft der Vergleich gebracht, man könne zwar bei Zazen-Praxis ohne Zuflucht bzw. Gelübde die Motorrad-PS (er)fahren, würde aber ohne Lenker unterwegs sein. Verständliches Bild.

    Und dabei fällt mir der Loriot-Sketch ein: "Ich will einfach nur hier sitzen." - "Möchtest du nicht Zeitung lesen?" - "Nein, ich will einfach nur hier sitzen." - "Einfach nur hier sitzen? Möchtest du nicht lieber spazieren? Aber ohne Mantel ist es doch draußen kalt? Ich bring dir deinen Mantel!" Usw. :)
    Bleiben wir beim Sitzen. Soto-Shu.
    Erleuchtungnichterleuchtung, Schriftnichtschrift, freinichtfrei und umgekehrtnichtumgekehrt. Allesnichtalles ist okaynichtokay. Weg=Ziel=Sein. Niemand kann sagen, was nichtjetzt, nichthier ist.
    Jetzt bin "ich" etwas, das später anders sein wird, und jetzt interessiert es mich nicht, weil "ich" einfach nur hier sitze.

    Die Paradoxie vom "Loslassen des Loslassens des Loslassens..." wurde schon öfter anderweitig erörtert, denke ich.
    Ich, wenn ich mich jetzt mal so bezeichne, frage jetzt:
    Wie kann ich als Ich denn jetzt ein Gelübde für nichtjetzt, nichthier, später, Nicht-Ich ablegen? Wie kann ich einen Wunsch nach Wunschlosigkeit äußern? Wie kann ich im Hier und Jetzt nicht mehr hier und jetzt ich sein bzw. dies geloben?
    Wer legt das Gelübde ab? Ein "Ich"? Was will dieses "Ich" denn Nicht-Ich-Entscheidungen fällen, deren Wirkungen/Zukünfte nur jetzt und hier für das Ich relevant sind?

    (Warum legt man für Soto-Zazen, dem Einfach-nur-hier-Sitzen, Gelübde ab?)

    Ein ergänzendes, völlig wertfreies Gedankexperiment: Sollte das Ich jetzt festlegen, wie es später sein wird, hat der Bodhissatva dann für das darauffolgende Leben genau die vom Leiden zu befreiende Welt geschaffen, die er für sein Wirken braucht. Daran ist nichts auszusetzen. Möglicherweise ist es mit den Gelübden anderer spiritueller Richtungen oder Religionen ähnlich. Könnte man im Umkehrschluss sagen, dass es soviele noch Leidende gibt, wie von Buddhisten und Christen etc. für das nächste Leben gelobt wurden?

    Ich habe mal einen Buddhisten gefragt, ob das Streben nach Erleuchtung bzw. Leidensfreiheit aller Wesen nicht auch Anhaftung sei. Da meinte er, es sei eine sinnvolle Anhaftung.

    Ich weiß, dass sich vieles, tief empfundenes (wie auch Gelübde) der Worte entzieht. Da wir uns aber gerade im paradoxen SinnUnsinn bewegen, bedanke ich mich von Herzen für tiefgehende Antworten auf die obigen Fragen. :)
     
  2. Teigabid

    Teigabid Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    3. November 2006
    Beiträge:
    6.061
    Ort:
    burgenland.at
    ehrlich von diesem thema bin ich meilen entfernt, habe ich keinen schimmer.
    wahrscheinlich hat es etwas mit selbstverwirklichung und wille zu tun - aber das ist nur so eine vermutung.

    und ein :weihna1
     
  3. Moirra

    Moirra Aktives Mitglied

    Registriert seit:
    4. August 2005
    Beiträge:
    1.120
    Ort:
    Wien
    Eben, dafür war der Jesus der Großte Lehrer von allem, er hat niemlich gesagt, du solst nie ein Gelöbde ablegen

    Ach, und Ich habe was fast vergessen...Das was du hete bist ist gestern bereits gestorben, und heute wird es wieder sterben, damit du morgen das sein kanst was ist gestern bereits gestorben...

    Danit ist einmal klar, das ein Mensch...Gott schüf den Menschen als sein Abbild..also als schöpfer..darum erfindet sich Mensch jeden Tag neu..damit ist in endefekt in gewise weise Mensch sein egener Schöpfer

    Wer Öhren hat....

    Licht und Liebe
     
  4. Flori

    Flori Guest

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    Hallo Lionéz
    Ein Problem das man beim Soto oft hat ist meiner Meinung, das man sich oft alles zu kompliziert macht.
    Ich selbst habe eine Zeit eineviel Zahl von Texten gelesen und dennoch wenig Zazen gemacht.
    Aber zazen ist das was Sotozen ausmacht, und zu diesem thema hatten wir letztens ein gutes Kusen zu diesem Thema. Da wurde gesagt, dass das tägliche Zazen üben, täglich dieses Licht erwecken, die Verwirklichung des Bodhisattva-Gelöbnisses ist.
    Das Bodhisattva-Gelöbnis zu geloben, ist mehr eine Lebenseinstellung.
    Wenn du zazen sitzt, sitzt du Zazen. Zuflucht, eine Shanga, Lehrer usw. ist bestimmt auch nicht unwichtig, aber weit wichtigr ist einfach das zazen selbst. Zen praktizieren heist in gewisserweise auch, die vielen Gedankengebilde los zu werden. es heist zu sich selbst erwachen, merken das man lebt und sein eigener meister ist, das heist, selbst sein Leben in der hand hat. Wenn du dich eine Weile mit Zen beschäftigst und vorallem Zazen praktizierst, wirst du auch verstehen, welche Rolle die Gelübde spielen.
    Vielleicht helfen dir die Texte die du hier unter "An Dich" findest:
    http://antaiji.dogen.de/deu/index.shtml
    Zu Gelübden generell denke ich, das es auf das Objekt an das es gerichtet ist ankommt. Ich denke nimand wird dich bestrafen, wenn du das Bodhisattva Gelöbnis brichst, es sind nur Worte, es kommt auf deine Einstellung an.
    Also denk nicht zuviel:foto: ,
    LG,
    Flo

    PS: Es ist wichtig, was du selbst davon hälst. Ich bin ja weder ein zenmeister, noch habe ich die Weisheit mit Löffeln gegessen. Es passiert mir oft schnell, dass ich fremde Texten zu viel bedeutung beimesse, mir so ein gedankenbild erschaffe, und dann ganz die Wahrheit übersehe. Ich weiß ja nicht ob es bei dir auch so ist.
     
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