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Sicherheit oder Freiheit

Dieses Thema im Forum "Gesellschaft und Politik" wurde erstellt von reinsch, 1. Oktober 2007.

  1. reinsch

    reinsch Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    31. März 2006
    Beiträge:
    2.818
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    Hallo Leuts,
    das Philosophische Quartett ist aus der Sommerpause zurück. Nach meiner Meinung direkt mit einem Glanzlicht.

    Der ehemalige Außenminister Otto Schily im Gespräch mit dem schweizer Journalisten Meyer (Visavie) und Safranzki/Sloterdijk über Sicherheitspolitik und Einschränkung der bürgerlichen Freiheiten.

    Bewegend fand ich die Tatsache, wie starrsinnig Herr Schily die psychologischen Effekte des Terrorismus außer acht ließ. Sätze wie:"Wenn WIR die Freiheit einschränken, so..."Für mich geht immer noch alle Macht vom Volke aus.

    Rechtahberisch und ignorant versuchte der Minister a.D. die berechtigten Einwände aus Medien und Geisteswissenschaft "herunter zu transformieren".

    Ein sehr gelungener Einblick in die Dialektik aus Politik, Psychologie und Geisteswissenschaft, wie ich finde.

    Wiederholungen:

    Phoenix
    am 07.10.2007
    um 13.00 Uhr

    Danach in der ZDF Mediathek zu online zusehen.
     
  2. Katze1

    Katze1 Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    21. September 2005
    Beiträge:
    11.870
    Ort:
    Wien
    Hallo Reinsch,

    wie ist deine Sicht der Dinge?
     
  3. reinsch

    reinsch Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    31. März 2006
    Beiträge:
    2.818
    Hallo Indigomädchen,
    ich denke, daß ich da mehr der Statistiker bin. Es ist um ein Vielfaches gefährlicher ist von irgendeinem Raser auf deutschen Autobahnen ums Leben gebracht zu werden, als das Opfer irgendwelcher fundamentalistischen Fanatiker zu werden.

    Aussagen von moslimischen Gläubigen, die sich Gedanken machen, wie sie sich verhalten müßten und wie sie behandelt würden, geschähe ein Anschlag in Deutschland, machen mich zutiefst betroffen.

    Da unsere Bürgerrechte erkämpft werden mußten und schon alleine dadurch ein sehr hohe Gut darstellen, halte ich es für unverantwortlich eine Gesellschaft dadurch erpreßbar zu machen, daß sie sich durch äußere Einflüsse selbst ihrer Pluralität berauben läßt. Ein Merkmal des Terrorismus ist doch Unsicherheit, Verwirrung und Angst zu verbreiten. Es ist unverantwortlich, wenn auf schmutzige Bomben hingeweisen wird und im Nachsatz noch ein "schöner Tag" gewünscht wird. Zumal diese Tatsache seit Hiroschima und Nagasaki im Raum steht, somit nichts neues ist.
    Weiter halte ich unseren Rechtsstaat für durchaus fähig, der ernstzunehmenden Bedrohung Paroli bieten zu können.

    Zunehmende Überwachung des einzelnen Bürgers a priori verhindert keine Anschläge, da ein Grundzug der Denke dieser Menschen doch wohl ist, sich dieser Überwachung zu entziehen.

    Im Falle eines Anschlages geht es aus politischer Sicht nur darum sagen zu können, daß man alles versucht habe, um ihn zu verhindern. Eine Lösung ist die Einschränkung der Bürgerrechte nicht. Die Ursachen des Terrorismus müssen bekämpft werden. Dazu hört man nur wenig...

    Liebe Grüße
    R.R
     
  4. Katze1

    Katze1 Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    21. September 2005
    Beiträge:
    11.870
    Ort:
    Wien
    Hallo Reinisch,

    egal wie entschieden wird, es wird immer Opfer geben.

    Ein Krieg ist der Kampf der Reichen
    Terrorismus ist der Kampf der Armen


    Hab ich so gehört.
    Das heißt die Ursache zu bekämpfen wäre die Armut zu bekämpfen.
     
  5. sage

    sage Guest

    Welche Armut?
    In Deutschland fühlt sich schon einer arm, wenn er keinen 106-er Fernseher hat.
    Oder nicht dreimal im Jahr in Urlaub fliegen kann.
    In anderen Ländern wär man froh, wenn man jeden Tag genug Wasser und einen Kochbeutel Reis hätte.
    Und selbst diese Länder sind nicht wirklich arm, nur daß dort eine kleine Oberschicht das Geld hat und sich einen Dreck um ihre eigenen Landsleute schert und das seit hunderten von Jahren.
    Leider gibt es Fanatiker, geade im Nahen Osten, die einerseits alle Luxusgüter der westlichen Welt konsumieren aber gleichzeitig einen "weltweiten Gottesstaat" ausrufen und da stören eben solche Länder wie Israel.
    Und wenn sich Israel auf die Grenzen von 1947 zurückzieht, wird man fordern, daß sie ganz verschwinden.
    In Irland hat es auch ein paar hundert Jahre gedauert, bis man zumindest offiziell einen Waffenstillstand erreicht hat.
    Das Geld, das man in Waffen steckt, für sinnvolle Landmaschinen auszugeben, auf die Idee ist wohl noch keiner gekommen.
    Aber man sieht´s jedes jahr aufs neue. Sylvester wird Feuerwerk gekauft und zum Essen gibt´s ein paar billige Frikadellen, weil zu mehr als noch ein paar Kannen Fusel reicht´s nicht.
    Wenn´s schon da nicht funktioniert, wie soll´s da auf Länderebene klappen?



    Sage
     
  6. Shimon1938

    Shimon1938 Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
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    Beiträge:
    16.741
    Ort:
    Witzenhausen/Hessen in BRD
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    Hallo,

    vorausschicken möchte ich, dass ich die Sendung nicht gesehen habe -- kann aber sehr gut vorstellen wie Hr. Schilly aufgetreten ist. Er ist ein reaktionärer Querkopf, genauso wie unser Innenminister Hr. Schäuble. Diese beide Menschen benützen den terroristischen Gefahr um diese Rechte mehr und mehr einzuschränken. Eigentlich müssten wir schon längst wieder "Montagsdemonstrationen" einführen um unsere Rechte zu verteidigen. Leider sind aber die "Bildzeitungsleser" außer Stande zu begreifen, dass von die Machenschaften der Schillys und Schäubles ein viel grösserer Gefahr ausgeht, als von den Terroristen.

    Shalom,

    Shimon1938
     
  7. reinsch

    reinsch Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    31. März 2006
    Beiträge:
    2.818
    Hallo,
    möchte noch etwas anfügen. Auch ich halte Armut und Ungerechtigkeit für Gründe, die zum Terrorismus führen. Doch es geht im Grunde noch ein wenig weiter.

    Claude An Shin Thomas schreibt: "Ich beobachte, wie die Menschen, die in der Verleugnung befangen sind, sich in formeller und informeller Weise miteinander verbünden. Das angestrebte Resultat ist der Verlust jeglichen echten Kontakts mit Menschen, die anderer Meinung sind. Diese Isolation (und das bedeutet nicht, daß überhaupt kein Kontakt mehr mit Leuten außerhalb der eigenen Gruppe besteht aber es kann das bedeuten) wird benutzt, um eigene Sichtweisen zu verstärken und persönliche Mechanismen zu verschleiern. Dieses Bündnis vermittelt ihnen außerdem die Illusion, nützlich zu sein. Solche Gruppen oder Cliquen schaffen so ein Forum für das ungestrafte Ausagieren des Leidens.

    weiter schreibt er: Sich selbst zu heilen, das ist das grundlegendste Element der Friedensarbeit. Dies ist nicht nur ein politischer Prozeß. Es ist kein äußerer Prozeß und auch kein intellektueller. Heilung geschieht ganz individuell, braucht Zeit und Unterstützung, kann nicht gesetzlich vorgeschrieben, verordnet oder befohlen werden. Heilung setzt ein spirituelles Erwachen voraus, das weder notwendig religiös ist, noch auf bloßer Hingabe basieren muß. Es ist eine Erfahrung zutiefst persönlicher Natur. Wenn diese nicht innerlich vollzogen wird, dann werden wir als Menschen und auch unsere Gesellschaft und Kultur weiterhin mehr und mehr Leiden schaffen, weil wir auch in Zukunft unser eigenes Leid ausagieren müssen."
     
  8. Ramar

    Ramar Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    12. August 2005
    Beiträge:
    1.257
    Freiheit ist eine Floskel in unserer Gesellschaft und Gesellschaftsform. Wir haben lediglich jene Freiheit innert jenem Spielraum, welcher uns durch Gesetze und Regeln vorgeschrieben ist. Gesetze, die oft ohne Gesetzmäßigkeiten verordnet werden und die Individualität völlig außer Acht lassen.
    Thomas Woodrow Wilson philosophierte über die Freiheit: "Freiheit hat ihren Ursprung nie in der Regierung gehabt. Sie hat immer von ihren Untertanen gestammt. Die Geschichte der Freiheit ist eine Geschichte des Widerstandes. Die Geschichte der Freiheit ist eine Geschichte der Begrenzung der Regierungsgewalt, nicht ihrer Vergrößerung."
    Noch nie aber, in der Geschichte der Menschheit, dürfte die Einschränkung der persönlichen Freiheit größer gewesen sein, als heutzutage, sieht man von Sklavensituationen ab. In jener befinden aber tatsächlich wir uns, wir sind Sklaven der eigenen Gesellschaft geworden. Eigentlich ein Paradoxon - die Macht geht vom Volke aus und das Volk versklavt sich selbst....
    Politisch argumentiert geht es bei zahlreichen Einschränkungen der persönlichen Freiheit um die Sicherheit der Gemeinschaft. Das ist lediglich eine Lüge, es geht eher um die totale Kontrolle, der Vernichtung der letzten Bereiche persönlicher Freiheit und Verwirklichung, das Niederreißen der letzten Barrikaden.
    Für Sicherheit? Lachhaft. Ein Staat kann mir keine Sicherheit bieten. Weder gegen Gewalt, noch Diebstahl noch Terror.... und der Staat versucht dies nicht einmal. Er bietet mir bestenfalls späte Rache. Wenn der Gewalttäter, Dieb usw. erwischt wurde und verurteilt wird. Verhindern kann ein Staat die Tat nicht, auch wenn das immer wieder vorgegeben wird.

    Betrachten wir den weltweiten Terrorismus heute, ist Armut und Ungerechtigkeit wohl kaum Ursache, eher religiöser Fanatismus, Rassimus oder Machtstreben.

    Zu Deinen Zitaten: Buddhismus ist die einzige mir bekannte Religion, welche völlig friedfertig eine menschliche Freiheit zuläßt, eigentlich auch jene der freien Wahl, woran ein Mensch glauben will. Als Atheist mit agnostischen Tendenzen kann ich den Buddhismus wertschätzen.


    L.G.

    Ramar
     
  9. mooya

    mooya Mitglied

    Registriert seit:
    1. Mai 2007
    Beiträge:
    274
    Ort:
    Bayern
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    *unterschreib* :)
    Ich sehe es oft in meinem Umfeld (allerdings "Regionalzeitungsabonnementen"), da wird meist einfach nicht nachgedacht bzw. weitergedacht.
     
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