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Selbstverletzendes Verhalten bei Jungedlichen

Dieses Thema im Forum "Psyche & Persönlichkeit" wurde erstellt von Ronja, 30. Juli 2008.

  1. Ronja

    Ronja Mitglied

    Registriert seit:
    11. März 2007
    Beiträge:
    374
    Ort:
    RLP
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    Hallo liebe Foris,

    ich beschäftige mich gerade mit einer Jugendlichen (15 Jahre), die sich schnibbelt.
    Ich sprach auch schon mit ihrer Mutter. Diese erzählte mir, dass sich das Verhalten des Kindes nicht großartig verändert hätte. Sie hätte die normalen pubertären Stimmungsschwankungen etc, aber nichts schwerwiegendes.
    Die Tochter zählt sich zu der Szene der Emos und hört dementsprechende Musik aus dem Bereich. Auch ihr Freundeskreis sei "so drauf".
    Die Tochter erklärte, dass sie weder Todessehnsucht habe noch ernsthafte Probleme hätte. Sie möge lediglich das Gefühl, wenn das Blut an den Armen herunterläuft und sie möge Blut im Allgemeinen.
    Was meint ihr, was da los ist? Ist es eine jugendliche Phase? Oder könnte das der Anfang einer ernsthaften Problematik sein?
    Ich habe der Mutter geraten, das Kind zu beobachten, das Gespräch zu suchen, Vertrauen schaffen und bei anhaltendem Verhalten einen Therapeuten aufzusuchen....
    Habt ihr auch irgendeine Meinung zu solchen Erscheinungen?

    Lieben Gruß
    Ronja
     
  2. Glashaus

    Glashaus Mitglied

    Registriert seit:
    14. Mai 2007
    Beiträge:
    196
    Hallo Ronja,

    habe keine Erfahrung mit solchen Fällen. Meine Gedanken hierzu sind aber:

    es ist der Anfang einer Problematik. Louise sagt, Blut steht für die Freude. Also "fließt" (Lebens-) Freude aus. Aber wo? Zumal das bewußt hervorgerufen wird von ihr. Ausserdem ist es ja, wie Dein Thema ein selbstverletzendes Verhalten. Warum verletzt sie sich selbst? Schuldgefühl? Schuld sucht nach Bestrafung. Bestrafung für was? Suche nach was?

    Denke, sie sollte auf jeden Fall einen Therapeuten aufsuchen. Das kommt tief aus dem Innern und wird wohl nicht aus Spaß am Blutsehen gemacht.

    LG
    Bianca
     
  3. pluto

    pluto Aktives Mitglied

    Registriert seit:
    21. Dezember 2004
    Beiträge:
    5.652
    Ort:
    dort, wo es schön ist
    Hallo Ronja,

    mehr kannst du derzeit nicht tun.

    Die Jugendliche ist in einer Clique, will dazu gehören. und da gehört das Aufritzen mit dazu, sonst darf sie icht dabei sein. Nun stellt sich mir die Frage: warum trifft sie ausgerechnet auf solche Leute? Irgendwo muss eine Affinität bestehen.

    Zu starker Stress kann auch auf solche Art abreagiert werden. Sich wieder spüren.

    Außerdem ist die Gefahr da, dass sich daraus eine Borderline-Persönlichkeitsstörung entwickelt. (aber ich denke, dass du das selbst schon weißt).

    Blut ist warm, wenn es über die Haut fließt. Sie mag also auch die Wärme des Blutes. Darin vermute ich, dass sie sich wie in einer kalten, sterilen Welt fühlt. Kaum menschliche Zuneigung.

    Blut fließt auch im Krieg. Dann könnte sich darin ausdrücken, dass ein Vorfahre jemanden getötet hat und da ganz viel Blut geflossen ist, oder jemand von den Vorfahren ist verblutet.

    Ich finde es super, dass die Jugendliche mit ihrer Mutter darüber spricht. Vielleicht findet sie das mit dem Ritzen auch irgendwie komisch und möchte den anderen den Spass nicht verderben.

    Liebe Grüße Pluto
     
  4. fhedor

    fhedor Aktives Mitglied

    Registriert seit:
    2. März 2007
    Beiträge:
    940
    Ort:
    München >< Ingolstadt
    Ich habe hier einen interessanten Artikel darüber gefunden, in dem Prof. Dr. med. Ulrich Sachsse zu Wort kommt.
    Ulrich Sachsse ist Oberarzt an der Fachklinik für Psychiatrie und Psychotherapie NLKH Göttingen und Professor an der Universität Kassel und ist Experte auf dem Gebiet!
    --> http://www-ang.kfunigraz.ac.at/~hiebel/selbstverletzung.rtf

    LG
    fhedor
     
  5. hallo

    hallo Aktives Mitglied

    Registriert seit:
    15. November 2007
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    2.321
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    hallo ronja,

    ich hatte in der letzten zeit auch mit jugendlichen zu tun, die sich ritzen. anfangs war ich total schockiert, konnte es nicht zuordnen und die "einschnitte" haben mich sehr irritiert. eine 15-jährige, die sich (nach div. problemen wie streit, liebeskummer, enttäuschungen) selber mehrmals ritzte, hat es mir so erklärt: das tun fast alle in meiner klasse (was auch stimmt), das befreit mich, das tut keinem weh.

    meine überlegung noch dazu: es ist ein ausdrucksmittel dieser generation, sie schneiden sich lieber ins eigene fleisch, als anderen weh zu tun. außerdem ist es ein sichtbares zeichen für erlittenes, insofern wohl auch als hilferuf zu sehen. ob man aufgrund eines derartigen verhaltens gleich zum psychiater muss: fraglich.
    denke, dass gespräch darüber ist aber sehr wichtig, wird von einigen betroffenen auch gerne angenommen (nicht immer, fast immer).

    alles gute!
     
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