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Sehr langer Trauerverlauf ...

Dieses Thema im Forum "Trauer" wurde erstellt von lost, 22. Mai 2007.

  1. lost

    lost Guest

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    Hallo ! :)

    Ich habe schon viel im Internet und auch hier im Forum zum Trauerverlauf gelesen. Auch, das es bei jedem anders ist und man es weder auf einen Zeitraum noch eine Art festmachen kann!

    Ich möchte nicht groß ausholen, da es sonst wahrscheinlich doch recht lang werden würde!

    Ich habe vor 3 Jahren einen sehr engen Freund verloren und leide seit dem sehr intensiv unter dem Verlust. Gedanklich kann ich mich so gut wie gar nicht mit anderen Dingen beschäftigen da die Gedanken & Gefühle einfach da sind! Meine Lebensfreude & auch der Sinn ist weg, ich kann mir im Moment nicht vorstellen in diesem Leben wieder glücklich zu werden.
    Es gibt vereinzelt mal Tage wo ich mich besser fühle und ich merke das der Schmerz auch nicht mehr so zerreißend wie die ersten 2 ½ Jahre ist, allerdings ist er immer noch recht intensiv da.

    Vor gut einem halben Jahr habe ich auch erst realisiert das er „tot“ ist und nicht mehr wieder kommt! Ich weiß es mir selbst nicht zu erklären, aber ich muss in den ersten 2 ½ Jahren anscheinend wie in einem Trance – ähnlichen Zustand gelebt haben, oder ich wollte es nicht wahrhaben?
    Nach dem ich dieses realisiert habe, war es wie ein Schock, ich fühlte mich die nächsten Wochen wie Ohnmächtig, dieses Gefühl das das Leben ohne die Person weitergehen muss ist für mich unerträglich. Für mich ist es wie ein neuer Lebensbeginn. Ich nehme dieses Jahr zum ersten Mal den Frühling und Sommer wieder richtig war, wobei der Frühling eher schmerzhafte Gefühle ausgelöst hat.

    In den letzten paar Wochen habe ich so gut wie immer beim Aufwachen Probleme mit der Realität: Ich wache auf und muss erstmal ordnen wie die Situation ist, bin manchmal so durcheinander das ich mich erst nicht dran erinnern kann und mir der Verlust und das erlebte erst nach ein paar Minuten wieder bewusst wird. Zudem fühle ich mich auch tagsüber öfters wie in einer andern Zeit, es ist schwer zu beschreiben, aber es fühlt sich wie in einem Zeitloch an! Da mache ich mir schon ein bisschen Sorgen, da ich darüber noch nie etwas gelesen habe. Ich habe Angst eines morgens aufzuwachen und mich an nichts mehr erinnern kann… Aber vielleicht ist es auch mehr oder weniger normal?

    Ich träume auch so gut wie gar nicht von ihm. Der letzte „richtige“ Traum (alles andere sind ab und an nur mal einzelne Bilder ohne Zusammenhang) liegt schon über 1 Jahr zurück. Da man immer liest das die Seele auch während des Schlafes erlebtes verarbeitet, wundere ich mich warum ich so gut wie keine Träume mit ihm habe? Ich glaube nicht das ich mich einfach nicht erinnere, denn jedes Mal wenn ich von ihm geträumt habe wusste ich dieses gleich beim aufwachen, auch wenn mir der Trauminhalt noch nicht eingefallen war!

    Da sich die Trauer bei mir schon so lange hinzieht habe ich auch überlegt ob es besser ist zu einem Psychologen zu gehen, da ich nicht weiß wie ich den Verlust verarbeiten soll. Was meint ihr?

    Vielen Dank fürs Lesen und ich freue mich über jede Antwort!
    Liebe Grüße, Manuela
     
  2. Maud

    Maud Guest

    Hallo Lost

    Deine Geschichte hat mich sehr berührt da ich auch sehr lage unte Trauern zu leiden hatte, wen du wiessen willst wie ich es überwunden habe schreib mir eine P.N. und ich erzähle es dir.

    L.G. Maud
     
  3. JimmyVoice

    JimmyVoice Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    13. November 2004
    Beiträge:
    44.000
    Ort:
    Berlin und Wien sowas wie zweite Heimat
    Trauer kann bis zu 7 Jahren und mehr gehen...Kommt drauf an wie intensiv es bei dir ist...hast du irgendwelche tiefgehenden Schuldgefühle?
     
  4. RedFlash

    RedFlash Mitglied

    Registriert seit:
    31. Januar 2007
    Beiträge:
    306
    Ort:
    Soest
    Hallo Lost!

    Deine Trauer scheint sehr intensiv zu sein und ich kann es sehr gut nachvollziehen! Nicht, weil ich sowas kenne, sondern weil es menschlich ist!!!
    Was ich wohl weiß ist, dass jeder Mensch anders darunter leidet!
    Was mich allerdings interessiert ist, wie Deine Umwelt darauf reagiert (Freunde und Familie) und auch, wie es bei Dir im Arbeitsleben aussieht. Ich vermute mal aus dem Bauch herraus, dass Du arge Probleme mit Deinem Umfeld hast, schon allein aus dem Grund, weil Du sagst dass Du kaum noch den Wandel der Jahreszeiten regestrierst. Wichtig ist es, dass man niemals aufhören sollte zu leben und, dass einem der Kontakt zur Aussenwelt manchmal sehr dabei helfen kann.
    Andererseits ist es kein Vergehen wenn Du trotzdem versuchst Dir Therapeutische Hilfe zu suchen! Ich Denke mal es gibt bestimmte Anlaufstellen, die Dir helfen können um Deine Trauer zu bearbeiten!!! Denn das könnte ein großer Schritt in die richtige Richtung für Dich sein!

    Richtig ist es auf jeden Fall, dass Du Dich hier im Forum zu Wort gemeldet hast! Es werden Dir bestimmt viele hier mit Rat und Tat zur Seite stehen können!

    Du wirst es bestimmt schaffen!!!!

    Liebe Grüße Sonja
     
  5. lost

    lost Guest

    Hallo!
    Vielen Dank für eure Antworten!

    @ JimmyVoice:
    Ja, ich habe auch schon davon gelesen, dass die Trauer sehr viele Jahre anhalten kann. Ich würde schon sagen, das es bei mir sehr intensiv ist, ich spüre nur das ich mit meinen Kräften mehr als am Ende bin und das auch schon recht lange. Ich weiß nicht ob ich es noch über einen längeren Zeitraum aushalten würde.
    Was die Schuldgefühle betrifft, da gibt es schon etwas, das mich öfters beschäftigt!
    Es ist nicht so sehr tiefgehend, aber quält mich schon ab und an! Das dies auch den Trauerverlauf beeinflussen kann, darüber habe ich mir nie Gedanken gemacht. Vielleicht kommt das ja tatsächlich auch hinzu.


    @ Sonja: Vielen Dank auch für deine Antwort! :)

    In meinem Umfeld gibt es nur 1 Person die weiß, dass ich den Verlust noch nicht verarbeitet habe. Zu meiner Familie habe ich kein enges Verhältnis, es ist mehr oberflächlich, daher wissen sie auch nichts darüber. Bei ihnen überspiele ich meine Trauer, was natürlich sehr anstrengend ist (am Anfang noch einiges mehr als jetzt), aber wie gesagt, die Verbindung ist nicht da und daher möchte ich ihnen meine Trauer auch erst gar nicht zeigen.
    In meiner Arbeitsstelle ist es ähnlich, auch dort zeige ich meine Trauer nicht. Durch die Arbeit bin ich dann auch eher abgelenkt, zwar nicht 100%ig, aber mehr als Zuhause!

    Ja, du hast Recht, das mit dem Kontakt zur Außenwelt ist schon wichtig!
    Es ist nur, seitdem ich realisiert habe, das er nicht mehr da ist/ wieder kommt, alles noch anstrengender geworden ist! Die letzten Monate merke ich, wie mir alles in meinem Umfeld immer bewusster wird. Und da habe ich zum Teil auch meine Probleme mit, manchmal wünsche ich mir lieber den „alten“ Zustand zurück, wo ich es noch nicht realisiert hatte.

    Mit der therapeutischen Hilfe bin ich noch ein bisschen unschlüssig, da ich in den letzten Monaten eine Veränderung merke und an manchen Tagen schon glaube das ich es alleine schaffen kann! Aber ich denke, wenn sich die nächsten paar Wochen nichts verändert, dann sollte ich mir ernsthaft psychologische Hilfe holen!


    Mir ist noch etwas zu den Träumen eingefallen, was ich im ersten Beitrag vergessen habe zu erwähnen: Ich hatte vor einiger Zeit mal einen Traum, wo ich dachte ich sei wach, da ich mich im Traum auch im Bett befand. Und zwar drehte ich mich um und hatte auf einmal einen totalen Gedächtnisverlust – ich wusste rein gar nichts mehr. Ich bekam Panik und wurde kurze Zeit später dann auch wach. Beim intensiven Nachdenken erinnerte ich mich das ich im Traum einen Inhaltswechsel hatte. Bevor ich den Gedächtnisverlust hatte, fing ich gerade an von meinem Freund zu träumen.
    Wahrscheinlich wäre dieses auch besser in der „Traum-Rubrik“ aufgehoben, aber vielleicht weiß ja jemand der hier mitliest auch eine Bedeutung davon?

    Viele Grüße und noch mal :danke: fürs Lesen und Antworten. Es wird mir mit Sicherheit helfen!

    Manuela
     
  6. wiesenpfifi

    wiesenpfifi Neues Mitglied

    Registriert seit:
    23. Mai 2007
    Beiträge:
    5
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    Hallo Lost !!!

    Es ist immer sehr schwer wenn man einen guten Freund oder einen geliebten Menschen verliert und los lassen muss...
    Ich habe vor fast 3 Jahren meinen Bruder verloren der wegen eines Verkehrsunfalles ums Leben kam und einen Abend vor seiner Beerdigung musste ich dann auch noch Abschied von meiner geliebten Mutter nehmen da sie es nicht verkraftet hat und an einer starken Hirnblutung einfach tod umgefallen ist ...
    Ich wünschte ich könnte mal so richtig trauern aber irgendetwas lässt es einfach nicht zu ...ich kann auch nicht richtig weinen
    Bin schon bei Ärzten gewesen weil es mir Seelisch nicht so gut geht aber richtige hilfe bekommt man dort auch nicht !
    Ich denke man muss selber damit fertig werden da kann keiner helfen
    Man sagt zwar Zeit heilt alle Wunden aber auch dies stimmt nicht man wird ein ganzes Leben lang damit zu tun haben weil diese geliebten Menschen riesen Löscher hinterlassen haben man kann eigentlich nur nach vorne schauen und wenn es geht weinen wenn einem danach ist

    Ich könnte über dieses Thema noch so viel schreiben ...
    Das glaube ich verschafft auch einem richtig Luft wenn man sich alles von der Seele reden kann besonders mit Menschen die das selbe Schicksal erleben mussten und damit irgendwie nicht fertig werden ...

    Ich hatte deinen bericht gelesen und musste dich einfach mal anschreiben
    Liebe grüsse
    Wiesenpfifi
     
  7. RedFlash

    RedFlash Mitglied

    Registriert seit:
    31. Januar 2007
    Beiträge:
    306
    Ort:
    Soest
    Hallo Lost!!!

    Wenn Du eine Vertrauensperson hast, dann ist es wichtig dich mit ihr darüber zu unterhalten. Einer ist besser als keiner!!! Was ich auch noch glaube ist, dass es Deiner Familie nicht schaden würde, wenn Du offen mit Deinen Gefühlen umgehen würdest. Wenn Du zugibst, dass Du sehr um Deinen Freund trauerst ist das für Dich ein weiterer Meilenstein bei Deiner Trauerbewältigung.Auch wenn Du jetzt denken magst, dass Deine Probleme niemanden in Deiner Familie was angehen!

    Wichtig hierbei ist, dass Du an den Reaktionen merken wirst, wo Du stehst! Die erste Möglichkeit wäre, dass es keine Reaktion gibt und Dein Problem ignoriert wird oder es sind villeicht ein oder zwei dabei, die Dich verstehen und Dich unterschützen werden! Aber das ist nur ein Ratschlag von mir, der zur Umsetzung viel Mut erfordert.

    Und auch, wenn Du meinst dass es Dir zunehmend immer besser geht kann es sein,dass Dich ein paar Rückschläge erwarten. Es gibt immer Hochs und Tiefs...
    Deshalb wäre es absolut nicht verwerflich sich einen Therapeuten zu suchen! Es kann nur hilfreich sein! Und bedenke, es gehen Leute wegen geringerer Probleme zum Psychologen!!! Deshalb kann ich Dir das nur ans Herz legen!!!

    Zu Deinem Traum denke ich, dass das möglicherweise Deine Innere und verborgene Angst ist Deinen Freund zu vergessen! Du hast solche Angst ihn zu vergessen und, dass sein Bild immer verschwommener wird, dass Du im Traum unter Gedächtnisverlust leidest. Was im Wachleben ein neues Angstgefühl in Dir weckt!
    Villeicht will der Traum Dich auch wachrütteln um zu sagen! Lebe, wach endlich auf, sonst fragst Du Dich eines Tages wo denn all die Jahre hin sind die Du versäumt hast.
    Bedenke, in Deinem Herzen lebt Dein Freund immer weiter egal wie Du Dein Leben gestaltest! Mann muss keine Blumen ans Grab legen oder viele Tränen vergießen wenn man die Erinnerung im Herzen trägt!

    Lieben Gruß Sonja!!!
     
  8. Sternenfee

    Sternenfee Aktives Mitglied

    Registriert seit:
    3. Dezember 2006
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    1.167
    Ort:
    Niederbayern
    Der Sruch die zeit heilt alle Wunden stimmt bei mir in meiner Trauer nciht, leider wird es immer schlimmer.
    Liebe Grüße
    Sternenfee
     
  9. wiesenpfifi

    wiesenpfifi Neues Mitglied

    Registriert seit:
    23. Mai 2007
    Beiträge:
    5


    Liebe Sternenfee

    habe ja geschrieben das es nicht stimmt , das die zeit alle wunden heilt und glaube mir ich spreche aus erfahrung !!!
    liebe grüsse
    Wiesenpfifi
     
  10. Ruschka

    Ruschka Aktives Mitglied

    Registriert seit:
    24. Oktober 2006
    Beiträge:
    1.276
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    Hallo Lost,
    als ich nun Deinen Beitrag las, dachte ich "dieser hätte auch von mir sein können"

    Ich war genauso traurig, verzweifelt und mich den anderen mitzuteilen war äußerst schwierig.
    Auch ich las, dass die Trauerzeit lange dauern kann, doch getröstet hat mich dies wenig.
    Erinnerungen sind auf einmal da und halten einen gefangen.
    Ich veränderte mich. Wurde ruhig, liebte es allein zu sein und fühlte mich unsagbar einsam.
    Nichts und niemand konnte mich trösten.
    Nach einiger Zeit fing ich an einen Abwehrmechanismus aufzubauen, ich war einfach nicht mehr ich.
    Weder mein Mann , noch mein Sohn schafften es mich aus dieser Phase herauszuholen.
    In meiner ganzen Verzweiflung suchte ich einen Therapeuten, es war eine sehr gute Entscheidung.
    Fast zeitgleich fand ich dieses Forum und las über Peggy.
    Ich schrieb ihr eine Pn und bat um einen Termin.
    Dies war wohl das Beste, denn durch das Gespräch mit ihr, fiel meine Trauer von mir ab ( welches dann auch mein Therapeut herausfand)

    Dank Peggy fand ich wieder zu mir selbst, tja und mein Therapeut meinte dieses Gespräch mit ihr brachte mich dazu meine Denkweise zu ändern.
    Meine Trauer wandelte sich in Dankbarkeit.

    Nun, dies ist meine Geschichte - vielleicht hilft sie Dir.
    Wende Dich an Peggy, sie ist eine ganz Liebe

    Ich wünsche Dir alles alles Liebe
    Ruschka
     
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