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Seelenverwandtschaft – Eine kurze Einführung

Dieses Thema im Forum "Seelenverwandtschaft" wurde erstellt von Seher, 10. Juli 2014.

  1. Seher

    Seher Neues Mitglied

    Registriert seit:
    8. Juli 2014
    Beiträge:
    27
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    Liebe Forumsgemeinde!

    Ich habe bemerkt, dass es Uneinigkeit darüber gibt, was nun ein Seelenverwandter ist. Um dies zu bereinigen, möchte ich eine kurze Übersicht darüber geben woher der Begriff der Seelenverwandtschaft ursprünglich kommt und wie dieser im Zeitalter des Internets verfälscht wurde. Ich möchte mich jedoch eher kurz halten und keinesfalls „besserwisserisch“ auftreten, es handelt sich um jene Lehre, die mir in Tibet beigebracht wurde und die ich selbst als vollkommen stimmig und für mich als wahr erkennen durfte. Hierbei handelt es sich nicht um meine Ideen sondern um Jahrtausende alte Lehren und Wissen der hinduistischen Schule. :)

    Die ganze Thematik geht auf die Lebensphilosophie des alten Indiens zurück. Da alle Weisheiten in diesem Gebiet in Indien entdeckt, weiterentwickelt über Jahrtausende perfektioniert und gelehrt wurden, handelt es sich um die „echte“ und ursprünglich unverfälschte Lehre. Die zentralen Begriffe des Selbst in der indischen Philosophie sind Atman und Brahman. Atman ist das innere Ich, also die Seele, während Brahman das Weltall und der Kosmos, quasi die gesamte Realität. Atman und Brahman sind allerdings völlig eins, das bedeutet, es gibt eigentlich nur eine wahre Wesenheit in der Welt, Brahman ist das Weltall aber Brahman ist auch der Atman in uns. Wir sind also verschmolzen mit allem, Teil des großen Ganzen. Diese Ansicht wurde von einigen Schülern der alten Meister als „unvollständig“ kritisiert, so stellte Madhva die Dvaita-Theorie auf, wonach Brahman und Atman voneinander getrennt betrachtet werden sollten. Dvaita bedeutet “Dualität”, die Lehre der Gegensätze. Diese Lehre ging in der späteren chinesischen Schule insbesondere im Daoismus auf (Ying und Yang) und auch in den meisten Religionen. Das Christentum etwa stellt die Schaffung der Gegensätze als zentrales Symbol der Schöpfungsgeschichte auf: Die Schaffung von Tag und Nacht, die Trennung von Land und Wasser, usw.
    Jedenfalls verknüpft mit der Lehre des Dvaita-Vedanta ist die Idee der Seelenwanderung. Hierunter versteht man nicht nur den Übergang der eigenen Seele (Atman) in die „Weltseele“ (Brahman) sondern auch die traverse Wanderung der Seelen untereinander. Das passiert dann, wenn nach dem Tod Atman nicht in einer Seele (Jiva) sondern in mehreren Seelen aufgeht. Diese Form der Reinkarnation ist nicht die Ausnahme sondern die Regel, nur die Seele der Götter sind strikt getrennt und nicht dual angelegt. Das bedeutet, dass bei der Samsara (also der Wiedergeburt) nach dem Dvaita immer genau zwei Seelen verknüpft sind. Diese Theorie der zwei Seelen gibt es nicht nur im Hinduismus, auch in der griechischen Mythologie gibt es dazu eine Geschichte. Demnach besaßen früher alle Menschen vier Arme und vier Beine und wurden „Kugelmenschen“ genannt. Die Kugelmenschen wollten zu den Göttern emporsteigen aber Zeus strafte sie für diese Untat, indem er sie teilte, sodass jeder Mensch nur mehr zwei Arme und zwei Beine besaß – unsere heutige Gestalt. Nach der griechischen Mythologie ist nun jeder Mensch auf der Suche nach seinem Partner (von dem es genau einen gibt), und alle Zätzlichkeiten (Zb Umarmungen) sind eigentlich nur der Wunsch nach der früheren Geborgenheit um sich wieder mit seinem „Seelenverwandten“ vereinen zu können. Das Prinzip der Dualität kommt also auch der griechischen Mythologie vor.

    Zusammenfassend: Einzelseelen (Jiva) sind bei der Geburt mit einer anderen Einzelseele verbunden (Dvaita). Ob man diese Verbundenheit jetzt „Dualseele“ oder „Seelenverwandtschaft“ nennt ist egal, denn beides bezeichnet das gleiche (auch wenn manch etwas anderes behaupten). Der Begriff „Seelenverwandt“ stammt nicht aus der hinduistischen Philosophie, bezeichnet aber das Prinzip der Dualität der Dvaita und ist daher richtig. Es gibt allerdings keinen einzigen Text der alten Völker, der darlegen würde, dass Seelen mit vielen anderen verbunden sind, es also „Seelenfamilien“ gibt. Das ist eine neumoderne Erfindung.

    Und nun aber stellt sich natürlich die Frage: Wenn das wahr ist, was ich schreibe, woher kommen dann diese vielen Texte über „Dualseelen“, „Seelenverwandtschaft“, „Seelenfamilien“ und warum denken manche Menschen, man kann dies unterscheiden? Die traurige Wahrheit ist, dass diese Begrifflichkeiten kein altes Wissen darstellt, sondern erst in den letzten Jahren auf dubiosen Seminaren und im Internet verbreitet wurde. Ich hoffe ihr seid kritisch und nehmt hinterfragt alles, auch das, was ich schreibe. Daher bitte ich euch: Lest die alten Texte, lest die Schriften der alten Philosophen und ihr werden sehen, dass darin Begriffe wie „Dualseele“ nie verkommen, diese Begriffe wurden im 19. Und 20. Jahrhundert in Europa von Menschen erfunden, die damit Geld machen wollten. Selbsternannte „Lichtpriester“ verkaufen Seminare für einige tausend Euro und „Sternenbotschafter“ schreiben in Blogs über Dinge, die sie auf solchen Seminaren gehört haben und damit verbreiten sich solche Irrglauben rasend schnell. Der Grund, warum solche Dinge erfunden werden ist einfach, dass man den Leuten in Seminaren Dinge erzählen will, die sie noch nicht kennen, damit sich die Seminarleiter als „Gurus“ hinstellen können.

    Machen wir das Selbstexperiment: Ich behaupte, niemand wird eine ältere Schrift finden, in der der Begriff „Dualseele“ auftaucht, höchstens mittels Google ein paar Blogs, auf denen Privatpersonen darüber schreiben, ohne Quellen für ihr Wissen nennen zu können. Wollt ihr diesen wirklich glauben? Das Wissen, das von Vallabha, Madhva und anderen gesammelt und gelehrt wurde ist vollkommen kostenlos für jeden zugänglich, ihr müsst keine teuren Seminare besuchen um diese alten Weisheiten zu lesen. Ich will niemanden verbieten an das zu glauben, was er von einem Seminarleiter gehört oder auf einer Internetseite hat, aber wenn ihr meditiert, Yoga oder Qigong praktiziert, dann wollt ihr es doch auch so machen, wie es die ursprünglichen Meister in Indien und China gelehrt haben, oder? Denn dieses Wissen wurde lange perfektioniert und ganz ohne kommerzielle Hintergedanken entwickelt, ich schenke dem daher viel mehr Glauben als einer Internetseite. :)
     
  2. Mausicool

    Mausicool Mitglied

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    8. Juli 2014
    Beiträge:
    134
    Ein Individuum der seines Weges geht und seine eigene Sprache spricht, werden die Wörter anderer ihm nicht anfechten können.

    Was die Menschen verfassten entsprang ihrem Sehen.
     
  3. DruideMerlin

    DruideMerlin Sehr aktives Mitglied

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    An den Ufern der Logana
    Hm ..., bei den Kugelmenschen Platons ist aber nicht von zwei Seelen die Rede. Platon lässt, wie in vielen seinen Betrachtungen, eine fiktive Runde über ein Thema diskutieren. In der Geschichte von den Kugelmenschen wollte er die verschiedenen Aspekte um den Gott Eros und die Geschlechtlichkeit darstellen. Mit der Sehnsucht der geteilten Kugelmenschen nach Vereinigung ging es also nicht um die Seelen.

    Ich denke, dass eine Seele unverrückbar mit einer Persönlichkeit verbunden ist, aber dennoch Seelenpartikel über die Gene von Generation zu Generation weitergereicht werden. Die Gene bestimmen nicht nur unser Aussehen, sondern auch unser Wesen – ja, sogar Gefühle und Erfahrungen aus der Vergangenheit haben sie mit im Gepäck. Ich umschreibe das gerne mit der Parabel vom Blütenstaub der Seele, aus dem immer wieder neue Seelen gewoben werden. Auf diese Weise bekommt dann auch der Gedanke von der Unsterblichkeit der Seelen einen ganz realen Sinn. Ich denke aber, dass die Suche nach der Seelenverwandtschaft nicht so sehr im Sinne gleicher Wurzeln gemeint ist, sondern mehr der Gleichklang zweier Seelen.

    Ich halte es für den Menschen nicht besonders segensreich, wenn man dessen eigentlichen Dreh und Angelpunkt entfremdet und ins Abstrakte distanziert. Stellt man sich da nicht die Frage, warum dies manche Menschen dennoch tun?


    Merlin
     
  4. Mausicool

    Mausicool Mitglied

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    134
    Wie ist das hier wohl gemeint mit den Genen:zauberer1
     
  5. DruideMerlin

    DruideMerlin Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    22. August 2008
    Beiträge:
    6.546
    Ort:
    An den Ufern der Logana
    Sorry, aber ich verstehe deine Frage nicht?

    Merlin
     
  6. Mausicool

    Mausicool Mitglied

    Registriert seit:
    8. Juli 2014
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    134
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    Hatte ich dich denn gefragt?

    Das mit den Genen war mir nicht klar, wie du es wohl meintest. Es klang ja beinahe anders, als was man sonst unter Gene versteht.
    Doch eher wahrscheinlich, erliege ich meiner Selbsteinbildung und du meintest ganz normal Gene XD
    In diesem Fall hätte ich meine Meinung geäußert, dass ich zwar schon denke, die Gene spielen eine Rolle, was sie antreibt jedoch, so zu sein wie sie sind, jenseits der Gene liegt.
     
  7. SoulCat

    SoulCat voll Licht und Liebe Mitarbeiter

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    Tirol
    Nur weil Seelenfamilie etwas "neumodisches" ist, bedeutet es nicht automatisch, dass es falsch ist. :D

    Früher hat man auch geglaubt, dass Speiseröhre und Luftröhre EINS ist. Bis jemand illegal eine Leiche aufgeschnitten hat und erkannt hat, dass es ZWEI sind.

    ----

    Für mich sind Seelenfamilien und Seelensippen fester Bestandteil meines Weltbild.

    Es gibt dazu sehr gute Literatur, leider nur auf englisch, aber dieses Thema ist vollständig aufgearbeitet und durchaus schlüssig.

    Dualseelen existieren für mich auch und es ist auch exakt definiert, wie sich das zu Seelenfamilie und Seelensippe verhält.

    Die Literatur dazu ist spannend für mich. Aber es ist unnützes Wissen, wie halt vieles andere auch. Aber wenn jemand Interesse daran hat, ist es doch okay. Ich verurteile ja auch niemanden, der Interesse an Fussball hat (das ist für mich sinnlos). :D

    Seele selbst ist bereits meist falsch verstanden. Es ist ein Großbegriff und umfasst viele Teile. Wir kommen immer nur mit einem Seelenaspekt in Kontakt. Eine Seele tritt auf in verschiedenen Rollen und zeigt unterschiedliche Aspekte. Das ist gut so, damit sie alle Erfahrungen machen kann die sie braucht für ihre Entwicklung.

    ------

    Jetzt kommen noch jene Leute, die anprangern, dass man begriffe wie Seelenfamilie und Dualseele überhaupt verwendet.

    Ich persönlich bin auch kein Freund von schubladisieren und kategorisieren. Ich erkenne die Argumente dieser Leute schon an.

    ABER, wenn wir darüber REDEN wollen, dann machen Namen und Definitionen sehr wohl Sinn.

    Denn wenn wir keinen Namen mit Definition haben, dann ist jedes Gespräch darüber nicht nur schwierig, sondern auch von vorn herein mit Missverständnissen gepflastert. Es gibt so schon genug Missverständnisse, wir müssen es nicht auch noch durch unklare Begriffe verschärfen.


    Alles Liebe
     
  8. Seher

    Seher Neues Mitglied

    Registriert seit:
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    Beiträge:
    27
    Also ich halte es nicht für unnützes Wissen ;) Für den einen ist das Wissen rund um die ewige vom materiellen losgelöste Existenz der Seele ein Trostspender wenn ein Angehöriger stirbt, für andere ist die Philosophie rund um die Selbstfindung des inneren Ichs ein Weg zur Steigerung des körperlichen Wohlbefindens, mit Meditation, Yoga und allem was dazugehört. Dieses Wissen hat mir und vielen Menschen die ich kenne bereits sehr weiter geholfen wohingegen ich nicht ganz weiß, woher die Idee von "Seelenfamilien", "Seelenpartikel" usw. stammt und ich bin mir nicht einmal sicher, ob die Begriffe überhaupt eine feste Bedeutung haben oder ob jeder etwas anderes darunter versteht. Vielleicht kann hier jemand Quellen nennen, wer diese Begriffe als Erster verwendet hat.
     
  9. Mausicool

    Mausicool Mitglied

    Registriert seit:
    8. Juli 2014
    Beiträge:
    134
    Die Quelle trägst du in dir selbst, Mann!:rolleyes:

    Jeder könnte verfassen, wenn Mensch sich soweit bewusst wäre. Dazu brauchst du weder ein Buch noch einen Meister oder nen Schamanen.

    Die ganzen Begriffe können genau so leer wie voll sein und anders verwendet werden. Bei der Kommunikation wäre es jedoch angebracht, d.h. wenn man miteinander sinnvoll reden möchte, sich nicht an Begriffen zu halten, sondern zu sehen was gemeint ist.

    Wer allerdings nur über Theorie reden mag, wird nie richtig verstehen können.
     
  10. Sayalla

    Sayalla Guest

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    Ehm, nö, tut es nicht. Das Eine bezeichnet das Selbst, das andere die Dualität. Wollte man sie jetzt gegenüberstellen, kann man zu Jiva evtl. noch Polarität sagen, aber zu keinem von beiden Dualseele oder Seelenverwandtschaft oder Zwillingsseele.
     
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