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Schwestern-Konflikt? Bitte dringend um Rat !!!

Dieses Thema im Forum "Allgemeine Diskussionen" wurde erstellt von Elli, 23. März 2006.

  1. Elli

    Elli Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    11. Januar 2006
    Beiträge:
    6.014
    Ort:
    im Wald
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    wollte das eigentlich in Lebensfragen posten, aber dort gilt mein User-Account offenbar nicht. Kapier ich zwar nicht, aber was solls. Dann eben hier.
    ---------------------------------------------------------

    Ich brauche euren Rat in Bezug auf meine Schwester. Ich versuch mal, euch die Geschichte in komprimierter Form zu erzählen.

    Meine Schwester (sie ist übrigens Schütze, ich Widder) ist zwei Jahre jünger als ich. Wir wurden beide sexuell missbraucht und unser Vater war der reinste Terror auf Erden. Details sind da nicht wichtig. Ausser vielleicht, dass ich sogar ab meinem fünften Lebensjahr freiwillig zum Vater ging, wenn er das Glitzern in den Augen hatte. Ich dachte, ich würde so meine kleine Schwester vor ihm schützen. Ich hab sie immer beschützt.

    Sie war immer eifersüchtig auf mich und hat mit mir konkurriert. Dabei ist sie viel hübscher als ich, nahezu ein Typ Fotomodell und sozial war sie immer das Zentrum überall, wo sie hinkam.

    Sie hasst mich, weil ich klüger bin als sie. Sie hasst mich, weil es mir seit vielen Jahren psychisch/seelisch besser geht als ihr. Hat sie mir beides mehrfach persönlich gesagt.

    Ich fühlte mich früher so einsam, dass ich mich jahrelang in den Schlaf geheult habe. Ich habe sie immer darum beneidet, wie locker sie Freundschaften schliessen kann und auch darum, wieviel Spass sie im Leben hat. Ausserdem hat sie das grosse künstlerische Talent meiner Mutter geerbt.
    (Ich weiss selbst inzwischen von mehreren Ärzten, dass ich das Aspergersyndrom habe, was meine sozialen Probleme und noch ein paar andere komische Sachen erklärt.)

    Ich zog mit 16 daheim aus, was für mich den Missbrauch beendet hat. Sie hat mich auch dafür gehasst. Sie sagte, ich hätte sie im Stich gelassen.

    Ich hatte mich auf die Strasse geflüchtet. Die Details lass ich hier weg; nur grad soviel: Ausser harten Drogen, Gewaltdelikten und Prostitution hab ich alles durch. Mit 22 konnte ich mich fangen und begann mein Leben aufzuräumen. Erinnerte mich daran, was ich als Kind alles über Magie gelernt hatte, vertiefte meine spirituelle Entwicklung. Inzwischen bin ich so gesund, dass mir die sogenannten "Fachleute" meine Geschichte gar nicht abnehmen würden, wär da nicht meine Schwester als weiteres Opfer und somit Beweis und noch ein Bruder als Augenzeuge.
    Das mit dem Bruder ist auch so eine Sache. Er sagte zu mir mal wortwörtlich: "Ich habe gesehen, was Vater mit euch gemacht hat. Aber ich weiss nicht, wem ich glauben soll." An diesem Satz sieht man schön, wie verwirrend eine solche Kindheit sein kann *seufz* Aber zurück zum Thema.

    Meine Schwester meidete immer jeden Kontakt zu mir. Ausser wenn sie Hilfe brauchte, kam sie immer. Geld, Probleme mit Freunden, etc. Ich hab ihr immer geholfen und wurde dann wieder links liegen gelassen bis zum nächsten Problem.

    Eines Tages sagte sie, sie hätte keine Lust, das ganze Leben zu arbeiten. Sie würde sich einen Millionär suchen. Gesagt getan. Ein Jahr später hat sie einen solchen geheiratet. Und dann ging für sie das Elend erst recht los. Weil sie nichts mehr zu tun hatte, ging sie komplett in der Opfer- und Barbierolle auf. Und ich schwöre, bei allem was ich weiss, ich kenne keinen Menschen auf der Welt, der so in allen Klischees dem blonden Barbietyp entspricht wie sie.

    Aber die Probleme der Kindheit holten sie ein. Sie bekam Bullimie, wurde magersüchtig, bekam Psoriasis, Zysten und und und ... Sie hat inzwischen eine rekordverdächtige Anzahl an Unterleibsoperationen hinter sich. Die Magersucht ist soweit fortgeschritten, dass sie zeitweise Schienen braucht, um die Arme noch heben zu können. Ihr hübscher Barbie-Teint ist auch dahin von dem Cortison, das sie sich ständig ins Gesicht schmiert wegen der Psoriasis. Sie hat irgendein Syndrom (hab den Namen vergessen), das ihre Knochen kaputt macht. Sie nimmt so viele Medikamente, dass sie Medikamente gegen Nebenwirkungen von Medikamenten braucht und nochmal Medis gegen die Nebenwirkungen dann von diesen.

    Ihr Mann ist gelinde gesagt ein A....loch. Aber sie redet sich ein, ihn zu lieben. Muss wohl am Geld liegen. Er lässt sie allein, wenn's ihr am dreckigsten geht, weil er das angeblich nicht aushält. Das Schönste war ja, als er ihr vor der Magersucht (sie ist 176 und wog damals 56kg) sagte, sie sei zu dick. Er klebte ihr Bilder von Fotomodells an den Kühlschrank und überall sonst an Stellen im Haus und sagte, er wolle keine dicke Frau. Hat sicher was mit der Magersucht zu tun.

    Ich habe auf alle Arten versucht, ihr zu helfen. Sie ist in eine christliche Sekte eingetreten. Dort hat sie gelernt, dass ich böse bin, weil ich eine Hexe bin. Hat mich noch mehr verurteilt. Später trat sie aus der Sekte wieder aus. Eine zeitlang hat sie versucht, sich meinem Lebensstil anzunähern, weil sie gesehen hat, wie viel besser es mir im Gegensatz zu ihr ging.

    Die Frau lügt wie gedruckt und schlimmer. Sie erfindet ständig böse Sachen, die andere ihr angeblich getan haben.
    ZB hat sie sich mal eingeredet, eine Freundin von mir würde ihr zwanzig Franken (ca. 13€) schulden. Ich habe Zeugen dafür, dass das nicht stimmt. Aber sie bestand darauf. Und obwohl sie Millionärin ist, hat sie deswegen ein totales Affentheater abgelassen. Telefonterror vom Feinsten. Zu guter Letzt fuhr sie mit ihrem Mann bei mir auf und wollte dieses Geld von mir. Ich meinte nur, das gehe mich nichts an. Ich sagte ihnen (wegen dem aggressiven Auftritt), sie sollen meine Wohnung verlassen. Sie begannen mich anzuschreien. Ich drohte mit der Polizei. Sie schrien weiter. Nach mehrfach sinnloser Aufforderung, dass sie gehen sollten, hab ich beide am Arm genommen und Richtung Tür gezerrt. Er wollte mich angreifen. Hat mir aber keine Angst gemacht. Hab es geschafft, beide vor die Tür zu spedieren und zu schliessen.

    Das nächste was ich dann erfuhr: Sie hat meinem Bruder Lügengeschichte über meinen Wahnsinn erzählt und ist mit ihm und ihrem Mann zu meinem Vater ins Büro gefahren. Sie wollte alle drei dazu überreden, mich zu entmündigen und in die geschlossene Psychiatrie einliefern zu lassen.
    Ist das noch zu fassen? Wegen eingebildeter Schulden von 20 Franken als Millionärin die eigene Schwester entmündigen zu lassen?
    Dabei hätte ich doch auch das ganze Geld zurückfordern können, dass ich ihr geliehen hatte, bevor sie ihren Millionär geheiratet hat.

    Aber alles Gute, was man ihr tut, vergisst sie ebenso schnell, wie alles Schlechte, was sie selbst tut.

    Naja, nach dieser Geschichte war erstmal für ein paar Jahre Sendepause. Wir hatten früher schon Streit. Immer hat sie angefangen. Und immer war ich die Idiotin, die den ersten Schritt in den Frieden gemacht hat.

    Nach der Sendepause hatten wir einige ausführliche Telefonate. Nur besucht hat sie mich nie. Da hat sie immer gesundheitliche Gründe vorgeschoben. Wär ja noch ok. Wenn da nicht all die anderen Ausflüge von ihr gewesen wären an Vernissagen, Feste, zu Freunden, etc.

    Während eines solchen Telefonats kam es wieder mal zu eine Streit. Es ging darum, dass sie alle Probleme, die ihr noch von unserem 2000 verstorbenen Vater gelieben waren, auf die Mutter übertragen hat. Es ist echt unglaublich, was die Frau für Lügen über meine Mutter überall verbreitet. Sie hat nicht mal die Übertragung geschnallt.
    Exakt dieselben Vorwürfe, die sie immer an Vater gemacht hat, gingen unverändert nach seinem Tod an Mutter über. Und das, wo zuvor Mutter ihre beste Freundin war. Sie kann sowas einfach nicht sehen. Sie verdrängt alles total.
    Und der Scheiss-Therapeut bei dem sie ist... Sie hat in zwanzig Jahren Null Fortschritte gemacht. Der bauchpinselt ihre Lügenmärchen und hält sie in der Opferrolle, damit er fleissig an ihr verdienen kann.

    Der letzte Streit war etwa ein Jahr her. Daher dachte ich, ich ruf mal wieder an (das war heute). Früher hat sie sich immer gefreut, wenn ich mich zur Friedenspfeife gemeldet habe. Ich dachte, weil es ihr so schlecht geht und mir so viel besser, ich könne ihr alle Fehler grosszügig nachsehen. Schliesslich ist sie meine Schwester.
    Sie hat mich aber – sobald sie mich am Telefon erkannt hat – in einer extrem aggressiven Weise heruntergeputzt und genau dort weiter gemacht, wo sie vor einem Jahr aufgehört hat.

    Und nun brauch ich euren Rat. Ich weiss nicht mehr weiter.
    WAS TUT MAN MIT SO EINER SCHWESTER?

    Wenn ich alles aufzählen wollte, was sie mir angetan hat, wo sie mir in den Rücken gefallen ist, was sie alles gelogen hat, etc., müsste ich einen Roman schreiben. Ich hoffe, diese Übersicht genügt.

    Kann, soll und darf ich diesen Menschen aus meinem Leben streichen? Vergeht der Schmerz der Liebe irgendwann?
    Ich hab wirklich alles durchprobiert, um ihr zu helfen und den Kontakt aufrechtzuerhalten. Es geht einfach nicht. Sie ist eine totale Rundumpsychopathin.

    Ich möchte versuchen, sie endgültig aus meinem Leben zu streichen. Ich hab es satt, ständig ausgenutzt, benutzt, fallen gelassen und belogen zu werden. Ich habe ihre Intrigen und ihre narzisstischen Spielchen satt. Ich hab es satt, immer alles zu geben und dafür NICHTS, absolut NICHTS zu erhalten.

    puh... ich hoffe, das war jetzt nicht zu lang. Aber ich brauch wirklich Rat. Bin gespannt auf eure Meinungen.

    Liebe Grüsse
    eine grad sehr traurige
    Elli :)

    ps1
    vielleicht nicht ganz unwichtig: wir sind keine Teens mehr, sondern 44 und 42 Jahre alt.

    ps2
    falls das ein Astrologe liest, würde es mich interessieren, ob evtl. in einem Horoskop etwas zu sehen sein könnte. Ich würde auch dafür bezahlen. Bitte per PM melden!
     
  2. Katarina

    Katarina Guest

    Ohje, liebe Elli, das hört sich nach einer komplizierten leidensreichen Geschichte an.
    Was man mit so einer Schwester tut, ist nicht wichtig. Wichtig ist, was Du tust und Du hast schon alle Antworten in Dir.

    Es spielt nicht so sehr eine Rolle, was konkret du tust. Entscheidend für Deinen Seelenfrieden ist, mit welcher inneren Haltung du es tust. Wenn du nicht mehr benutzt werden möchtest, dann lasse dich nicht mehr benutzen, - aber tue es liebevoll. Setze einen Stopp, - aber tue es liebevoll. Ziehe eine klare Grenzlinie, - aber liebevoll. Erwarte nichts von Deiner Schwester und mache dir keine Sorgen wegen der Zukunft oder darüber wie sich Eure Beziehung entwickeln könnte, wenn Du nun dieses oder jenes tust. Tue einfach, was ansteht, - aber tue es liebevoll. Dann wendet sich alles zum Guten, du wirst sehen.
    Schwesterliche Liebe kann sich auch so ausdrücken, dass man im Respekt vor dem anderen, auch leidensreichen Lebensweg, im Hintergrund bleibt. Und du könntest das wegfallende Engagement für Deine Schwester dazu nutzen, Dich um Dich selber zu kümmern. Denn dieses Muster, das du obenbeschrieben hast, das nährst du von Deiner Seite genauso wie Deine Schwester es von ihrer Seite tut. Dir wird etwas fehlen, wenn Du nicht mehr benutzt und ausgenutzt und gebraucht wirst. Achte darauf, dass Du es nicht durch irgendein anderes Verhältnis " in Grün" ersetzt, sondern kümmere dich um dich, gehe sorgsam mit dir um, tue, was Dir gefällt und ein gutes Gefühl gibt. Wenn Dein unbewußtes Bedürfnis, benutzt zu werden, auf diese Art verschwunden ist, wird sich Deine Schwester ebenfalls verändern, ohne dass du in irgendeiner Weise auf sie eingewirkt hast. Habe Vertrauen! Das denke ich dazu und wünsche dir wirklich alles Gute bei dieser Herausforderung. Aber du schaffst das. Wir können gar nichts falsch machen. Mach`Dir keine Sorgen.

    Liebe Grüße

    Katarina :)
     
  3. Elli

    Elli Sehr aktives Mitglied

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    Vielen Dank für deine Antwort Katarina. Scheinst die einzige zu sein, die sich an das Thema rantraut. Schade, hatte mehr Resonanz erwartet. Aber das Ganz ist wohl zu düster :(

    Nun jedenfalls werde ich deine Ratschläge beherzigen. Speziell mit dem aus obigen Zitat hast du sicher vollkommen Recht.

    Nochmals vielen Dank
    und liebe Grüsse
    Elli :)
     
  4. Abendstern

    Abendstern Guest

    Hallo Elli!

    Wenn ich ein Problem mit einem Menschen habe und es nichts bringt, mit dieser Person zu reden, ob persönlich oder am Telefon, mache ich folgendes: Ich setze mich zuhause hin und mache mich locker und denke intensiv an die betreffende Person. Ich stelle mir vor, wie sie mir gegenüber sitzt. Und dann rede ich los, sage alles, was ich der Person sagen möchte, rede mir alles von der Seele. Ich versuche, dem Menschen zu vergeben (nicht verzeihen, aber vergeben) und sage ihr das ebenfalls.
    Ich habe das mal gemacht, als ich mit einer Freundin ziemlichen Streß hatte und nicht mit ihr reden konnte. Gemeldet hat sie sich dann bei mir nach einer gewissen Zeit und wir konnten dann das Thema ausdiskutieren.
    Probiere es einfach mal, schaden kann's ja nicht.

    Wünsche Dir alles Gute, Elli.

    Liebe Grüße
    Abendstern
     
  5. Elli

    Elli Sehr aktives Mitglied

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    Danke für deinen Rat, Abendstern. Hab ich längst getan. Ich hab ihr vergeben und verziehen und wünsch ihr nur das Beste. Geändert hat sich auf ihrer Seite trotzdem nichts.
    Ich habs nun einfach satt und werde die Beziehung nicht mehr weiterführen. Es gibt eh keine Beziehung, wenn ich nichts dafür tue. Von ihrer Seite kommt sowieso nichts.

    Ich denke, für mich gehts jetzt nur noch darum, da möglichst schmerzfrei auf emotionale Distanz zu kommen. Vier Jahrzehnte sind genug.

    Greetings
    Elli :)
     
  6. Gabi

    Gabi Aktives Mitglied

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    Hallo Elli,

    Deine Worte sagen deutlich, daß Du ihr nicht wirklich verziehen hast, nicht im Herzen. Denn es kommt enormer Schmerz rüber, Du bist verbittert, enttäuscht, gekränkt. Wirklich verzeihen würde bedeuten, Deine Schwester so anzunehmen wie sie ist. Wenn sie so sein will, dann laß sie so sein. Es ist ihr Leben. Den Schmerz, den Du spürst, kommt aus Deinem Ego. Wirklich verzeihen und annehmen, kannst Du aber nur in der Seele. Und wenn Du das geschafft hast, dann schmerzt es Dich nicht mehr, wie Deine Schwester ist, denn im Grunde liebst Du sie und sie lebt ihr Leben, wie sie es für richtig empfindet, genau wie Du. :) Liebe bedeutet nicht, jemanden seine Hilfe aufzudrängen. Natürlich ist Hilfe angebracht, wenn sie jemand annehmen will. Will er das aber nicht, sollten wir loslassen. Denn alles weitere wäre nur Ego. D.h. wahre Liebe nimmt den Menschen so an, wie er ist, hilft, wenn er Hilfe braucht und sie annehmen will. Will er das nicht, heißt es, ihn "ziehen zu lassen", denn es ist sein Leben und er selbst entscheidet, was er damit anfängt. Das ist schmerzhaft, ich weiß, aber es dient weder ihr noch Dir, wenn Du sie nicht von ganzem Herzen so annimmst, wie sie ist.

    Liebe Grüße
    Gabi
     
  7. Elli

    Elli Sehr aktives Mitglied

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    Doch hab ich. Egal, was du da sonst interpretierst.

    nicht "bist" sondern "war".

    Tu ich doch. Darum geh ich jetzt auf Distanz. Aber als Frust-Dummie seh ich mich nicht. Sie soll sein, wie sie will. Und da sie offenbar nicht anders kann, als mich zu verletzen, geh ich auf Distanz.
    Würdest du dich freuen, wenn deine eigene Schwester versuchen würde, dich wegen 13 Euro zu entmündigen? Ich meine, alles hat seine Grenzen.

    Den Schmerz, den ich spürtE, kam aus Liebe. Menschen, die ich nicht liebe, können mich nicht emotional verletzen.

    Das auf jeden Fall.

    Ich habe ihr niemals meine Hilfe aufgedrängt. Ich war nur einfach für sie da, wenn sie von sich aus kam und um Hilfe gebeten hat.

    Ich bring mich nur aus ihrem Schussfeld. Ich muss mich nicht mehr anschreien lassen mit Sätzen wie: "Ich hasse dich, weil es dir besser geht. Du bist böse."

    Genau das tu ich doch jetzt. Fühlt sich aber fast so an, als wär sie gestorben. Für mich nicht mehr existent. Ich hab letzte Nacht sogar ihr Begräbnis geträumt. Heute früh ging es mir besser. Vor dem Schlafen hab ich noch in Liebe an sie gedacht, ihr alles Gute gewünscht und bewusst losgelassen.

    Ich kann sie nur so annehmen, wie sie ist, wenn ich jeglichen Kontakt abbreche. Und genau das hab ich jetzt getan. Denn ich seh es wirklich nicht als meine Aufgabe ihr Frustabladeobjekt zu sein.
    Vielleicht findet sie sogar eher einen Ausweg aus ihrer Opferrolle, wenn sie nicht ständig mit mir konfrontiert wird. Sie fühlt sich als Versagerin, weil es ihr nicht so gut geht wie mir. Ich vermute, jedesmal wenn sie mich gesehen, von mir gehört oder an mich gedacht hat, kam das in ihr hoch. Dieses ständige Konkurrieren mit mir kann ja keine Lösung sein. Anstatt sich mit mir zu vergleichen, sollte sie ihre eigenen Wege finden. Hab ich ihr auch oft genug gesagt.

    Naja, das Letzte was ich zu ihr in ganz ruhigem Ton gesagt habe war: "Ich werde mich nicht mehr bei dir melden. Wenn es dir mal besser geht, kannst du ja zur Abwechslung den ersten Schritt tun. Inzwischen wünsch ich dir alles Gute."

    Und du Gabi – so sehr ich auch manche deiner Ratschläge hier im Forum kreuz und quer schätze – sei bitte so gut, und versuch nicht, mir etwas einzureden, was nicht zutrifft.
    Ich habe ihr verziehen und wünsch ihr nur das Beste. Jedoch die Schmerzen, die 40 Jahre Neid, Zank, Zorn, Frust, Lügen und Intrigen hinterlassen haben, vergehen nicht über Nacht. Wenigstens so ein bis zwei Wochen sollten da schon drin liegen. Meinst nicht? Ich bin ein Mensch, keine Maschine.

    Ach ja noch eins: Sie hasst mich auch, weil ich Vater noch vor seinem Tod verziehen habe. Sie hält mich für abgrundtief böse, weil ich das getan und es ihm sogar persönlich gesagt habe. Er war nämlich – auch wenn das die meisten nur schwerst bis gar nicht werden verstehen können – nicht böse, sondern nur krank. Im Grunde seines Herzen war er ein sehr lieber Mensch. Aber wie so oft im Leben hat der Alkohol zuviel zerstört. Das bedeutet nicht, dass ich akzeptiere, was er seiner ganzen Familie angetan hat. Aber ich kann es verstehen und weil ich es verstehen konnte, konnte ich auch ehrlich vergeben.

    Ich denke, dass es mir seelisch unter anderem deswegen so gut geht. Ich weiss also schon, was Vergebung bedeutet und wie sie wirkt.

    Aber in den seltensten Fällen ist wahre Vergebung etwas, was man mal eben aus den Händen klatschen kann. Es muss aus dem Inneren herauswachsen. Und das geht nicht so zack mit einem Fingerschnippen. Es ist etwas, was sich langsam entwickelt und wächst.
     
  8. Rudolf

    Rudolf Mitglied

    Registriert seit:
    19. Januar 2006
    Beiträge:
    189
    Ort:
    Schweiz
    Worauf richtest Du deine Aufmerksamkeit ?


    Alles Liebe

    Rudolf
     
  9. Grenzgänger

    Grenzgänger Mitglied

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    Beiträge:
    658
    moin Elli,

    ich hatte schon fertig geschrieben als ich jetzt Dein Posting von 13:32 lese ... ich lasse es mal trotzdem 1:1 stehen ... (vielleicht ist ja doch der ein oder andere Gedankenfetzten trotzdem was für Dich?)

    oje oje ...

    Es wird für Deine Schwester wohl sehr schwer gewesen sein "plötzlich" alleine mit 14 dazustehen. Keiner mehr der sich "vordrängelt" und sie so (indirekt) beschützt (hat Sie es auch als "beschützen" interpretiert und akzeptiert?). Vielleicht denkt sie sogar, dass Du Ihren Vater animiert (verdorben) hast und nachdem Du keine "Lust" mehr hattest - durfte Sie für Dich die Suppe auslöffeln ...

    Die Agressionen die eigentlich dem Vater (und der Mutter[?]) gehören "sollten", bekommst nun scheinbar Du (und/oder andere) ab. "Irgendwo" anders muß ja das "Böse" sein ... und scheinbar versucht(e) sie zu lernen sich zu wehren - was sie damals (verständlicher Weise) nicht konnte ... (ob das dann wahrhaft der/die "Schuldige" ist ist dabei oft nebensächlich -> Hauptsache kämpfen, Hauptsache etwas gegen diese Ohnmacht tun)

    Kinder die soetwas erdulden müssen können ja gar nicht mehr rational (und emotionslos) denken und müssen ja auch der "Wirklichkeit" entfliehen - wie gut das gelingt und wie sehr es hilft sieht man ja leider immer wieder an den "Folgeerkrankungen" (der eine geht "besser" damit um der andere eben schlechter - ist nunmal so /dafür kann keiner etwas).

    So traurig wie es klingt sehe ich nicht allzuviel Hoffung - wenn Du Ihr (selbstständig) hilfst könnte sie es sogar als Wiedergutmachung und im Extremfall als Schuldeingeständnis interpretieren (aber das wird sie wahrscheinlich nicht mal selber so sehen wollen?)

    Ein wesentlicher Tip wurde Dir eh schon gegeben -> "Lebe/Genie&#223;e Dein Leben" ... jedoch w&#252;rde ich bedenken, dass wenn Deine Schwester vor Dir stirbt (oder sich der Krankheitsverlauf extrem verschlechtert) Du erneut in ein Loch "h&#228;tte ich ihr doch geholfen" fallen k&#246;nntest. Ich w&#252;rde erg&#228;nzen, dass Du versuchst die Welt etwas mehr mit ihren Augen zu sehen (d.h. auch viel "lockerer" damit umgehst wie sie auf Dich wirkt) sie ist "einfach" nur ein tief verletztes und liebesbed&#252;rftiges (<-Barbie) Wesen was kaum "ein und aus" weiss.

    Gewinne (emotionalen) Abstand (ha ha -> leicht gesagt) und biete eine helfende Hand (soweit Du es eben kannst und zulassen m&#246;chtest) an ... wenn Sie auf Dich zukommt. Vielleicht kreuzen sich in einigen Jahren Eure Wege und ihr geht gemeinsam ein St&#252;ck'chen ...

    &#220;bernehme jedoch nicht die f&#252;rsorgliche (Mutter-) Rolle -> Du bist "nur" die Schwester und auch "nur" ein Opfer und nur auf dieser Ebene hat es m.E. "Sinn"

    Alles Gute Euch beiden und Dir nat&#252;rlich besonders (toi toi toi)
     
  10. Gabi

    Gabi Aktives Mitglied

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    Hallo Elli,

    ich interpretiere nichts hinein, ich sage nur, wie es bei mir ankommt, was ich spüre, nicht mehr und nicht weniger. ;)

    Wenn Du es wirklich angenommen hättest, würdest Du nicht auf Distanz gehen müssen, verstehst Du was ich meine. Ich kritisiere Dich ja nicht, ich weiß nur aus eigener Erfahrung, daß solange wir noch negative Emotionen gegenüber einer Person spüren, haben wir sie nicht vollständig angenommen.

    Du bist verletzt und das ist verständlich. Mir geht es nicht darum, Dir zu widersprechen. Da habe ich nichts von. ;) Und natürlich fände ich es nicht lustig, wenn mich meine Schwester entmündigen wollte. Allerdings hätte das mit Sicherheit einen Grund, auch wenn ich ihn bewußt nicht erkennen könnte. Heißt nicht, ich würde mich "ergeben", heißt aber auch, ich würde meine Schwester nicht aus meinem Herzen "verbannen".

    Es schmerzt, wenn ein Mensch den wir lieben, diese Liebe nicht erwidert. Das ändert jedoch nichts daran, daß es das Ego ist, was diesen Schmerz spürt, denn die Liebe ist solange eine Ego-Liebe, bis uns nichts mehr verletzen kann, d.h. bis wir auf Seelenebene lieben. Denn "Seelenliebe" kann nicht verletzt werden.

    Ja, das ist doch o.k. ! Du mußt Dich nicht anschreien lassen, niemand muß das. Aber es schwingt da ein wenig "schlechtes Gewissen" mit. Du stehst nicht vollkommen hinter Deiner Entscheidung, oder ?!

    Wenn es für Dich so o.k. ist, dann ist es das ! Meine Erfahrung allerdings, ich kann einen Menschen durchaus verdrängen, für "tot" erklären, aber er holt mich doch irgendwann wieder ein. Denn alles will nun mal geheilt werden, da hilft kein "davonlaufen". Man kann sich trennen von einem Menschen, aber das heißt nicht, daß er vollkommen "weg" ist. Er dümpelt immer noch im unseren Unterbewußtsein rum und schadet da mehr, als wenn wir ihn bewußt wahrnehmen würden.

    Ich habe zwei Schwestern. Die eine ist auch tierisch neidisch auf mich, mein Leben und auch neidisch auf die andere Schwester. Ich nehme es so an, wie es ist. Es kommen keinerlei Emotionen bei mir hoch, wenn sie einen "giftigen" Spruch loslässt. Sie ist nun mal so, ihr Bewußtsein hat eben eine andere Ausrichtung, als meines. Punkt. Das ist nicht gut oder schlecht das ist einfach so. Meine andere Schwester kommt mit diesen " Kommentaren" nicht zurecht. Sie fühlt sich angegriffen, ihr Ego ist gekränkt, sie haben regelmäßig "Zoff". Ich bekomme keine "giftigen" Sprüche mehr zu hören, weil ich so angenommen habe, wie sie ist. Ich habe kein Problem damit und also werde ich im Außen auch nicht mehr damit konfrontiert. Meine andere Schwester wird solange "an die Decke" gehen, bis sie Problem IN sich gelöst hat, was bedeutet, daß sie sie annimmt, als das was sie ist, ohne sie zu verurteilen und erkennt, daß das Außen nur ein Spiegel des Inneren ist.

    Liebe Elli, ich versuche Dir nichts einzureden. Ich schreibe, was ich spüre, mehr nicht. Du kannst gerne meine "Kommentare" ignorieren, wenn Du darin nichts für Dich "finden" kannst. :kiss3:

    Ich sage nicht, daß Du nicht verzeihen kannst. Habe nur "bemerkt", daß Du noch Probleme mit Deiner Schwester hast. Sie ist auf Dich böse, aber das ist nicht Dein Problem. Wenn es dennoch negative Emotionen in Dir auslöst, dann hast Du in Dir noch nicht alles geheilt.

    Jeder braucht eben so viel Zeit wie er braucht. Das kann man nicht festlegen, ob jetzt sofort durch eine tiefe Erkenntnis Verzeihung geschieht oder durch einen Prozeß, der durchaus seine Zeit braucht, ist eben unterschiedlich.

    Liebe Grüße
    Gabi
     
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