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Schöpfungsakt

Dieses Thema im Forum "Allgemeine Diskussionen" wurde erstellt von Haris, 10. Mai 2008.

  1. Haris

    Haris Guest

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    Wie der Schöpfungsakt zustande kommt, das interessiert mich. Vorausgesetzt wir nehmen Erleben als Instrument unserer Forschung und die Annahme eines zeitlichen Prozesses als Rahmen, dann erlaubt einem dies zunächst die Unterteilung in einen ersten Moment, in dem eine grobe Manifestation, oder wenn man es feiner beobachtet eher in eine Möglihckeit einer Manifestation erscheint, und nachfolgende Momente, in der die Manifestation "empirische", also greifbare, erlebbare Wirklichkeit bekommt und einen weiteren nachfolgenden Moment, in dem die Manifestation vergeht. Das entspricht unserem Alltagserleben: Dinge entsehen, Dinge bleiben, Dinge vergehen. Dieses Annehmen eines Erscheinens und Vergehens ist aber bereits das Ergebnis des Schöpfungsaktes und nicht sein Ursprung, weil es schon als manifester Gedanke - eben als Annahme - im Geist erscheint und wir nicht vor diese Annahme blicken können. Will ich Schöpfung in einem zeitlichen Rahmen begreifen, so muss ich, da das Konzept der Zeit unendliche Unterteilbarkeit der Zeit annimmt, noch vor den Moment der Wahrnehmung und sogar vor die Möglichkeit einer Wahrnehmung gehen und im Folgenden über das Vergehen der Manifestation hinaus. Hier versagt die Erlebensfähigkeit, und wie man es dreht und wendet: nur die Denkbarkeit bleibt. Denn es ist weder möglich den Ursprung einer vormanifesten Manifestation zu erleben, noch eine endende Manifestation über ihr Ende hinaus weiterzuverfolgen. Selbst die Annahme einer groben Möglichkeit von Manifestation als auch die Annahme des Endes einer Manifestation ist selbst schon eine Manifestation, weil innerhalb des Zeitkonzepts jede Möglichkeit einer "Vormöglichkeit" entspringt sowie auch die Annahme eines zeitlichen Endens von Manifestation ins Unendliche "ausklingt". Und damit, bleibt man konsequent im Konzept der Zeit, kann Manifestation weder als beginnend noch als endend erlebt werden, weil sie sich dem Erleben sowohl in ihrem Entstehen als auch ihrem Vergehen entzieht. Man muss also, nimmt man das unmittelbare Erleben als gültiges Beobachtungsinstrument an, konsequenterweise vom Konzept des zeitlichen Entstehungsprozesses von Manifestation absehen, weil es kein Erleben für das Unmanifeste geben kann. Unmanifestes kann nicht erlebt werden. Das Unmanifeste kann nicht als Manifestation begriffen werden, sonst ist es ja nicht unmanifest. Es bleibt also im Denken nichts anders übrig, als den Schöpfungsakt nicht als zeitlichen Prozess sondern als Enstehung aus dem Zeitlosen heraus zu begreifen. Dann aber kann man nicht mehr von einer Schöpfung sprechen, denn eine Schöpfung braucht zwangsläufig einen zeitlichen Rahmen usw.

    Wie kann ich also von einem Schöpfungsakt ausgehen, wenn ich die Zeit negiere? Schöpfung benötigt Zeit und da sich meiner Wahrnehmungsfähigkeit die Anfangs- und Endzeit der Manifestation entzieht habe ich keine Möglichkeit, den Ursprung und das Ende des Schöpfungsaktes zu erkennen. Daraus kann ich aber nicht folgern, daß es keine Schöpfung gibt, sondern nur, daß ich nicht das Vermögen habe, ihren Enstehungsprozess als Prozess in der Zeit zu begreifen. Der Akt der Schöpfung ist also nur eine Annahme, für die es keine Entsprechung im unmittelbaren Erleben gibt, sondern lediglich eine Entsprechung in der Denktätigkeit und keineswegs jenseist davon. Ich kann das Ergebnis von Schöpfung erleben aber nicht ihre Entstehung. Gleichwohl muss ich einräumen, daß ich nicht wissen kann, ob dem Erlebten ein Akt der Schöpfung vorangegangen ist, sondern lediglich im Rückblick aus dem Rückgriff auf die Annahme von Zeitlichkeit einen solchen Akt ableiten.

    In Ermangelung von Erlebensfähigkeit für den Schöpfungsakt bleibt mir also nichts anderes übrig, als einzugestehen, daß ich keinen Schöpfungsakt, sondern lediglich die Gegebenheiten der Schöpfung als manifest erleben kann. Einen Schöpfungsakt kann ich lediglich denken, was selbst wiederum nur eine Manifestation im Geist ist.

    Es ist aber falsch zu behaupten, es gäbe objektiv keinen Schöpfungsakt. Man muss sich ehrlicherweise jeder Aussage jenseits der Erlebensfähigkeit enthalten. Aussagen sind denkbar aber nicht erfahrbar. Ich erfahre keinen Schöpfungsakt, ich kann ihn nur deuten oder denken. Und also bleibt einem nur dieses Eingeständnis: ich weiss es nicht, wie die Dinge geschaffen werden, ich habe lediglich Phantasien darüber. Ich bin, aber ich habe kein Wissen darüber, wie, was oder warum ich bin, noch wie ich zum Sein gekommen bin. Eine letzte Aussage ist nicht möglich. Das ist die Aussage der Unendlichkeit.
     
  2. SammyJo

    SammyJo Guest

    Man könnte es so sehen, daß Schöpfung kein Akt, sondern ein Prozeß ist.

    Grüßlies, SammyJo

    :)
     
  3. Haris

    Haris Guest

    Ein Prozess muss einen Anfang und ein Ende haben - ein Prozess geschieht in der Zeit. Sonst könnten wir nicht einen Prozess als einen isoliertes Geschehen begreifen und es von anderen Begriffen ausdifferenzieren. Also ist der Begriff "Prozess" lediglich ein Konstrukt, denn wir finden in unserem unmittelbaren erleben nichts, was ein Prozess ist, sondern rekonstruieren es lediglich. Das Konzept der Zeit führt uns in Vergangenheit und ZUkunft. Wo aber ist für Vergangenheit und Zukunft die Entsprechung in unserem Erleben? Unser unmittelbares Erleben ist immer in einem einzigen Zeitpunkt, dem Jetzt. Alles andere sind Annahmen, Erinnerungen, Voraussagen und auch diese erleben wir nur in diesem aktuellen Augenblick. Wie können wir also von einem Prozess sprechen, wenn alles was wir haben unser unmittelbares Erleben hier und jetzt, zu diesem einzigen verfügbaren Zeitpunkt ist? Wir können das nur innerhalb unseres Denkvermögens, aber niemals erleben wir unmittelbar und objektiv eine erlebte Vergangenheit oder ZUkunft als Gegebenheit jenseits dieses "ewigen Nun", wie die Mystiker sagen.
     
  4. SammyJo

    SammyJo Guest


    Nun, wer bestimmt, ob oder daß ein Prozeß ein Ende hat?

    Es trifft für den Akt zu, daher habe ich diese Unterscheidung vorgenommen.

    Wir befinden uns doch innerhalb unsere Denkvermögens, oder sind wir außerhalb davon? Nein, natürlich nicht. Daher bewegen wir uns selbstverständlich innerhalb unseres Apparates der Wahrnehmung.

    Und was ist Schöpfung eigentlich?
     
  5. Gischgimmasch

    Gischgimmasch Aktives Mitglied

    Registriert seit:
    31. August 2005
    Beiträge:
    2.980
    Ort:
    da wo mein bett steht
    hmm, dann ist ein orgasmus also eingefrorene ewigkeit? wenn es kein anfang und kein ende hat, muss es eingefrorene ewigkeit sein. stellt sich die nächste frage, wiso hat die ewigkeit solch schmerzen auf sich genommen?

    fragend,

    wurm
     
  6. Haris

    Haris Guest

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    Wir können in unserem Denkvermögen nicht bestimmen ob ein Prozess einen Anfang oder ein Ende hat, weil wir gar nicht erleben, was ein Prozess ist. Ich unterscheide Denken und Erleben deshalb, weil Denken aus Rückgriffen auf Erlebtes beruht, Erleben im Moment des Erlebens selbst jedoch unmittelbar und unbeschreibbar ist. Beschreibe doch mal dein jetziges Erleben. Es ist unmöglich! Denken ist immer im Rückblick, rekonstruierend, während Erleben ständig mit dem Erlebensmoment synchron und damit undenkbar ist. Der Begriff "Prozess" ist demnach eine Operation des Denkens, dessen wir uns bedienen, um unsere Erinnerungen und Annahmen über unser Erleben in eine denkbare Form zu bringen. Wir können natürlich mit dieser Operation verfahren wie wir wollen und ihr z.B. gedanklich ermöglichen, daß sie über die Zeit, also in die Unendlichkeit hinausweist. Aber wie auch immer wir Prozesse denken, sie bleiben Abstraktionen in unserem Denken und sind niemals als "dinghaft" unmittelbar erlebt. Wir erleben nichts als "dinghaft" sondern erst im Rückblick auf unser Erleben rekonstruieren wir denkend einen Enstehungs-und Vergehungsprozess und eine Dinghaftigkeit dieses gedachten Erlebens. Das unmittelbare Erleben entzieht sich unserem Denken bzw. das Denken ist nur Teil unseres Erlebens aber nicht das Erleben selbst. Wir erleben Prozesse nicht als unmittelbar, sondern deuten sie nur aus unseren Gedanken und Schlussfolgerungen heraus. Man kann das freilich als Erleben bezeichnen, aber dennoch werden wir keinen Prozess als Gedachtes im Ganzen erleben können sondern lediglich aus unseren Erfahrungen und Erinnerungen heraus rückfolgernd darauf schließen.
     
  7. Haris

    Haris Guest


    Kein Mensch weiß, was ein Orgasmus ist, genauso wie kein Mensch weiss, was eigentlich Essen oder sitzen oder Autofahren ist. Versuche doch mal Dein Atmen zu beschreiben! Was ist Atmen? Du wirst dafür eine Menge Begriffe gebrauchen, von denen ihrerseits kein Mensch weiß, was sie sind. Es gibt im Geist lediglich eine Übereinkunft über die Begriffe, die ihrerseits jeweils auf andere Begriffe zurückgreift ohne das man je auf eine Substanz der Begriffe stoßen kann. Insofern wissen wir von nichts, was es ist.

    Es gibt nur Beschreibungen über die Dinge, aber sie sind nicht das Erleben selbst. Das Erleben eines Orgasmus ist unbeschreibbar, so wie das, was wir Ewigkeit nennen unbeschreibbar ist. Ewigkeit ist einfach ein Wort für diese Unbeschreibbarkeit
     
  8. Allegrah

    Allegrah Guest

    Woher kommen Beschreibungen ohne vorangegangene Erlebnisse?

    Die Erfahrungen (Erlebnisse) des Gehirns werden zeitverzögert und interpretiert der Wahrnehmung weitergeleitet, daher erfasst die Wahrnehmung nicht eindeutig die Wahrheit der Erlebnisse zum aktuellen Zeitpunkt.
    Daraus resultiert, dass die Beschreibung natürlicherweise nur die interpretierte Wahrnehmung wiedergibt.
    Wenn Erlebnisse interpretiert werden, entsprechen sie nicht mehr ganz der Wahrheit. Würden Erfahrung und uninterpretierte Wahrnehmung aufeinandertreffen (also im gleichen Augenblick), würde man von Erkennen sprechen, was die Wahrheit eindeutig beschreiben würde.

    Man kann den Schöpfungsakt nicht in voller Wahrheit erkennen, solange eine zeitverzögerte und durch die interpretation des Gehirns verfälschte Wahrnehmung vorherrscht.
     
  9. Allegrah

    Allegrah Guest

    Wie kann man aber den Schöpfungsakt sonst erkennen?
    Kann man ohne Gehirn denken?
    Kann man ohne Denken interpretieren?

    Neulich fragte ich mich, ob nicht alles, woran ich glaube, eine Fiction meines Gehirns sei?
    Wie könnte ich dafür oder dagegen argumentieren?
    Doch nur dann, wenn eindeutige Beweise kommen, die jenseits der Interpretierbarkeit liegen.
    Wie könnten solche Beweise ausschauen? :rolleyes:
     
  10. Gischgimmasch

    Gischgimmasch Aktives Mitglied

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    da wo mein bett steht
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    also gut, dann eben das wort unbeschreibbarkeit, wiso hat uns die unbeschreibbarkeit solch schmerzen ausgesetzt? ICH kann natürlich nur in meiner welt reden, im internet sind es nur ziffern, die nie existiert haben. du hast in wirklichkeit nie existiert und bist ein teil von meinem unterbewusstsein, unterbewusstsein deswegen, weil es selber denkt.

    tag und nacht ist auch für mich nur illusion, aber warum dann tag und nacht? warum sinnlos umherirren? die antwort fällt mir so einfach von den fingern wie die frage, weil du dich selbst erkennen musst. wenn du zu deinem eigenen bezugspunkt wurdest (der des universums, der unberschreibbarkeit etc.) würdest du nicht in traum daran denken, solche verwirrenden fragen ins forum zu stellen. wenn man sich selbst erkannt hat, hören auch ohne deine hilfe die sterne am himmel auf, sterne zu sein. wenn du jetzt sagst, ich bilde mir das nur ein, und kann nicht loslassen, muss ich sagen du hast recht, ich muss wohl nicht erkennen, das ich mich selbst in den sternen erkenne.

    cybawurm
     

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