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"Schmerzfreie" Todesangst??

Dieses Thema im Forum "Sterben, Tod, Leben nach dem Tod" wurde erstellt von abendsonne, 17. August 2005.

  1. abendsonne

    abendsonne Aktives Mitglied

    Registriert seit:
    4. März 2005
    Beiträge:
    982
    Ort:
    Österreich
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    Hallo,
    wenn Menschen bei Ereignissen wie den Flugzeugabsturz in Griechenland, Kaprun, World-Trade-Center etc. den Tod vor Augen haben, wird dann durch einen sich einstellenden Schock Schmerzfreiheit erreicht, so wie sie z.B. NACH einem Unfall gegeben ist?? Wie erleben Menschen diese Stunden/Minuten?? Spüren sie körperlichen Schmerz oder ist das Schmerzbewusstsein ausgeschaltet?
    Weiß jemand POSITIVES darüber?? (Alles andere möchte ich lieber gar nicht erfahren.....)
    Liebe Grüße
    Chira
     
  2. seher82

    seher82 Mitglied

    Registriert seit:
    1. Dezember 2004
    Beiträge:
    90
    naja, soweit ich weiss gibt es leute, die mit nahendem tod vor augen sich einfach mit ihrer lage abfinden und friedlich udn gelassen sind und keine angst empfinden und in den letzten minuten noch mal an alle geliebten menschen denken...

    dann gibts wieder menschen, die von panik und todesangst ergriffen werden und auf keinen fall sterben möchten...

    ich glaube jeder reagiert da anders. kann man nicht pauschalisieren...

    das mit den schmerzen... naja das kann man auch nicht pauschalisieren..
    kommt drauf an, wie der betroffene stirbt.. ob er nun aus dem abstürzenden flugzeug geschleudert wird und irgendwo mit höchsttempo auf dem boden aufklatscht oder langsam in den brennenden wrackteilen verbrennt...
    das mit dem schmerzstillenden schock sollte aber die regel sein... hab auch mal gehört, dass wenn die schmerzen zu stark sind, man irgendwann mal kollabiert, wegen reizüberflutung oder so..

    weiss allerdings nicht, was ich dir da POSITIVES schreiben soll...
    das einzige positive scheint zu sein, dass man mit dem tod von den schmerzen erlöst wird..

    wieso willst du egtl sowas wissen ??
     
  3. abendsonne

    abendsonne Aktives Mitglied

    Registriert seit:
    4. März 2005
    Beiträge:
    982
    Ort:
    Österreich
    lieber seher,
    die menschen trösten sich immer mit der art des todes, wenn es dort einen trost geben kann! z.b. wenn jemand im schlaf stirbt, dann vermittelt das insofern trost, indem man sich sagt, dieser mensch musste nicht leiden.
    daher ist klar: "positiv" in diesem zusammenhang wäre natürlich in dem sinne, dass das geschehen eben nicht mehr bewusst wahrgenommen wird. dass man sich sozusagen in einer art trance befindet, die einem eben genau die sinne ausschaltet um eine bewusste wahrnehmung zu erfahren.
    alles andere wäre hölle.
    warum ich das wissen will?? findest du meine frage sonderbar? ich frage mich das immer wieder bei solch krassen geschehnissen. ich wünsche mir für die menschen in so einer situation einfach eine art "schutz", die sie alles nicht so empfinden lässt, wie wir uns das im schlimmsten falle vorstellen. bist du nicht so, dass du dir denkst, was bitte haben z.b. die menschen in dem flugzeug alles mitmachen müssen?? sie haben ja im durch den autopiloten gesteuerten flugzeug eineinhalb stunden ohne aussicht auf eine rettung verharren müssen. wenn alles urplötzlich geschieht, dann kann ich mir vorstellen, dass ein spontan eintretender schock das reale denken und empfinden ausschaltet. wie aber wenn du in einem gefrierenden gefängnis sitzt, das seine runden in den tod dreht?? ein drittel der menschen hatten ja noch gelebt. hoffentlich ohne bewusstsein.... ich hätte eben gerne gewusst, ob sich da ein schock gleich zu beginn einstellt..... .
    den tod auf diese art sehe ich als bestimmung.
    aber eben das wie ging es den menschen davor, das lässt mich nicht so los.
    vielleicht frage ich mich das deshalb, weil ich selber eine sehr positive erfahrung gemacht habe. ich saß im fond eines wagens, der sich auf der autobahn bei einem abfallenden stück mit 140 km/h überschlagen hatte. der reifen war geplatzt, der wagen ist nicht mehr lenkbar gewesen und wir steuerten auf einen baum zu. das auto touchierte, in der folge überschlug es uns an die hundert meter. nicht angeschnallt musste es uns herumgeschleudert haben im wagen wie puppen.... .
    ich habe NICHTS bewusst mitbekommen. keine angst gehabt, auch nicht, als wir auf den baum zusteuerten. der sofort einsetzende schock. es ging alles so schnell. wie wäre es gewesen, wenn ich schon kinder gehabt hätte, die mit im auto waren? hätte ich dann die panik bekommen??
    darum: für mich war es an und für sich eine erfahrung, die mich getröstet hat für alle, die irgendetwas in der richtung erleben müssen. solch eine art schockzustand wünsche ich mir auch für menschen, die den tod schleichend vor augen haben müssen.
    danke für deine antwort, seher.
    ich hoffe, es meldet sich noch jemand.
    liebe grüße
    chira
     
  4. Shanna1

    Shanna1 Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    29. März 2005
    Beiträge:
    1.527
    Ort:
    Graz
    Hallo Chira,

    ich habe irgendwann mal gehört, daß der "Todesschmerz" sehr davon abhängt, wie sehr ein Mensch noch am Leben hängt.

    Jemand, der abschließen konnte/wollte und dadurch ruhig dem Tod ins Auge blickt, stirbt angeblich "leichter" als jemand, der noch ums Weiterleben kämpft....dementsprechend hoffe ICH, daß -wenn es für mich an der Zeit ist - auch abschließen kann und ruhig "gehe".

    Lg

    Shanna
     
  5. gila

    gila Mitglied

    Registriert seit:
    4. Juni 2005
    Beiträge:
    123
    Ort:
    Hamburg
    Ja ich möchte auch einfach friedlich und ohne Kampf gehen
    wenn meine Zeit gekommen ist
    :flower2: Alles Liebe :flower2: Gruss Gila :escape:
     
  6. abendsonne

    abendsonne Aktives Mitglied

    Registriert seit:
    4. März 2005
    Beiträge:
    982
    Ort:
    Österreich
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    hallo,
    ich hab noch mal darüber nachgedacht:
    hiermit hast du das ja gemacht:
    und auch darüber hab ich noch mal nachgedacht:
    ...
    wollen andere menschen nicht wissen, wie es einem da zu gehen vermag?? ich glaub das nicht!!
    jeder ist mal vom sterben betroffen, und keiner weiß, wie er sterben wird. weil wir uns mit dem sterben an sich nicht auseinander setzen wollen, bleibt ein leben lang dieses unbehagen.
    vielleicht ist sterben wirklich wunderbar, so wie in emanuels buch beschrieben:
    "Wenn der Tod als ein wunderschöner klarer, erfrischender See betrachtet werden könnte, könnte man sich vorstellen, dass das Bewusstsein vergnügt in ihn hineinspringt und einfach davonschwimmt, wenn es aus einem Körper herausgeht. "
    und wie schon von shanna angesprochen: "Der Prozess des Sterbens ist immer fröhlich, sobald der Mensch seine Angst überwunden hat. Wenn man die Angst abgelegt hat, wird der Tod zu einem aufregenden Abenteuer".
    ich hab so etwas schon öfter gelesen. also, eigentlich müssten wir keine angst vor dem sterben haben. vielleicht haben wir nur angst davor, WIE wir sterben und verdrängen diesen gedanken.
    eben den gedanken an das VOR dem sterben.....
    man hört nicht viel darüber. man hört von "todeskampf" und destruktiven pauschalaussagen, aus einer vermutung heraus. wir stellen uns sterben unter solch umständen schrecklich vor. und DAS ist unsere angst. vielleicht ist es aber nicht so schrecklich????
    denn es gibt auch hoffnungsvolle aussagen: zum beispiel hatte ich mal von einem lawinenverschütteten gehört, er hatte mit seinem leben abgeschlossen und das eingeschlossen sein als "eingebettet sein" in ruhe und wärme beschrieben, fern ab von jeder angst..... man könnte meinen, unter der lawine zu liegen mit vollem bewusstsein erfüllt einem mit panik, aber vielleicht ist da doch dieser schutz???? ich meine, es ist ja ein gewisser zeitraum, der da vergeht, bis man in die bewusstlosigkeit hinübergleitet. wie lebt man dennim angesicht des todes?? adrinalinausstoß, doch endorphinausschüttung, so wie beim TOD selber?? von ruhe oder panik ergriffen?? new-york?? minuten in der dunkelheit, erhellt von einer immer näher kommenden feuerwand - schutz oder schutzlos?

    hat jemand schon etwas erlebt in todesnähe? ruhe oder todesangst? schmerz während des verletzwerdens oder erst viel später?

    es ist nicht so, dass ich mir horrorszenarien vorstellen möchte, sondern es ist so, dass ich mir vorstellen möchte, dass es diesen menschen selbst in so schwierigen minuten/stunden doch irgendwie "gut" ging.

    liebe grüße
    chira
     
  7. seher82

    seher82 Mitglied

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    1. Dezember 2004
    Beiträge:
    90
    ja nee war schon klar, jeder denkt über sowas nach, dachte nur du hättest
    irgendeinen speziellen grund oder wärst indirekt betroffen von so einer katastrope...
     
  8. hallo,
    ich hatte ein ähnliches erlebnis mit einem autounfall: ich saß oben in einem stock-autobus in den ein auto raste. der bus kam von der straße ab und fuhr über eine extrem steile böschung. in dem moment habe ich mir null chancen ausgerechnet, da wieder heil rauszukommen. ich hatte keine todesangst, ich war nur unglaublich zornig und aufs leben konzentriert. in meiner erinnerung dauert das ganze so lang, aber es muss ganz kurz gewesen sein. hin- und hergeschleudert wurde ich auch, gespürt habe ich gar nichts. ich glaube, der schock setzt in dem moment ein wo man die gefahr realisiert.

    wenn du dich für den sterbeprozess interessierst, versuch es mal mit den büchern von elisabeth kübler-ross. sie war ärztin und hatte es sich zur aufgabe gemacht, sterbende zu begleiten.

    lg,
    mk
     
  9. abendsonne

    abendsonne Aktives Mitglied

    Registriert seit:
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    hallo,
    danke, liebe mondkriegerin, für deine geschichte.
    solche erlebnisse interessieren mich. wie ist es den menschen dabei ergangen, wie waren die gefühle.
    ich glaube, du hast recht: der schock setzt in dem augenblick eín, wo man die gefahr realisiert. wahrscheinlich angepasst an den ablauf.
    wenn alles lange dauert, dann wird sich der schock schleichend einstellend. diese zeit ist wahrscheinlich nicht so lustig.
    ich weiß noch eine situation im letzten vergnügungspark. da sind wir zum zweiten mal mit einer art geisterbahn gefahren, keiner direkt vor uns, keiner direkt dahinter. es war so ein richtiges weitläufiges gruselkabinett, und plötzlich blieb die bahn stehen, wo sie vorher nicht stehen blieb und das licht ging aus. es war nicht lange, höchstens ein, zwei minuten (technischer defekt), aber es kam mir vor wie eine ewigkeit. da bekam ich diese angst, aber eher der kinder wegen. ich hatte im schlimmsten falle kaprun vor augen..... . die kinder fingen zu weinen an und ich musste ruhig bleiben. keine spur von schock, aber es war auch keine unmittelbare gefahr gegeben.

    ganz anders als die situation mit dem autounfall. auch ich hatte wie gesagt gar keine angst in diesem augenblick. der schock war wirklich sofort da.

    von elisabeth kübler-ross kenne ich in erster linie die bücher, wo sie die nahtoderfahrungen beschreibt. bei der sterbebegleitung selber sind die menschen auf das sterben vorbereitet. es wird, denke ich, eine andere erfahrung sein als bei unfällen.

    am schlimmsten ist es für mich, wenn kinder dabei sind. erwachsene können mit ihrem rationellen verstand vieles einschätzen. sie wissen, sie sind auf sich alleine gestellt. bei einer gefahr und gleichzeitiger ausweglosigkeit lähmt dieses bewusstsein wahrscheinlich spätestens dann. bei kindern wird sofort der schrei nach schutz laut. wenn diese kinder dann ausgeliefert sind und die eltern nicht helfen können, was dann?? aber so etwas sich vorzustellen ist schon fast an der grenze. aber es kommt zwangsläufig.
    galtür: die kinder unter der lawine und du zwei meter weit weg. ohne möglichkeit einer hilfe. kaprun: du bist mit deinen kindern eingeschlossen, kannst ihnen nicht helfen.
    wie ist das bewusstsein da gelagert?? aber naja, es gibt ja dinge, die soll man sich lieber nicht vorstellen.
    nur wenn es irgenwas "gutes" daran gibt, wie gesagt.
    vielleicht finde ich diesbezüglich etwas von E. kübler-ross.
    danke für den tipp!
    ansonsten bin ich über jede geschichte von euch dankbar, so wie eben von mondkriegerin.

    liebe grüße
    chira
     
  10. abendsonne

    abendsonne Aktives Mitglied

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    lieber seher,
    naja, irgendwie bin ich auch persönlich betroffen. ich hab mir schon gedanken gemacht, wie mein neffe sich gefühlt hat, der sich umgebracht hat. ich hab das schon zwei, drei mal erwähnt hier im forum. er hat den freitod gewählt und ist vor zwei jahren von der europabrücke 192 meter in den tod gesprungen. darüber dachte ich natürlich auch nach. wurde er bewusstlos während dieser sekunden? wahrscheinlich nicht. aber er hat diese art des todes freiwillig gewählt, war darauf vorbereitet. daher wird auch kein schock einhergegangen sein, höchstens ein riesenstarker adrinalinausstoß. bei meinem neffen dachte ich auch vielmehr an die zeit davor, wie alleingelassen er sich da gefühlt haben muss. über dieses thema mag fast niemand reden. ich hab es auch verarbeiten können.
    wenn es um zeitungsberichte geht, dann sind das menschen, die ich nicht kenne. ich klinke mich auch nicht unmittelbar in die tragik ein, um das leid am eigenen leibe zu erfahren, da ich ja auch niemanden helfen kann damit.
    es ist nur so: die menschen bekommen z.b. bei "schnellen" unfällen trost in form von worten wie: gottseidank hat niemand leiden müssen etc. .... es wäre schön, auch bei ganz tragischen umständen irgendwelche tröstenden gedanken ins bewusstsein bringen zu können. jedem kann so etwas passieren. besonders wenn man es versucht, in den schatten zu stellen.
    dann zu wissen: es hat niemand alles total real mitbekommen - das wäre tröstlich... wenn es so sein könnte! und DAS versuche ich, herauszufinden.
    aber natürlich nur am rande. ich kann dinge von mir fernhalten in dem augenblick, wo es zu negativ wird.

    liebe grüße
    chira
     
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