1. Diese Seite verwendet Cookies. Wenn du dich weiterhin auf dieser Seite aufhältst, akzeptierst du unseren Einsatz von Cookies. Weitere Informationen
  2. Willkommen im grössten und ältesten Esoterik-Forum!
    Hier findest Du alles zu Astrologie, Lenormand und Tarot, Karten legen, Feng-Shui, Traumdeutung, Religion und Spiritualität, Engel, Familien-Aufstellung, Gesundheit, Reiki
    Registriere Dich kostenlos, dann kannst du eigene Themen verfassen und siehst wesentlich weniger Werbung

  3. Esoterikforum Adventkalender 2016
    Wir wünschen Dir einen friedlichen Advent.

schizoide Persönlichkeitsstörung

Dieses Thema im Forum "Psyche & Persönlichkeit" wurde erstellt von Tannenzapfen, 22. Mai 2007.

  1. Tannenzapfen

    Tannenzapfen Guest

    Werbung:
    Hallo,

    kennt sich jemand mit dem Thema "schizoide Persönlichkeitsstörung" aus? Bzw. hat jemand damit Erfahrungen, was Therapie usw. betrifft? Vor allem würde mich interessieren, welche "esoterischen Richtungen" euch evtl. geholfen bzw. welche die "Störung" eher noch verstärkt haben. Oder eben alles, was euch dazu einfällt; für den Fall, daß es hier jemanden gibt, der etwas weiß.

    Vielen Dank,
    Tannenzapfen
     
  2. Gawyrd

    Gawyrd Guest

    Liebe Tannenzapfen,

    Da wäre es gut, wenn Du einfach beschreibst, was los ist. (Ohne Fachausdrücke).

    Diese diagnostischen Begriffe sind sowas von problematisch - hängt auch davon ab, wer die Diagnose stellt etc.

    Unter "schizoide Persönlichkeit" versteht man in etwa einen Menschen, der beruflich in in oberflächlichen Kontakten sehr gut funktioniert - oft gute berufliche Karriere macht, durchaus auch charmant; in intimen Beziehungen aber vor tieferen Gefühlen und Bindungen zurückschreckt - auch sehr kalt und verletzend sen kann. (Oft : Heiß-Kalt-Duschen - einmal ganz innig, und dann wieder völlig abweisend). Geht in Richtung "Borderline".

    Allerdings kommen diese Personen selten in Therapie - da ja weniger sie darunter leiden - mehr die nahen Bezugspersonen (auch die beruflichen KollegInnen.)

    LG, Reinhard
     
  3. HorstA

    HorstA Mitglied

    Registriert seit:
    4. April 2007
    Beiträge:
    67
    Ort:
    so daß ich schon das Wasser sehe
    Hallo Walter R.,

    kannst du ein Buch dazu empfehlen (nicht zu Borderline, da gibt es genug), eines, das für den Laien verständlich ist?


    LG, Horst
     
  4. Lilith

    Lilith Guest

    Hallo Horst!

    Ich kann dir "Grundformen der Angst" von Fritz Riemann empfehlen, hier auch online.

    lg
    Lilith
     
  5. Gawyrd

    Gawyrd Guest

    EMPFEHLEN würde ich keines - recht angenehm habe ich seinerzeit von Dörner das Buch "Irren ist menschlich" erlebt : http://www.amazon.de/Irren-menschli...6636262?ie=UTF8&s=books&qid=1179821835&sr=1-1 Darin wird einerseits die traditionelle psychiarische Diagnostik beibehalten - andererseits aber versucht, zugrundeliegende Verletzungen und Bedürfnisse der verschiedenen Krankheitsbilder nachvollziehbar zu machen.

    Recht brauchbar sind da auch Ausführungen zu "Energieraub" in einem der Bücher der Celestine-Reihe. (Ich glaube : "Die Visionen von Celestine"). Weil es bei "schizoiden Persönlichkeiten" ein Hauptthema ist, andere Menschen zu benützen (und echte Beziehungen zu vermeiden).

    LG, Reinhard
     
  6. LiberNoI

    LiberNoI Guest

    Werbung:
    die entwicklungsschritte des friedvollenkriegers wäre vieleicht ein buch für den betroffenen

    lg vom liber
     
  7. Tannenzapfen

    Tannenzapfen Guest

    Hallo Walter,

    es ist los, daß ich genau diese Störung habe. Eine Diagnose brauche ich mir da nicht stellen zu lassen, das ist mir einfach auch so klar.

    Aufmerksam wurde ich durch einen Freund, welcher in therapeutischer Behandlung war und im gewissen Sinne ähnlich funktioniert (gleiches zieht wohl gleiches an...). Daraufhin habe ich viel gegoogelt und muß diesen Beschreibungen leider zustimmen. Es stimmt einfach alles, was da steht. Und bewußt "leide" ich darunter nun seit 15 Jahren. ich wußte nur nie, was mir fehlt. War eben immer unzufrieden, in manchen Momenten. Sehnte mich nach anderen menschen und "verabscheute" sie, wenn sie dann da waren.
    Fühlte mich nach Kontakten immer wie ausgelaugt und schaltete nach einer gewisser Weise gedanklich und wohl auch emotional einfach ab. Klick, und weg war ich.
    das ich auf andere seltsam wirke, weiß ich zumindest. Ich weiß auch, daß ich sie mit meinem Verhalten verletze. hat auch lange gedauert, um wenigstens das zu begreifen. Jedoch sind diese Verhaltensmuster so stark, daß ich immer wieder so reagiere. Und die anderen Personen reagieren (wie sollen sie es auch besser wissen) auch immer in den gleichen Mustern. - Indem sie die Flucht ergreifen.

    Naja, wie auch immer. Mir geht es jetzt darum, daß ich da raus komme. Im Prinzip bin ich echt froh, das ich jetzt weiß, was los ist, auch wenn es mich nicht grade glücklich macht. Aber ich kann an dieses Wissen anknüfen. Fragt sich nur: wie?
    Den größten "Fehler" den ich machen konnte, war mich mit Yoga zu beschäftigen und mich absolut in diese weltverachtende Philosophie reinzuknien. Ich meine, normalerweise macht man seine Übungen und geht dann mit seinen Freunden auch mal ins Kino. Aber nein, ich habe mich nur noch darauf konzentriert, mir überhaupt nichts mehr erlaubt und es gehaßt, arbeiten gehen zu müssen, da diese mich von meinen "Übungen" (sprich weltentsagung) abhielten. Yoga war eine perfekte Ausrede, die mich für alles entschuldigte, was in irgendeiner weise mit Leben zu tun hat.
    Das die Partnerschaft darunter gelitten hat, brauche ich wohl nicht zu erwähnen.
    Anderseits hat Yoga mir aber auch wieder geholfen, daß ich meine Arbeisstelle nicht aufgebe. Habe mir immer gesagt: nein, Du machst weiter. Du stehst über deinem Willen und dem Ego. Du wirst da durchhalten... Und darum bin ich auch noch dort und habe wenigstens das auf die reihe bekommen. Wenn es auch ein ziemlicher Kraftakt war.

    Was mich momentan nervt, ist das ich mich nach Kontakten sehne, aber zurückschrecke, wenn diese dann da sind. habe es heute wieder bewußt wahrgenommen, als auf Arbeit eine Person zu Besuch kam, mit der ich mich auseinandersetzen mußte. Ich konnte regelrecht beobachten, wie ich mich zurückzog. Wobei ich aber auch sagen muß, daß es nicht mehr ganz so schlimm ist, wie vor drei, vier jahren. es hat sich schon einiges getan. Da ich mich momentan aber in einer Art Krise befinde, möchte ich nicht,das diese dazu führt, daß ich mich wieder nur verkrieche, sondern einfach mal mich öffne. Klingt blöd, doch so recht weiß ich nicht, wie ich das anstellen soll. Vielleicht hilft es ja schon, wenn ich es hier einfach mal anspreche.

    :dontknow:

    Tannenzapfen
     
  8. Tannenzapfen

    Tannenzapfen Guest

    Kannst Du dieses "Hauptthema" evtl. etwas näher beschreiben? Denn damit kann ich momentan nichts anfangen. Denn ich habe nicht das Gefühl, Menschen zu benutzen, ich bin in der regel froh, wenn mir niemand über den Weg läuft.
    Keine Ahnung, was abläuft, doch aus meiner Sicht empfinde ich es so, daß es sich um eine Art Reizüberflutung handelt, sobald ich unter Menschen bin (also mit ihnen reden muß oder zusammen sein muß). Ich halte es einfach nicht lange aus. Oder zumindest war es bisher so. Mittlerweile habe ich mich schon ein wenig geöffnet, wenn ich da an die zeiten der Pupertät denke...

    Das Buch "Grundformen der Angst" (Fritz Riemann) ist mir heute auch in die Hände gefallen, und ich finde es recht aufschlußreich. Auch das, was dort über mögliche Ursachen steht. Denn das war mir bisher unklar, wie man sich zu solch einer komischen persönlichkeit entwickelt. Aber was dort stand - ja klar. Alles ganz logisch. Kommt mir bekannt vor.

    Was weniger losgisch ist: dort steht, daß es eine Art Angst ist. Davor, sich zu verlieren, in Abhängigkeit zu geraten usw. Ja, stimmt auch. Doch warum hat man Angst davor, wenn man logisch weiß, daß man diese nicht zu haben braucht? das ist für mich unlogisch. Ich weiß, daß dieses Verhalten Blödsinn ist und das es keine Angst geben muß. Doch ich kann nicht anders. Ich WILL, aber es geht nicht. Ich bin gefangen in diesen "Strukturen", in diesen Verhaltensmustern. Vermutlich funktioniere ich schon seit Säuglingsalter danach. Und das möchte ich jetzt durchbrechen.
    Ich weiß, warum suche ich mir nicht einen Therapeuten, könnte man jetzt fragen? Aber... Argh!! Welch eine grausige Vorstellung!!!
     
  9. Tannenzapfen

    Tannenzapfen Guest

    Das Buch habe ich hier. Werde noch mal reinschauen, danke.
     
  10. Katarina

    Katarina Guest

    Werbung:
    Liebe Tannenzapfen,

    Wenn du "da raus" möchtest, ist es vielleicht eine gute Idee, wenn Du mal danach schaust, wo Du genau hin möchtest.
    Als ich das vorhin las mit der "schizoiden Persönlichkeit", da grauste es mich, aber nicht, weil ich die "schizoide Persönlichkeit" so schlimm finde, sondern weil ich diese Schubladen inzwischen einfach ätzend frustrierend finde. Ich könnte dir ad hoc mindestens 5 solche "schizoiden Persönlichkeiten" aufzählen, darunter auch mich und im übrigen durchaus strahlende Lichter am Therapeutenhimmel. Und wumms Schublade auf, alles klar! Ist da wirklich alles klar? Nein! Das ist nämlich eine Reduktion eines Menschen in unsäglich trauriger Weise.
    Du bist keine schizoide Persönlichkeit . Du bist Du! Und Du hast gute Gründe dafür so zu sein wie Du bist, - so wie wir alle gute Gründe dafür haben so zu sein wie wir sind. Sieh Dich nicht mit diesem krankmachenden therapeutischen Diagnoseauge. Das macht nichts besser. Zuerst fühlt man sich vielleicht erleichtert, weil man endlich den Schuldigen gefunden hat, - nämlich das Krankheitsbild der "schizoiden Persönlichkeit". Und dann kommen die Therapien und Gespräche und was auch immer, - immer im Hinterkopf " so wie ich bin, bin ich nicht okay, aber ich arbeite daran". Bullshit! Du bist wunderbar so wie Du bist! Wir sind alle wunderbar wie wir sind.

    Was meinst Du, warum so viele Menschen übermäßig rauchen, saufen, arbeiten, Sex machen, in der Spielhölle ihr Geld loswerden, den ganzen Tag den Haushalt wienern etc, etc. ? Weil sie komplett den Zugang zu ihren ureigensten Bedürfnissen verloren haben! Sie wissen nicht mehr, was sie wirklich wollen. Nur noch, was sie nicht wollen. Ist es da ein Wunder, wenn man anfängt Kontakte zu meiden? Ich halte das sogar für einen gesunden Prozess. Wenn man merkt, dass einem Kontakte nicht wirklich etwas geben, dann ist es nur natürlich , sie zu meiden, oder?

    Sieh` Dich nicht als "nicht okay". Schau`Dich mit liebevollen Augen an und spüre in dich, was Du wirklich willst. Keine leichte Übung! Wir haben das irgendwie verlernt, aber ich denke, dass bekommen wir wieder hin, wenn wir unseren Focus entsprechend ausrichten. Du auch!

    Viele Grüße

    Katarina :)
     
Die Seite wird geladen...

Diese Seite empfehlen