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Scham und Selbstmitleid

Dieses Thema im Forum "Psyche & Persönlichkeit" wurde erstellt von Bibo, 20. Oktober 2009.

  1. Bibo

    Bibo Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    20. April 2007
    Beiträge:
    3.069
    Ort:
    sehr im Süden Deutschlands
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    Hallo!

    Von allen negativen Gefühlen empfinde ich diese beiden als mit die Übelsten. Scham hat so etwas total Selbstablehnendes/Selbst Anklagendes und das dazugehörige Selbstmitleid macht es noch mal schlimmer. Totale Hilflosigkeit, Wehrlosigkeit, gleichzeitig eine passiv-aggressive Art des sich Entziehens vor der Eigenverantwortung. Sich selbst verkleinern, um nicht zu sich selbst stehen zu müssen. Der Zweck scheint zu sein, ein irgendwie geartetes Identitätsgefühl aufrecht zu erhalten, auch wenn der Preis der ist, dass man sich selbst hasst. Lieber sich selbst hassen, lieber Opfer der eigenen Unzulänglichkeiten sein, als gar nichts zu sein. Oder wie sehr ihr das?

    Lieber Gruß,
    Bibo
     
  2. Nefretiri86

    Nefretiri86 Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    9. Januar 2009
    Beiträge:
    29.602
    Ort:
    Niedersachsen


    Weshalb schämst du dich denn, oder badest im Selbstmitleid?
    Gibt ja für alles einen Grund. Hast du den schon herraus gefunden?
    Wenn man den Grund kennt kann man auch daran arbeiten.
     
  3. Sternenatemzug

    Sternenatemzug Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    11. November 2007
    Beiträge:
    44.830
    Ort:
    hear(hier)
    lieber bibo ...wenn scham da ist ...ist sie da...ich sag nicht ..dass ich das gut finde ...aber man sollte sie erstmal annehmen und sich überlebgen ...wie man sie überwinden kann....selbstmitleid ist eine methode...den anderen für sich denken und fühlen zu lassen ...klar ...dass man dann stagniert...:)ausserdem dem leben gegenüber sich verweigert...dashält keiner lange aus ....oder man zerfliesst in die konturenlosigkeit....und indifferenz...wird nicht mehr erkennbar und wahrnehmbar ....was hast du denn? ...lautet dann oft die frage ...die man aber auch nicht hören will...:D
     
  4. Bibo

    Bibo Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    20. April 2007
    Beiträge:
    3.069
    Ort:
    sehr im Süden Deutschlands
    Warum ich mich schäme, warum sich jemand schämt. Ich will mich da jetzt nicht exponieren, ich glaube nicht, daß irgedndwem dieses Gefühl fremd ist. Aus allem, was ich mit deisem Gefühl erlebt habe kann ich folgendes herausziehen:

    Etwas ist peinlich, weil ich gegen jede Form des guten Geschmacks, gegen jede Form der durch Konvention übereinstimmenden Meinung verstoßen habe, nicht dem moralischem oder ästhetischen Empfinden der Norminstanz entsprochen habe. Ich habe mich vor anderen blamiert, indem ich in vollkommen geschmackloser Weise gegen deren Erwartung gehandelt habe. Ich schäme mich, weil ich einem bestimmten Maßstab nicht gerecht geworden bin und im untersten Bereich der Skala des guten Geschmacks rangiere. Es gibt unzählige Regeln und Skalen, gegen die ich verstoßen kann und wegen der ich mich selbst verstoßen kann. Die Scham besteht darin, daß ich selbst diese Skalen annehme, gern selbst im oberen Bereich wäre, aber weil ich es nicht eingehalten habe mir selbst peinlich bin. Nicht, weil es wirklich so ist, sondern weil ich mir den Schuh anziehe. Sich zu schämen wird so zu einer Gewohnheit, die ich brauche, um mich wenigstens im Negativen als ETWAS zu fühlen. Hauptsache ich fühle mich und kann mcih einordnen. Solange ich mich schämen kann, habe ich wengistens Substanz -
     
  5. Limerick

    Limerick Guest

    Hallo Bibo,

    Also das muss nicht unbedingt so sein.
    Scham ist für mich durchaus ambivalent: zum einen kann es der verlängerte Arm eines "schlechten Gewissens",die gefühlsmäßige Quintessenz einer Selbsterkenntnis oder der Bewusstmachung irgendeines "Fehlers" (nicht AN dir, sondern ein DURCH dich begangener, vielleicht sogar anderen schadender) sein. Dann finde ich das durchaus bewusstseinserweiternd im Sinne von eben (Selbst-)Erkenntnis.
    Scham für Makel an der eigenen (gar nur äußeren, naturgegebenen) Person per se empfinde ich allerdings andererseits tatsächlich auch als destruktiv und ein Zeichen für mangelndes Selbstbewusstsein und mangelnde Selbstakzeptanz.


    Ähnlich ist es mit dem Selbstmitleid.
    Das ist meist Indikator für irgendne Mangelerscheinung, besonders oft isses einfach fehlendes Selbstbewusstsein/Selbstakzeptanz (welches sich kurioserweise nicht selten sogar durch besonders ausgeprägtes LAUTES Verhalten oder nach außen hin besonders plakativ demonstrierte "Stärke" bemerkbar macht, um das eigentliche Fehlen zu übertünchen :D)

    Womit ich aber wiederum nicht die "Eigenliebe" meine (solange es sich um ne gesunde Dosis derer und nicht um ausgeprägten "Narzissmus" oder Vorteilsdenken gegenüber anderen handelt, finde ich die gerechtfertigt und wichtig, oft sogar lebenserhaltend für ein Individuum).

    Scham kann natürlich auch durch äußere Reaktionen (also durch andere) hervorgerufen werden:
    Ist jemand z.B. besonders ungepflegt, lässt sich gehen oder hat sich selbst in eine (selbst-)bemitleidenswerte Situation begeben (durch fehlende Achtsamkeit gegenüber der eigenen Person z.B.), ist Selbstmitleid womöglich oftmals sogar der erste Schritt zur "Besserung".
    Wenn man denn an der Situation, die einen so unzufrieden macht, durch ein solches emotionales "Tief" (demonstriert durch Scham und/oder Selbstmitleid) endlich was ändern will, weil man den tiefsten Tiefpunkt erreicht hat.

    Dann ist es auf gewisse Weise auch schon wieder konstruktiv und leitet im besten Fall eine Verhaltensänderung gegenüber der Situation und somit auch gegenüber der eigenen Person ein.

     
  6. Bibo

    Bibo Sehr aktives Mitglied

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    ich denk, um das Einordnen-Können gehts. Für einen selbst und für die anderen. Nicht-Einordenen können - die Frage: was hast Du denn? - ist tödlich!
     
  7. oOnachtelfeOo

    oOnachtelfeOo Mitglied

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    Vorarlberg
    hallo bibo!
    scham kann man ja nun in allen lebensbereichen erleben, leider. denn es ist absolut kein schönes gefühl...man möchte sich am liebsten verstecken und nie wieder raus kommen...zb in der arbeit (wenn du mal wieder der einzige bist der irgendwas verbockt hat) oder unter freunden (dir ist versehentlich etwas privates eines menschen einem anderen gegenüber raus gerutscht...) vor dem neuen freund/in (wenn dir versehntlich ein magenwind aus der falschen richtung entfleucht ist...)
    ich denke scham ist nötig, sich selbst besser kontrollieren zu können, in ähnlichen situtationen in denen die schamesröte einem bereits in gesicht stiegt.

    selbstmitleid, ist in meinen augen, auch nötig...damit man selber den weg aus der kriese findet wenn man am boden liegt...

    diese gefühle, sind lediglich da, sich selbst zu kontrollieren & zu erreichen...

    meiner meinung nach...

    liebe grüße!
     
  8. Bibo

    Bibo Sehr aktives Mitglied

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    sehr im Süden Deutschlands
    Das stimmt: Scham und Selbstmitleid sind Regulatoren, die einem zeigen können, wo es lang geht. Ich glaube, wenn jemand dauernd falsch läuft, d.h. einem Weg folgt, der einfach nicht zu ihm passt, dann wird ihn diese Negativ-Regulation auf den Teppcih zurückbringen - je länger er weiter den falschen Weg geht und sich z.B. irgendwas vormacht, was nicht zu ihm passt, desto schmerzhafter packt die Scham zu - aber im Grund ist es nur, um ihm die Augen zu öffnen: da läufst Du falsch, lass es sein!

    Warum ist es so schwer, von verkehrten Überzeugungen Abstand zu nehmen?

    Bibo
     
  9. oOnachtelfeOo

    oOnachtelfeOo Mitglied

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    Vorarlberg
    ja bibo, ich denke das es schwer ist, von verkehrten überzeugungen abstand zu nehmen, weil einem die realität oftmals nicht angenehm ist & mensch sich allzugern in der illusion versteckt...
     
  10. Bibo

    Bibo Sehr aktives Mitglied

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    Aber warum tut er gerade das, was illusorisch ist, wo er einfach kein Land gewinnt? Ich denke, daß er da irgendeinen Gewinn daraus zieht, sonst würde er es sofort bleiben lassen.
     
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