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Religion, die vornehmste Art, Menschen auszubeuten

Dieses Thema im Forum "Religion & Spiritualität" wurde erstellt von opti, 23. April 2006.

  1. opti

    opti Guest

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    Die erste Eroberung Indiens durch die Arier

    Zwischen 3000 und 1500 vor Christus drangen die arischen Eroberer in Indien ein und zerstörten die ur-indische Zivilisation. Diese Zivilisationen waren auf einer höheren Entwicklungsstufe gewesen, als die der arischen Eroberer. Sie unterhielten rege Handelsbeziehungen zu Sumerien (heutiges Irak), und besaßen eine Schrift. Die Städte wurden vernichtet, die Bevölkerung unterjocht, und alle kulturellen Zeugnisse der alten Zivilisation vernichtet. Das Kern-Epos der indo-arischen Kultur, der Rig Veda (indische Heilige Schrift), entstand um diese Zeit.

    Die Entstehung des indischen Kastensystems

    In der Folge installierten die arischen Eroberer ihr bekanntes Kastensystem, das wohl perfekteste Herrenmenschen/Untermenschen-Herrschaftssystem der Weltgeschichte. Es überdauerte alle Stürme der Zeit und besteht bis zum heutigen Tage. Die höchsten Kasten der Brahmanen und Kshatrias (Krieger) rekrutierten sich aus den Eroberern, während die indischen Ureinwohner durch dieses System über Jahrtausende in einer Diener- und Sklavenrolle fixiert worden waren.

    Im Vergleich zu den Sklavensystemen der europäisch/orientalischen Antike fällt die ideologische Durchstilisierung auf, die den Unterdrückten über die Karma-Doktrin ihre Lage auch noch logisch erklärbar machte. Es war also wesentlich weniger externer Druck und Gewaltanwendung nötig, als in den europäisch/orientalischen Sklavensystemen, um die Untermenschen bei der Stange zu halten.

    Mit anderen Worten, die Religionen wurde im wesentlichen dazu benutzt, das Herrschaftssystem aufrecht zu erhalten, um die Bevölkerung besser unterdrücken und ausbeuten zu können.

    Die Logik der Lehre von der Leere
     
  2. Saraswati

    Saraswati Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    29. Juli 2005
    Beiträge:
    4.608
    Ort:
    Nähe Stuttgart
    Das höre ich so zum ersten Mal.
    Wo hast du das gelesen?
    Woher kamen die arischen Eroberer?
    Das wollte ich schon lange mal durchleuchten,
    woher der Begriff indo-germanisch stammt.
    Hast du gute Quellen?

    lg Kalihan
     
  3. opti

    opti Guest

    Die Quelle habe ich oben angegeben: Die Logik der Lehre von der Leere

    Indogermanen: Ältere Theorien besagen, dass die Indogermanen in Mitteleuropa entstanden sind und damit die Urbevölkerung dieses Kontinents bildeten. Diese These war besonders in der NS-Zeit (Nationalsozialisten) beliebt. Dem entgegengesetzt ist die These der Kurgan Theorie (siehe unten: Pontische Steppen-Theorien). Sie geht von erobernden Steppenvölkern aus dem nordpontischen Raum aus. Seit den 90er Jahren des 20. Jh. häufen sich Arbeiten, die von Anatolien als Urheimat ausgehen. Auch das Donaubecken erscheint einigen plausibel.

    Pontische Steppen-Theorien

    Die schon Anfang des 20. Jahrhunderts von vielen Linguisten geäußerte Vermutung, die Urheimat der indogermanischen Sprachen befände sich in den Steppen nördlich und nordöstlich des Schwarzen Meeres, wird heute noch von der Mehrheit der Sprachwissenschaftler favorisiert. Archäologen versuchten dies mit Hilfe archäologischer Indizien zu bestätigen. Die während des Neolithikums (Jungsteinzeit) und der frühen Bronzezeit in Südrussland, der Ukraine und Moldawien existierenden Kulturen nördlich und östlich des Schwarzen Meeres und an der unteren Wolga wurden von Marija Gimbutas in den 1950er Jahren nach einer charakteristischen Grabhügelform (Kurgan) zur Kurgankultur zusammengefasst. Die Urindogermanen könnten auf Grund vorhandener Wörter als eine in erster Linie patriarchal organisierte Hirtengesellschaft angesehen werden, die den Pflug kannte, das Pferd nutzte und mit Sicherheit nicht am Meer beheimatet gewesen sei. Dies korrespondiert mit archäologischen Funden mancher Kurganvölker.

    Dieser Hypothese zufolge lebten die Indogermanen im 5. vorchristlichen Jahrtausend als kriegerisches Hirtenvolk in Südrussland, aber wenige Archäologen identifizieren sie mit dem Kurganvolk. Sie seien nach Klimaverschlechterungen zwischen 4400 und 2200 v. Chr. in mehreren Schüben west-, süd- und ostwärts gezogen. Die so genannte Streitaxtleute bzw. Schnurkeramiker wären eine der Auswanderungswellen dieses Kurganvolkes. Auf den Wanderungen hätten sie auch Mitteleuropa erreicht und sich mit den dort ansässigen Menschen vermischt.

    Aus der Vermischung von Indogermanen und nicht-indogermanischer Urbevölkerung sowie durch isolationsbedingte Auseinanderentwicklung entwickelten sich die verschiedenen indogermanischen Volks- und Sprachgruppen, wie die Kelten, Germanen, Slawen, Italiker, Griechen, Iranier, Inder, Balten, Armenier, Thraker u.a.

    Anatolien-Hypothesen

    Zwei Theorien gehen von Anatolien als Urheimat aus. Die des britischen Forschers Renfrew, setzt die Indogermanen mit den neolithischen (jungsteinzeitlichen) Bauern gleich, die den Ackerbau ab 7.000 v. Chr. über den Balkan und den westmediterranen Raum nach Mittel- und Nordeuropa trugen. Die andere, um die ehemals sowjetischen Forscher Gamkrelize und Ivanov, sehen Ostanatolien, eigentlich den Raum südlich des Kaukasus (das heutige Kurdistan), als Ausgangspunkt der Sprache und einer von hier ausgehenden indoeuropäischen Wanderung an, die zunächst östwärts um das Kaspische Meer herum führte (dort ihre tocharische bzw. nordindische Abspaltung erfuhr) und dann westwärts in den Nordpontischen Raum führte. Diese Theorien schließen sich gegenseitig aus und verwerfen insbesondere den ganzen zumindest aber den frühen Teil des "Invasionismus" der Kurgan-Theorie von M. Gimbutas. Renfrews mehrfach revidierte Theorie erklärt darüber hinaus nicht altsprachliche Inseln (auf der Iberischen Halbinsel der Apeninnen-Halbinsel, besonders aber die auf Kreta und Zypern). Evolutionsgenetiker um den Forscher Cavalli-Sforza) unterstützen die Theorie von Gamkrelize und Ivanov.

    Alteuropa-Theorie

    Die von Hans Krahe begründete und von Wolfgang P. Schmid weiterentwickelte „Alteuropa-Theorie“ (die außer dem Namen nichts mit Gimbutas' Alteuropa-Konzeption gemeinsam hat) stützt sich auf die Untersuchung alter Gewässernamen. Sie geht davon aus, dass sich Gewässernamen gegenüber Umbenennungen als besonders resistent erwiesen haben und damit eine sehr alte Sprachschicht repräsentieren. Die Hydronymie führte zur Annahme eines sprachlichen Kontinuums von europäischen Ausmaßen. Vertreter dieser Forschungsrichtung ist Prof. J. Udolph. Eine besonders von italienischen und spanischen Forschern herausgearbeitete Theorie einer „Paläolitischen Kontinuität“ (Palaeolithic Continuity Theory - PCT) könnte zu diesen Ergebnissen passen. Passen würde aber sogar Renfrews Theorie, sofern man davon ausgeht, dass ausgerechnet die Gewässernamen der ersten Bauern die Indoeuropäisierung überstanden.

    Indogermanen
     
  4. reinsch

    reinsch Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    31. März 2006
    Beiträge:
    2.818
    Hallo Opti,
    ich glaube zu allen Zeiten haben die Menschen versucht andere zu unterdrücken, um ihre eigenen Ängste unter Kontrolle zu halten. Dabei ist ihnen das Mittel weniger wichtig. Doch meist geht es dabei um Geld und andere irdische Güter, die Kriege und Katastrophen auslösen. Diesen Umstand einer Religion pauschal zum Vorwurf zu machen halte ich für genauso absurd, als behaupte man, die Politik/Politiker müßten abgeschafft werden, weil sie alle korrupt seien und der Unterdrückung Vorschub leisten würden.

    Buddha lehrt die rechte Anschauung. Und dabei soll jeder den der Lehrt genauer Prüfung unterziehen. Für mich bedeutet das erst einmal Freiheit. Freiheit im Denken und im Handeln. Die Ideale Umsetzung bleibt auch hier wie anderswo manchmal auf der Strecke.

    Nun kenne ich mich im Indischen/ Hinduistischen Kastensystem nicht genau aus. Doch aus eigener Erfahrung weiß ich, daß auch in unserer so modernen Zivilisation ein Kastensystem herrscht. Es heißt nur anders. Kapitalismus. Auch ich kann mich diesem System nicht entziehen. Ich kann mich nun den ganzen Tag darüber aufregen, daß es so ist, wie es ist. Ich kannn versuchen es zu ändern. Ich kann versuchen mich damit abzufinden, aus der Überzeugung heraus, daß auch ich immer wieder dazu beitrage, gewollt oder ungewollt, daß es so bleibt wie es ist. Ich mache mich immer wieder durch meine Handlungen schuldig. Karma eben.

    Während einer Reise in Indien habe ich die Erfahrung gemacht, daß diese Kultur eine besondere Fähigkeit besitzt. Die Fähigkeit zur Assimilierung. Dieser Sukontinent mit seinen Menschenmassen hat im Gegensatz zu Europa entscheidende Vorzüge. Sie leben alle zusammen. Hindus/Moslems/Christen/Juden/Six und viele andere, von denen ich nicht einmal den Namen kenne. Feste mit 30 Mio. Teinehmern sind keine Seltenheit.

    Ich hatte die Möglichkeit, neben vielen anderen Gotteshäusern, auch eine Synagoge zu besuchen. Und im Gegensatz zu Aachen zum Beispiel, wo 24h, 365 Tage im Jahr die Peterwagen vor der Tür stehen müssen, konnte ich mir in friedlichster Atmosphäre einen persönlichen Eindruck von dieser alten Religion machen. Und als ich sah, daß der Kronleuchter mit Glaskolben von Jenaer-Glas-Werke bestückt war, kamen mir doch die Tränen. Das ist gelebte Toleranz.

    Auch die Begegnung mit Vasco Dagama`s Grab war tiefgreifend. Jetzt steht man da als hochnäsiger Europäer am vermeintlichen Arsch der Erde und da erzählt einem ein Einheimischer mit Inbrunst und stolz geschwellter Brust etwas über katholische Religion und Baukunst. Da kann man nur demütig den Kopf senken und mit nem Sack überm Kopf den nächsten Feldweg suchen.

    In einem Bericht vor einigen Jahren im Fernsehen wurden Menschen gezeigt, die im vollen Bewußtsein ihrer Handlungen vom Dorf in eine indische Großstadt zogen, um dort unter elendesten Bedingungen zu vegitieren. Für unsere Denke unvorstellbar. Doch diese Menschen sehen die Chance, die ihnen die Großstadt bietet/bieten kann, und nicht so sehr die Nachteile, von denen sie genau wissen, daß es sie geben wird. Man sieht wie groß der Wunsch nach Glück werden kann und wie stark die Anhaftungen sind.
    Das Kastensystem ist von Gandhi verboten worden.

    Titat:Es gibt zwei Sorten von "Kasten", Varnas (Farben) und Jatis (Geburtsgemeinschaften).

    Zu einfach ist es, eine Jati als eine "Unterkaste" zu bezeichnen. Der Ansatz zur Definition einer Jati ist nämlich ein anderer als der einer Varna. Beides kennzeichnet eine die Mitglieder zusammenschließende und andere Elemente ausschließende Gruppe, aber mit anderen Intentionen und Methoden.

    Unrichtig ist es ferner, manche Leute als "Kastenlose" zu bezeichnen – der einzig wirklich Kastenlose ist der europäische Tourist. Es gibt sozial minderprivilegierte Menschen, die nicht einer Varna angehören, das sind die sog. Avarnas, die "ohne Farbe". Aber auch sie haben Jatis, denen sie angehören. Es gibt also Menschen, die in einer Jati sind, aber nicht in einer Varna, aber keine, die in einer Varna sind, aber nicht in einer Jati. Quelle:http://www.kultur-in-asien.de/Indien/Sonstige/seite418.htm

    Zustimmen würde ich Dir bei der Behauptung, daß man sich wünschen sollte, daß es uns allen, wo immer wir auch leben, in Zukunft ein bischen besser geht.

    Ahimsa R. Reinsch
     
  5. opti

    opti Guest

    Hallo Reinsch

    Mir ist dein Indienbild etwas zu idealistisch. Es war vor allem der Hinduismus, der in Indien Unterdrückung und Ausbeutung über Jahrtausende nicht nur toleriert, sondern ganz wesentlich dazu beigetragen hat. Religion wurde im wesentlichen dazu benutzt, die Menschen in Unwissenheit und Elend zu halten, damit die Mächtigen sich ein angenehmes Leben machen konnten.

    Wie brutal diese Unterdrückung durch die Religion ausgesehen hat, wird wohl am deutlichsten an der Unterdrückung der Frauen, die bis heute anhält. Hier einmal dargestellt am Beispiel der Kinderbräute:

    Kinderbräute

    Für die Benutzung von minderjährigen Mädchen bei den tantrischen Ritualen hat Professor Dr. Michael von Brück, selber Vater mehrerer Töchter, ein erstaunlich volles Verständnis: "Wenn in einigen Tantras die sexuelle Vereinigung mit einer Zwölfjährigen empfohlen wird, so ist zu bedenken, dass zu jener Zeit in Indien die Mädchen mit 11 oder 12 Jahren im Heiratsalter waren."

    Rosalind Miles schreibt in ihrem Buch "Weltgeschichte der Frau" über Kindbräute in Indien:

    "Einem indischen Mädchen stand die Last der Mutterschaft schon früh bevor: neun Monate nach Beginn der Pubertät. Ihre Eheschließung lag weit zurück (die Kinder wurden schon mit fünf oder sieben Jahren verheiratet), und der kluge Gatte hatte seine Kindbraut schon lange an regelmäßigen Geschlechtsverkehr gewöhnt. Von der ersten Blutung an schlief er mit ihr, um ihre "ersten Früchte" kosten zu können.

    Aber unter diesen Umständen gelang es dem Ehemann nicht häufig, auch die Ernte einzufahren. Solche Kinderehen entlarvten sich allzu oft als raffinierter Massenmord an Mädchen. Millionen dieser jungen Ehefrauen starben jährlich an Unterleibsverletzungen oder an der Niederkunft. Noch 1921 hielt eine offizielle Volkszählung der britischen Regierung statistisch fest, dass in den vorausgegangen zwölf Monaten 3 200 000 Kindbräute in Indien gestorben waren.

    Britische Armeeärzte berichten über die Umstände:

    1. Neun Jahre alt. Tag nach der Hochzeit. Linker Oberschenkelknochen verrenkt, Becken völlig zerdrückt, Fleisch hing in Fetzten herab.

    2. Zehn Jahre alt. Konnte nicht stehen. Starkes Bluten, tiefe Fleischwunden.

    3. Neun Jahre alt. So stark zerfetzt, dass sie chirurgisch kaum noch zu heilen war. Ihr Mann hatte noch zwei andere Frauen und sprach ausgezeichnetes Englisch.

    4. Sieben Jahre alt. Lebte beim Ehemann. Starb nach drei tagen unter großen Qualen.

    5. Etwa zehn Jahre alt. Kroch auf Händen und Knien zum Krankenhaus. Konnte seit ihrer Hochzeit nicht mehr aufrecht stehen.

    Für solche kulturelle Gepflogenheiten Verständnis aufzubringen, wie es der christliche Theologe Professor Dr. Michael von Brück tut, der immerhin Dekan der Evangelisch Theologischen Fakultät an der Universität München ist, ist verantwortungslos wenn nicht zynisch.

    Ist euch eigentlich klar, was das konkret bedeutet???? Allein im Jahr 1921 starben 3 200 000 Kinderbräute im Alter zwischen 7 und 12 Jahren qualvoll an den Folgen des brutalen Sexualverkehrs ihrer Ehemänner und an den Schwangerschaften. Und das war nicht nur 1921 so, sondern das ging über viele Jahrhunderte so!!!!

    Tantra
     
  6. Kinnaree

    Kinnaree Guest

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    Hallo Opti - danke für den Link zur Lehre der Leere - da stehen noch viel interessantere Sachen drin als das, was du hier diskutierst, ich hab mich grad durchgelesen. Mich faszinieren vor allem die Parallelitäten der Denksysteme, die dort aufgezeigt werden - also danke fürs Stöbern im Net!
     
  7. reinsch

    reinsch Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    31. März 2006
    Beiträge:
    2.818
    Hallo Opti,
    Ja, ja früher war auch überall Wald. Möchte mich von solchen Praktiken und Denkweisen, das steht wohl außer Debatte, natürlich distanzieren.
    Was mich so traurig macht ist die Tatsache, daß wir im Westen uns immer für die besseren Menschen halten.

    Hierzu ein paar Beispiele. http://www.kinderschreie.de/index_2.htm, http://www.gegen-missbrauch.de/new.php?link=start_new.php

    Oder auch ein paar Tatsachen, die ich beurteilen kann, da meine damalige Freundin Borderlinerin ist! Und wo kam das wohl her?

    Borderline - Persönlichkeitsstörungen

    In den 70-er Jahren wurde zum ersten Mal der Begriff Borderline-Störung verwendet. Er leitet sich aus dem Englischen ab und bedeutet wörtlich "Grenz-Störung". Er beschreibt, dass die Menschen, die mit einer solchen Störung leben (Borderliner), Symptome einer neurotischen, teilweise einer psychotischen Erkrankung aufweisen, aber insgesamt eine Symptomatik zeigen, die keiner dieser Gruppen eindeutig zuzuordnen ist. In den letzten Jahren wurden besondere tiefenpsychologische Theorien über die Entstehung dieser Störung erarbeitet. Die Borderline-Persönlichkeit wird in der psychiatrischen Definition auch als "emotional instabile Persönlichkeit" beschrieben. Ein Therapeut der überwiegend mit Borderlinern arbeitet, hat die "klassische Borderline-Störung" wie folgt zusammengefasst: "Chaotisches und rücksichtsloses Leben mit instabilen, aber intensiven Beziehungen, Impulsivität, Wut und Ärger, Identitätsstörungen und suizidalem Verhalten".

    Diese Borderline- Persönlichkeitsstörung (BPS) kann unterschiedliche Formen annehmen, so genannte Borderline-Störungen, die im folgenden noch näher beschrieben werden. Dadurch, dass die "innere" Welt der Borderline-Persönlichkeit wie die Welt des Kindes in Helden und Bösewichte aufgeteilt ist, kommt es häufig zu schweren emotionalen "Überfällen", die mit der auslösenden Situation nichts mehr zu tun haben. So genügt manchmal eine unbedachte Bemerkung um vom Borderliner geradewegs vom Himmel in die Hölle befördert zu werden - und da auch erst mal zu bleiben.


    Würdest Du jetzt sagen wollen, daß die westliche Kultur oder gar die Religion zu solchen Dingen neigt, und damit unsere Zivilisation in den Abgrund reden?
    Oder ist es nicht eher so, daß wir noch auf den Bäumen gehockt haben, als in Indien eine Hochkultur bereits bestand.
    Oder kann man nicht eher sagen, daß wir mit unserem Wirtschaftswachstum und der Ausbeutung der Recoursen allen anderen Menschen die Lebensgrundlage entziehen.
    Ein ganzer Kontinent liegt in Schutt und Asche (Afrika). Wer ist das wohl gewesen?

    Das was ich in Indien an Freundlichkeit erfahren durfte, bei all diesem Leid, welches aber wiederum nicht so ist, wie die Medien es uns hier verkaufen wollen, hat mich und wird mich zeit meines Lebens beschäftigen und begleiten. Aufrichtige Freundlichkeit, Hilfsbereitschaft, Ehrlichkeit und Anteilnahme. Und das aus einem tiefen und festen Glauben heraus, der, was den Hinduismus betriftt (zu kompliziert für mich mit diesen 3.000.000 Göttern), nicht meiner ist. Das macht mir Hoffnung. Schau Dich um, Sieh´ Dir die Menschen, vor allem in Deutschland an. Myrrisch, unzufrieden, aggressiv. Sie lügen und betrügen. Sie rennen nur dem Geld nach. In einem Land, das immer noch zu den reichsten der Welt gehört. Von Gastfreundschaft kann man nur in Büchern lesen. Sagt man guten Morgen, so kommen sich einige schon verarscht vor und schauen einem tief in die Augen. Man ist zuhause bei Freunden:ironie:

    Aber es wird sich ändern, keine Angst. Je mehr sie sich uns (Westlichem Denken) anpassen (müssen), werden sie sich ändern. Aber diese Kunst der Assimilierung macht mir Hoffnung.

    Es sind Menschen, die anderen Menschen das Leben zerstören. Aus Unwissenheit, Hass und Neid. Keine Nationen, keine Kulturen und keine Religionen. Aus Unwissenheit und Unfähigkeit machen sie es nicht besser. Weil sie (wir/ich) ihren Urängsten nachgehen. In Indien, in Europa in der ganzen Welt.

    Meine Sicht der Dinge ist eine andere. Ich schaue mich gerne bei anderen um, und nehme das mit, an dem es mir fehlt und bedanke mich für diese bunte Welt, die mich doch immer wieder auf mich selbst zurückwirft. :suche:
    Und kritisiere unethisches Verhalten im Kontext, da wo er hingehört.

    Zitat Seiner Heiligkeit des 14. Dalai Lamas:
    Kriege entstehen aus dem Scheitern, das Menschsein der Anderen zu verstehen.

    Ahimsa R. Reinsch
     
  8. DregorBaer

    DregorBaer Mitglied

    Registriert seit:
    25. Februar 2005
    Beiträge:
    392
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    Mettmann, NRW
    Das ist eine wirklich große Wahrheit.

    Danke.:liebe1:
     
  9. DregorBaer

    DregorBaer Mitglied

    Registriert seit:
    25. Februar 2005
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    Ort:
    Mettmann, NRW
    Liebe(r) Reinsch,
    exakt das Selbe habe ich auch schon einmal Religionskritikern versucht aufzuzeigen, danke, dafür, dass du es auch als gutes Argument empfindest.

    Natürlich ist das was du beschreibst lieber Opti (schön, dass wir uns mal wieder lesen) ekelhaft und abstoßend. Darüber kann es keine Diskussion geben.
    Aber einseitig nur die schlechten Dinge aufzuzählen, die Menschen sich gegenseitig antun? Was nützt uns das?
    Aufklärung und hinweisen auf Missstände ist gut und muss sein.
    Diesen Missständen mit Liebe entgegenzutreten und Missetäter so zu entwaffnen empfinde ich als die einzig wirkungsvolle Methode eine Besserung zu erreichen.

    Ich weiß, du denkst jetzt "in Liebe um den heißen Brei herum", aber ich glaube nun mal daran, dass sich ein ideales Leben in Frieden und Glück nur durch das Leben einer totalen Liebe, die verzeiht und versteht, die vergibt und Anteilnahme in jeder Situation zeigt erreichen lässt.
     
  10. opti

    opti Guest

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    Hallo reinsch, habe ich irgendwo gesagt, dass die westlichen Religionen besser als die östlichen sind? Sie dienen im Westen genau so der Verdummung und Unterdrückung der Bevölkerung wie im Osten.
     
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