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Reisegedichte 1999

Dieses Thema im Forum "Aufgeschrieben" wurde erstellt von Regina, 20. Dezember 2004.

  1. Regina

    Regina Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    30. November 2003
    Beiträge:
    5.767
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    Agonie :D

    Es ist wieder mal soweit
    Und ich bin dazu bereit
    Es ist stets die selbe Zeit
    Wenn wir in Heerscharen
    Von A nach B fahren

    Es bleibt die Spannung stets erhöht
    Wenn man über's Tempo geht,
    Denn der Schnellere wird siegen
    Und die Sheriffs...müssen uns erst kriegen

    Ich streichle meinen Jaguar, denn ich war vor Dir da
    Oh ! Tut es mir gut ! Wenn er an Dir ...vorüberschnurrt!
    Ich wähel stets die linke Spur, dort bin ich zu Haus'
    Und ist sie einmal zu..weich ich auf die ..innerste aus

    Agonie
    Agonie
    Wenn ich im Stau steh

    Und der LKW vor mir überholt den LKW vor mir
    Damit beweist er dann, daß er es schneller kann
    Und weil die Alpenrepublik hier wieder nur 2 Spuren zieht
    Steh ich hinten an..weil ich nicht ..überholen kann

    Agonie
    Agonie
    Wenn ich im Stau steh

    Schneidest Du mich, dann schneid' ich Dich
    Was macht ein alter Mann auf einer Autobahn?
    Dessen skuriles Gefährt ist doch abhängig von 'nem Pferd
    aus Fleisch und aus Blut..das es ziehen tut.

    O ho! Sind wir heute wieder böse :D!

    Und ich kann es gar nicht fassen und das muss doch anders geh'n
    Als das wir hier schon wieder.. im Stau stehn!
    Doch tatsächlich, so ein Unfall auf der Gegenfahrbahn,
    Der hält schon mal die Autos.. in beiden Richtungen an

    Und ein jeder versteht um was es sich dabei dreht
    Wenn ein Auto sich mehrmals überschlägt
    Dieser wohlige Schauer, diese Kribbeln in den Zeh'n
    Wir waren wieder mal schlauer..uns ist nichts gescheh'n

    Agonie
    Agonie
    Wenn ich im Stau steh

    (R.S.)
     
  2. Regina

    Regina Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    30. November 2003
    Beiträge:
    5.767
    Ich habe nie eine Maske getragen
    Ich war immer schon ich
    Du kannst jeden fragen

    Sonderbar
    nach fast einem Jahr
    kommt es mir so vor
    es sei gestern gewesen
    dass ich Dich verlor.

    Wie konnte das Leben
    unser gemeinsames Streben
    auseinanderführ'n
    und uns nicht berühr'n.

    In meinem Kopf tobt ständig diese Hexenjagd
    wo die eine Hexe die andere fragt:
    Wer ist Schuld?
    Wer verlor die Geduld?
    Wer konnte nicht reden
    über sein Leben?
    Wer war zu verschlossen
    und wer hat es genossen
    alleine zu sein
    um sich zu befrei'n.

    Ich habe nie eine Maske getragen.
    Ich war immer schon ich
    Du kannst jeden fragen.

    Ist es wahr?
    Hab ich Schuld daran?
    Hab ich es getan?
    Ich hab Dich verlassen
    Du musst mich dafür hassen
    was ich nicht versteh'
    wenn ich zurück seh'.

    Es war diese Drängen.
    Es war wie ein Zehren.
    Es war der Wunsch
    zu mir zurück zu kehren.

    Sonderbar
    nach fast einem Jahr
    kommt es mir so vor
    es sei gestern gewesen
    dass ich Dich verlor.

    Doch im Gedanken habe ich Dich oft besucht
    und ein gemeinsames Gespräch gesucht.
    Du warst meist alleine mit Deinem Begehr'n,
    doch für mich war es als ob wir zusammen währ'n.

    Ich habe zwar nie eine Maske getragen
    doch es vergessen Dich nach Deinen Gefühlen zu fragen.

    Über all das zu reden
    das ist wie ein Segen
    weil sonst das Leben
    Dich weiter treibt
    und keine Freundschaft
    von selbsr bleibt.

    Es war wie ein Traum
    und ich glaube Ihn kaum.
    Hat es Dich gegeben?
    Kamst Du in mein Leben?

    In meinem Kopf tobt ständig diese Hexenjagd
    Wo die Eine Hexe die andere fragt:
    Wer ist Schuld?
    Wer verlor die Geduld?
    Wer konnte nicht reden
    über sein Leben?
    Wer war zu verschlossen
    und wer hat es genossen
    alleine zu sein
    um sich zu befrei'n

    All diese Gefühle
    das macht doch nur Sinn
    wenn wir versuchen
    den anderen ein zu bezieh'n.

    Ich habe zwar nie eine Maske getragen
    doch es vergessen Dich nach Deinen Gefühlen zu fragen.

    Im Gedanken habe ich Dich nie verlassen,
    doch ich verstehe:
    Du fühltest Dich im Stich gelassen.

    Sonderbar
    Nach fast einem Jahr
    kommt es mir so vor
    es sei gestern gewesen
    das ich Dich verlor.

    Ich habe mit Dir
    mit mir allein gesprochen
    und zusammen mit Dir
    dann das Schweigen nicht gebrochen.

    Ich habe zu oft in meinem Kopf gelebt.
    Was der andere meistens nicht versteht.
    Man kann unsere Liebe wohl nicht mehr kitten,
    doch ich würde Dich hier gerne um Verzeihung bitten.

    Ich habe nie
    eine Maske getragen
    ich war immer nur ich
    Du kannst jeden fragen.

    R.S.
     
  3. Regina

    Regina Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    30. November 2003
    Beiträge:
    5.767
    Ich hatte einen Traum:
    Ich konnte über das Land bis in die Ewigkeit schau'n
    Ich habe die Sonne am Horizont berührt
    Und ein Gefühl der Einheit verspührt

    Doch
    Ich bin nur der Bote
    Ich wurde geschickt
    Um Euch zu sagen
    Solltet Ihr Ihn vermissen
    Oder wollt Ihr was wissen
    Stellt Ihm all diese Fragen
    In Eurem Traum
    Gebt Ihnen Raum!

    Wie ein Kiesel im Meer bin ich nach unten gestiegen
    Sah mein Selbst versiegen
    Wie einen Baum verdorren
    Nun bin ich wiedergeboren
    Doch alles was zählt

    Ich bin nur der Bote
    Ich wurde geschickt
    Um Euch zu sagen
    Solltet Ihr Ihn vermissen
    Oder wollt Ihr was wissen
    Stellt Ihm all diese Fragen
    In Eurem Traum

    Wie ein Adler bin ich am Ende nach oben gestiegen
    Ich sah mich selbst über den Wolken fliegen
    Ich konnte es nicht glauben
    Ich war neu gebor'n!
    Doch alles was zählt:

    Ich bin nur der Bote
    Ich wurde geschickt
    Um Euch zu sagen
    Solltet Ihr Ihn vermissen
    Oder wollt Ihr was wissen
    Stellt Ihm all diese Fragen
    In Eurem Traum
    Gebt Ihnen Raum!

    R.S.
     
  4. Regina

    Regina Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    30. November 2003
    Beiträge:
    5.767
    Tibet
    Tibet
    Tibet

    Ich kenn ein Land, wo die Sonne ewig scheint,
    weil der Himmel sich dort mit der Erde vereint.
    Wo Gespräche Gebete sind
    und das Schweigen Dich nach Hause bringt.

    Jeder möchte heute unschuldig sein,
    jeder wäscht sich heut' die Hände rein,
    doch zwei Provinzen, dass war das Geld
    wofür China Tibet erhält.

    Die Industrie schweigt heut vor dem Land,
    dass sich selbst zum Löwen ernannt,
    dass zerstört, was es nicht versteht,
    und den Glauben einer Welt begräbt,
    meiner Welt begräbt.

    Wir sollten anfangen zu beten,
    wenn wir Völker töten,
    indem wir zusehen und schweigen,
    um uns erkenntlich zu zeigen,
    weil nur Geld ist was zählt,
    wenn die Angst uns quält
    zu wenig zu haben,
    um das Leben zu ertragen,
    dann sollten wir uns fragen:
    Wer wir sind,
    was wir sind,
    wer wir sind,
    was wir sind.

    Ich kenn' ein Land, wo die Sonne ewig scheint,
    weil der Himmel sich dort mit der Erde vereint.
    Wo Gespräche Gebete sind
    und das Schweigen Dich nach Hause bringt.

    Was erzähl'n wir uner'n Kindern
    über Werte und Sünder,
    wenn die Werte die wir lehren
    jeder Wirklichkeit entbehren.
    Sollen wir Bücher verbrennen
    oder sie umbenennen?
    Um die Tage zu zählen
    an denen wir Menschen quälen.
    Um die Geschichte zu wandeln
    und die Werte neu verhandeln,
    von denen wir wissen,
    dass wir sie verteidigen müssen.

    Menschenverachtend
    hat man Menschen verfrachtet,
    ohne Sie zu fragen,
    was denn Sie dazu sagen.
    Weil es dort nicht stört,
    was andere empört,
    weil Sie rechtfertigen können,
    was wir unrecht nennen.

    Wenn nur Geld ist was zählt,
    wenn die Angst uns quält,
    zu wenig zu haben,
    um das Leben zu ertrahen,
    dann sollten wir uns fragen:
    Wer wir sind,
    was wir sind,
    wer wir sind,
    was wir sind.

    Ich kenn' ein Land; wo die Sonne ewig scheint,
    weil der Himmel sich dort mit der Erde vereint.
    Wo Gespräche Gebete sind
    und das Schweigen Dich nach Hause bringt.

    Tibet
    Tibet
    Tibet

    R.S.
     
  5. Regina

    Regina Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    30. November 2003
    Beiträge:
    5.767
    Anmerkung:
    Die meisten dieser von mir 1999 verfassten Gedichte wurden als Lieder konzipiert..

    LG
    (hoffe es gefällt Euch das eine oder andere..)
     
  6. timba

    timba Guest

    Werbung:
    Heute sah ich eine Krähe
    und da verstand ich ,die ewige Sehnsucht der Menschen
    frei zu sein
    wie dieser Vogel
    Wie schön muß es doch sein
    dieses Gefühl der Schwerelosigkeit
    dort wo kein Druck auf uns lastet.

    Doch diese Krähe
    Sie weis nichts von ihrem Glück
    Sie fliegt einfach.


    Von mir für Euch!
     
  7. Toffifee

    Toffifee Guest

    Hi, Regina! :)

    Am Besten hat mir Dein Gedicht (bzw. Lied) über Tibet gefallen. Einfach nur genial... hörte sich fast so an, als ob Du schon mal in Tibet gewesen bist. Warst Du?

    Liebe Grüße :kiss3:
    Toffifee
     
  8. Regina

    Regina Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    30. November 2003
    Beiträge:
    5.767
    @Timba
    für mich ist die Krähe Bote einer Veränderung..ich mag sie auch ;)

    @Toffifee
    in diesem leben?
    nein :)
    danke für das Kompliment und die Rückmeldung

    LG

    PS dies ist das einzige Gedicht das ich Rahmen einer Veranstaltung vor ca 100 Leuten vorgetragen habe...
     
  9. rincewind

    rincewind Mitglied

    Registriert seit:
    10. Dezember 2004
    Beiträge:
    220
    Ort:
    Berlin
    Der Traum gefällt mir sehr. :)
     
  10. Regina

    Regina Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    30. November 2003
    Beiträge:
    5.767
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    toll das zu lesen, ich habe echt gezögert dieses Gedicht hier hereinzunehmen
    Danke!
    LG
     

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