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Rassistisch motivierte? Straftat und Rassismus in unserem Denken?

Dieses Thema im Forum "Gesellschaft und Politik" wurde erstellt von Joey, 7. Juli 2016.

  1. Joey

    Joey Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    18. Mai 2005
    Beiträge:
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    In der italienischen Kleinstadt Fermo wurde ein nigerianischer Flüchtling umgebracht.

    http://www.spiegel.de/panorama/just...ner-strasse-zu-tode-gepruegelt-a-1101806.html

    Es steht allerdings Aussage gegen Aussage. Der Tatverdächtige stellt es folgendermaßen dar:

    Wenn Ihr das so lest, wie bewertet Ihr das geschehen? Wem glaubt Ihr mehr? Hat der tatverdächtige Eurer Ansicht nach korrekt gehandelt - zumindest anfänglich? Ist seine Notwehr-Behauptung für den ersten Schlag glaubwürdig Eurer Meinung nach? Oder war das ganz einfach eine rassistisch motivierte Gewalttat mit Todesfolge?

    Und nun stellt Euch vor, die Situation wäre umgekehrt. Also, dass der Nigerianer den Italiener umgebracht hat, und hinterher aussagt, dass dieser Autos verdächtig inspiziert habe etc. Würde Eure Bewertung der Situation anders aussehen? Würde jetzt der Tatverdächtige mehr oder weniger Euer Glauben bekommen?
     
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  2. Lincoln

    Lincoln Sehr aktives Mitglied

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    Schlechtes Beispiel um für mich was zu sagen:
    Denn der Faschismus begründete sich in Italien.

    (Was im 2. Spiegel Absatz steht, ist für mich gegen den Italiener im Gefühl)
     
  3. Nephren-Ka

    Nephren-Ka Sehr aktives Mitglied

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    Ich halte es für wahrscheinlich, dass beide Seiten das, was sie jeweils wahrgenommen, auf eine Weise geschildert haben, von der sie glauben, dass sie die eigene Position am besten untermauert. Gut möglich, dass der Italiener aus rassistischen Motiven einen Streit vom Zaun gebrochen hat - Schwarzer + Interesse für parkende Autos = Krimineller, wird er angenommen haben - aber ob er von Anfang an Gewalt anwenden oder ursprünglich nur pöbeln wollte, lässt sich für Außenstehende nicht beurteilen.

    Für mich macht das keinen Unterschied. Ich halte es davon abgesehen für wahrscheinlich, dass in diesem Fall jeder, der von rassistischer Motivation spräche, als rechter Hetzer abgekanzelt würde, denn im linken Narrativ geht Rassismus immer und ausschließlich vom Weißen aus.
     
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  4. Joey

    Joey Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
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    Ja.

    Du bist einer der sehr wenigen Menschen, denen ich das glaube, dass das in der Bewertung keinen Unterschied amchen würde.

    PS: Ich bin mir da bei mir auch nicht sicher. Um die geschichte frei von (eigenem) Rassismus bewerten zu können, muss man eben solche Gedankenspiele spielen, dass man die Rollen vertauscht oder am besten den Fall ohne Kenntnis der Herkunft der Beteiligten betrachtet.

    Irgendwo - ich glaube in New York - gibt es ein Museum über Rassismus und Vorurteilen. Darin gibt es einen Raum, in den zwei Türen führen. Über einer steht "Für Menschen mit Vorurteilen", über der anderen steht: "Für Menschen ohne Vorurteile". Letztere Tür ist abgeschlossen...

    Das wäre der "Rassismus mit umgekehrten Vorzeichen". Auch der kommt vor, und der ist auch nicht richtiger als der "normale Rassismus".
     
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  5. GrauerWolf

    GrauerWolf Sehr aktives Mitglied

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    Zum Thema Rassimus werde ich mich hier ganz bestimmt nicht äußern. Das kann sein, muß aber nicht.
    Notwehr ist unglaubwürdig, wenn die Art der Verletzungen das belegt:
    Das legt nahe (vorbehaltlich der forensischen Untersuchung natürlich!), daß der Täter wie irre auf den Mann eingetreten und eingeschlagen hat. Zur Notwehr reichen aber 2...3 Schläge und/oder Tritte (Kombinationsabwehr), ggf. auch nur ein Schlag oder Tritt, um den Angreifer kampfunfähig zu machen. Dabei kann u.U. der Gegner getötet werden (unabsichtlich (also Unfall), weil man zu hart zuschlug, oder absichtlich, wenn eine Waffe ins Spiel kam, bei deren Abwehr es keinerlei Rücksicht gibt), aber die Verletzungen ergeben dann ein anderes Bild.

    Egal, Ferndiagnosen sind immer so eine Sache. Sollen die Forensiker, Ermittler und Gerichte vor Ort ihre Arbeit machen und gut ist. Zut Rassimusdiskussion taugt der Fall ohne handfeste Fakten jedenfalls nicht.
     
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  6. Joey

    Joey Sehr aktives Mitglied

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    Jain.

    Richtig ist, dass wir hier nicht beurteilen können, was genau wie ablief, und wie rassistisch die Motive des Täters waren. Das ist aber nicht der Punkt, den ich betrachten wollte - es sollte NICHT so ein "Schaut mal, wie rassistisch dieser Irtaliener gehandelt hat"-Thread werden.

    Ich wollte zum gedanken-Experiment einladen, den Fall zu überdenken mit vertauschten Rollen. Sähe die Bewertung anders aus, wenn der Nigerianer den Italiener umgebracht hätte?
     
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  7. Lincoln

    Lincoln Sehr aktives Mitglied

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    Ein italienisches Paar verdächtig an "parkenden" Autos in Nigeria?

    Dann: Nein.

    (Ich hab mir auch schon Autos angesehen als ich noch jünger war)

    - Der Nigerianer IN Italien den Italiener getötet mit selber Vorgehensweise?

    (Würde es dann eine "solche" Beschreibung geben?)

    Darauf kommts an.......
     
  8. Possibilities

    Possibilities Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    5. Oktober 2010
    Beiträge:
    7.297
    Meinst du? Ich sehe die Schwierigkeit eher darin, genau zu benennen, wo Rassismus einen Menschen positioniert und zugleich dieser rassistischen Verortung zu widersprechen.
    (Weil ich erinnere, dass du dich hier und da mit meiner Sprache schwertust, schicke ich voraus, dass ich bereit bin, mit Jutesäcken nach dir zu werfen)
     
  9. Nephren-Ka

    Nephren-Ka Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    31. August 2015
    Beiträge:
    1.489
    Es kann schon sein, dass es da programmierte Präferenzen gibt. Dass sich Gemeinschaften voneinander abgrenzen und mit den jeweils anderen rivalisieren, ist natürlich. Bei uns (Menschen) kommt noch hinzu, dass wir den anderen allerlei Mängel zuschreiben und die eigene Gruppe idealisieren. Nun kommt es halt darauf an, worauf eine Gruppe gründet - besser gesagt: worauf wir unser Selbstbild gründen, welcher Gruppe wir uns zugehörig fühlen. Sind es körperliche Merkmale, ist der anders Aussehende immer verdächtig. Ist es die Weltanschauung, sind es insbesondere deren Feindbild und allgemein der Andersdenkende. Sogar unterschiedliche Berufsgruppen wähnen einander überlegen, nur gibt es da kein ausreichendes Eskalationspotenzial. Und natürlich bevorzugt man den Kreis seiner Lieben gegenüber anderen.

    Ich bin alles andere unvoreingenommen. Mir fällt es nur sehr schwer, mich irgendeiner größeren Gruppe dauerhaft zugehörig zu fühlen, und wenn man dauernd die Meinung wechselt, drängt einen irgendwann das eigene Ego dazu, anzuerkennen, dass "die anderen" keine Untermenschen sind. Die Hautfarbe kann ich nicht wechseln, aber ich bin in einer Umgebung aufgewachsen, in der kein Rassenkonflikt gepredigt wurde, also empfinde ich da keinen qualitativen Unterschied.

    Es gibt eine Menschengruppe, die ich hasse und fürchte: die Gesamtheit aller Menschen dieser Welt, die Heilslehren anhängen, für die sie töten (lassen) würden (wenn ich allerdings ganz tief grabe, merke ich: Das könnte ich unter Umständen auch). Wer garantiert mir, dass meine Zuordnungen, was diese Menschengruppe angeht, richtig sind? Nur meine Wahrnehmung, und die wird von meiner Weltanschauung beeinflusst.

    Eine verfahrene Lage.
     
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  10. Ruhepol

    Ruhepol Sehr aktives Mitglied

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    Wie ich das bewerte? Gar nicht.
    Wem ich glaube? Niemandem, dafür liegt viel zu wenig Information vor.

    Es kann jedem von uns passieren, dass er irgendwo einem Schläger begegnet dem unser Gesicht nicht passt und der die Kontrolle über sich verliert und zuschlägt.
    Ich verstehe nicht, was du mit dem Thread bezweckst außer endlich mal wieder das Flüchtlingsthema anzuheizen.

    Wieso sollen wir das bewerten, wieso sollen wir irgendwem glauben oder auch nicht, nur aufgrund eines Zeitungsartikels? Sich über die genauen Vorgänge im Detail ein Bild zu machen obliegt dem entsprechenden Gericht, das kann hier niemand.

    Du scheinst auf Vorverurteilung, die nur aufgrund von Vorurteilen entstehen kann, zu stehen.

    R.
     
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