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Raf

Dieses Thema im Forum "Gesellschaft und Politik" wurde erstellt von voice, 10. September 2007.

  1. voice

    voice Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    7. November 2005
    Beiträge:
    3.015
    Ort:
    Munich
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    Derzeit wird ja in den Medien viel über die RAF gezeigt, gesprochen und geschrieben. Auch gestern war etwas zu sehen über diese terroristische Vereinigung die als linke Strömung begonnen hat.

    Es war schockierund und faszinierend zu gleich zu sehen was vor round about 30 Jahren auf Deutschlands Strassen alles geschehen ist. Ich war damals erst ein paar Jahre alt, aber an die Plakate mit den Fahndungsfotos kann ich mich immer noch erinnern.

    Viele wurde in diesem Forum über extreme Strömungen geschrieben, über diese jedoch habe ich noch nicht viel hier gelesen.

    Nach der Sendung gestern hatten meine Frau und ich uns darüber unterhalten wo wir uns wohl damals positioniert hätten.

    Wie denkt ihr über diese Zeit, welche Meinung habt ihr zum Linksradikalismus, zu RAF, zu den Ansätzen dieser Vereinigungen.

    Wenn ich ehrlich bin haben mich manche Bilder wie damals Anfang der 70er Jahre die Polizei gegen Demonstranten vorging schon schockiert. Ich bin der Ansicht das dieses Vorgehen auch den Boden bereitet hat, und einer der Auslöser für die Gründung der RAF war.

    Allein der Name RAF ist wohl ein heisses Eisen, daher bitte ich die Moderation bzw. Admin also ggf verschieben, schliessen, löschen what ever, wenn nötig.

    Gruß
    Voice
     
  2. Ninja

    Ninja Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    23. Juni 2004
    Beiträge:
    5.672
    Ort:
    Salzburg
    ***Thema nach Gesellschaft und Politik verschoben***

    LG Ninja
     
  3. Reinfried

    Reinfried Guest

    Liebe Voice!

    Wir hatten gestern eine ähnliche Diskussion daheim - ich muss ehrlich sagen, dass ich auch ziemlich nachdenklich wurde durch die Bilder, die im TV ausgestrahlt wurden.

    Irgendwie war es erschreckend für mich mitanzusehen, wie die Dinge eine scheinbar unaufhaltsame Eigendynamik entwickelt hatten.

    Standpunkt kann ich keinen anbieten - da bin ich zu unsicher.

    Liebe Grüße
    Reinfried
     
  4. Luckysun

    Luckysun Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    28. Juli 2007
    Beiträge:
    8.562
    Ort:
    NRW
    Hallo,

    ich werde mich jetzt mal ganz vorsichtig folgendermaßen äußern: Da ich früher in der autonomen Szene verkehrte, könnte man sicherlich sagen, daß ich auch heutzutage eher links tendiere als rechts. Was mir bezüglich dieser Thematik schon immer sauer aufstieß ist, daß sich das Vorgehen des Staates gegen die linksradikale Szene sehr unterscheidet vom Vorgehen gegen die rechtsradikale Szene (teilweise am eigenen Leibe erfahren).

    Grund: Die unterschiedlichen Zielgruppen, die angegriffen werden. Bei den Rechtsradikalen gehts nicht gegen den Staat oder "wichtige" Leute...ich denke, es kommt verständlich rüber, was ich damit sagen will... das gleiche Prinzip ist zu entdecken, wenn man z.B. vergleicht, was für eine Strafe ein Bankräuber kassiert im Gegensatz zu einem Kinderschänder...
    ...diese unterschiedliche Gewichtung stimmt mich, vorsichtig ausgedrückt, "etwas" nachdenklich....und mehr sag ich jetzt besser nicht...

    Luckysun
     
  5. Denska

    Denska Neues Mitglied

    Registriert seit:
    22. Januar 2007
    Beiträge:
    829
    Ort:
    Berlin


    Salam Aleikum

    Dieses Thema wollt ich selbst einstellen aber du bist mir zuvor gekommen.
    Ich fang mal bei den Ursprüngen an. Bommie der Reifenstecher in Berlin die Tupamaros die Stadt Guerilia und Orte wo der 2. Juni entstanden ist. Das war das closed eye in der Bundesallee in Berlin das Obdach für umherschweifende Haschrebellen die Teestube in der Xantenerstraße und last but not least die Schuhverberei in der Dominukusstraße wo die Brandanschläge auf das Berliner Kammergericht geplant wurden und dann von Hella auch ausgeführt wurden. Die Ersten der Stunde waren Bommie und Knolle sie kamen beide aus der Arbeiterklasse. Der 2. Juni hat sich ja wegen des Mordes an Benno Ohnesorg gegründet hatte aber nichts mit der Intulektuellen Elite der RAF zu tun. Da ich Bommie und Knolle persöhnlich kenne bin ich befangen.Was die ganze Geschichte betrifft. Die Ansätze waren richtig aber so wies abgelaufen ist war völlig daneben.

    Gruß Denska
     
  6. voice

    voice Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    7. November 2005
    Beiträge:
    3.015
    Ort:
    Munich
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    JA dass sehe ich auch so. Die jeweils "Betroffenen" der unterschiedlichen Gruppen haben entweder eine starke Lobby oder so gut wie keine.

    Verwunderlich manchmal....
     
  7. Moludeami

    Moludeami Aktives Mitglied

    Registriert seit:
    14. Mai 2004
    Beiträge:
    1.986
    Wie war das noch gleich?
    Das Töten hätte mich abgeschreckt, sodass ich mich von der RAF abgewendet hätte.

    Dem Staat waren und sind die Banken wichtiger als die Kinder.
    Und jetzt, wos kaum mehr Kinder gibt, schreit der gemeine Pöbel nach der Todesstrafe.
     
  8. Ramar

    Ramar Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    12. August 2005
    Beiträge:
    1.257
    Wer sich für die Hintergründe und Fogen der RAF interessiert, hier ein Link mit umfassender Info- und Puplikationsliste:

    RAF-Bücher

    Zum Thema selbst meine ich (immer noch), daß die erste Brachialgewalt gegen friedliche Demonstranten vom Staat ausging, was aber vice versa die RAF-Guerilla-Morde nicht rechtfertigen kann.

    Wie sagte Herbert Marcuse, dessen Schriften die Studentenbewegung stark beeinflusst hatten, in einem Interview :
    „Ich betrachte mich immer noch als Marxisten. Der Marximus lehnt den Terror … individuellen Terror und Terror kleiner Gruppen ohne Massenbasis als revolutionäre Waffe ab … Subjektiv ist anzunehmen, daß die RAF ihre Aktion für eine politische Aktion halten und gehalten haben. Objektiv ist das nicht der Fall. Wenn politische Aktion willentlich zum Opfer von Unschuldigen führt, dann ist das genau der Punkt, wo politische Aktion, subjektiv politische Aktion, in Verbrechen umschlägt.“

    Wie es um unsere Gesellschaft und den Polizeistaat bestellt ist, ist ein anderes Thema.

    L.G.

    Ramar
     
  9. voice

    voice Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    7. November 2005
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    3.015
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    Ich habe neulich in einer Radiosendung in B2 eine interessante These betreffend Hr. Baader gehört. Der Sprecher ging mit einem Systemischen Ansatz an die Beweggründe bzw. Antriebsfedern von B. Der Vater war wohl bei der Mutter in Ungnade gefallen weil er sich nicht stark genug im Widerstand gegen das 3te Reich einsetzte und so zog sich die Mutter einen Helden heran der einmal mehr "Mumm" in den Knochen haben sollte in Punkto Widerstand gegen einen Staat der Unrecht handelt.
    Diese Rolle hat B dann ja mehr als ausgefüllt.
     

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