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Psychotherapie als Auslöser für Träume?

Dieses Thema im Forum "Träume" wurde erstellt von onemystery, 10. Januar 2005.

  1. onemystery

    onemystery Mitglied

    Registriert seit:
    28. September 2004
    Beiträge:
    89
    Ort:
    Soest
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    Hallo zusammen,

    ich befinde mich nun seid ein paar Monaten, bedingt durch Depressionen, in einer Therapie, die auf den Grundlagen von C.G.Jung basiert.
    In der Woche vor Weihnachten hat es bei mir mächtig klick gemacht nach der letzten Sitzung und seid dem träume ich jede Nacht sehr lebhaft und es sind auch viele Alpträume dabei. Das geht jetzt schon so weit das ich nicht mehr schlafen gehen möchte, da ich erwache durch mein eigenes Sprechen und die Träume mich immer sehr mit nehmen. Ich habe schon immer wenn es auf Vollmond zu ging viel geträumt aber nicht in dem Ausmaß..
    Ich habe bereits viel über Tiefenpsychologie gelesen und weiss das Träume als der Königsweg des Unterbewusstseins gewertet werden.

    Meine Frage an Euch, kennt das jemand? Hat das schon wer hinter sich? Wird das auch wieder besser oder hört auf?

    Liebe Grüße
    Mysery
     
  2. Ereschkigal

    Ereschkigal Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    26. Januar 2004
    Beiträge:
    2.220
    Ort:
    bei Köln
    Hallo onemystery,

    Träume sind ja dazu da, daß altes verarbeitet wird, deshalb ist das Träumen normalerweise ein gutes Zeichen. Aber schwierig ist meines Erachtens, daß sie so massiv auftauchen. Denn Schlafen solltest Du ja schon noch. hast Du vorher irgendwelche Psychopharmaka oder Schlafmittel genommen? Einige unterbinden nämlich das Träumen soviel ich gehört habe.

    Hast Du das Gefühl, daß durch die Therapie zu viel hochgeschwemmt wird? vertraust Du dem/der Therapeutin und fühlst Du Dich in der Therapie sicher und geborgen? Gerade dieses Grundgefühl des Vertrauens zur/m TherapeutIn ist meines Erachtens sehr wichtig. Ansonsten fühlst Du Dich ausgeliefert, bedroht ... Das könnte eine Ursache für vermehrte Alpträume sein. Wenn Du Dich sicher fühlst und Vertrauen hast, ist der Abstand der Sitzungen vielleicht zu gering.

    Ich denke, daß die Alpträume viele Ursachen haben können. Das hier sind ein paar Gedankenanstöße von mir.

    Liebe Grüße
    Ereschkigal
     
  3. Ariadne

    Ariadne Mitglied

    Registriert seit:
    10. Januar 2005
    Beiträge:
    241
    Ort:
    Wien
    Hallo, onemystery,

    in dem Moment, wo wir anfangen, uns mit uns selbst zu beschäftigen, wird auch unser Unterbewusstsein (UBS) aktiv. Das ist die natürlichste Sache der Welt. Vielleicht solltest du mehr Vertrauen zu deinem UBS und zu dir selbst bekommen. Wir haben oft so viele Fragen, aber sobald uns das UBS eine Botschaft schickt, erschrecken wir, vielleicht auch deshalb, weil wir einerseits nicht wissen, was wir mit diesen Botschaften anfangen sollen, oder aber auch, und das ist leider viel zu oft der Fall, dass wir es nicht wissen wollen! Das hat leider damit zu tun, dass wir dann nämlich an uns arbeiten müssen. Das wollen leider die Wenigsten.
    Du bist aber auf dem Weg deiner persönlichen Weiterentwicklung. Du willst mehr über dich erfahren. Dein UBS liefert dir die Infos bereits. Beschäftige dich mit deinen Träumen, nimm sie an und danke deinem Unterbewusstsein dafür, dass es für dich (eigentlich bist es ja du), da ist und daran interessiert ist, zu arbeiten! Was besseres kann jemanden, der sich gerade in Therapie befindet, garnicht passieren!
    Was sagt eigentlich dein Therapeut dazu?
    Ich kenne einige Menschen, die in Therapie sind und die mir erzählen, dass ihre Therapeuten an den Träumen nicht interessiert sind! Da möchte man sich die Haare raufen!
    Um die Sprache der eigenen Seele kennenzulernen, muss man sich mit sich selbst beschäftigen. Das muss man natürlich behutsam angehen.
    Willst du nicht hier den einen oder anderen Traum erzählen?
    Ich glaube, dass du in kürzerster Zeit gerne schlafen gehen wirst und schon neugierig auf deine nächsten Träume sein wirst.
    Würde mich freuen, hier von dir zu hören.
    L.G.
    Ariadne
     
  4. onemystery

    onemystery Mitglied

    Registriert seit:
    28. September 2004
    Beiträge:
    89
    Ort:
    Soest
    Hallo ihr Lieben,

    vielen dank für eure Antworten.
    Nein Medikamente nehme ich keine. Bin aber drauf und dran mir was verschreiben zu lassen, denn es gibt für mich nichts schlimmeres als Schlafentzug.
    Bei meinem Therapeuten fühle ich mich sehr wohl und obwohl ich erst wenige Sitzungen hatte hat er schon viel bei mir ausgelöst. Im moment habe ich nur einmal im Monat Sitzung, da ich noch keinen festen Platz habe.
    Ich denke auch das meine Träume ein deutliches Zeichen dafür sind das ganz viel im Moment in mir drin passiert. Ich hatte nur nicht gedacht das es mich so massiv belasten würde. Durch das schlechte schlafen bin ich auch gereizt und unausgeglichen. Dazu kommt das ich unheimlich sensibel für jegliche Gefühle geworden bin.
    Mein Problem ist denke ich auch das ich nichts mit meinen Träumen anfangen kann, mal abgesehen davon das ich sie fast sofort vergessen habe, die Gefühle bleiben oft den ganzen Tag.
    Wenn ich ganz ehrlich bin war ich auch schon soweit alles hin zu werfen und die Therapie abzubrechen. Aber das tu ich nicht, da ich mir fest vorgenommen habe es durch zu ziehen um endlich der Mensch zu werden der ich sein kann und will. Und meine Träume zeigen doch deutlich das ich irgendwie mitten drin jetzt bin oder?
    Mein Therapeut weiss leider noch nix davon, da ich erst am 3.2 wieder einen Termin habe. Hoffe aber noch eher einen zu bekommen.

    Hm ich nehm mal einen Traum der mir noch bekannt ist und mir ziemliche Angst gemacht hat:
    Ich stand bei Vollmond in einem Pool der nicht mit Wasser sondern mit einer schwarzen zähflüssigen Masse gefüllt war. Darin waren auch noch tote Baumstämme und Äste und irgendwelches gefährliches Getier vor dem ich Angst hatte. Ich hatte ein langes schwarzes Kleid aus Samt an und blieb ständig an irgendwas hängen und versank dabei. Wirklich vom Fleck bin ich nicht gekommen. Ich hatte panische Angst vor den Tieren im Becken, davor zu sterben und ich habe geweint.
    Mein Stiefvater stand am Rand mit dem Blick, den er hat wenn er auf uns Kinder wütend war. Dabei stehen seine Augen immer weit raus. Ich habe ihn angebettelt mich raus zu lassen, aber er hat geantwort: Nein du wirst da drin bleiben und nie wieder raus kommen!

    Übel oder? Bin dann hochgeschreckt und hatte ganz nasse Wangen und das Gefühl der Panik blieb auch noch eine ganze Weile.

    Bin gespannt auf eure Antworten.
    Liebe Grüße Mysery
     
  5. Ariadne

    Ariadne Mitglied

    Registriert seit:
    10. Januar 2005
    Beiträge:
    241
    Ort:
    Wien
    Hallo, Onemystery,

    als ich jetzt deinen Traum gelesen habe, sind mir fast die Tränen gekommen. Ich kann mir schon vorstellen, dass dir dieser Traum Angst gemacht hat. Ich will auch ein wenig versuchen, ihn dir zu erklären. Aber ganz sanft. Dieser Traum zeigt sogar sehr deutlich, dass etwas ins Bewusstsein dringen möchte. Das symbolisiert der Vollmond. Das einzige Licht in dunkler Nacht. In diesem Becken, das auf eingeschränkte Emotionen hindeutet, ist nochdazu mit einer schwarzen, zähen Flüssigkeit gefüllt. Du wirst sicher schon von C.G.Jung gehört haben, der sehr viel über unseren "Schatten" zu sagen weiß. Diese schwarze, zähflüssige Masse, die dich im Traum umgibt, ist der Schatten, den wir alle in uns tragen. Mehr oder weniger haben die Menschen Angst davor, ihrem eigenen Schatten zu begegnen. Aber, wenn man an sich arbeitet, kommt man ganz einfach nicht drum herum. Wir müssen lernen, dass in uns allen auch eine "dunkle Seite" vorhanden ist. Die wir in unserer Gesellschaft und durch unsere Erziehung gelernt haben zu unterdrücken. (Daher bekommen dann die Menschen Depressionen, weil sie so tun müssen, als wären sie perfekt). Nun stehst du im Traum in diesem dunklen Schlamm, den du solange, bis die Depressionen begonnen haben, verdrängen konntest. In diesem Schlamm schwimmen tote Baumstämme (finde ich sehr gut formuliert) und Äste. Baumstämme haben etwas mit unserer Herkunftsfamilie zu tun. Diese Familie war anscheinend für deine Seele nicht sehr förderlich. Dein Kleid droht an einem Ast hängen zu bleiben. Unbewusst befürchtest du, dass dich das, was deine Familie ausmacht, noch tiefer in den Schlamm hinunter zieht. Diese Tiere deuten schon darauf hin, dass sich diese ganzen Familienprobleme auf dein Nervenkostüm ausgewirkt hat.
    Dein Stiefvater verurteilt dich ja auch noch dazu, da drinnen zu bleiben und nie mehr heraus zu kommen.
    Ich hoffe aber, dass du es ihm beweisen wirst, dass du dich nicht länger runterziehen lässt.
    Nimm dir vielleicht heute am Abend, wenn du ins Bett gehst vor, dass du im Traum siehst, wie positiv sich dein Leben verändert, wenn du aus diesem Becken steigst.
    Ich wünsche dir viel Mut und Kraft, ich denke, du verdienst es, endlich da raus zu kommen.
    Gute Nacht
    Ariadne

    P.S.: "Wenn die Nacht am dunkelsten, ist der Tag am nächsten"
     
  6. onemystery

    onemystery Mitglied

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    Hallo Ariadne,

    vielen lieben dank für deine schnelle Antwort. So wie du es erklärt hast kann ich etwas damit anfangen. Ja über die Schatten habe ich schon gelesen, bin allerdings noch dabei mich was C.G.Jung betrifft weiter einzulesen. Zufälligerweise brauch ich den sogar für meine Examensklausur. Schon ein seltsamer Zufall oder?
    Ich werd mir das heute Abend ganz fest vor nehmen und hoffe es hilft. Danke für deine Unterstützung!:danke: Darf ich mich weiter mit dir austauschen?

    Liebe Grüße
    Mysery
     
  7. Ariadne

    Ariadne Mitglied

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    Selbstverständlich, ich freu mich drauf....!

    Gute Nacht und träum was schönes
    Ariadne
     

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