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Psychopharmaka gegen Trauer

Dieses Thema im Forum "Psyche & Persönlichkeit" wurde erstellt von silberstern, 24. Januar 2006.

  1. silberstern

    silberstern Mitglied

    Registriert seit:
    20. August 2005
    Beiträge:
    146
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    Was haltet ihr davon:

    Ein Arzt verschreibt seiner Patientin, die vor 6 Monaten ihren Mann verloren hat, mit dem Sie die letzten 35 Jahre verbracht hat, ein starkes Antidepressivum, ein Psychopharmakum mit erheblichen Nebenwirkungen.

    Ist das normal?
     
  2. rosim

    rosim Guest

    ...fallbezogen !
     
    Romaschka gefällt das.
  3. matrix84

    matrix84 Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    21. Dezember 2005
    Beiträge:
    4.184
    Ort:
    Wien
    Für viele Menschen ist das das gängige Verfahren. Scheint ja so einfach zu sein: ein paar "Wunderpillen" und alles wird gut.

    Ich hab mich schon zum Thema "Psychopillen" in diesem Forum (siehe Thread Schulmedizin in der Kritik) oft negativ geäußert.
    Weiß diese Frau, dass man davon innerhalb weniger Wochen abhängig werden kann? Oder das es zu Langzeitschäden führen kann?
     
  4. Allegrah

    Allegrah Guest

    Wenn sie damit zum Arzt geht und weiss, woher die Depressionen kommen, dann wird er im Notfall, wenn die Dame nicht mehr anders kann, ihr auch starke Antridepressiva verschreiben. Nicht alle Antidepressiva sind negativ zu sehen. Sehr viele machen nicht mal abhängig. Obwohl ich das für ein wenig übertrieben halte, da der Körper bei langfristiger und regelmäßiger Einnahme sich sogar an Petersilie gewöhnt. :dontknow:
    Der Arzt ist nicht ihr Vormund. Sie sollte mal schauen, ob sie nicht auch ohne Medikamente auskommt bzw. auch mit sehr leichtem Johannisbeerextrakt zurechtkommt?
    Ohne Medikamente wird Trauer auch effektiver psychisch verarbeitet. Man sollte es aber nicht übertreiben.
    Öfters mal an der frischen Luft spazieren gehen, wirkt manchmal auch Wunder. :kiss4:
     
  5. ich glaube, da gibt es zwei möglichkeiten:

    1. es geht gar nicht primär um die trauer, sondern die frau hat eine schwere depression die im moment nicht anders behandelbar ist.

    2. der arzt gibt bei trauer routinemässig medikamente.

    ich würde auf jeden fall eine zweite oder dritte ärztliche meinung einholen und genau nachfragen, was das bringen soll. wenn sie das selbst nicht schafft und damit einverstanden ist, kann ja auch eine begleitperson zum arzt mitgehen.

    sollte sie die psychopharmaka schon länger eingenommen haben, dann auf keinen fall ohne ärztliche hilfe absetzen, manche muss man "ausschleichen", also langsam niedriger dosieren!
     
  6. Ariel

    Ariel Mitglied

    Registriert seit:
    9. Mai 2005
    Beiträge:
    92
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    Was Deine Bekannte, Verwandte ? hat, ist eine reaktive Depression, und die ist, angesichts ihres Verlustes, nichts Ungewöhnliches.
    Es gibt Menschen, die nicht ohne Hilfe nach einem solchen Schlag zurechtkommen. Deine Bekannte hat die Hilfe ihres Hausarztes in Anspruch genommen, der sie vermutlich bereits etwas länger kennt.
    Was hätte dieser denn tun sollen? Garnichts? Oder empfehlen, dass sie, in dieser Situation völlig sinnlos Baldrian nimmt, oder noch besser mal ein paar Gläschen Wein trinkt? Oder womöglich, dass sie sich zusammenreißen soll?
    Es gibt sehr viele verschiedene Möglichkeiten, mit diesem Problem umzugehen, Selbsthilfegruppen, alternative Therapieformen, Schulmedizin. Sie hat sich für ihren Hausarzt entschieden, der gemäß dem bescheidenen Zeitrahmen, den er hat, reagiert hat, mit etwas, das schnell geht, und das er kennt. Nicht gerade optimal, aber eben mittlerweile die Regel. Es gibt eine gehörige Bandbreite von Psychopharmaka, um etwas zum Nebenwirkungsspektrum oder Abhängigkeit sagen zu können, müsste man schon genauer wissen, was sie bekommen hat.
    So selten ist diese Vorgehensweise in der Schulmedizin nicht, und manchmal hilft diese Vorgehensweise auch.
    Letztlich aber war es ihre Entscheidung, wohin sie geht, und sie wird vermutlich auch ihre Gründe dafür gehabt haben. Wer zur Schulmedizin geht, kriegt Schulmedizin, und das ist nicht etwas zwangsläufig Schlechtes, im Gegensatz zu der hier so oft implizierten Grundstimmung.
    Gruß, Ariel
     
  7. Elisabetha

    Elisabetha Mitglied

    Registriert seit:
    5. November 2004
    Beiträge:
    782
    Ort:
    Mühlviertel
    Antidepressiva bei einem Menschen in Trauer ist sicher keine sehr gute Vorgehensweise. Es kommt immer auf denn Fall an. Bei manchen Menschen die mit ihrer Trauer überhaupt nicht umgehen können ist dies sicher eine Möglichkeit sie mal aus dem schlimmsten "Loch" rauszuholen um dann mit ihrer Trauer vielleicht anders zurecht zu kommen.

    Besser wäre sicher wenn die Frau andere Dinge, die hier zum Teil schon geschrieben wurden tun würde. Viel frische Luft und Sonne, gesunde vitaminreiche Ernährung, gerade hochdosiert Vitamin C hilft gut, Rootbuschtee trinken, viel über ihre Trauer sprechen, am Besten mit jemanden der den Verstorbenen auch gekannt hat usw.

    Trauer ist sicher ein schwieriger Prozess aber er gehört auch zum Leben. Es ist wichtig seine Trauer zu leben und sie nicht zu unterdrücken oder gänzlich mit Tabletten weg zu therapieren. Trauer will gelebt werden!

    Liebe Grüsse
    Elisabetha
     
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  8. matrix84

    matrix84 Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    21. Dezember 2005
    Beiträge:
    4.184
    Ort:
    Wien
    Sehe ich ganz genauso!

    Kommunikation ist das allerwichtigste im Leben. Zu wenig Kommunikation macht krank und sperrt uns in unserem Schmerz ein.
    Ich habe gelesen, dass bei Depressionen vor allem Vitamin B, hier vor allem Vitamin B1 wahre Wunder wirken kann. Eine Psychologin (Doris Wolf) hat in einem ihrer Bücher geschrieben, dass ein Mangel an Vitamin B1 sogar für Angstattacken verantwortlich sein kann! Aber auch, wenn kein Mangel vorliegt, beruhigt Vitamin B die Nerven und wirkt somit stark beruhigend.
    Auch habe ich schon von der Methode gehört (weiß jetzt nicht von wem sie stammt), dass Kalzium und Magnesium mit Apfelessig gemischt sehr gut für den Körper sein soll. Wenn zusätzlich Sport an der frischen Luft getrieben wird und die Probleme besprochen werden, ist das überhaupt am optimalsten.
    Und es funktioniert. Ohne Psychopillen.

    Stimmt!

    Liebe Grüsse
    matrix
     
  9. Mondgestein

    Mondgestein Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    16. August 2005
    Beiträge:
    1.917
    Ort:
    Bezirk Hollabrunn
    Wenn eine begleitende Therapie dabei ist, dann is es ok, aber ohne Begleitung möcht ich das nicht befürworten...

    ein freund von mir ist, seit er vater ist (der gute junge ist erst 21, die kleine ist jetzt 3) depressiv, kriegt antidepressiva und hat KEINE begleitende therapie und wundert sich, warums ned besser wird...
     
  10. Elisabetha

    Elisabetha Mitglied

    Registriert seit:
    5. November 2004
    Beiträge:
    782
    Ort:
    Mühlviertel
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    Zu wenig Kommunikation macht in vielen Bereichen Schwierigkeiten, aber bei sowas ist es eben noch fataler als sonst.
    Das Vitamin B bei Depressionen helfen kann, kann ich mir gut vorstellen, den der ganze B-Komplex ist ja das "Nervenvitamin". Kalzium-Magnesium-Apfelessig habe ich noch nicht gehört, aber Apfelessig soll allgemein recht gut sein für allerlei Wehwehchen...

    Gut, wir wissen also wies optimal wäre, aber wann würdest du zu Psychopillen greiffen?

    Liebe Grüsse
    Elisabetha
     
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