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Prüfungen im Leben

Dieses Thema im Forum "Allgemeine Diskussionen" wurde erstellt von Metalheart, 26. August 2005.

  1. Metalheart

    Metalheart Neues Mitglied

    Registriert seit:
    9. Juli 2005
    Beiträge:
    4
    Ort:
    Sehr südlich
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    Hallo,

    seit Tagen hadere ich hier, was das Leben doch für manche Menschen für Prüfungen mit sich bringt. Vielleicht dazu die ganze Geschichte.

    Ein paar Dörfer weiter von hier lebt eine Frau mit inzwischen knapp 70 Jahren. Ihr Leben war alles andere als schön. In den Kriegsjahren musste sie flüchten. Kam dann hier in unsere Breitengrade als Flüchtlingskind ohne Hab und Gut.
    Natürlich wurde sie hier von einer Familie aufgenommen.
    In jungen Jahren dann, heiratete sie ihren Mann. Dieser lies ein ein Leben lang spüren, dass sie eigentlich froh sein musste, dass er sie, die arme Kirchenmaus, zur Frau genommen hatte. Sie bekamen 3 Kinder. 2 Söhne und eine Tochter. Trotz Haushalt und Kinder ging besagte Frau arbeiten. Sie schuftete quasi ihr Leben lang und tut es immer noch. Als sie endlich das Rentenalter erreicht hatte, wurde ihr Mann zum Pflegefall. Aufopfernd kümmert sie sich um ihn, und wahrlich er ist ihr auch heute nicht dankbar dafür. Egal wer sie um Hilfe bittet, sie ist immer da und ohne mit der Wimper zu zucken hilft sie den Menschen.
    Heute muss sie ihre Tochter zu Grabe tragen, die den Kampf gegen den Krebs verloren hat. Wer selber Kinder hat, kann in etwa nachvollziehen welch schwerer Gang das für eine Mutter sein muss.

    Nun frage ich mich......warum ist das Schicksal dieser Frau so hart? Was hat sie verbrochen, die, die ein Leben lang immer nur ihr bestes gab? Die ein Leben lang ihre Hilfe an anderen in den Vordergrund gestellt hat? Niemals dachte sie nur an sich. Nahm die Gehässigkeiten ihres Mannes hin und war ihm wirklich zutiefst dankbar, dass er sie geheiratet hatte. Wo ist da der Sinn?

    Danke euch fürs lesen. Ich musste das einfach mal loswerden, es beschäftigt mich seit ich vom Tod der Tochter erfahren habe.

    LG
    Metalheart
     
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  2. Topas

    Topas Mitglied

    Registriert seit:
    3. August 2005
    Beiträge:
    45
    Ort:
    Hallo Metalheart,

    das ist wirklich eine traurige Geschichte. Aber wenn man das glaubt, das man sich sein Leben selbst aussucht, tja dann hat sie das wahrscheinlich auch getan, und nur sie bzw. ihre Seele weiss warum.
    Aber ich versteh dich schon, ich frag mich das immer wenn ich von misshandelten Kindern hör, unvorstellbar was das für ein Leid für diese armen kleinen Tschoberl sein muss, mit Urvertrauen "ausgestattet" und dann ohne vorwarnung irgendwelche Grausamkeiten. Fürchterlich.

    Lg Topas
     
  3. Raeubertochter

    Raeubertochter Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    21. Juni 2005
    Beiträge:
    1.008
    Ort:
    Bad Meinberg
    Hallo Metalheart,

    tja, ich kenne ja diese Frau nicht... ich kann also kaum beurteilen, wie es ihr wirklich geht oder warum es ihr so geht. Aber hier ein paar Überlegungen:

    Weißt du denn, wie es dieser Frau geht? Ist sie unglücklich? Ist sie selber über ihr Leben enttäuscht? Oder ist sie vielleicht gar nicht unglücklich - und du projizierst dieses Unglück nur auf sie, weil du denkst, wenn du selber in ihrer Lage wärst, dann wärst du selber unglücklich?

    Die Frau hat immer nur ihr bestes gegeben - vielleicht hätte sie ein bisschen was davon behalten sollen? Vielleicht wäre es eine gute Idee gewesen, wenn sie sich selbst auch mal was Gutes gegönnt hätte und nicht immer nur den anderen? Vielleicht, wenn sie Respekt eingefordert hätte von ihrem Ehemann, hätte sie ihn dann auch bekommen?

    Aber vielleicht wollte sie ja auch gar nicht mehr Glück für sich selbst? Vielleicht dachte sie selbst, mehr Glück stünde ihr nicht zu? Vielleicht hätte mehr Glück sie beunruhigt? Vielleicht war und ist sie ja auch ganz zufrieden mit ihrem Leben?

    Mich würde interessieren, warum dich selber das Leben dieser Frau so interessiert... in welcher Beziehung stehst du denn zu ihr? Hat sie eine besondere Bedeutung für dich?

    Liebe Grüße

    Raeubertochter :daisy:
     
  4. Salaya Ayjanda Rii

    Salaya Ayjanda Rii Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    29. Januar 2003
    Beiträge:
    11.448
    Ort:
    Zwischen Melk und St.Pölten
    die Geschichte dieser Frau ist tragisch, traurig. Sie wäre absolut traurig, wenn es nur ein einziges Leben geben würde. Nachdem wir aber immer wieder inkarnieren, treffen wir uns auch mit Menschen, wo noch "Rechnungen" offen sind. Mein Ex-Mann und ich haben uns viele Leben lang Furchtbares angetan, in diesem Leben durften wir aus diesem Kreis aussteigen, weil ich ihm zum Abschied gezeigt habe, dass Liebe das Wichtigste im Leben ist. Sein letztes Leben hat er nämlich als sehr reicher Mann verbracht und am Sterbebett hat er erkannt, was sein ganzes Leben lang gefehlt hat: Liebe.

    Wer weiss, gefühlsmässig (mein Gefühl, meine Intuition) bist Du aufgefordert, Dir von dieser Frau etwas zu holen (nichts Materielles). Vielleicht ist es aber auch Dein Auftrag ihr im letzten Lebensabschnitt etwas zu schenken, das sie nie hatte: Respekt, die Chance zu erkennen, dass jeder Mensch etwas Besonderes ist. Hilf`ihr doch bitte!
    Viele liebe Grüsse
    Ingrid
     
  5. Sororcula

    Sororcula Mitglied

    Registriert seit:
    7. März 2005
    Beiträge:
    147
    Hallo Metalheart,

    in Deinem Text beschreibst Du nur eine Seite des Lebens dieser Frau, nämlich diese Seite die DICH persönlich berührt. Sicherlich hat diese Frau auch wunderschöne Stunden erlebt ... vielleicht sind es ja genau diese Stunden, die dieser Frau die Kraft geben das alles so tapfer durchzustehen.

    Vergiß nicht, jeder sieht die Dinge die um ihn herum geschehen, aus seiner ganz eigenen Sichtweise. Oft werden Emotionen in Geschehnisse anderer hineinprojeziert, die der betroffene so nicht sieht und auch nicht so empfindet ...

    Sicher, es klingt schlimm was diese Frau erlebt ... dennoch kann man eigentlich keine Aussage darüber treffen, wie es ihr dabei geht.
    Wenn es Dich wirklich so berührt, dann hilft da kein "Mit-leid" sondern "Mit-gefühl" - dann geh noch einen Schritt weiter, und biete Ihr Deine Hilfe an, sollte sie diese mal benötigen ... Mehr würde ich zu ihr nicht sagen ...

    Das passiert so oft, man ist berührt von Situationen anderer - und was tut man - nichts!

    Zu Deiner Frage:
    "warum ist das Schicksal dieser Frau so hart? Was hat sie verbrochen, die, die ein Leben lang immer nur ihr bestes gab? Die ein Leben lang ihre Hilfe an anderen in den Vordergrund gestellt hat? Niemals dachte sie nur an sich. Nahm die Gehässigkeiten ihres Mannes hin und war ihm wirklich zutiefst dankbar, dass er sie geheiratet hatte. Wo ist da der Sinn?"

    In die Fragestellung hast Du sehr viel eigene Emotionen hineingegeben ...

    "...die ein Leben lang immer nur ihr bestes gab"
    Woher weißt Du das? Wie kommst Du zu dieser Aussage?

    "Die ein Leben lang ihre Hilfe an anderen in den Vordergrund gestellt hat?"
    Was bringt Dich zu dieser Annahme?

    "Niemals dachte sie nur an sich."
    Das ist vermessen, selbst wenn es nach außen hin so scheint, als ob Sie nicht an sich denkt ... auch das sind verschiedene Spielarten des Egos ... Und was weißt Du schon von ihren intimen Gefühlen ... Das Wort "niemals" würde ich nicht verwenden ... DU WEIßT ES NICHT!

    "Nahm die Gehässigkeiten ihres Mannes hin und war ihm wirklich zutiefst dankbar, dass er sie geheiratet hatte."
    Was weißt Du was hinter geschlossenen Türen passiert ...

    Alles in Allem kann keine Aussage über die Dame getroffen werden. Sie erleidet das ... Dich berührt es ... Und dem Kosmos - ist das ja eventuell ganz egal ....
    ... aber daran wollen ja viele nicht glauben ... weil es weh tun kann ... egal zu sein ...

    darum auch Deine Frage: Wo ist da der Sinn?

    der Sinn, als Betäubung ...

    alles Liebe Dir! :kiss4:
    Sororcula
     
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  6. carrie24

    carrie24 Aktives Mitglied

    Registriert seit:
    24. August 2005
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    636
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    Hallo miteinander :winken5:
    Also das ist schon eine traurige Geschichte. Und ich kann den Gedankengang von Metalheart auch verstehen. Wir heutzutage würden das so nicht hinnehmen, würden bei keinem Mann bleiben, der uns so behandelt. Aber denk doch mal, die Frau ist jetzt 70 Jahre alt, schreibst du, das ist eine ganz andere Generation als wir es heute sind. Sowas wie Scheidung durfte es nicht geben. Schließlich hat man vor Gott versprochen, "in guten wie in schlechten Tagen" und "bis daß der Tod uns scheidet". Tja, und an das wird sich eben auch gehalten. Es war damals eine andere Zeit als heute, der Mann hatte mehr zu sagen als die Frau. Und als Frau mußtest du die Klappe halten. So, wie sie es nun macht und ihr ganzen Leben lang gemacht hat.
    Ich weiß nicht, welche Zeit besser war. Sicher, heute geht es den Frauen besser, aber denken wir nicht auch ein wenig zu egoistisch? Jeder ist so sehr mit sich selbst beschäftigt, daß für andere keine Zeit mehr bleibt. Diese Frau dagegen sieht die Sorgen und Nöte von anderen, und auch wenn sie keine Dankbarkeit bekommt, sie bleibt auf ihrem Weg. Und das finde ich bewundernswert. Vielleicht erwartet sie ja auch gar keine Dankbarkeit, nicht mehr. Wenn du immer auf Dankbarkeit oder irgendwas anderes wartest, und es dann nicht bekommst, bist du ja nur noch enttäuscht. Vielleicht macht sie Dinge ohne eine Erwartung von anderen zu haben. Sie hilft, weil sie helfen möchte, weil sie das glücklich macht. Und ihr Glück, ihre Zufriedenheit dananch, langt ihr vielleicht schon.
     
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  7. Salaya Ayjanda Rii

    Salaya Ayjanda Rii Sehr aktives Mitglied

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    29. Januar 2003
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    11.448
    Ort:
    Zwischen Melk und St.Pölten
    es stimmt schon, was Du schreibst, dass ein Eheversprechen damals eingehalten wurde, weil die Frauen gar keine Möglichkeit gehabt haben, sich scheiden zu lassen.
    Ich habe viel Mitgefühl mit dieser Dame, aber deshalb, weil sie Gelegenheiten verpasst hat. Sie hat immer zwei Möglichkeiten gehabt, sich zu entscheiden. Sie hätte sich trennen können, nachdem die Kinder aus dem Gröbsten raus waren. Wer weiss - vielleicht lebt sie nur das, was wir auch sollten - bedingungslose Liebe - einen Menschen, so zu nehmen, wie er ist, ohne ihn ändern zu wollen. Auf alle Fälle schicke ich dieser unbekannten Frau viel Licht und Liebe.
     
  8. Karoma

    Karoma Mitglied

    Registriert seit:
    20. November 2004
    Beiträge:
    126
    Ort:
    Nähe Wien
    Hallo ihr Lieben

    Ich kann mich nur anschließen, da ich auch davon überzeugt bin, dass sich jeder sein Leben/Lehrgang selbst aussucht. So tragisch es auch sein mag.
    Das Zusehen oder Miterleben ist als Aussenstehender oft noch tragischer, als die Gefühle des Betroffenen.

    Auf den Mann der Dame beogen - ich kenne einige Damen in ähnlicher Situation, und sie möchten oft gar nicht wissen, dass sie die Wahl haben ihr Leben anders bzw. ohne ihren bösartigen Mann zu führen.
    Sie halten dieses Leben für "Normal"

    Da ich seit meinem ersten Lebensjahr Vollwaise bin, weiss ich trotz vieler "unangenhemer" Erfahrungen, dass man NICHT aus reiner Dankbarkeit eine Partnerschaft oder ein Abhängigkeitsverhältnis eingehen muss.

    Wichtig ist Ziele zu haben, Eintscheidungen zu treffen und die Verantwortung dafür zu übernehmen. Das schöne im Leben ist, man kann sich in jeder Sekunde neu entscheiden - .

    Ich glaube, die besagte Dame liebt ihren Mann bedingungslos.

    Alles Liebe
    Karoma
     
  9. Metalheart

    Metalheart Neues Mitglied

    Registriert seit:
    9. Juli 2005
    Beiträge:
    4
    Ort:
    Sehr südlich
    Erst mal herzlichen Dank für die vielen schönen Gedankenanstösse die ihr mir mit euren Beiträgen gegeben habt.

    Also ich selber kenne die Dame persönlich. Ihr jüngster Sohn ist der Patenonkel von meinem Sohn.

    Ich habe in meinem Beitrag nicht geschrieben, dass sie unglücklich ist. Denn selbst in schwierigen Situationen hatte sie immer ein Lächeln im Gesicht. Und ja, für sie ist dieses Ehegelübde bis das der Tod euch scheidet von großer Bedeutung.

    Oft hab ich sie auf Geburtstagsfeiern oder sonstigen Begebenheiten erleben dürfen. Sie verstand es, uns allen ein Lächeln ins Gesicht zu zaubern.

    Was mich jetzt so völlig aus der Bahn geworfen hat, ist einfach, dass sie im Moment doch wohl eine der traurigsten Situationen des Lebens ausgeliefert ist. Der Tod eines geliebten Kindes, selbst wenn dieses Kind wie in diesem Fall bereits 43 Jahre alt ist, ist für eine Mutter wohl das schrecklichste was passieren kann. Andererseits, und auch darüber hab ich mir Gedanken gemacht. Die Tochter war schwer krank, und ihr Leben in den letzten Monaten nur mehr ein Leiden. Der Tod war wirklich in diesem Falle ein Erlösung für sie. Es war für die Mutter und das weiß ich aus Gesprächen, fast unterträglich ihre Tochter so leiden zu sehen. Dennoch, hat der Tod in diesem Augenblick dann einfach so etwas endgültiges.
     
  10. sarahuma

    sarahuma Neues Mitglied

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    Manche Menschen macht es glücklich, wen sie andere glücklich machen und ihnen helfen können :buegeln:
     
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