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Priming und Proteus-Effekt. Avatare in der psychologischen Forschung.

Dieses Thema im Forum "Psyche & Persönlichkeit" wurde erstellt von Elli, 30. Dezember 2009.

  1. Elli

    Elli Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    11. Januar 2006
    Beiträge:
    6.014
    Ort:
    im Wald
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    ...

    Ein interessanter Artikel. Aber für aufmerksame Menschen nichts wirklich Neues. Trotzdem interessant, es mal so zusammengefasst zu lesen.

    http://www.heise.de/tp/r4/artikel/31/31497/1.html

    Männer wählen mehrheitlich männliche Avatare, Frauen weibliche. Und wenns keine Figuren zu wählen gibt, dann werden zumeist die passenden Attribute gewählt. zB könnte ein Mann ein Motorrad wählen und eine Frau irgendwas mit Mode.

    Wenn genügend Freiraum bei der Avatarwahl besteht, drücken die meisten mit dem Avatar einen Aspekt ihrer Persönlichkeit aus, der im realen Leben zu kurz kommt. Kompensation. Auch wenn man es noch so gern wäre, kann man schliesslich nicht gut als König oder Raumschiffpilot ins Büro gehen.

    Interessant ist der existierende Umkehreffekt. Ein gewählter Avatar beeinflusst nachweislich den Avatarinhaber in seinem Verhalten. Menschen mit aggressiven Avataren verhalten sich zB auch aggressiver. Das bedeutet aber nicht, dass jemand, der zB den Avatar eines Serienmörders trägt, auch unbedingt in der Realität zum Amokläufer aufläuft. Aber wie die Geschichte lehrt, besteht auf jeden Fall ein Zusammenhang.
    Schätze das ist ähnlich wie mit den Drogen. Eigentlich jeder, der harte Drogen konsumiert, hat mit weichen angefangen. Aber nicht jeder, der weiche Drogen konsumiert, steigt auf harte um. Und so werden die meisten aggressiven Avatare nicht potenziellen Brutalos gehören, sondern wohl eher Leuten, die sich etwas mehr Durchsetzungsvermögen oder Dynamik wünschen. Oder - wie einige Forschungergebnisse meinen - sie schwimmen real grad auf einer Welle, die sie dann auch virtuell ausdrücken.

    Die bisherigen Forschungsergebnisse würd ich nur als erste Tendenzen betrachten. So interessant das Ganze auch ist, steht die Erforschung noch am Anfang. Ganz sicher ist aber, dass die Wahl eines Avatars IMMER psychologische Rückschlüsse auf den Wähler zulässt. Die Frage ist nur: Was für welche?

    Ich frag mich zB grad, was es zu bedeuten hat, dass einige Menschen ihre Avatare fast nie verändern und andere dafür öfter. Das könnte doch ganz verschiedene Gründe haben.

    :zauberer1


    Mehr Seiten zum Thema:
    http://www.uni-hamburg.de/fachbereiche-einrichtungen/medienpsychologie/avatar.html
    http://crx.sagepub.com/cgi/content/abstract/36/6/838
    http://www.healthgamesresearch.org/our-publications/research-briefs/the-proteus-effect
    http://www.zeit.de/2007/10/C-Rollenspiele
    http://idw-online.de/pages/de/news216159


     
  2. Sabbah

    Sabbah Sehr aktives Mitglied

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    17. Februar 2009
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    5.327
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    interessant, sex und gender bei der Wahl des Avatars, aber, dass der Avatar rückwirkt auf das Verhalten des Avatarinhabers, kann ich nicht so richtig nachvollziehen... wieso sollte ich weniger aggressiv schreiben, nur weil ich einen Spongebob als Avatar führe, der Avatar ist Ausdruck möglicher Aggressivität
     
  3. Elli

    Elli Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
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    Beiträge:
    6.014
    Ort:
    im Wald
    Wieso das so ist, muss noch rausgefunden werden. Aber mehrere Versuche haben die Tatsache jedenfalls ziemlich deutlich belegt.
     
  4. Sabbah

    Sabbah Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    17. Februar 2009
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    5.327
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    Wien
    jup, habs eben gelesen...die beziehen sich da aber auch oder in erster Linie auf Rollenspiele, das ist ja eigentlich ein bewusster Vorgang nämlich eine Rolle zu übernehmen, ich hab das mehr so verstanden dass der selbst gewählte Avatar ein bestimmtes Verhalten optimiert oder ausreizt
     
  5. Schooko

    Schooko Aktives Mitglied

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    21. Oktober 2008
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    Wenn ich mir einen Minirock anziehe agiere und fühle ich mich ja auch anders als mit einer Hose.
     
  6. Elli

    Elli Sehr aktives Mitglied

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    6.014
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    Das bringts schön auf den Punkt *ggg
     
  7. Frater 543

    Frater 543 Guest

    Hmmm, in irgendwelchen MMORPGs bevorzuge ich immer hübsche, weibliche und "böse" Charaktere. Finde diese Mischung einfach spannend...aber auch im RL. :D
     
  8. Selbstsein

    Selbstsein Mitglied

    Registriert seit:
    30. November 2009
    Beiträge:
    254
    Ort:
    Freie Aussicht - in sanftem Grün
    Würde für mich bedeuten:
    wenn ein "wie Innen, so Außen" bei der Wahl des Avatars gelten sollte,
    würde dann nach der Wahl eine Orientierung am nach Außen gezeigten stattfinden, was zu einem veränderten Innen werden kann?
    Nettes Ping-Pong.
     
  9. suenja

    suenja Guest

    Ein interessanter Aspekt,Elli...

    Wenn ich mir jedoch hier so manch einen Avatar anschaue,stelle ich fest,dass sehr wohl männliche User auch weibliche Avatare haben,oft auch wechseln und mit neuem Nick wieder erscheinen...
    Was wohl dieses Versteckspiel zu bedeuten hat?

    Naja wie dem auch sei,manch einer passt halt nicht in irgend ein Schema...und will es auch zum Ausdruck bringen.:rolleyes:

    Nur bringt dieses Versteckspiel unter der Tarnkappe überhaupt gar nichts,wenn man ihn schon am Schreibstil erkennt:D

    LG Suenja
     
  10. Cleopatra2000

    Cleopatra2000 Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    10. Februar 2008
    Beiträge:
    3.960
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    Weil sich vermutlich diejenigen sich auch nicht unbedingt mit dem Avatar identifizieren. Genausowenig wie die User, die ein Käferchen, ein Pferd oder ein Pokemon als Avatar haben, sich auch nicht zwangsläufig mit diesen identifizieren wollen.

    Ich mag Shakespeare. Deshalb wähle ich ihn gerne als Avatar. Einen anderen Grund gibt es nicht. Dennoch bin ich eine Frau und nicht im Entferntesten lesbisch veranlagt o.ä.:)

    Also da kann man wirklich keine gescheiten Rückschlüsse aus dieser Sache ziehen. Ist etwa genau so nichtssagend wie andere ähnliche vermeintlichen psychologischen Zusammenhänge.:)
     

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