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Praktische Einleitung zur Anwendung von Meditationstechniken

Dieses Thema im Forum "Meditation" wurde erstellt von lunatica, 17. August 2003.

  1. lunatica

    lunatica Guest

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    Hi,
    habe gerade diesen ewig langen threat von Sam zum Thema Meditationstechniken gelesen, um ehrlich zu sein überflogen. Mir sind einige Techniken bekannt und ich habe auch schon seit eingigen Jahren
    Erfahrung mit Meditation, aber ganz ehrlich nach all diesen Beschreibung war auch mir ganz schwindelig. Wie sich wohl jemand fühlen mag, der keine Erfahrung hat und das alles liest....
    Ich bin da eher pragmatisch. Bei A Anfangen dann nach B..... und solange bis man wirklich Erfahrung gemacht hat. Warum soviel Theorie?
    Praktische Hinweise finde ich, und das ist auch meine Erfahrung mit "Anfängern", viel wichtiger. z.B. wie gestalte ich das Umfeld, damit ich erstmal Ruhe finden kann. Stell ich einen Fokus auf, eine Kerze, ein Bild. Wie sitze ich gerade, welche Übungen kann ich machen, damit mein Körper sich ein wenig entspannt. Wer hat schon die Anlage in unserer Gesellschaft sofort im Lotussitz ohne Schmerzen sitzen zu können?
    Ohne geraden Rücken ist der Energiefluß blockiert und man kann vermeintliche Visionen haben, und man meint sich der Erleuchtung so nahe :))
    Von diesen Dingen habe ich bei all den theoretischen Anweisungen nix gefunden lieber Sam, hab ich es übersehen? Meine Ansicht: Die Einleitung fehlt - liebe Grüße
    lunatica
     
  2. Lady Nada

    Lady Nada Neues Mitglied

    Registriert seit:
    30. Oktober 2002
    Beiträge:
    352
    Hi Lunatica,


    Meine Meinung: Meditation kann stattfinden wann immer Du willst. In der U-bahn, am Sofa, am Clo..Meditation sollte immer stattfinden.
    Dh. immer "Bewußtsein".
    Natürlich bin auch ich noch nicht so weit in jeder Sekunde wirklich 100% bewußt zu sein. Doch auch das ist für mich OK. Denn man sollte jeden Moment im Leben akzeptieren.
    Ich "meditiere" am liebsten liegend am Sofa oder im Bett.
    Auch dann wenn mir Dir Katze auf den Brustkorb springt - ich akzeptiere es. Man sollte jeden Moment im Leben akzeptieren.
    Du brauchst keine Kerze, kein besonderes Licht.
    Laß es einfach fliessen...
    Vielleicht kann Dir sam noch hilfreichere Methoden zu Gemüte führen. Ich für mich, brauche kein Ritual, keine Kerze, oder gar den Vollmond...verstehst Du? Zwinge Dich zu nichts.
    Auch wenn Du unbewußt bist, es ist ok. Akzeptiere Deine Unbewußtheit....sam korrigiere mich, falls ich mich falsch ausdrücke....

    liebe Grüsse
     
  3. lunatica

    lunatica Guest

    Hi,
    klar Meditation in Action :)
    aber dafür brauchst du auch keine Technik, oder?
    looni Grüße:D
     
  4. Lady Nada

    Lady Nada Neues Mitglied

    Registriert seit:
    30. Oktober 2002
    Beiträge:
    352
    Nein keine Technik...ich schau einfach was passiert wenn ich in der Stille bin...schau jedes Gefühl, jeden Gedanken an, es ist wie im Kino...Du bist Zuschauer vom dem was im Aussen geschieht...
     
  5. sam°

    sam° Mitglied

    Registriert seit:
    9. Mai 2003
    Beiträge:
    500
    ... und von dem was im Innen geschieht ....


    Hallo Lady Nada,

    :)

    Besonders gut hat mir ja die Katze am Brustkorb gefallen ... *kicher*


    Alles Liebe Dir
    sam

    :katze:
     
  6. sam°

    sam° Mitglied

    Registriert seit:
    9. Mai 2003
    Beiträge:
    500
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    Hallo Lunatica,

    die praktische Erfahrung kannst Du nur bekommen, indem Du meditierst und dazu sind meine vorgeschlagenen Meditationstechniken da. Dafür, dass Du aus der Theorie Praxis machen kannst, wenn Du das willst.

    Du hast vollkommen recht, dass es zu Beginn leichter ist, wenn das Umfeld stimmt. Also, dass Du beispielsweise zu Beginn eher einen ruhigen Platz und nicht gleich die Diskothek auswählst ...

    Eine Kerze oder ein Bild sind in einer Meditationstechnik kein Fokus. Einen Fokus braucht man nur für Konzentration, nicht aber für Meditation. Hier ist ein Gegenstand quasi ein Erinnerungsinstrument dafür, dass Du wieder mit Deinen Gedanken mitgewandert bist, Du zu Deinen Gedanken geworden bist, Dich mit Deinen Gedanken identifiziert hast, anstatt sie einfach nur zu beobachten.

    Eine aufrechte Körperhaltung, sodass die Energie gut fliesst, kann auch hilfreich sein. Wenn jedoch nur die Menschen meditieren würden, die den Lotussitz beherrschen, dann würde es nicht viele geben ... ich kann ihn jedenfalls nicht.


    "Bei A Anfangen dann nach B ..."
    Du hast schon öfters von der Wichtigkeit der Reihenfolge und einer Einleitung geschrieben. Wie hast Du Dich vorbereitet? Was ist Deiner Ansicht nach anfangs wichtig zu beachten? Was ist A und was ist B?


    Alles Liebe Dir
    sam
     
  7. sam°

    sam° Mitglied

    Registriert seit:
    9. Mai 2003
    Beiträge:
    500
    Aufgrund der Anregungen und Anfragen - eine kurze Einführung und Zusammenfassung (kommt daher teilweise vielleicht manchen von Euch schon bekannt vor ;) ) in die Meditation:


    Meditation ist für uns Menschen nichts neues. Wir kommen damit auf die Welt. Der Verstand ist etwas neues, dass erst später hinzugefügt wird. Meditation ist unser Wesen. Meditation ist unser eigentliches Sein.


    Meditationstechniken sind ein Hilfsmittel, um uns wieder an dieses einfache Sein im Augenblick zu erinnern.

    Meditationstechniken sind hilfreich, aber sie sind nicht Meditation.

    Irgendwann wirst Du zum Betrachter. Plötzlich eines schönen Tages, wird sich die Meditationstechnik abspielen, ohne dass Du damit identifiziert bist (weder mit Körper, Gedanken, Gefühlen noch mit der Technik). Du sitzt still dahinter, Du schaust ihr nur zu.

    An dem Tag ist Meditation eingetreten.


    Meditation ist ein einfacher, aber tiefer Zustand des Zuschauens und Akzeptierens, so wie wir sind. Ein unvoreingenommenes, nicht identifiziertes Beobachten - des Körpers, der Gedanken, der Gefühle.

    Mit Hilfe von Meditationstechniken wirst Du zunächst nur Momente - ein kurzes Aufleuchten - von Meditation erfahren, dann fällst Du wieder raus und Du bist unverändert. Wenn Du dran bleibst, werden die Momente immer öfter und länger kommen. Am Ende kannst Du 24 Stunden am Tag in Meditation sein, während Du aussen ein erfülltes "Alltagsleben" lebst, wenn Du möchtest.


    Reihenfolge zur Bewußtheit:

    Der erste Schritt zur Bewußtheit ist, sehr genau auf deinen Köper zu achten, dir ganz allmählich jeder Geste, jeder Bewegung bewußt zu werden.

    Es gibt eine sehr schöne Geschichte dazu, die über Buddha erzählt wird, und die geht circa so:

    Buddha war im Gespräch mit seinen Schülern. Da setzte sich ein Fliege auf seine Wange (und kitzelte ihn vermutlich furchtbar). Er war so in das Gespräch vertieft, dass er die Fliege mit einer unbewußten Handbewegung wegscheuchte.
    Dann wurde ihm bewußt, was er getan hatte. er entschuldigte sich bei seinen Schülern und machte eine Handbewegung, wie wenn er eine Fliege, die auf seiner Wange säße, verscheuchen würde. Seine Schüler wunderten sich und fragte, was das zu bedeuten habe. Buddha antwortete: Ich war unaufmerksam und habe die Fliege unbewußt verscheucht. Das war unfreundlich gegenüber der Fliege und der ganzen Existenz. Jetzt habe ich es nochmal mit vollem Bewußtsein gemacht.

    Danach fang an, dir deiner Gedanken bewußt zu werden. Sie sind subtiler als der Körper. Der Verstand plappert ohne Pause vor sich hin. Aber die bloße Tatsache, dass du alles beobachtes, verändert es - es gibt Momente der Stille.

    Die feinste Schicht sind die Gefühle.
    Um sich seiner Gefühle, Emotionen und Stimmungen bewußt zu werden, kann beispielsweise die Meditationstechnik des dreimaligen Wahrnehmens probiert werden.

    Sind diese drei in Harmonie, so kann das Vierte passieren.
    Dieses Vierte ist die höchste Bewußtheit, die Dich erleuchten lässt.


    Meditation ist Bewußtsein. Es ist jetzt, in diesem Augenblick erreichbar - nur unser Verstand, die ewig kreisenden Gedanken, unser Denken verhindern es. Meditationstechniken können diese Kluft überbrücken. Mit Hilfe von Meditationsmethoden kann der Verstand überlistet werden (wenn Du Dich nicht zu sehr dagegen wehrst).

    Deshalb sind Meditationsmethoden sehr simpel. Für den Verstand haben einfache Dinge keinen Reiz. Der Verstand und das Ego lieben schwierige Herausforderungen, wo sie ihre "Brillianz" beweisen können.

    Wähle eine Meditationstechnik aus, die Dir gefällt, die Dich lockt. Versuche die Technik wirklich zu verstehen, ehe Du sie ausprobierst.

    Dann probiere die Technik mindestens drei Tage aus, und wenn sie sich richtig anfühlt, dann mach weiter und geh tiefer.

    Bei der richtigen Methode macht es "klick", sobald Du darauf gestossen bist. Irgendetwas explodiert in Dir und Du weißt, dass das die richtige Methode für Dich ist. Wenn die Technik nicht die Richtige für Dich ist, dann passiert nichts. Dann kannst Du das ganze Leben damit weitermachen, ohne dass etwas passieren wird, ohne dass Du damit Meditation erfahren wirst.

    Sobald Du in Meditation bist, lass die Methode fallen. Sie ist nur ein Hilfsmittel.

    Es wird einige Zeit ein Wechselspiel sein; zwischen Bewußtheit - in nächsten Moment suchst Du wieder danach, dann verwende wieder die Technik - und fast völligem Vergessen von Meditation und Technik. Sobald Du angekommen bist, Du bewußt bist, lass augenblicklich die Methode fallen, sonst wird sie ein Hindernis für Meditation.


    Noch ein paar Tipps für Anfänger:

    Zu Beginn ist es leichter, wenn Du in einer ruhigen Atmosphäre meditierst (also Handy abschalten, nicht gerade beginnen, wenn die Oma zu Besuch kommt etc.)

    Du kannst zu Hause einen eigenen Platz zum meditieren schaffen, der von der stillen Energie immer mehr angereichert wird. Oder Dich an schönen Spätsommertagen unter Deinen Lieblingsbaum setzen. Meditation fällt anfangs leichter in der Natur, wo die Energie natürlich fließt, als in einem Supermarkt oder im Kino.

    Die Stellung sollte bequem sein. Sitzen (am Stuhl, am Boden, am Sofa), liegen (nur, wenn Du nicht sehr müde bist, sonst wirst Du einschlafen) oder auch gehen, tanzen, laufen, schwimmen etc. Mach es Dir bequem, denn wenn Du Dich in Deinem Körper nicht wohlfühlst, dann kannst Du nicht zu den tieferen Schichten Deines Seins vordringen - Deine Gedanken werden ständig um den schmerzenden Körper (-teil) kreisen.



    .... to be continued


    :blume:
     
  8. sam°

    sam° Mitglied

    Registriert seit:
    9. Mai 2003
    Beiträge:
    500
    Beginne da, wo das Anfangen leicht ist.

    Wenn wir uns ganz ruhig hinsetzen und nur die Gedanken beobachten, dann nehmen wir - durch die äussere, körperliche Ruheposition - die innerer Unruhe (die wie wahnsinnig kreisenden Gedanken) sehr stark wahr.

    Deshalb ist es anfangs leichter, wenn Du zuerst Deiner äusseren, körperlichen Unruhe Luft machst.

    Du kannst beispielsweise wild tanzen, Dich wie wahnsinnig schütteln, laufen, springen, .... um so Deinem äusseren Wahnsinn zunächst Luft machen. Danach ist der Kontrast zur absoluten - inneren und äusseren - Ruhe grösser. Du wirst die Ruhe intensiver wahrnehmen.

    Zudem sind alle Gedanken, Stimmungen etc. mit körperlichen Spannungszuständen verbunden. Wenn Du ängstlich bist, ziehst Du beispielsweise die Schultern hoch etc.

    Wenn Du viele Dinge in Dir unterdrückt hast, dann wird auch Dein Körper entsprechend stark verspannt sein.
    Jeder verbotene und sanktionierte kleine Wutausbruch als Kind führt einen Schritt weiter zur Unterdrückung und Verspannung.

    Werfe diese Dinge raus. Schlage ein Kissen, lache, weine, tanze, laufe, schwimme, springen, ..... Aber mache diese Dinge total. Lass den immer berechnenden Verstand beiseite, sonst wird es nicht total sein. Lass also als erstes den äusseren Wahnsinn raus.


    ... to be continued


    :jump3:
     
  9. sam°

    sam° Mitglied

    Registriert seit:
    9. Mai 2003
    Beiträge:
    500
    Jede Meditationstechnik enthält drei Grundelemente.
    Auch wenn sich die Methoden unterscheiden, so sind doch immer diese Grundelemente vorhanden.

    Das Erste ist ein entspannter Zustand.
    Kein Kampf gegen den Verstand, keine Kontrolle des Verstands, keine Konzentration

    Das Zweite ist ein einfaches, waches und bewusstes Zuschauen bei allem, was sich abspielt - ohne Einmischung - ein stilles betrachten.

    Und das Dritte ist keinerlei Urteil, keine Bewertung.
    Du brauchst nichts einzustufen, weder als gut noch als schlecht. Sobald Du etwas schlecht nennst, setzt schon die Verdrängung ein. Und alles was Du gut nennst, will Dein Verstand als Tarnung benutzen. Nimm einfach eine unbeteiligte Haltung ein.


    entspannt sein - - wach sein - - nicht urteilen


    :blume:
     
  10. fckw

    fckw Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    27. Juni 2003
    Beiträge:
    5.803
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    Das ist lustig: Da ich momentan so quasi in sowas wie in Ferien bin und ich gerne tanzen gehe, war ich also in letzter Zeit öfters in Diskotheken, vollgestopft mit Leuten und dröhnender Musik. Zweimal ist es mir jetzt passiert, dass inmitten aller Bewegung und Lautstärke um mich herum alles zu stocken begann und sich schliesslich gar nichts mehr bewegt. Ich habe dann das starke Gefühl, wie ein Kinobesucher auf eine Leinwand zu sehen, die eigentlich weiss und leer ist, und alles was sich um mich herum bewegt, bewegt sich nicht wirklich. Gerade weil so viel Bewegung herrscht, ist die in der Bewegung inhärente Stasis sehr stark herauszuspüren. Ich könnte schreien und hüpfen und Saltos machen, das ändert überhaupt nichts an der Sache.
    Der Moment dauert jeweils so lange, bis mich jemand anquatscht, dann verfliegt die Ruhe und ich bin wieder die übliche Ichperson.

    Aber ich würde eher Anfängern auch nicht empfehlen, in der Disko zu meditieren. Dorthin geht man schliesslich, um sich auszutoben ;)
     
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