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Polarisierung und Aufstellungsarbeit

Dieses Thema im Forum "Familienaufstellung" wurde erstellt von Gawyrd, 19. Oktober 2006.

  1. Gawyrd

    Gawyrd Guest

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    Im Anschluss an den jüngsten "Monsterthread" ist in mir die Frage entstanden, warum eigentlich Hellinger und die Aufstellungsarbeit derart polarisieren - in heftiges "Dafür" und "Dagegen" ?

    (Mir geht es da jetzt nicht um Bewertungen ! Allein der Vorwurf des Humbugs wäre meines Erachtens für die verursachte Aufregung kein Grund. Es gibt so manches, was von einigen als Humbug erlebt wird - und keinen Hund hinterm Ofen aufscheucht, keine Polarisierung auslöst.)

    Was mich interessiert - ist die Polarisierung ein Hinweis darauf, dass in der Aufstellungsarbeit selbst etwas noch am Reifen ist, dass da noch etwas fehlt ?

    Oder noch mehr verdichtet : Was kann "die Aufstellungsarbeit" aus der sie begleitenden Polarisierung lernen ?

    LG, Reinhard
     
  2. ChrisTina

    ChrisTina Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    30. Juli 2003
    Beiträge:
    4.988
    Ort:
    Im Himmelreich des Ortes, wo die Götter Schach spi
    Ich vermute, dass es Bert Hellinger an sich als Doppelbelichtung der eigenen Vaterfigur ist.
     
  3. GreenTara

    GreenTara Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    6. September 2003
    Beiträge:
    4.788
    Ort:
    Kassel
    Hallo Reinhard :)

    gute Frage... ich versuche mal, aus dem Bauch heraus zu schreiben, weshalb mich bestimmte Schilderungen oder auch Diskussionen so wütend machten und weshalb das heute anders ist.

    Nirgends ist die Verbindung zwischen Menschen so stark (für mich) wie innerhalb einer Familie. Mein Verhältnis zu meinem Sohn zeigt mir das in schöner Regelmäßigkeit.

    Ich bin bei der ersten Begegnung mit dem Thema hier innerlich die Barrikaden hochgegangen, weil ich die Stimmigkeit spürte, aber mich erbittert gewehrt habe, aus der Rollenverdrehung, die mich so prägte, auszusteigen. Die war immerhin vertraut. Während der zwei Jahre meiner Therapie passierte etliches in mir, und nach und nach gab ich meine Widerstände auf. Nach einer für mich sehr bewegenden Sitzung war plötzlich das "Begreifen" da. Mit dem Begreifen verschwand der Groll - und damit auch viel Empörung. Was ich zuvor als Zumutung empfand, war immer noch eine Zu-Mut-ung, aber ich erlebte sie anders. Ich war nicht mehr nur das Kind, dass wütete, weil es nicht mit Dingen zurechtkam, die ein Kind teilweise überfordern. Ich sah meine Bedürftigkeit und schämte mich ihrer nicht mehr. Ich fand es nicht mehr un-zu-mut-bar, über 40 Jahre alt zu sein und mich dennoch als Kind zu erleben. In mir war plötzlich viel Friede. Und aus diesem Frieden erwuchs Achtung - Achtung vor meinen Eltern.

    Mein Polarisieren hatte viel damit zu tun, dass ich meinte, man dürfe einem Menschen in einer Krise nichts zumuten, müsse ihn schonen. Mittlerweile habe ich erlebt, dass dieses Zumuten mich in meine Kraft gebracht hat (weiß nicht, wie ich das anders ausdrücken könnte).

    Mein bisheriges Wertgefüge brach teilweise zusammen, teils löste es sich einfach auf. Das war verunsichernd und es war manchmal schwer, diese Verunsicherung zuzulassen und auszuhalten. Ich schätze, ich habe innerlich "gewusst", dass der Weg nicht ohne Steine ist, aber nicht sehen wollen / können, dass kein Weg schnurgerade verläuft.

    Es ist nur eine Vermutung, aber ich schätze, dass auch andere spüren, welches Veränderungspotential in Hellingers Methode liegt - und entsprechend hoch ist die Abwehr. Für mich hat sich die "Binsenweisheit" bewahrheitet, dass da, wo viel Widerstand und Angst sind, der Weg ist, wo es lang geht.

    Liebe Grüße
    Rita
     
  4. Alexus

    Alexus Guest

    Ich bin weder für, noch dagegen, daher kann ich Dir leider nichts dazu sagen...
     
  5. pluto

    pluto Aktives Mitglied

    Registriert seit:
    21. Dezember 2004
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    Hallo Reinhard,

    darüber habe ich mir auch schon Gedanken gemacht (nicht erst jetzt, ist schon länger her). Es muss am Thema der Familie liegen. Hier sind die Menschen scheinbar derart verwundet und dadurch natürlich wieder verwundbar, dass sie mit dem ganzen "Schrott", den sie einst erlebt haben, nicht mehr konfrontiert werden möchten.

    Nach meinen Recherchen wurden wir als Kinder viel zu oft verletzt und anderen Traumen ausgesetzt. Und dann kommt einer wie Hellinger daher und sagt: Ehre deinen Vater und deine Mutter. Er sagt praktisch das Gegenteil von dem, was die Menschen in sich fühlen. Und da ist keine Liebe für ihre Eltern, nein nur Hass und Verachtung.

    Dann kommen noch die aktuellen Familienstreitigkeiten hinzu. Wie heißt es so schön: "Das alte muss man ruhen lassen. Dann geht es vorüber." Oder anders: "Schwamm drüber."

    Angst macht Menschen zu Mördern. Nicht direkt, eher indirekt (z.B. Rufmord). Man braucht sich nur umzuschauen, wo es überall Streit gibt.

    Herr Hellinger hat mit dem, was er herausgefunden hat, vor allem über Opfer und Täter, in ein Wespennest gelangt und viel zu viele aufgescheucht, die eigentlich das, was ihre Vorfahren getan haben, ungeschehen machen wollen indem sie sich davon abspalten. Damit ist der Weg frei für neue Taten, im Sinne von: Ich bin der Gute.

    Vielleicht hat es auch einfach mit dem Gutsein der Menschen zu tun und Hellinger bringt dieses gehörig ins Schwanken.

    Was denkst du, sind die Ursachen, solcher Hetzkampagnen gegen Herrn Hellinger?

    Liebe Grüße pluto
     
  6. pluto

    pluto Aktives Mitglied

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    Hallo ChrisTina,

    Das kann ich ähnlich bestätigen. Es ist leichter ein Kind zu sein (und entsprechend herumzuschreien und zu benehmen), als sich der damaligen Wunden anzunehmen und erwachsen zu werden. Auch ein Grund dagegen vorzugehen.

    Liebe Grüße pluto
     
  7. Gawyrd

    Gawyrd Guest

    Liebe Pluto,

    Dazu steht im Moderatoren-Thread schon einiges (zB. von Jake) - mir geht es hier darum, was man daraus lernen und gewinnen kann.

    Die bisherigen Antworten sind sehr berührend und bereichernd - DANKE !!!

    Liebe Grüße, Reinhard
     
  8. Gawyrd

    Gawyrd Guest

    Ach ja - entschuldige, ich spüre der Frage natürlich auch nach. Da ist noch nichts da. Den Ansatz, der Ambivalenz in sich selbst nachzugehen und wie ich selbst die Polarisierung (in mir und aussen) erlebe und erlebt habe - das ist eine gute Anregung !

    LG, Reinhard
     
  9. Alexus

    Alexus Guest

    Generell würde ich sagen, steckt hinter jeder Hetzkampagne ANGST. Oder was meint Ihr?
     
  10. FIST

    FIST Neues Mitglied

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    Schalom Walter R.

    ich denke, zuerst kommt die Polarisierung natürlich aus der Popularitt von Hellinger... da hat primär nichts mit seiner Person und seiner Theorie zu tun, sondern einfach dass er eine Person des öffentlichen Lebens ist. Jede Person die in der Öffentlichkeit steht trennt Meinungen, sie das nun Michel Friedmann, Stefan Raab, Robbie Williams oder die Queen von England...

    Dann kommt die Polarisierung sicher auch davon, dass Hellinger gerne Absolut abenützt : er sagt so ist es, also ist es so, daran gibt es nicht zu rütteln usw... das kann auf einige Menschen sehr Stark wirken, auf andere aber auch blos Arrogant...kommen diese Absoluta mit dem Heiklen Thema Pyschologie zusammen und taucht im Hintergrund noch, egal in welchem Zuammenhang das Wort Hitler auf, und dann wird noch ein wenig Esoterik gemunkelt und schon hat man eine Polarisation... Sowohl Absoluta, wie Hitler und die Esoterik sind Themen die kaum sachlich diskutiert werden, sondern man hat eine MEinung dazu und ist von diesen Meinungen natürlich tief überzeugt...

    mfg

    FIST
     

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