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Placebo - Wirksam ohne Wirkstoff

Dieses Thema im Forum "Gesundheit allgemein" wurde erstellt von JeaDiama, 30. August 2005.

  1. JeaDiama

    JeaDiama Guest

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    Placebo - Wirksam ohne Wirkstoff


    Melanie Iris Zimmermann, Apothekerin


    Was ist ein Placebo?

    Placebos sind Medikamente ohne Wirkstoff, die trotzdem eine Heilung hervorrufen können. Sie enthalten nur Füllstoffe wie Milchzucker und Stärke. Der erzielte Effekt wird Placebo-Effekt genannt (nach dem lateinischen Ausdruck placebo, wörtlich: Es wird mir gefallen).

    Was genau die Wirkung eines Placebos ausmacht, ist nicht bekannt; vermutlich sind es die Selbstheilungskräfte des Körpers, die wiederum durch den Glauben an das Medikament hervorgerufen werden.



    Wie werden Placebos in der Medizin eingesetzt?

    Um die Wirksamkeit eines neuen Medikaments bewerten zu können, wird seine Wirkung mit der bisherigen Standardtherapie verglichen. Wo es keine Standardtherapie gibt, wird das neue Präparat gegen Placebos getestet. Einer Patientengruppe wird das echte Medikament verabreicht, der anderen Gruppe das Scheinmedikament. Ein Medikament wird erst dann als wirksam eingestuft, wenn es die Wirkung des Placebos deutlich übertrifft. Das Placebo muss in Form, Farbe und Geschmack dem richtigen Medikament gleichen.

    Der Arzt kann Placebos aber auch bei leichten oder nicht lebensbedrohlichen Beschwerden zur Therapie einsetzen. Das kann z.B. dann sinnvoll sein, wenn die Ursache höchstwahrscheinlich psychisch bedingt ist oder ein "richtiges" Medikament aus medizinischen Gründen nicht geeignet ist. Ein Beispiel sind Schlafschwierigkeiten bei alten Menschen. Einerseits verarbeitet diese Patientengruppe Medikamente anders als jüngere Menschen, sodass mehr Risiken und Nebenwirkungen möglich sind. Andererseits müssen betagte Patienten bereits häufig viele Medikamente einnehmen, die mit Schlafmitteln negative Wechselwirkungen eingehen können. Placebos können hier eine gute Alternative sein.



    Fakten zur Verstärkung des Placebo-Effekts

    Es gibt Wirkungen von Placebos, die kurios klingen, aber tatsächlich vorkommen: Sehr kleine und sehr große Tabletten wirken besser als mittelgroße. Rote Tabletten helfen besser als weiße. Spritzen wirken besser als Tabletten. Wenn die Spritzen von Ärzten gesetzt sind, zeigen sie zudem mehr Wirkung als die von Krankenschwestern verabreichten.

    Wissen die Ärzte, welche Patienten das Placebo erhalten, ist es in dieser Gruppe weniger wirksam. Daher werden Versuche meistens als "Doppelblindstudien" angelegt. Hier wissen weder Patienten noch Ärzte wer das echte Medikament erhält.

    Je wichtiger der Name des Präparats klingt und je komplizierter die Anweisungen sind, desto größer ist der Heilerfolg. Die Ansprechrate lässt sich dadurch von 20 Prozent bis auf 70 Prozent steigern. Da sich die Homöopathie lateinischer Namen bedient und aufwändige Therapiepläne aufstellt, vermuten Gegner dieser alternativen Heilmethode gerne den Placebo-Effekt hinter ihren Heilerfolgen. Auch Nebenwirkungen treten unter der Einnahme von Placebos auf, darunter Kopfschmerzen, Müdigkeit, Benommenheit, Verstopfungen, Erbrechen und Hautausschläge.



    Welche Umstände tragen noch zum Placebo-Effekt bei?

    Auch ohne medizinische Betreuung treten häufig Spontanheilungen auf. Viele Patienten suchen den Arzt erst am Höhepunkt ihrer Beschwerden auf. Zu diesem Zeitpunkt ist die Wahrscheinlichkeit, dass die Beschwerden nachlassen, schon rein statistisch gesehen größer als vorher.

    Studien, die in verschiedenen Ländern durchgeführt wurden, zeigen außerdem, dass es sozialkulturell bedingte große Schwankungen des Placebo-Effekts gibt. Auch in dieser Kulturabhängigkeit könnte ein Grund für die guten Ergebnisse mancher Heilpflanzenmedikamente in Asien oder Südamerika liegen, deren messbare Erfolge in den westlichen Industriestaaten zu wünschen übrig lässt.

    Begleitende Maßnahmen wie Stressreduktion oder eine Diät stärken ebenfalls den Heilerfolg.



    Bei welchen Krankheiten wirken Placebos?

    Grundsätzlich können Placebos bei allen Krankheiten eine Wirkung zeigen. Sollten Sie also eine neue Diät oder eine Wunderpille ausprobieren, dann ist es nicht ausgeschlossen, dass diese Methoden auch Wirkung zeigen: Schon rein statistisch betrachtet zeigen die meisten Placebos eine Wirksamkeit von mindestens 20 Prozent.

    Den Grund dafür nennt bereits ein biblischer Spruch: Der Glaube kann Berge versetzen.


    Aktualisierung 07.06.2005



    Quelle:
    http://www.netdoktor.de/medikamente/fakta/placebo.htm


    ______________________________________


    Glaube nicht einfach an alles, nur weil du es gehört hast.
    Glaube nicht einfach an alles, nur weil man darüber spricht und redet.
    Glaube nicht einfach an alles, nur weil es in deinen religiösen Büchern geschrieben steht.
    Glaube nicht einfach an alles, nur weil es die Autorität deiner Lehrer und Eltern fordert.
    Glaube nicht einfach an alles, nur weil die Tradition es über Generationen hin gebietet.
    Falls du aber nach genauer Beobachtung und Analyse erkennst, daß es vernünftig ist und dem Guten wie dem Wohlergehen des Einzelnen und aller dient, dann akzeptiere es und lebe strikt danach.

    Pâli-Kanon Pâli



    Glaube nichts auf bloßes Hörensagen hin;
    glaube nicht an Überlieferungen, weil sie alt sind.

    Buddha



    Aberglaube ist der abweichende Glauben der Anderen.
    Somit ist jeder Glaube Aberglaube und Glaube zugleich.

    Raimond Gatter



    Der Glaube ist ein besserer Ratgeber als die Vernunft. Die Vernunft hat Grenzen, der Glaube keine.

    Blaise Pascal



    …dieser glaubt doch, etwas zu wissen, was er nicht weiß, ich aber, der ich nichts weiß, glaube auch nicht zu wissen. Ich scheine doch wenigstens um ein Kleines weiser zu sein als dieser, weil ich, was ich nicht weiß, auch nicht zu wissen glaube…

    Plato


    __________________________________________________________

    Man sollte sich nur immer im klaren sein, ob das, woran man glaubt, auch zum eigenen und aller Besten ist.

    MfG
    Jea
     
  2. Alia

    Alia Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    2. April 2003
    Beiträge:
    4.583
    Ort:
    WestfALIA
    Placebos habe ich keine Erfahrung, obwohl ich schon oft von ihnen gehört habe.
    Nur: Auch Placebos sind Grenzen gesetzt. Nicht überall können sie wirken,- nicht eingesetzt werden. Aber zumindest bei den Fällen, die Psychosomatisch bedingt sind. Da wirken sie auf "wundersame" Weise. - UNSER Denken kann somit BERGE Versetzen.
    So sehe ich es. Durch die Einnahme der Placebos wird dem Gehirn bewusst suggeriert, dass nun Maßnahmen zur Heilung ergriffen werden. Dadurch setzen sich die "hausinternen Botenstoffe" in Bewegung (Körperabwehr), die dann das Nötige tun.
    Durch OAM weiß ich, dass ALLES in Allem enthalten ist. Auch unser Körper ist so ein "WUNDER", welches sich in bestimmten Maße "selbst generieren" kann.
    Manchmal hilft ein anderes "Wundermittel", welches "Homöopathie" genannt wird. "MANCHE" schreiben diesem "Mittel" einen ebensolchen Placeboeffekt zu. Ist es aber nicht (siehe Hahnemann-Biographie). In der Homöopathie ist durch potenzieren noch ein UR-Sprungsmittel enthalten, welches durch das "Verschütteln" seinen wahren Wert erhält.
    Erst vor einer Woche hat es mir geholfen, wo normale Medikamente keine,- oder nur begrenzte Wirkung zeigten.
    Warum sollten wir unseren Körper mit "Unnötigen" vollstopfen, wenn es auch auf "solche Art" geht.
    IO Mondo Finestra
    ALiA
     
  3. Alia

    Alia Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    2. April 2003
    Beiträge:
    4.583
    Ort:
    WestfALIA
    ...... nicht den "Falschen Propheten", der kommen werden und alles, was WAHRheit ist mit Lüge behaftet.
    Glaube nicht an den Unwissenden, der schlichtweg sagt: So geht das nicht. Alles Humbuk.
    Glaube nicht, der sein Leben auf einner "LÜGE" baut und der dich in eine Falsche Richtung drängt.
    Weiß es einfach besser, indem du "diesen" Weg gehst.
    IO Mondo Finestra
    ALiA
     
  4. JeaDiama

    JeaDiama Guest

    Hallo Alia!

    Im Großen und Ganzen hast du das Wesen des Placebo richtig verstanden. :daisy:
    Es richtet sich alles nach dem Glauben. Doch der Glaube ist ein Produkt unserer Erfahrungen, d.h. du kannst ihn manchmal nicht bewußt steuern, da eine Menge Faktoren aus deiner Erziehung und Erlebnisse evtl. unbewußt dagegensteuern :

    Ausser den gewaltsamen Eingriff in den Organismus, ist alles andere doch Placebo. Wenn man dir aber ein Hammer-Pharma-Produkt unterjubelt, kann die Situation schon mal anders ausgehen. Solche Produkte haben aber auch in der Regel mehr Nebenwirkungen, als die gewollte Wirkung je herhalten könnte.
    Und warum reagiert der Körper dann mit Nebenwirkungen? Warum lehnt er diese Mittel ab?

    MfG
    Jea
     
  5. JeaDiama

    JeaDiama Guest

    Hallo Alia!


    Tuen wir doch unser ganzes Leben lang nichts anderes, als in 95 % aller Fälle ohne eigene Erfahrungen anderen glauben, gell?
    Man kann im Leben nicht in jeder Hinsicht eigene Erfahrungen einholen. In Zeiten der Informationsflut wäre unser Gehirn damit nicht gerade einverstanden :daisy: .
    Was bleibt also übrig? Vertrauen. Vertrauen, dass man uns die wahren Informationen mitteilt. Vernünftig die Informationen, die uns erreichen theoretisch auf ihren Wahrheitsgehalt überprüfen. Doch genau wissen? Nein, genau erfahren, ob sie wirklich stimmen, können wir nicht alles.
    Wenn ein Physiker sagt: "Ein schwarzes Loch frißt Energie." Dann können wir dies bestimmt nicht überprüfen. Wir können aber diese Information vernünftig und theoretisch auf ihren Wahrheitsgehalt überprüfen und den Rest anschließend dem Wissenschaftler vertrauensvoll abnehmen.
    Daher schleichen sich ja auch sehr viele Ideologien ungeprüft oder unvernünftig an uns heran und ehe man sich dessen bewußt wird, sitzt schon eine Falschaussage im Getriebe.
    Die Devise sollte heißen: "Glaube der vertraunswürdigen Quelle, die keinen Schaden damit anrichtet."
    Das ist nicht einfach, wie man manchmal beobachten kann :daisy: .

    MfG
    Jea
     
  6. JeaDiama

    JeaDiama Guest

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    PLACEBO-EFFEKT

    Scheinmedikamente aktivieren Endorphine

    Lange Zeit galt er als eine Art umgekehrte Hypochondrie, eingebildete Gesundheit gewissermaßen: der Placebo-Effekt. Jetzt haben Forscher erstmals gezeigt, wie genau Scheinmedikamente Schmerz lindern.

    University of Illinois at Chicago
    Hirnscan: Körpereigene Schmerzmittel sichtbar gemacht
    Der Glaube und die Erwartung, ein schmerzlinderndes Mittel zu bekommen, animiert das Gehirn zur Produktion körpereigener Schmerzmittel, so genannter Endorphine. Diese setzen die Schmerzempfindlichkeit herab - auch dann, wenn gar kein zusätzlicher Wirkstoff verabreicht wird, berichten die Forscher um Jon-Kar Zubieta von der University of Michigan in Ann Arbour in der Fachzeitschrift "The Journal of Neuroscience" (Bd. 25, Nr. 34).

    Erst während der vergangenen Jahre konnten Wissenschaftler nachweisen, dass die aus vielen Berichten bekannte Wirkung eigentlich wirkstofffreier Medikamente durchaus eine körperliche Ursache hat: Die Placebo-Medikamente - unter anderem Scheinschmerzmittel - aktivieren nämlich dieselben Gehirnregionen wie die echten Wirkstoffe. Was in den aktivierten Hirnarealen der Getäuschten tatsächlich abläuft, war bislang aber unklar.

    Bereits in früheren Studien gab es jedoch Hinweise auf eine Beteiligung des so genannten Endorphinsystems: Als Reaktion auf Schmerzreize kann der Körper natürliche opiumähnliche Substanzen bilden, die an den Rezeptoren von Nervenzellen andocken und so die Weiterleitung des Schmerzreizes blockieren.

    Direkter Blick auf die Endrophinausschüttung

    Um diese These zu testen, erzeugten die Forscher bei den 14 gesunden Freiwilligen künstlich Schmerzen, indem sie ihnen eine Salzlösung in den Kiefermuskel spritzten. Nach einer gewissen Zeit erklärten die Wissenschaftler den Versuchspersonen, sie würden ein Schmerzmittel erhalten, verabreichten ihnen jedoch lediglich ein Scheinmedikament. Gleichzeitig scannten die Forscher die Gehirne der Testteilnehmer, wobei sie mit Hilfe einer speziell markierten Substanz direkt sehen konnten, ob und wo im Gehirn das Endorphinsystem der Probanden aktiv war.

    Kurz vor und während der Placebo-Gabe erhöhte sich die Endorphinausschüttung in vier für die Wahrnehmung und Verarbeitung von Schmerzen zuständigen Gehirnregionen. Gleichzeitig empfanden die Probanden deutlich weniger Schmerz. Je höher die Aktivität des Endorphinsystems dabei war, desto ausgeprägter war auch die Schmerzlinderung. "Diese Ergebnisse sind ein weiterer gravierender Schlag für die These, dass der Placebo-Effekt ein rein psychologisches Phänomen ist", kommentiert Studienleiter Zubieta.

    Wie ein Placebo dafür sorgt, dass Endorphine frei werden, ist aber weiterhin unklar: Ganz ohne die menschliche Psyche kommen die Modelle der Neurowissenschaftler auch weiterhin nicht aus. Denn wer nicht ans Scheinmedikament glaubt, bei dem wirkt es auch nicht.

    Quelle: http://www.spiegel.de/wissenschaft/mensch/0,1518,371110,00.html

    MfG
    Jea
     
  7. Allegrah

    Allegrah Guest

    Guten Morgen!

    Würden alle Menschen die Wirkweise des Glaubens (Placebo) kennen und verstehen, so gäbe es viiiieeel weniger religiösen Fanatismus auf dieser Welt.
    Denn nicht alles, was bei einigen wirkt, wirkt auch bei anderen, die an andere Dinge (Religionen) glauben.

    Frohes neues Jahr. :liebe1:
     
  8. Allegrah

    Allegrah Guest

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    P.S.:
    Placebo zeigt auch, dass durch blossem Glauben Realitäten ohne Wahrheit erschaffen werden können. Siehe: "Wirkung ohne Wirkstoff"!

    Buddha spricht von Leerheit, während der Geist durch Glauben sich daraus Realitäten erschafft.
     
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