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pfarrerinitiative in der katholischen kirche österreich

Dieses Thema im Forum "Religion & Spiritualität" wurde erstellt von magdalena, 18. September 2011.

  1. magdalena

    magdalena Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    25. Mai 2009
    Beiträge:
    14.115
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    hallo foris,

    ich erkenne in der argumentation, betreffend des zölibates und der unauflöslichkeit der ehe, krasse widersprüche.

    zitat:

    Kardinal Schönborn © ORF/ZIB 2
    Kardinal Schönborn setzt auf "Brücke des Gesprächs"
    (17.09.2011)

    Kardinal Christoph Schönborn setzt in der Debatte um Reformen in der katholischen Kirche auf Gespräche und das Miteinander - insbesondere mit den Mitgliedern der Pfarrer-Initiative.


    "Ich hoffe und vertraue auf die Brücke des Gesprächs, das hat immer noch am besten funktioniert. Durchs Reden kommen die Leute zusammen", sagte der Wiener Erzbischof am Freitag, 16. September 2011, in der ORF-Sendung "Zeit im Bild 2".

    „Wir haben ein sehr entschiedenes Reformkonzept“

    Er sei "durchaus offen dafür", sich die von der Pfarrer-Initiative vorgebrachten Punkte anzuschauen. Das gemeinsame Gebet um Reformen in der Kirche stelle ein gemeinsames Anliegen dar. "Wir haben auch ein sehr entschiedenes Reformkonzept", verwies Kardinal Schönborn auf den drei Jahren in der Erzdiözese Wien laufenden Reformprozess "Apostelgeschichte 2010"

    Die große Frage sei, welche Reformen "wirklich notwendig" und welche "zielführend" seien, sagte Kardinal Schönborn: "Da gibt es zweifellos große Unterschiede, und zwar nicht nur zwischen Rom und den Bischöfen einerseits und der Pfarrer-Initiative, sondern auch im Volk Gottes selbst und unter den Priestern." Die römisch-katholische Kirche müsse ihren Weg der Reform mit dem Papst gehen, betonte der Kardinal.

    Der Wiener Erzbischof kündigte für den Herbst ein weiteres Gespräch mit dem Vorstand der Pfarrer-Initiative an. "Dann sieht man, wie die nächsten Schritte weiter gehen." Aktuell gebe es aber keinen Grund für Konsequenzen: "Wenn es zu Handlungen kommt, die wirklich der katholischen Glaubenslehre deutlich widersprechen, dann kann es zu ernsten Konflikten kommen. Ich glaube aber nicht, dass wir so weit sind", unterstrich der Wiener Erzbischof.

    "Zölibat war Lebensform Jesu"

    Forderungen nach einer Änderung der Zulassungsbedingungen zum Priesteramt werde er nicht unterstützen. "Jeder kann nach Rom schreiben, aber ich werde mich ganz entschieden und aus tiefster Überzeugung weiterhin für den zölibatären Weg des römisch-katholischen Priesters einsetzen", so Kardinal Schönborn. Der Zölibat sei die Lebensform Jesu gewesen, argumentierte der Wiener Erzbischof. "Jesus hat bewusst und klar den Weg der Ehelosigkeit gewählt. Ich selbst habe den Weg freiwillig so gewählt und alle, die heute in der katholischen Kirche Priester werden, wählen es freiwillig."

    In der Frage des Umgangs mit Geschiednen Wiederverheirateten in der katholischen Kirche seien vor allem die Priester in den Pfarrgemeinden gefragt. Die Kirche könne die klare Worte Jesu von der Unauflöslichkeit der Ehe nicht aufheben ("Was Gott verbunden hat, das darf der Mensch nicht trennen"), betonte Kardinal Schönborn. Es gebe aber Wege, mit Situationen des Scheiterns umzugehen. "Dafür gibt es keine plakative Regel, aber sehr ganz persönliche Wege des seelsorglichen Umgehens mit solchen Situationen." Priester müssten in diesem Sinn ihre seelsorglichen Verantwortung selber wahrnehmen, sagte der Kardinal: "Aber immer unter dem Vorzeichen: der Schutz der Ehe ist ein so hohes Gut, dass die Schwelle dieses Gutes nicht zu leicht niedergerissen werden darf."

    zitat ende.

    wie kann das sein?

    wenn mensch sich freiwillig für die ehelosigkeit entscheidet, dann ist es seine eigene entscheidung.

    wenn sich mensch aber für die ehe entscheidet, dann ist es eine gottesentscheidung, die vom menschen nicht aufgehoben werden darf.

    ich weiß schon - das sakrament der ehe.....

    im grunde könnte es mir ja egal sein - bin nicht katholisch.

    nicht egal ist mir aber, welche argumentationen von menschen kritiklos hingenommen werden.

    das geschieht ja nicht nur in der katholischen kirche.

    übrigens habe ich die aussage schönborns, dass er sich die zulassung von frauen zum priesteramt einfach nicht vorstellen könne, in dem zitierten - von der erzdiezöse selbst veröffentlichtem interview - nicht gefunden.
     
  2. Sternenatemzug

    Sternenatemzug Sehr aktives Mitglied

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    11. November 2007
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    manche haben probleme:D
     
  3. SunnyAfternoon

    SunnyAfternoon Sehr aktives Mitglied

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    Jetzt eben nicht mehr.

    Die Anhänger der Pfarrerinitiative werde Gott sei Dank immer mehr, und das nicht nur in Ö....

    lg
    Sunny :)
     
  4. Urajup

    Urajup Sehr aktives Mitglied

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    Hallo Magdalena!

    Was soll man erwarten? Noch ist die kath. Kirche von der Struktur her der ehemaligen kommunistischen Partei sehr ähnlich: autoritär, reaktionär und reformfeindlich. Ändern wird sich von innen her nichts, denke eher, dass im Außen durch den Wegbruch vieler der Gläubigen sich da etwas tun wird. ("Wir sind Kirche") Das heißt, der Kirche werden ihre Schäflein so langsam davonlaufen, wenn sich nicht eine tolerantere Umstrukturierung abzeichnen sollte.

    Vielleicht wird sogar eine "Neue kath. Kirche" gegründet, mit der Zulassung von Frauenordination und gemeinsamen Abendmahl mit den Brüdern und Schwestern anderer christlichen Gemeinden? (Was heute noch streng verboten ist). Vielleicht fällt der Unfehlbarkeitsanspruch des Papstes? Vielleicht gibt es in der reformierten kath. Kirche gar keinen Papst mehr? Missbrauch von Kindern wird in der kath. Kirche in Zukunft streng geahndet?

    Auch der allmächtige kommunistische Partei sind vor zwanzig Jahren ihre "Kinderlein" davongelaufen und es hat ihr nur gut getan....:)


    LG
    Urajup
     
  5. SunnyAfternoon

    SunnyAfternoon Sehr aktives Mitglied

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    :thumbup:
     
  6. magdalena

    magdalena Sehr aktives Mitglied

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    ja - und das finde ich auch wunderschön, dass menschen aufstehen, und sich ungeachtet möglicher persönlicher nachteile, stark machen -

    für eine friedliche revolution von innen heraus.:)

    es bestätigt mir - es bewegt sich was.

    freue mich übrigens, dass du wieder da bist. :)
     
  7. Urajup

    Urajup Sehr aktives Mitglied

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    :kiss4:


    LG
    Juppi
     
  8. magdalena

    magdalena Sehr aktives Mitglied

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    14.115
    hallo urajup,

    hast mit allem recht.

    ich trete immer dafür ein, das kind nicht mit dem bad auszuschütten.

    auch am kommunismus war/ist nicht alles schlecht.

    in allen strukturen stecken puzzleteilchen, die richtig zusammengefügt, ein neues ganzes ergeben.

    das geht nur über eine kritische auseinandersetzung mit irrtümern -
    allerdings ohne schuldzuweisung.

    nur so wird transformation möglich -
    statt revolution -
    die, wie wir aus erfahrung wissen müssten, nur neues unheil sät -

    weil die reaktion genauso übertreibt, wie das was sie bekämpft.

    das pendel - das zu stark auschlägt nach der anderen richtung.........
     
  9. magdalena

    magdalena Sehr aktives Mitglied

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    14.115
    mensch kann natürlich auch ganz einfach über den realitäten schweben.....
    oder eher - sich einbilden es zu tun.:rolleyes:
     
  10. Sternenatemzug

    Sternenatemzug Sehr aktives Mitglied

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    stimmt die probleme sind nun mal nicht so sehr meine
    will jetzt aber auch nicht weiter vom thema ablenken
    bin halt evangelisch grossgeworden
    von daher mein sehr wichtiger beitrag:D
    aber ich freue mich mit euch #
    dass sich da was bewegt:)
     
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