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Pendel mehr vertraut als Medizin => tot

Dieses Thema im Forum "Gesundheit allgemein" wurde erstellt von Joey, 20. Juli 2016.

  1. Joey

    Joey Sehr aktives Mitglied

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    18. Mai 2005
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    http://www.kleinezeitung.at/kaernte..._Pendel-gegen-Krebs_Heilpraktiker-vor-Gericht

    Eine Frau bekommt die medizinische Diagnose Brustkrebs. Sie will eine weietre Meinung einholen und geht zum Heilpraktiker. Der pendelt aus, sie hätte eine Brustentzündung, und verschreibt Globuli dagegen. Eine medizinische Behandlung blieb aus, und die Patientin starb.

    Nun ist der Heilpraktiker vor Gericht.

    Ich will hier NICHT allgemein gegen Heilpraktiker bzw. Anbieter "alternativer Heuilmethoden" herziehen, sondern NUR über diesen Fall reden.

    Hat der Heilpraktiker korrekt ge- und behandelt?
    Meiner Ansicht nach NEIN

    Hätte er seine Patientin stärker zu einer medizinischen Therapie raten sollen? Von mir aus auch parallel zu seinen Globuli?
    Meiner Ansicht nach JA

    Wenn Pendeln und Evidenzbasierte Medizin zu verschiedenen Diagnosen führen. Welcher Diagnose ist mehr zu vertrauen?
    Meiner Ansicht nach STARK der medizinischen.

    Gehört der Heilpraktiker bestraft?
    Meiner Ansicht nach: Wie bei jedem Angeklagten gilt zuerst die Unschuldsvermutung, und es muss genau geprüft werden, ob er strafrechtlich relevant gehandelt hat. Er hat zwar meiner Ansicht nach FALSCH gehandelt, aber, ob das strafrechtliche Konsequenzen nach sich zieht, hängt von den Gesetzen ab, die ich im genauen Wortlaut nicht kenne. Ob und wie er betraft wird, kann und will ich also nicht beurteilen, wobei ich mir mindestens Berufsverbot wünschen würde.
     
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  2. Joey

    Joey Sehr aktives Mitglied

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    Aus einem anderen Thread hier rüber zitiert:

    Wäre eine andere Methode denn besser gewesen? Wenn eine Methode irgendwie besser als die evidenz- und wissenschaftsbasierte medizin arbeitet, so wäre das auch kein Problem, das reproduzierbar und methodisch hochwertig zu belegen.

    Und die Studienlage zu diversen Methoden (Menge und Qualität der Belege etc.) wird von medizinischen Forschern - z.B. in der Cochrane Collaboration - wieder und wieder bewertet.
     
  3. kulli

    kulli Sehr aktives Mitglied

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    Der Mensch ist kein Auto und du auch nicht, nicht alles ist immer reproduzierbar und für jeden gleich. Es ist ja schön, wenn du nur der Wissenschaft vertraust, aber auch das könnte dich ins Grab bringen, wenn eine Krankheit nicht in der Norm verläuft.
     
    Zuletzt bearbeitet: 20. Juli 2016
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  4. kulli

    kulli Sehr aktives Mitglied

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    Der Heilpraktiker hat natürlich vom Gesetz her falsch gehandelt. Ob die Patientin durch eine medizinischen Therapie gerettet werden hätte können, weiß man nicht mit Sicherheit, das weiß niemand. Wieviele sterben denn an oder trotz Chemotherapie?
     
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  5. Joey

    Joey Sehr aktives Mitglied

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    Richtig. Es geht allerdings darum, die Wahrscheinlichkeit des Erfolges zu erhöhen. Und eine methode, die was taugt, erhöht eben diese Wahrscheinlichkeit, und kann das auch zeigen. Und das reproduzierbar - dass in verschiedenen Studien unabhängig voneinander die Erfolgswahrscheinlichkeit erhöht wurde.

    Wieso sollte eine Methode, die in eienr Testreihe eben nicht besser wirkt als eine Scheinmethode, plötzlich in Einzelfällen wirksam sein? Und wie soll man herausfinden, wann sie wirksam ist und wann nicht? Falls jetzt das Schlagwort "Erfahrungen" kommt, muss der behandler also schonmal einen ähnlich gestricken Fall vorher gehabt haben, von dem er die Erfahrung übertragen will in der Annahme, dass es auch hier wirken wird. Da hätten wir schonmal Reproduzierbarkeit von Einzelfällen.

    Es gibt dann noch verschiedene Einflussfaktoren - Indikationen und Kontra-Indikationen - die für bzw. gegen die Anwendung einer Behandlung sprechen. Auch die kann man untersuchen, die Patienten entsprechend differenziweren und verschiedene methoden anwednen, und erhöht so weiter die gesamte Erfolgsaussicht.

    Die einzelnen Methoden dabei müssen in der evidenz- und wissenschaftsbasierten Medizin aber immernoch jeweils gut getestet und wissenaschaftlich plausibel sein.
     
  6. Joey

    Joey Sehr aktives Mitglied

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    Das hängt stark von der Art des Krebs und dem Stadium ab, wann er entdeckt wurde, bzw. wann mit der Therapie begonnen wurde. Die Chemotherapie ist dabei übrigens meist nur Teil des gesamten Behandlungskonzeptes.
     
  7. Willow

    Willow Aktives Mitglied

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    Mamas Bauch
    Vielen Dank für diesen Faden!
    nun weiß ich, das ich im Falle eines Falles, auch keine HP mehr aufsuche
    sondern mich entweder selbst behandle oder das unvermeidliche hinnehme. :)

    Will
     
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  8. kulli

    kulli Sehr aktives Mitglied

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    Aber man muss auch sagen: Der Frau war bereits Ende 2008 im Krankenhaus Brustkrebs diagnostiziert worden, also vor 8 Jahren. Ärzte rieten ihr seinerzeit zur Brustentfernung.

    Keiner weiß
    , ob sie überhaupt noch 8 Jahre gelebt hätte und der Krebs mit der Brustentfernung weggewesen wäre. Im Artikel steht auch nicht, welcher Krebs es war. Wenn sie mit der Entfernung noch 8 Jahre gelebt hätte, würde man eventuell wie sooft sagen:

    Die Schulmedizin hat ihr Leben immerhin um 8 Jahre verlängert.

    "Der Heilpraktiker unterließ es, die Frau über ihre tatsächliche Erkrankung aufzuklären und an kompetentes Personal zu verweisen“, steht in der Anklage.
    Warum sollte er sie aufklären? Vielleicht hat er den Krebs ja nicht gesehen und
    sie hatte doch die schulmedizinische Diagnose. Man könnte jetzt auch sagen:

    Der Heilpraktiker hat ihr Leben immerhin um 8 Jahre verlängert.

    Aber ich weiß, das darf man nicht, nicht einmal denken darf man das.
     
    Zuletzt bearbeitet: 20. Juli 2016
  9. kulli

    kulli Sehr aktives Mitglied

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    Das stimmt nur bedingt:
    Es gibt allgemeine Methoden, die für die breite Masse die Wahrscheinlichkeit des Erfolges erhöht.
    Dann gibt es auf den einzelnen Menschen zugeschnittene Methoden, deren Erfolg man aber nicht auf die Masse anwenden oder beweisen kann.

    Das bedeutet: Dir hilft vielleicht bei Krebs eine Chemotherapie und xx % der Menschen auch.
    Einem anderen hilft aber Handauflegen und Yoga besser, manchen Sport und eine Scheidung und der dritte schwört auf Entgiftung und Parasitenbekämpfung mit Bioresonanz.
    Das ist doch individuell verschieden, was helfen kann.
    Es nutzt dir keine Methode, wenn sie 60 % hilft, gerade dir aber nicht.
     
    Zuletzt bearbeitet: 20. Juli 2016
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  10. Joey

    Joey Sehr aktives Mitglied

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    Die Frau ist 2013 gestorben, also schon 5 Jahre nach der Diagnose.

    Und man sagt auch nicht, die Medizin hätte das Leben der Frau um X Jahre verlängert, als wäre der Zeitpunkt der Diagnose der natürliche Todeszeitpunkt ohne Therapie.

    Es ist richtig, dass man nicht sagen kann, ob die Frau noch leben würde, wenn sie sich einer medizinischen Behandlung unterzogen hätte.

    Man kann aber Chancen angeben - je nach Krebsart und Stadium - dass sie noch leben würde. Und, dass eine "alternative Heilmethode" erheblich bessere Chancen geliefert hätte (oder hat), ist sehr zweifelhaft (mangels wissenschaftlicher Plausibilität und Belegen) - zumal der Heilpraktiker ja nicht von Krebs als Diagnose ausging. Damit ist schonmal sehr naheliegend, dass die behandlung des Heilpraktikers nicht besser oder gleich gut war, wie die medizinische Therapie gewesen wäre.
     
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