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passiv aggressiv

Dieses Thema im Forum "Familienaufstellung" wurde erstellt von MariaMarmelade, 10. November 2009.

  1. pluto

    pluto Aktives Mitglied

    Registriert seit:
    21. Dezember 2004
    Beiträge:
    5.652
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    dort, wo es schön ist
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    Hallo Gaia,

    worin die Ursache dieser Entwicklung liegt, ist mir nicht bekannt. Damals habe ich noch keine Aufstellungen durchgeführt. So pauschal würde ich mal sagen: Im Familiensystem begründet. Denn was systemisch noch vorhanden ist, dem kann man nicht aus dem Weg gehen.

    Dem kann ich so nicht folgen. Was die Menschen über sich denken und nach außen zeigen muss nicht unbedingt mit dem inneren Bild von sich übereinstimmen. Die alten Sichtweisen sind nach wie vor vorhanden. Die Mitglieder der betroffenen Familie sehen ihre Realität, die nicht meiner entspricht.

    Geht es um etwas systemisches, dann ist dies auch systemisch bedingt und kann aufgelöst werden. Es könnte z.B. auch als (unbekannter) Liebe zu einem ausgeschlossenen Alkoholiker aus dem System, zur Flasche gegriffen werden. Und vor allem, weil das Selbstbild nicht so sein darf, um dazu zu gehören. Schließlich hat jeder, der zu einem System gehört, auch ein Recht dazu, dazuzugehören. Weil ein Ausschluss entsprechende Konsequenzen später bei den Nachfahren nach sich ziehen würde.

    Dort besteht eine Mutter-Verherrlichung.
    Irgendwie ist alles ein bisschen auch ein Durcheinander, das sich hier nicht so recht erklären lässt.

    lg Pluto
     
  2. MariaMarmelade

    MariaMarmelade Mitglied

    Registriert seit:
    20. Januar 2005
    Beiträge:
    916
    Ort:
    Berlin
    Liebe Fina, genauso ging es mir mit meiner Nikotinsucht. Ich konnte plötzlich von heute auf morgen aufhören zu rauchen ohne Entzugserscheinungen. Ich hatte es einfach nicht mehr nötig, weil ich parallel zu Jahren der Raucherei offenbar eine innere Entwicklung durchgemacht hatte, die mir half mehr zu mir selbst zu stehen. Es ist viel passiert in dieser Zeit.
    Eindeutig dienten mir die Zigaretten dazu vor mir selbst davon zu laufen.
    Deshalb kam mir auch der Gedanke der Flucht als Lösungsmöglichkeit in den Sinn.
    LG
    MM
     
  3. Urajup

    Urajup Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    17. November 2004
    Beiträge:
    22.253
    Hallo A.

    Ich kenne drei Frauen, die starke Trinkerinnen waren/sind.

    Die eine war eine im Management tätige Frau in unserem Unternehmen, die aber inzwischen an Leberzirrhose gestorben ist. Sie war verheiratet, hatte aber einen (gleichaltrigen) Geliebten, der ebenfalls bei uns gearbeitet, sich dann später aber wegen ihrer Alkoholsucht von ihr getrennt hatte.
    Diese Frau hatte zwei Söhne, Mediziner, beide sind keine Trinker.

    Eine andere Kollegin war auch Trinkerin, vernachlässigte dadurch ihre Arbeit, bekam Abmahnungen und wurde später gekündigt. Auch sie ist inzwischen verstorben. Ihr Ehemann hatte sich vor ihrem Tod scheiden lassen, weil sie von ihrer Sucht nicht frei kam. Sie hatten keine Kinder.

    Eine dritte Frau ist die Mutter von dem Freund meines Sohnes. Dieses Kind wurde ihr bereits als Kleinkind vom Jugendamt weggenommen. Der Vater des Kindes saß zu der Zeit im Gefängnis. Das Kind kam zu Pflegeeltern. Der Junge entwickelte sich sehr gut. Er hat auf dem Gym einen Notendurchschnitt von 2,1....:)

    Was mir generell auffällt: Trinkerinnen finden wenig bis keine Untersützung bei ihren Partnern, die lassen sich meistens schnell scheiden. Da wird eine Trinkerin als Partnerin sehr schnell als Belastung angesehen. Hier fehlt dann wohl die erwartete "Funktionstüchtigkeit" der Frau und schlägt in das Gegenteil um, nämlich, daß sie betreut werden müßte, was der Mann in der Regel nicht tut, es sei denn, er hätte ein Helfersyndrom.

    Andersherum gibt es viele Frauen, die bei ihren trinkenden Ehemännern ausharren. Entweder resultiert diese Haltung noch aus dem Pflichtgefühl heraus, für andere "da zu sein", halt auch wie bei bedürftigen Kindern, oder sie haben ebenfalls ein Helfersyndrom.

    Also bei den Trinkerinnen ist mir aufgefallen, daß die Söhne nicht auch zum Trinker mutieren.:)


    LG
    U.
     
  4. Urajup

    Urajup Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    17. November 2004
    Beiträge:
    22.253
    Ich kenne jede Menge Menschen, die nicht gerade von ihren Partnern geachtet werden. Männer wie Frauen. :rolleyes:
    Aber sie tendieren nicht zum Trinken. Die finden ihre "Nischen" offensichtlich woanders, um mit diesem Dilemma umzugehen und entschwinden in ihre ganz eigene Welt - von der übermäßigen Begeisterung und dem Wirken in einem Zier- und Nutzgarten, bis hin zu allen esoterischen Themen und Gruppenthematiken.......


    Da fällt mir spontan die ehemalige Sowjetrepublik ein, wo die Männer unglaublich viel trinken...Aber gerade bei den dortigen Männern mache ich einen ungesunden Chauvinismus aus, die Frauen haben dort praktisch überhaupt nichts zu sagen. Von daher kann die These von den nicht geachteten "Nieten" männlichen Geschlechts keine Rede sein. Es ist eher umgekehrt....


    LG
    U.
     
  5. pluto

    pluto Aktives Mitglied

    Registriert seit:
    21. Dezember 2004
    Beiträge:
    5.652
    Ort:
    dort, wo es schön ist
    Hallo Urajup,

    wenn du dich da mal nicht täuscht. Bei uns in der Gegend wohnen sehr viele sog. Russen-Deutschen. Und unterschätze nicht die Frauen, wenn sie daheim sind, vor allem ihre Haltung ihren Männern gegenüber. Es sind nicht alle so, aber bei den älteren Ehepaaren nehme ich dies so wahr.

    lg Pluto
     
  6. fina

    fina Guest

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    Schön,daß Du mich verstehst:)
    Komme gerade von meinen Eltern und muß nun auch nicht mehr fragen, wo meine Wut eigentlich hingehört, die ich augenscheinlich mit der Sucht unterdrückt habe. Hab es gespürt.

    Macht nur dummerweise bei dem Alter und Zustand meiner Eltern auch keinen Sinn mehr,sie ihnen offen zu zeigen, aber es hat mich heute innerlich fast zerfetzt.

    Naja, mit Rauchen fange ich aber trotzdem nicht wieder an. Das wäre eine Rückentwicklung.
    Liebe Grüße Fina
     
  7. flimm

    flimm Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    14. August 2008
    Beiträge:
    12.832
    hallo fina,

    das mit deiner Wut ist nicht schön, doch warum Wut offen zeigen.

    ich habe mit meinem Vater (und ich war des öfteren wütend auf ihn) ein langes ehrliches Gespräch geführt, er war 86 Jahre und ganz sicher nicht der gesündeste.

    Doch ich war sowas von erstaunt , wie wichtig auch ihm es war sich mal ausgesprochen zu haben.
    In dem Alter haben die Menschen schon das Bedürfnis Frieden zu schliessen, auch mit Menschen . Vorallem auch mit den eigenen Kindern.
    Denn wenn sie nicht mehr da sind, dann kann man es eben nicht mehr.
    So konnte er , in meinem Fall , in Ruhe und Frieden die Welt verlassen.
    Und auch ich konnte in Liebe loslassen.

    Zigarettenrauchen hat auch etwas mit der Kommunikation zutun und deren Verhalten,
    LG
    flimm
     
  8. pluto

    pluto Aktives Mitglied

    Registriert seit:
    21. Dezember 2004
    Beiträge:
    5.652
    Ort:
    dort, wo es schön ist
    bei mir hatte Zigaretten rauchen etwas mit "zu den Erwachsenen dazu gehören" zu tun. Als ich das alter hatte und tatsächlich dazu gehörte, habe ich aufgehört. Spätere Zigaretten habe ich in schlimmer Erinnerung, denn ich fühle mich so richtig high und abgehoben. (wie benebelt, aber nicht berauscht)

    lg Pluto
     
  9. fina

    fina Guest

    Danke, Flimm, für Deine Antwort. Ich erwäge diese Möglichkeit ja auch irgendwie noch. Es ist aber schwer vorstellbar für mich, da er sich noch NIE wirklich mit mir unterhalten hat. Richtige Nähe entstand nie zwischen meinen Eltern, mir und meinem Bruder, mit dem überhaupt kein Kontakt mehr gelingt.

    Aber unterdrückte (nicht mehr "verrauchte") Wut muß irgendwo ja hin, sie ist ja da.

    Jedenfalls freu ich mich für Dich, daß Du Dein Gespräch führen konntest und es für alle Beteiligten Sinn machte !!
    Liebe Grüße Fina
     
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  10. flimm

    flimm Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    14. August 2008
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    12.832
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    liebe fina,

    Genau so, (sicher nicht genau gleich), sah mein Kontakt zur Famiie aus.
    Und ich musste mich sowas von überwinden, wie sage ich was und wann und .....

    Und deswegen war ich ja so erstaunt, weil ich es eben überhaupt nicht für möglich hielt.
    Aber es mußte auch bei mir irgendwann mal raus, und das beste ist ganz sicher dann auch die richtige Adresse,

    LG
    flimm
     

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