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Panik und Astrologie, Pan und Heisenberg

Dieses Thema im Forum "Astrologie" wurde erstellt von Iakchus, 2. Februar 2011.

  1. Iakchus

    Iakchus Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    8. August 2005
    Beiträge:
    4.208
    Ort:
    Deutschland
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    Hallo

    was könnte es eurer Ansicht nach für astrologische Konstellationen geben, die jemanden dafür prädestinieren, Panik zu verbreiten?

    Wie immer, kommt es in der Astrologie darauf an, welche Art Panik gemeint ist.
    Also beispielsweise, wenn jemand aus Gründen einseitigen oder falschen Wissens andere davon abbringt, etwas bestimmtes zu tun.
    Ich denke da zB an jemanden, der hat Chiron am MC und sicherlich einiges andere (Skorpionmars in 4), weshalb er oft so handelt, dass andere sich vor den Kopf gestossen fühlen, und er merkt aber nicht, wie das der Fall ist weil er davon überzeugt ist, dass andere eben etwas falsches tun. Ich weiss nicht inwiefern Chiron da beteiligt, dass Chiron aber an zehn stehend etwas damit zu tun hat scheint mir sicher. Es hat eben bei dem Jemand damit zu tun, dass er zu einem Wissen greift, das - typisch für Chiron - auf einem falschen Schlüßel basiert. Eine falsche Grundlage der Betrachtung, wo - sobald erkannt wird, dass ein Außen nicht mit dieser Norm übereinstimmt - sofort eine Verletzung dieser Grundlage vermutet wird. Jedenfalls so würde ich diese teilweise durchaus arrogant zu nennende Haltung beschreiben. Arroganz ist noch kein Schimpfwort, aber es bezeichnet eine Haltung, in der man sich anderen überlegen und im Vorteil sieht. Man kann da echte Autorität erkennen, sofern das Wissen und die Grundlage richtig und zutreffend ist.
    Aber da das Wissen in vielen Fällen nicht zutrifft, dass dieser Jemand verbreitet (Frau oder Mann ist gleich; es ist aber ein reales Fallbeispiel), doch gleichzeitig so getan wird, als wüsste man es besser, da wird durchaus ein arrogantes Verhalten gezeigt, wenn man nur den Begriff nicht als Schimpf und Schande Wort versteht (weil das überflüssig ist, sich über Jemanden zu grämen ; Arroganz ist zB auch etwas, was ich an mir selbst wahrnehme; es ist eine Eigenschaft, über die man sich genausogut auch täuschen kann).
    Umso öfter man aber etwas bestimmtes an einer Person wahrnimmt, wird es zur prägenden Eigenschaft. Prägend in Richtung des Bildes, das man von jemanden hat. Im schlimmsten Fall, wird jemand, der andauernd nur "Stuss" erzählt und irgendwelche Warnungen übertreibt und zwar in einem Ton des geflissentlichen "Du bist töricht, weil Du das tust", im schlimmsten Fall kan man den nicht mehr so ernst nehmen. Möglicherweise weiß man aber auch, entweder als Menschenkundler oder weil man ein bisschen mehr als nur auf die schlechten Eigenschaften auch auf die ganze Person schaut, dass diese Aspekte eines einzelnen Faktors, der hervorsteht, nur in entsprechenden Bezugsnahmen oder Situationen sichtbar wird. Also braucht man, ein bisschen Übersicht vorausgesetzt, diesen Jemanden nur in diesen entsprechenden Situationen nicht mehr so ernst nehmen, weil man durchschaut, dass es Panikmache ist und selten etwas ernstes dahinter steht.

    So , nun könnte man aber auch finden, dass es ein äusserst gefährliches weil verantwortungsloses Verhalten ist, wenn man Panik verbreitet. Denn man verleitet wegen allzumenschlichen und auch vernünftigen Schutz-Reaktionsweisen dazu, dass andere viel weniger auf Warnungen hören werden, obwohl sie nur diese laute Trompete in ihren Ohren in der Dezibelstärke herunterschrauben wollten. Und dass man nicht immer auf die falschen Ratschläge hören wollte, weshalb man sich praktisch aber unausweichlich angewöhnte, Warnungen auf ihre Haltlosigkeit hin zu entlarven.
    Aber das einzusehen, muss von dem jenigen selbst ausgehen. So begreife ich nach etlichen Jahren im Umgang mit schwierigen Menschen in meinem nahen Umfeld und auch wie ich mich oder einen anderen Menschen ansehe, jeden den ich begegnete, im Fernsehen sah, in Talkshows oder sonstwo , der so eine Behandlung nämlich nicht will. Es ist immer eine Frage der Würde und ich denke, deshalb will sich niemand demütigen lassen. Vielleicht wurden wir auch durch zu viel Demütigung erzogen und spüren den Schatten unserer Kindheit, wenn uns jemand noch mal demütigt.

    Niemand wird es schaffen und hat es geschafft, jemand anderen zu etwas zu bewegen, was er nicht will. Es sei denn, man führt Drohungen, Prügel und Folter ein und Nahrungsentzug oder so was. Sehr effektiv soll es auch sein, in einen gesunden Zahn zu bohren. Was natürliches alles ein Witz ist. Ich will damit sagen, normalerweise wird niemand eine Einsicht gewinnen, weil er von anderen dazu überredet wird. Er muss selbst darauf kommen. Andere können ihn helfen.

    Umso wehleidiger jemand ist, desto mehr muss man den Hammer und das Megaphon bedienen. Nein, das war ein Witz. Manche sind empfindlicher und gleichzeitig auch reizbar - desto schneller wird daraus die zwingende Notwendigkeit, den Finger nicht in die Wunde zu legen. Dass zB dieser jemand , von dem ich sprach, mit ein zwei Sätzen darauf hingewiesen wird, und dass das reichen muss. Wenn man merkt, dass er nicht an einer Bewusstwerdung interessiert ist. Er wird aus welchen Gründen verleidet sehen, und sich äusserlich wehren.
    Ich kam jetzt darauf, weil ich mir wie jeder Mensch in dieser Gesellschaft es immer eine Versuchung war, verbittert auf die Empörung über die Unverhältnismässigkeit einer arroganten Haltung zu reagieren (egal welche Menschen in Europa oder Amerika, handeln sie doch alle gleich).
    Ich ging mal in ein Kaufhaus der oberen Preisklasse, jeder wusste, dass das ein Exklusivladen ist. Ich weiss nicht, was mich da rein trieb. Ich besuchte in der Zeit sowieso immer man wieder auch Geschäfte, die ich nicht kannte - man ist neugierig. Drinnen sah ich die Preise und ich war ehrlich und sagte: "Ich kann mir das nicht leisten " aber ich schmikte es tatsächlich mit gehobener Preisklasse eines solchen "Ladens", ich sagte echt Laden. Aber meinte es nicht so. Der Verkäufer: "Das ist ja eine Unverschämtheit" und so weiter- jedenfalls, man merkt, dass die sich selbst auch schon so sehen und dann sind sie empfindlicher.

    Und warum schreibe ich das alles hier? Ich wollte jedenfalls mal wissen, was wohl dafür alles stehen kann, wie Panik verbreitet wird.
    Vielleicht ist es ja so, dass die Panik automatisch entsteht . Und der Pan der Griechen, stößt in seine Flöte ein paar Luftwolken, und schon wird die Panik geschürt.
    Ich finde es aber auch interessant, was man deshalb auch für die Astrologie eine Schlußfolgerung ziehen kann.

    Wie oft ergeht es uns, dass wir die Position einnehmen, aus der wir andere herablassend betrachten, weil wir meinen, wir sähen das Problem so klar und die Lösung sei so einfach.
    Aber wenn wir an dessen Stelle stünden, sehen wir die ganzen Zusammenhänge erst, was eine Person und ihre Erfahrungen ausmacht und wie die einzelnen Konstellation auf ihre Art eine Magie entwerfen, die uns die Entscheidungen in den Schoß wirft.
    Da sehen wir zB erst, warum jemand sich so schwer von einem Menschen trennen kann, weil von aussen erscheint das dann so dämlich und idiotisch, dass ich nicht selten solcherlei Kommentare las (egal wo in welchen Foren), wie dumm es doch sein muss, dass jemand bei alle dem Stress bei jemand bestimmten bleibt. Aus der Nähe sehen wir die ganzen Zwänge als Teil unserer Lebens, und wir selbst mögen vielleicht sogar viele Zwänge nicht erkennen als solche.
    Ich denke, viele Dinge im Leben sind einfach von einer Kraft abhängig, die für die Resonanz sorgt, von einer inneren kraft, die viel mit dem Wollen zu tun hat. Wenn man von etwas überzeugt ist, kann das eine grosse Kraft im Leben entwerfen, weil man viele einzelnen Entscheidungen von dieser Überzeugung abhängig macht und sie alle zusammen genommen in eine Richtung gehen.

    Ja, ich weiss nicht warum ich das hier schrieb. Ich habe ja lange nichts mehr geschrieben. Aber ich hatte mal Lust das zu schreiben und irgendwie bot sich das hier an. Wollt mal gucken, wie das so wird. Ich fand jedenfalls die Schlussfolgerung wichtig, dass die Astrologie uns oft die Augen für etwas öffnen kann, aber wir immer noch abhängig sind, wie weit wir die Augen wirklich öffnen.
    Die Handhabung der Astrologie hat so einige Ähnlichkeiten wie mit diesem Jemand, von dem ich berichtete, der aus einer gewissen Position heraus glaubte, richtig zu handeln und oft etwas erzählte, was gar nicht richtig ist. Da wird dann etwas Panik verbreitet, anstatt anderen nicht zu nahe zu treten, weil das Wissen vielleicht nicht zweckgemäß, passend oder sogar gänzlich falsch ist. Eine angemessene Darstellung wäre die gewahrte Neutralität, in der ein falsches Wissen, oder eine Schlußfolgerung nicht mehr so überaus penetrant dargelegt wird. Aber natürlich sind wir uns darüber sehr sicher; ich habe selten erlebt, dass man sich nicht sicher wäre, sonst würde man keine Astrologie machen.
    Aber ich bin mir über gar nichts sicher, denn sonst würden zB alle Deutungen dieselben Aussagen enthalten, tun sie aber nicht. Es bleibt entweder unscharf oder ist eben nicht ganz richtig - für mich ist beides dasselbe.

    PS: Ich lege es nicht drauf an, eine Grundsatzdiskussion über die Möglichkeiten der Astrologie zu entfachen. Aber für diesen Fall meine ich, dass Astrologie Grenzen hat, so wie auch Tarot eine Grenze hat: Dass Tarot die Zeit nicht exakt fassen kann. in der Astrologie betrifft das meiner Meinung nach das einzelne Ereignis, oder wie eine Konstellationen einen Charakterzug bedingt, denn ein Aspekt kann da sehr vieles möglich machen.
    Und wenn man die ganze Astrologie nähme, in ihrem ganzen Radix, könnte man meinen, das sei immer eine Einzigartigkeit. Für mich nicht gerade zwingende, nur mögliche Schlußfolgerung wäre: Dass diese Einzigartigkeit der Grund ist, warum letztlich jeder Mensch ein anderes Leben hat. Und dass die einzelnen Faktoren im Radix in ihren Unterschieden zu anderen Menschen erklärbar werden, wenn man die Gesamtheit aller Faktoren betrachtet. Hmmm. Nö, ich glaube eher, dass die Konstellationen in sich frei sind und wir nicht in einer derart deterministischen Kausalwelt leben. Es gibt Determinismus, aber nicht in der Weise, wie die Dinge in Bezug zu ihren Symbolen festgelegt sind. Wenn auch die Zeit festgeschrieben ist in ihrem Schicksal, ist es eine andere Angelegenheit, dieses Schicksal zu erkennen.
    Es wäre aber für mich keine endgültige Schlußfolgerung, und es wäre wie so oft viel zu vermessen, zu früh alles als fertig für sich zu halten.
    Die Ordnung, die über das Radix hinaus geht und die Frage nach Schicksal stellen lässt, ist noch lange nicht bekannt, allein dass man einige Dinge für möglicher hält als andere. Möglicherweise ist die Ordnung auch derart komplex, dass zwei Möglichkeiten zurselben Zeit möglich werden (man sieht dies sehr schön an der Heisenbergschen Unschärferelation: man kann nicht zugleich in höchster Präzision Teilchen und Welle untersuchen.Sieht man mehr auf das eine, verblassen die Konturen des anderen.

    In der Astrologie ist es aber für mich so, dass stets eine Seite unscharf bleibt, die des Lebens. Ich finde, dass man die Lebensvorgänge kennen muss, bevor man sie im Radix wiederfindet oder Prognose wagen kann. Wenn man prognose macht, geht das vielleicht mit höher Trefferquote (also funktioniert zuweilen), wenn man die wichtigsten handlungsstränge im Leben eines Menschen kennt.
    Es ist dann immer noch ein Puzzle, aber für viele Wissenschaftler würde die Rate dessen, was man erkenenn könnte, überzeugend genug bleiben. Es gibt aber meiner Meinung nach nicht viele Astrologen, die am laufenden Stück mit ihren Prognosen und der Lebenskunde in di richtige Richtung gehen (Beobachtungsgabe, richtige Intuition, um die Strukturen einer Person im Radix wiederzufinden).

    LG
    Stefan
     
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