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Ohnmacht und Trauer

Dieses Thema im Forum "Trauer" wurde erstellt von colourfield, 16. März 2009.

  1. colourfield

    colourfield Mitglied

    Registriert seit:
    27. August 2007
    Beiträge:
    134
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    Wie kann man damit umgehen, wenn man das Gefühl hat, dass ein geliebter Mensch vor allem deshalb sterben musste, weil er im Krankenhaus falsch und schlecht behandelt wurde?

    Mein Papa ist vor einer Woche gestorben.

    Er konnte sich gegen das, was passiert ist, nicht wehren.
    Die Angehörigen konnten sich dagegen ebenso wenig wehren.

    Zurück bleibt Ohnmacht und tiefe Trauer und bei mir noch immer Unglaube.

    Ich kann nicht glauben, dass es passiert ist und dass er nie wieder hier sein wird.
     
  2. Hagall

    Hagall Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    4. November 2007
    Beiträge:
    18.332
    Ort:
    Wien-Floridsdorf & Wien-Favoriten
    :trost: "mein tiefstes mitgefühl" klingt abgedroschen, aber ich mein's ehrlich. das hilflose entsetzen und die verzweifelte trauer kenn ich nur zu gut, ich kann es vermutlich ein stück weit mit dir fühlen. ich umarm dich mal :umarmen: und wünsch dir, was immer du jetzt brauchen kannst.

    willst du mal ein bissl mehr über die geschichte erzählen?
     
  3. Sun42

    Sun42 Aktives Mitglied

    Registriert seit:
    20. Mai 2008
    Beiträge:
    6.439
    Hallo Colourfield :umarmen:

    Darf ich Dich trösten :trost: In den Arm nehmen :umarmen:

    Ich habe eben versucht , etwas mit Beileid oder so zu schreiben , aber das kann ich nicht. Denn ich empfinde den Tod nicht als etwas trauriges.
    Aber ich kann verstehen , dass man traurig ist , und auch sein darf , wenn der Mensch , der gestorben ist , nicht mehr da ist.
    Nicht mehr in der Form als Mensch , nicht mehr in der Rolle die er hier gewählt hat. Man darf traurig sein , man darf wütend sein , man darf alles an Gefühlen bei Trauer zulassen , und sollte es auch tun und zulassen. Es ist wichtig , es zu durchleben.

    Für mich ist unsere Zeit hier zu leben vorgegeben. Das haben wir selbst entschieden , noch bevor wir geboren wurden.
    Jeder Mensch hat eine innere Uhr die ab dem Zeitpunkt seiner Geburt zu ticken anfängt. Und wenn die Zeit des Leben , in diesem Leben vorbei ist , ist die Uhr abgelaufen. Oft bleibt sie auch stehen. Habe ich selbst schon erlebt , als der Wecker meines Onkels genau um die Uhrzeit als er starb , stehen blieb. Daher ist meine Meinung bei Deinem Vater auch diese , dass auch seine Uhr abgelaufen war. Es gibt keine Fehler , denn wenn seine Zeit , seine Uhr noch nicht abgelaufen wäre , würde er noch unter uns sein.

    Es ist noch viel zu frisch dieser Schmerz , und ich weiss , dass Worte des Trostes einen nicht so erreichen können. Lasse den Schmerz zu. :umarmen:

    Liebe Grüße
    Bettina
     
  4. Kenshin

    Kenshin Mitglied

    Registriert seit:
    18. Dezember 2008
    Beiträge:
    497
    oh man.. ich fühle so mit dir.. wenn man nix tun kann und nur hoffen muss.. und am ende fehler passieren.. das alles sind umstände die einen nicht verstehen lassen..

    natürlich muss alles auch noch mit diesem symbolischen datum zusammenhängen..

    du musst im moment gar nix glauben.. am besten wäre es meiner meinung nach mit allen lieben um dich.. zusammen zu sitzen..und nicht alleine zu sein
     
  5. colourfield

    colourfield Mitglied

    Registriert seit:
    27. August 2007
    Beiträge:
    134
    Lieben Dank für eure Anteilnahme.

    Ich glaube ja.

    Ich kann mit dem, was sun42 geschrieben hat, sehr viel anfangen.

    Ich lasse den Schmerz auch zu und weiß, dass er dazugehört.

    Aber ich frage mich eben auch, ob es doch anders hätte verlaufen können. Und seine Uhr möglicherweise erst etwas später abgelaufen wäre.

    Es gibt zwei Dinge, die gut tun und Kraft geben. Wir waren bei ihm zum Zeitpunkt des Todes. Und die Uhr wäre sehr wahrscheinlich in absehbarer Zeit abgelaufen - weitere Strapazen blieben erspart.

    Dass er jedoch so sehr leiden musste zum Ende seines Lebens, ist wenig tröstlich. Ins Krankenhaus kam er weitaus "gesünder" als er letztlich gehen musste. Es waren sicher die schlimmsten Wochen seines Lebens.
     
  6. colourfield

    colourfield Mitglied

    Registriert seit:
    27. August 2007
    Beiträge:
    134
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    Ob er sich das genau so ausgesucht hat?
     
  7. Kenshin

    Kenshin Mitglied

    Registriert seit:
    18. Dezember 2008
    Beiträge:
    497
    tja..das ist eine frage.. über die man diskutieren kann..

    ich selbnst glaube nicht daran das man sich vor dem leben aussucht wann man stirbt.. das wäre absurd..man kann ja nicht abschätzen was einen erwartet..

    genau wie wenn man jemand fragen würde.. ich schenke dir diese person.. entweder du willst sie für 5 minuten oder 50 jahre.. aber ich weiss vorher nicht ob ich mich mit ihr gut verstehe..wenn ich mich falsch entscheide..dann muss ich ewig mit ihr zurecht kommen..

    ich finde das komisch..

    aber wie gesagt wenn es trotzdem so ist.. frag ich mich..wieso meine freundin sich aussuchen würden an der schönsten stelle abzuspringen.. versteh ich nicht
    und wieso ich mich dann dazu entschlossen hätte es nicht zu tun

    auf diese frage wird wohl niemand etwas sagen können ..leider
     
  8. Sun42

    Sun42 Aktives Mitglied

    Registriert seit:
    20. Mai 2008
    Beiträge:
    6.439
    Ich bin schon der Meinung.
    Auch dieses war eine gewählte Erfahrung , die er in diesem Leben erleben wollte. Alles hat seinen Sinn! Auch das Sterben. So schwer es auch denen , die zurück bleiben fällt , es zu verstehen , zu akzeptieren , anzunehmen dass es so ist. Es ist so wie es ist. Es kommt so , wie es kommt.
    Alles hat seinen Sinn !!

    Ich war mit meinem Spezl erst gestern wieder auf dem Friedhof. Seine frühere Freundin ist gestorben , und haben das Grab aufgesucht.
    Wir gehen aber sonst auch oft auf den Friedhof. Ich mag diese besondere auch ruhige Athmosphäre , die da herrscht. Wir schauten uns viele Gräber an. Mir fiehl dann auf , wieviele Menschen doch schon in sehr jungem Alter wieder gegangen sind. Manche von ihnen waren nur ein Tag hier , manche ein Jahr , oder zwei ... 10...20...30...40...

    Ich laß mal vor einiger Zeit , dass manche Engel einfach mal das Gefühl als Mensch hier zu leben , fühlen wollten. Manche nur einen Tag , manche nur ein Jahr... ja , für mich sind oft bei kleinen Kindern es Engel gewesen , die nur einmal Mensch sein erleben wollten.

    Als ich an den Gräbern so entlang ging , meinte ich zu ihm :

    "Normal sollte jeder Mensch mindestens einmal in der Woche oder im Monat auf den Friedhof gehen. Und sich die Gräber ebenfalls ansehen. Damit ihnen mit jedem Mal bewusst wird , wie kostbar so ein Leben eigentlich ist.
    Und wie schnell ein Leben , dieses Leben wieder vorbei sein kann.
    Dass man jeden Tag , schon beim aufwachen sich bewusst darüber ist , dass dieser Tag auch sein letzter Tag sein kann.
    Nicht an Morgen schon denken , wenn das heute erstmal da ist."
    Ich sagte weiter zu ihm : "Denn , wenn ich an das Morgen denke , verpasse ich das heute."

    Dein Vater , so ist mein glauben , und meine gesammelten Erfahrungen zum Thema Tod , hatte seine Aufgaben erfüllt , die er für sich im Hier vorgenommen hatte.
    Die Uhr war abgelaufen. Und irgendwann , wenn Dein Schmerz nicht mehr weh tun wird , wirst Du es respektieren können.

    Liebe Grüße
    Bettina:umarmen:
     
  9. Kenshin

    Kenshin Mitglied

    Registriert seit:
    18. Dezember 2008
    Beiträge:
    497
    dann frag ich mich was ich mir noch vorgenommen habe.weswegen ich noch hier bin..
     
  10. Sun42

    Sun42 Aktives Mitglied

    Registriert seit:
    20. Mai 2008
    Beiträge:
    6.439
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    Weil Liebe die wir als Mensch fühlen , eine ganz andere Gefühlsebene ist , wie sie auf der anderen Ebene gefühlt wird. Weil es auf der Seelenebene keine Tennung gibt. Trennung gibt es nur hier , auf der Erde.

    Warum wohl kommen wir immer wieder als Mensch hierher zurück??
    Genau aus diesem Grund , um diese Erfahrungen zu sammeln. Du wolltest diese Erfahrung erleben. Auch wenn Du es Dir nicht vorstellen magst , ist aber so. Wir wollten soweit wie möglich vom Licht uns entfernen. Immer weiter.... Um die Dunkelheit zu erleben.
    Und nun sind wir wieder dabei , uns dem Licht zu nähern.

    Auch Du ;)

    Liebe Grüße
    Bettina
     
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