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ohne urteil?!?

Dieses Thema im Forum "Psyche & Persönlichkeit" wurde erstellt von mina11, 17. Februar 2009.

  1. mina11

    mina11 Mitglied

    Registriert seit:
    20. Juni 2008
    Beiträge:
    295
    Ort:
    ungefähr im südöstlichen österreich
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    ich hätt da mal wieder eine frage... bzw. ich würd gern andere meinungen zum thema "urteilen" hören. :D

    wenn man sich auf den weg der "spirituellen bewusstseinsentwicklung" (oder wie immer man es nennen möchte) begibt dann kommt man ja meist irgendwann auch zum thema "urteilen"

    man sollte nichts und niemanden verurteilen, weil alles seinen sinn hat.
    man sollte vielmehr die botschaft für einen selbst an der situationen, den menschen usw. erkennen.

    urteile "teilen"
    und das ist ja dann nicht die sicht der dinge "als ganzes" :zauberer1

    auch "die großen meister" aller religionen haben dies in irgendeiner form gepredigt.

    soweit, so gut...

    aber wie sieht das für euch in eurem leben aus?
    in konkreten situationen?
    und um mal beispiele zu nennen- mörder, vergewaltiger oder echt "böse" :)wut1:) leute halt.

    ich denke dazu nämlich, dass man auch die menschen nicht verurteilen sollte.
    und um da auch nochmal konkret zu werden-
    wird zb ein dir nahe stehender mensch ermordert, zusammengeschlagen, vergewaltigt oder etwas in der art...
    dann sollte man den täter trotzdem nicht verurteilen.

    warum? weil es EINEM SELBST letztendlich nichts bringt.
    außer vielleicht wut und zorn.

    ich habe diese einstellung wirklich "verinnerlicht" und lebe auch danach.

    und deswegen werden meine ansichten oft als radikal empfunden.

    mich würde jetzt mal eure meinung dazu interessieren. :)

    gehts euch auch manchmal so dass ihr wegen dieser einstellung oft nicht verstanden werdet?
    kennt das jemand?
    oder lebt ihr diese ganze "urteils-sache" anders?


    freue mich über antworten.

    ;) mina11
     
  2. mongol

    mongol Mitglied

    Registriert seit:
    3. Januar 2009
    Beiträge:
    204
    Ort:
    Steiermark
    Hallo!

    Ich habe ähnliche Erlebnisse wie du es schilderst.
    Ich denke, daß sowohl "Gut" als auch "Böse" hier auf der Erde seinen Platz hat. Wenn man aber das so annimmt, fragen viele Menschen ob man verrückt ist.
    Es beginnt schon in der Partnerschaft; wenn man betrogen wird und mit diesem Menschen nicht das ganze Leben lang böse ist, sondern versucht ihn nicht zu verurteilen und das Beste daraus zu machen, fragen viele: Wie kannst du das nur? Nach allem was er dir angetan hat? Da hätte ich schon ganz anders gehandelt- den kannst du ja fertig machen.
    Ich denke, daß es auch ganz anders möglich ist- wenn man es aus einer anderen Perspektive betrachtet.
    Bin da ganz bei dir!

    Liebe Grüße
     
  3. mina11

    mina11 Mitglied

    Registriert seit:
    20. Juni 2008
    Beiträge:
    295
    Ort:
    ungefähr im südöstlichen österreich
    hi mongol,

    danke für deine schnelle antwort.

    betrug ist auch ein gutes beispiel.
    wenn man dem anderen nicht ein leben lang böse ist oder ihn/sie irgendwie "bestraft" dann würde man "verdrängen", heißt es oft.

    ich hingegen sehe das eben umgekehrt.
    indem ich mich bei urteilen ja hauptsächlich mit dem anderen beschäftige verdränge ich dadurch die botschaft die dahinter für mich steht.

    so wies ja zb auch das spiegelgesetz sagt.

    lg mina11
     
  4. orion7

    orion7 Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    6. Juli 2007
    Beiträge:
    2.110
    Ort:
    Land Brandenburg
    Hallo Mina 11,

    ...vielleicht könnten man auch die Dinge im Wesenskern ergründen und dann liegt kein Grund für eine "Verurteilung" oder ein "Urteil" für irgendetwas vor. Weil man verstehen lernt, was es in sich selbst ist. Wenn wir das verstehen können, warum dann also noch ein Urteil. Mit welchem Recht kann ich sagen, das ist gut und das nicht? Mit keinem..., denn beim Verstehen löst es sich von selbst auf, dann bleibt keine Frage mehr warum. Es wäre dann auch egal, um was es sich handelt...
    Das ist meine Meinung...

    Licht und Liebe wünsche ich Dir auf Deinen Weg
    Orion7
     
  5. Ahorn

    Ahorn Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    22. Mai 2007
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    23.784
    Ort:
    wo ich Wurzeln schlage
    Ich denke, dass jeder für das, was er getan hat, die Verantwortung übernehmen muss - ein schales Gefühl bleibt bei anderen Menschen meistens, wenn ein Mensch das nicht tut, sondern weiterhin die Gesellschaft schädigt, ohne über die Folgen nachzudenken, sondern nur seinen eigenen Vorteil sieht.
     
  6. flimm

    flimm Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    14. August 2008
    Beiträge:
    12.711
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    Hallo,

    das ist auch meine Meinung,
    Man darf diese Menschen nicht verurteilen.

    LG
    flimm
     
  7. Lightning

    Lightning Aktives Mitglied

    Registriert seit:
    8. März 2008
    Beiträge:
    1.385
    Ort:
    Wildeshausen, Nähe Bremen
    Warum willst Du denn keinen Mörder mehr verurteilen? Warum willst Du keinen Vergewaltiger mehr verurteilen? Was hat Dich dazu gebracht, so zu denken?

    Gruß
    Andreas
     
  8. mina11

    mina11 Mitglied

    Registriert seit:
    20. Juni 2008
    Beiträge:
    295
    Ort:
    ungefähr im südöstlichen österreich
    hallo nochmal,

    also ich sehe das eben auch so wie orion7.

    @ahorn

    das mit der verantwortung find ich auch, allerdings bleibt es doch jedem selbst überlassen welche verantwortung er/sie übernimmt und welche nicht.
    auch darüber sollte man als außenstehender nicht urteilen.

    das leben ist ja fair.
    und deswegen "bestrafen" sich die "bösen" letztendlich eh selbst bzw. werden vom leben "bestraft". bewusst oder unbewusst ...


    @lightning

    ich will deswegen keine mörder mehr verurteilen, weil ICH PERSÖNLICH nichts davon habe.
    und ich meine das jetzt nicht egoistisch.

    es geht eher darum, dass negative urteile ja dann auch negative emotionen und/oder gedanken mit sich bringen.
    und wie wir vermutlich alle wissen, ist das ja nicht der sinn der ganzen sache (damit meine ich die eigene entwicklung)
    vielmehr sollte es eben darum gehen-
    wenn ich situationen oder personen in mein leben ziehe, die etwas (scheinbar) nicht "richtiges" tun- was kann ICH daraus lernen? was sagt mir das ganze über mich selbst?

    lg mina11
     
  9. Ahorn

    Ahorn Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
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    wo ich Wurzeln schlage
    Ich denke jedoch, dass die Gesellschaft geschützt werden muss vor Menschen, die anderen Menschen Gewalt antun. Das kann man Strafe nennen oder wie auch immer.
    Der Schutz der Gesellschaft geht bei mir vor dem Verständnis für den Täter. Wenn er der Gesellschaft nicht mehr schaden kann, kann man immer noch versuchen, ihn zu verstehen...

    Verurteilung ist ja auch Sache der Gerichte - ich nehme mal an, dass Du einen anderen Beruf ausübst. So ist es sowieso nicht Deine Aufgabe, andere Menschen zu verurteilen.
     
  10. Lightning

    Lightning Aktives Mitglied

    Registriert seit:
    8. März 2008
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    Hallo mina!

    Entweder verstehe ich Dich falsch oder aber es ist so wie Du es beschreibst nicht ganz richtig. Es stimmt schon, dass unsere (alten, ursprünglichen!) Gedanken unsere sogenannte Resonanz sind und damit Dinge angezogen werden, die in uns sind. Allerdings klingt es als würdest Du glauben, dass, wenn Du an diese Dinge nicht mehr denkst, sie nicht mehr "existieren" und darum nicht mehr zu Dir kommen. Was Du dann aber zunächst mal ernten wirst ist Ablehnung, Skepsis oder der berühmte "Vogel" unter dem Motto "was ist denn das für eine blöde Einstellung".

    Unsere Resonanz basiert auf dem, was wir erlebt haben. Auf dem, was wir in uns tragen. Auf dem, was wir als Päckchen mit uns herumschleppen. Du kannst gerne versuchen, Deinen Rucksack zu ignorieren, doch er wird Dir auf Deinem Weg schon zu schaffen machen...

    Grundsätzlich ist es schon richtig, dass im laufe des Weges, wenn man ihn weit genug gegangen ist (nicht im Kopf), diese Themen automatisch unser Leben kreuzen. In welcher Form auch immer. Und solange Du den Ursprung dieser Dinge nicht erkannt, nicht gefühlt und erfahren hast wird es Dir nichts bringen zu versuchen, Dinge nicht zu verurteilen, die einfach für 99% aller Menschen "daneben" sind.

    Nur weil einige Spirits und Esos nun meinen, sie würden niemanden mehr verurteilen bedeutet das nicht, dass sich da etwas verändert hat. Es ist Anspruch. Allerdings auch einer, dem es sich lohnt auf den Grund zu gehen indem man schaut, wo warum die Verurteilung ist und was diese mit einem zu tun hat. Und erst wenn dieser Teil in Dir fort ist wirst Du es nach außen frei sagen können (aber mit ganz anderen Worten) und niemand wird sich daran stoßen...

    Weißt Du wie es sich anfühlt, einen Menschen, der vor Dir auf den Knien hockt, die Pistole an den Kopf zu halten und abzudrücken? Kannst Du fühlen, wie es dem Täter geht? Kannst Du fühlen, wie es ihm damit geht? Kannst Du fühlen, wie es dem Opfer geht? Kannst Du den Kontakt zwischen den beiden fühlen? Kannst Du den Unterschied fühlen zu dem, wie es Dir heute geht? Kannst Du diesen Unterschied benennen? Dann hast Du vielleicht ein Mitgefühl mit beiden. Solange Du den Täter nur nicht verurteilen willst bist Du noch auf dem Weg dorthin. Ohne Frage auf einem lohnenden...

    Gruß
    Andreas
     
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