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Offen gesagt - Thread mit Spielregeln - In/Aus-länder

Dieses Thema im Forum "Gesellschaft und Politik" wurde erstellt von Jovannah, 1. Oktober 2006.

  1. Jovannah

    Jovannah Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    2. November 2005
    Beiträge:
    2.609
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    ein Versuch.

    Ich bin neugierig was entstehen kann, wenn wir versuchsweise ausschliesslich mit folgenden Spielregeln miteinander sprechen.
    Nämlich inhaltlich, was dann alles kommen kann und darf.

    1) ich habe Angst, dass....ich befürchte, dass....
    ich freue mich, wenn...weil...
    ich wünsche mir, dass....weil.....

    "ich habe Angst, dass wir bald keine Kultur mehr haben"...allein für sich gilt nicht.
    a) WAS macht das dann mit mir, WESHALB ist mir das wichtig ? WIE würde ich mich denn fühlen, ohne....oder mit ? Sprich, um welches GEFÜHL gehts mir da ?
    WELCHE Umstände hätte ich denn gerne für mich, für welches GEFÜHL in mir ?


    2) ich schreibe hier jetzt deshalb genau das, weil.....ich folgendes damit bewirken will, ........weil das bwewirkt in mir....

    "weil ich will, dass du das auch ein-siehst" für sich allein gilt nicht. WAS wäre denn dann anders für dich ? WAS meinst du würde es bewirken wenn er/sie das einsieht ? Und...was macht das dann mit /in dir ?


    ~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~

    ich fang mal gleich an - Thema: Menschen mit anderen Kulturen, Einstellungen...wohnhaft in unserem Land.

    also....

    1) wünsche ich mir ein harmonisches Miteinander. Das bedeutet für mich nicht "Dauer-Friede-Freude-Eierkuchen" sondern die Fähigkeit, Konflikte gut und konstruktiv !! gemeinsam lösen zu können. Wenn möglich sollen also alle dabei gewinnen können. Aber wie geht das in dem Fall konkret ?

    In so einem Umfeld hätte ich weniger Angst vor Gewalt. Wenn Konflikte "gelöst" werden, indem einer den anderen "besiegt", "nieder macht"... so wird der ...fürchte ich...dann wieder aufstehen und erneut "zur Waffe" greifen.
    Denn irgendwie will er/sie sich ja auch durchsetzen und einbringen im Leben.
    Dann nimmt das mit dem "nieder machen" immer mehr zu.....und ich "muss nieder ringen oder zu Boden gehen".
    So stelle ich mir mein Leben aber nicht vor. Ich hab schon so oft erlebt was Gutes entstehen kann, wenn diese Energien statt dessen GEMEINSAM FÜReinander investiert werden. Da fühle ich mich wohl...weil statt Frust und Machtkampfstress entsteht in mir die Freude, gemeinsam Gutes für uns geschafft zu haben. Energien werden frei auf beiden Seiten...die vorher im problegefühl gebunden waren.
    SO , in diesem Gefühl...in dieser Dynamik...möchte ich überwiegend leben dürfen.

    Wenn wir nicht aufeinander zugehen...fürchte ich, dass eine sehr verachtende und gehässige Stimmung entsteht. Das macht dann ja auch was in mir. Mehr Angst und Abwehr, als Freude am Leben.

    Wenn ich mir gerade die Wahlkampfparolen so anschaue...oh graus. "daham statt Islam" steht da z.B. in Ö.

    Ich hab Angst, wenn immer mehr Menschn von Aussen ins Land gelassen werden. Deshalb, weil eh schon so viel Angst und Unzufriedenheit herrscht....meiner Meinung nach geschürt von Politik und Medien. Aber auch von der Tatsache, dass Krankenkassen "krachen" und die Arbeits/Erwerbssituation derzeit tatsächlich ebenso "zusammmen kracht"....und neue Lösungsansätze...Um-sätze...erforderlich macht.

    Das mit der Arbeit z.B. kriegt unser Land meine ich derzeit tatsächlich nicht ausreichend in den Griff. Billigstjobs, mehr Kurse als Arbeitsstellen,....
    Das macht Existenzängste bei Menschen und Versagensängste bei Politikern, denke ich.
    Jetzt haben wir der-zeit ! eh schon zu wenig System (das derzeit noch Full-Arbeit für alle bedeuten soll)....und da drängen dann dauernd neue Menschen nach, obwohl wir das so schon nicht wirklich ausreichend hin kriegen.

    Das macht in mir die Angst, dass massive Abwehrreaktionen kommen. Verständlich. Weil wenn ich mit einer Situation eh schon nicht ausreichend zurecht komme....ist "mehr desselben" zumindest im Moment ! nicht gerade förderlich.

    Erst mal lösen, was momentan ansteht...zumindest bis zu einem gewissen Grad (perfekt wirds ja eh nie, aber eben ausreichend)....und dann weiter öffnen. Wenn Menschen nicht so viel Angst haben, können sie besser Neues zu-lassen.
    Ich schreib das wegen der Angst, zu viel Überforderung der Menschen im Land...die ja auch für sich sorgen wollen....macht dann Abwehr und (massiv schon wütend) Abgrenzen erst mal nötig....und wo das nicht zu-gelassen ist vor anderen, nicht auch gesehen und ernst genommen wird....wird dann eben rebelliert.

    Das schreib ich, weil ich mir wünsche...dass auch das wahrgenommen werden DARF.
    Ausländerhass ist für mich ein Extrem. Unkontrolliert offene Grenzen das andere Extrem.(zumindest dann und so lange, wenn es gerade zu überfordernd wirkt)

    das spiegelt für mich....

    ICH bin da - DU geh weg.....alles nach aussen schiebend.
    DU bist da - ICH gebe mich auf bzw. sehe mich in meiner Anforderung an mich selbst als allmächtig, ohne Grenzen (energetisch, was auch immer...)....alles an sich nehmend.

    Es IST eine Herausforderung. Das Thema mit Arbeit, Geld, ....
    Auch das Zusammenprallen sehr verschiedener Prioritäten und Denkweisen.

    Das zu verschleiern und nicht zu sehen...finde ich gefährlich. Macht in mir die Befürchtung.....so werden "Feindbilder" aufgebaut. UND die Themen werden auch nicht gelöst, weil ja nicht wirklich darüber gesprochen werden DARF.

    Da "brodelts" dan auf beiden Seiten....die die jeweils andere nicht ZU-LASSEN können (in den anderen nicht und in sich selbst schon gar nicht).

    Ich glaube erst, wenn die Menschen im Land offen über ihre Wut und ihre Ängste sprechen können....das mal GEHÖRT und ernst genommen wird....ihre Gefühle mal ZUGELASSEN werden....sich da auch Bemühungen zeigen zu verstehen und zu verbessern......

    .....dann wird die ganze Dynamik reifer fürs Zu-LASSEN (denn dazu gehört für mich AUCH, sich bei Bedarf auch mal abgrenzen zu dürfen...so lange und so, wie gerade nötig....wenn es sonst grade zu überfordernd wäre).

    Wenn ZU-GE-LASSENER gesprochen wird....auch mit der erlaubten Formulierung der AB-GRENZUNG....hab ich die grosse Hoffnung, dass Energien frei werden dürfen....für gemeinsame Lösungen.
    Wenn du gleich offen sprichst - wenn ich gleich offen spreche.

    Und so erhoffe ich mir....habe ich dann auch immer mehr Kraft die ich nicht in einer aufreibenden Dynamik "verpulvern" muss....sondern kann sie effizienter und in für mich viel schönerer Stimmung (auch, falls mal "die Fetzen fliegen", aber eben da, wos wirklich innerlich grade "brennt"...) für ein schöneres, lebensfrohes , auch gemeinsames Leben ein setzen.

    :) Jo
     
  2. Jovannah

    Jovannah Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    2. November 2005
    Beiträge:
    2.609
    Mensch, ich bin ein "Ungeduldsel". Dennoch...

    wenn ich meine Lebensrealität überprüfe...ich hab einen Job und ich sehe nicht den Unterschied, ob jetzt ein Jugendlicher von hier oder anderswo in die Rentenkasse zahlt (weil da brauchts wieder mehr Menschen, les ich...nur wovon sollen mehr in die Kassen zahlen ? Von wegen Arbeitsplätze und so...komischer Widerspruch ?)

    meine Angst ist die, dass Menschen überfordert und nicht gehört werden....zu wenige Lösungen angeboten.
    Ich leb dann ja auch in dieser "ignorant wütenden bis resignierenden" Stimmung. Mitten drin. :confused:

    Selber wünsch ich mir ja auch, dass Themen erlaubt sind...um sie auflösen zu können, zu dürfen. Das wäre aber wohl Thema für einen eigenen Thread....das mit den "inneren Verbietern" die alleine Gedanken schon nicht zulassen können....und dem natürlichen inneren Prozess so verbieten, weiter zu laufen, zu denken, zu fühlen....
    Bei mir hab ich z.B. schon etliche "kennen gelernt" *g* und es tut mir gut, sie zu sehen. Zu versuchen und erleben was passiert, wenn ich sie fallen lasse.
    Es gibt wahrschinlich noch genügend davon in mir zu entdecken...

    Zum Thema In/Ausländer gibt es einiges, was mich interessiert...wo ich gerne auch bei anderen dahinter sehen dürfen möchte. Um besser verstehen zu können und dadurch vielleicht und hoffentlich wieder bei mir dahinter mehr zu finden.

    Deshalb die Einladung, es mal gezielt so zu versuchen. Vielleicht mag ja jemand mit tun.... :)

    Jo
     
  3. Trixi Maus

    Trixi Maus Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    23. Oktober 2005
    Beiträge:
    26.439
    na Du Sonnenblumen-Murmel 55...

    wow, Sonnenblumenmurmel. Die stell ich mir blau vor, so hellblau mit kleinen Bläschen drin und innendrin ist ein brauner Punkt wie eine Iris (obwohl die natürlich schwarz ist, das weiss ich schon, aber was weiss ich schon so alleine ausser dass ich eine lange Nase habe,hehe).
    Und drumherum stellich mir einen gelben Kranz vor aus Blütenblätterähnlichem Zeug, von dem ich aber weiss, dass es vermutlich nur irgendwie ein gefärbtes Stück sonstwas ist, was in die Murmel reingegossen worden ist, da bin ich nicht so naiv, nahaaain. :) Ist gar nicht echt. :) Aber der Thread ist echt gut nur weiss ich noch immer nicht so genau wie ich jetzt schreiben soll.

    Meinst du alles loslassen? Und einfach soooooooooooooooooooooooooooooooooooooooo schreiben wie ist egal? Und so richtig aus dem Inneren plaudern, was einen bewegt? hmmmm. Da ist ja jedem eine andere Ebene zugänglich von, bei diesen inneren Bewegungen, meinst net?
    Ach so, das wär grad das Interessante dann, ja gut, ah na. Wenn Du so willst, natürlich, das wär interessant. Dem anderen mal in den Gefühlsgeist gucken und nicht mitten auf die Fassade. Dann wird auch weniger rumgerotzt- möööglich ist es immerhin. Weil man dann automatisch mehr Achtung gewinnt, wenn man offen ist, meinst Du sicher, ja, das wäre, hmmm, das wäre gaar keine so schlächterische Idee. Die wär ganz gut, find ich.

    Aber jetzt weiss ich noch immer nicht, was ich schreiben soll. Wozu denn, zu welchem Thema? Hmmm. Der Mond steht am Himmel, das ist grad mein Thema, ich hab grad Sprengungen gelegt, ich brauch mal Pause.

    ..der mond..

    heute wie ein DeutschlanD, nächste Woche wie ein Oesterreich. Sieht ja'n bisschen aus wie'n Schweizer Käse, gell?

    :move1:
     
  4. Jovannah

    Jovannah Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    2. November 2005
    Beiträge:
    2.609
    ja,...und vor allem werden Themen auch besser lösbar, finde ich. Weil da angesprochen und auch ernst genommen, wo Gefühlswünsche, Ängste, Sehnsüchte, Bedürfnisse...sind.

    Ich mein eben, die "inneren Verbieter" blockieren vieles. Wenn ich mich zu manchem nicht mal weiter DENKEN lasse....

    was jetzt genau diesen einen Thread hier betrifft... :)

    Ich hab in Threads zum Thema Ausländer vieles gelesen.Teilweise jetzt im Thread "Rechtsruck in Europa".
    Ich hab das Gefühl, manches "darf" einfach nicht gedacht und gesagt werden. Da wird dann abgeblockt...mit auch Ängsten...nach aussen aber durch teils abwertende Sätze (ich mein das jetzt NICHT moralisierend...das darf auch sein..) und dadurch gehen so viele Möglichkeiten verloren.

    Ich meine, in beiden Seiten der Aussagen sind Wünsche und Ängste...die ernst genommen..da steckt einfach so viel wertvolles Potential drin.

    Ich hab einfach den Verdacht, dass die Angst vor Ausschliessung so tief sitzt in vielen europäischen Menschen....dass nicht mal dran gedacht werden darf, kurzfristig mal "nein" zu sagen. Ungeachtet der möglichen Konsequenzen.
    (so war es lange Jahre bei mir...da hatte ich einen "Gedankenverbieter" in mir. Ich versuch jetzt mal einfach weiter zu gehen und auch die "andere Seite" des Themas zu sehen. Auch in MIR.).

    Das Verbieten verstärkt dann den Druck und die Ohnmacht bei Menschen, die sich sicherer fühlen wollen in vielem und sehr wohl mal abgrenzen.

    so bleibt das Thema dann wirklich in der Fassade hängen.....

    Ich spüre beide Teile in mir...mal sehen, was sie sich gegenseitig zu sagen haben.
    Ich habe das Bedürfnis nach einer offenen Welt...im Miteinander der Menschen...weil ich mich so wohl geborgener fühle auf ihr. Weil gemeinsames Entstehen lassen einfach viel Freude in mir auslöst.
    Gleichzeitig spüre ich, dass paradoxer ? Weise das zeit!weilige sich abgrenzen nötig ist dafür.

    das ist das eine Thema, das ich sehe/spüre darin.

    das andere ist, Menschen sind Menschen.

    weil jemand weiss, schwarz, nicht behindert, behindert...ist....

    - muss ich nicht anders mit ihm umgehen, im Sinne jetzt von unfreundlicher oder freundlicher. Extrem ablehnend oder extrem freundlich.
    Das zweite ist zwar netter, aber im Grunde das Selbe, finde ich. Das nicht stimmig reagieren, aufgrund der Optischen Signale, die wohl Angst machen ausschliessend zu wirken, was auch immer....

    Und bei Menschen aus anderen Staaten, die eingewandert sind...
    ...muss ich jetzt nicht zwingend ablehnend werden...aber auch nicht zwingend überfreundlich. NUR, weil sie anderswo her sind.

    das verschleiert denke ich die Problematiken die durch das Auftauchen von sehr anderen Denkweisen....auf die Menschen hier im Land treffend...auf tauchen.
    Und was nicht gesehen werden darf, kann auch nicht gelöst werden.

    Und wenn es nicht gelöst werden kann, wirds irgendwann zur "Bombe". davor hab ich Angst. Ich fühl mich einfach sicherer mit dem Weg hin zu schauen, sich zunehmend wahr- und ernst zu nehmen mit den Bedürfnissen und Gefühlen. Weil daraus längerfristige gute Lösungen werden können.

    Soweit also inhaltlich von mir zum Thema.

    :) Jo
     
  5. Trixi Maus

    Trixi Maus Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    23. Oktober 2005
    Beiträge:
    26.439
    ooch, da mach ich noch mal mit so am frühen Morgen, hallo Jovannahjo :)

    tja . Also mir ist das mit der Abstammung eigentlich gar nicht so wichtig. Wo jetzt der Körper herkommt, dem ich begegne, meine ich, das ist mir schnuppe, weil ich mir ja ein aktuelles Bild machen kann, da kann ich die Vergangenheit ja einfach weglassen im Kontakt.
    Was mich viel mehr interessiert, ist die Kultur der Leute, die Lebens-Art. Und da finde ich es immer wieder beglückend zu sehen, wie meine lieben Mitmenschen auf die Strasse gehen um zu demonstrieren, wenn in der Nachbarschaft z.B. eine Moschee gebaut wird. Aber wenn die Studiengebühren eingeführt werden etc. da sind alle mucksmäuschenstill. Da scheint es mir, an jeder Strassenecke sei heute braunes Pack unterwegs und mir ist neben einem vermeintlichen Terroristen im Bus wohler als neben so manchem Deutschen.

    Gerade diese merkwürdige spirituelle oder christliche Kultur, die wir hierzulande haben, die versteh ich überhaupt nicht. Diese Glaubenssachen und diese ganzen Vorstellungen von anderen Personen aus der Vergangenheit- das hab ich gar nicht so. Da hab ich mich ne Weile mit beschäftigt und dann war es auch gut damit. Heute fühl ich mich eher wie ein Moslem oder wie ein Amerikaner als wie ein Europäer. Die Europäer müssen immer irgendwas Innerliches erreichen oder müssen immer jemandem nacheifern- das muss ich alles gar nicht. Ich brauche auch keine happenings und hypes. Ich will eigentlich eher nur meinen Spass im Leben haben. Weil ich einfach spüre, dass das so gewollt ist und dass man das nur meist nicht leben kann- je nachdem wo man nun sozialisiert ist und wo man geboren ist.

    Für mich ist das echt so schnuppe wie Sterne, ob jemand so oder so ist. Hauptsache er oder sie geht mir nicht auf den Piss. Dann hab ich keinen Bock mehr und tschüss, es gibt genug andere Menschen. So sortiert sich ganz schnell Partner und Nicht-Partner. Und ob da jetzt einer so oder so ist- hey, ich bin schwul, mit diesem Thema hab ich mich längst abschliessend auseinandersetzen müssen für mich selber. Anderssein, Normalsein, pft. Sosein ist mir lieber. Wahrheit, Regeln, Liebe, Ordnung, pft. Ist doch alles scheisse heute, guck Dich doch mal nur hier im Forum um. Gezicke Gezicke Gezicke. Schimpfen schimpfen schimpfen. Problembewusstsein, Konfliktbewusstsein, Selbstbewusstsein. Aber Gewahrsein? Eher Gewehrsein. Und so sieht's dann in allen anderen Medien auch aus, weil wir eben universal durch Worte und Bilder vernetzt sind- mit allen Ebenen unseres Erlebens.

    Gemeinsamkeit ist mir viel wichtiger. Und das kann kaum einer, behaupte ich, gem-einsam sein, weil vor Einsamkeit alle schreckliche Angst zu haben scheinen. Dabei ist das überhaupt nicht schlimm, im Gegenteil! Ein Sam. Ein Same für was auch immer, das Wort Einsam sagt nichts darüber aus, was da im Individuum keimt, das Ein Same ist für eine Zeit. Gem-einsam sein, da kommt gemini in den Samen und aus dem einen Kind werden Zwillinge. Ja und genauso kann sich das doch mit jedem anfühlen, wenn man das will- so als ob man eben Zwilling wär und hätte einen Samen: die aktuelle Begegnung und das Gespräch, das den Austausch darstellt. Wenn man aber in ein meindein Gehabe, und in ein ja aber Du blablabla verfällt, weil man sich von der Kultur des anderen in irgendeiner Weise negativ tangiert fühlt, dann hat man wohl einfach noch ein paar Verhaltensweisen, die man mal kultivieren sollte in einer kriegerischen Welt. Denn der Krieg ist ja in uns drin und spiegelt sich nur aussen. hör, ich bin den halben Tag einsam, weil in mir keiner rumplappert, wenn ich alleine bin. Da spar ich (mir) eben die Worte, die dann später rauskommen. Ob sie mir oder jemand sonst gefallen oder nicht, ist mir dabei herzlich egal.

    aach ja, fein wäre doch, wenn man innerlich absolut still ist, wenn man sich begegnet und dass man den Bach der Gefühle und Emotionen und der Grenzüberschreitungen, die man durch den anderen in sich selber betrachten darf, mal in sich drin behält und den anderen nicht mit seinem Müll zulabert. Immer dieses mangelnde Konfliktbewusstsein, dieses die Probleme mit dem anderen Lösen-Wollen. Das klappt eben nicht. Probleme lösen sich von alleine, weil sie Vorstellungen sind, allein die Zuwendung zum Problem hin verursacht ja das Problem. Das Problem erscheint ja erst, wenn es jemand bemerkt. Das schleicht sich schneller in die Kommunikation ein, als man es bemerkt, ist aber minderwertiges Palawer. Sorry, Kristallkind kann das heut nicht anders sagen. Gib mir einer RITus des ALls eIN, rit al in, gib mir, gib mir, damit ich die Klappe halte über Deine Scheissgesellschaft, die Du bist. Knall mich ab, weil ich den ganzen Scheiss nicht lernen will, der in diesen blöden Büchern steht, sonst knall ich Dich ab! Rumrums, fupp.

    Immer diese Konzentration auf die Defizite im Leben. Konni net b'greiwe. Alle döbräsiw heude, isch aba aah noch vrüü.

    Oh, da fliegt ein Reiher, hallo! Gaia erwacht, wie's scheint. Und eine Meise :) halla..lie ( :
     
  6. sage

    sage Guest

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    Was Trix im aus sagen will, ist nicht ganz klar, aber macht ja nix.

    Seltsam, daß bei "braunem Pack" alle nur an Deutsche und Ösis denken, nur daß das deutsche "braune Pack" und das türkische "graue Wölfe Pack" sich richtig gut verstehen und zusammenarbeiten.
    Aber das will kaum einer sehen, daß es auch dort, wie auch in Russland, Polen etc. rechte Gruppierungen gibt und wenn wir weiterhin die Grenzen offenlassen, können auch diese Elemente hierherkommen.Aber vielleicht ist´s vielen lieber, wenn der schwarzafrikaner vom russischen nazi niedergeknüppelt wird, als wenn´s ein deutscher Rechter tut.Gibt dem ganzen so ein internationales Flair.
    Dem Opfer selbst tut´s im günstigsten Fall nur höllisch weh, im schlimmsten spürt es überhaupt nichts mehr....


    Sage

    PS Es gibt auch Rassismus unter Schwarzafrikanern, siehe z.B. Ruanda, 1994
     
  7. Jovannah

    Jovannah Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    2. November 2005
    Beiträge:
    2.609
    hallo Trixi Maus !

    da gibts ja den Satz : bist du Teil des Problems oder der Lösung ?

    Sprich die Aufmerksamkeit sollte dahin gehen, wo Lösungsansätze sind. Damit nicht das Problem(gefühl) grösser und stärker, wird, sondern die Lösung.

    Wenn ich von der Allmächtigkeit der Menschen ausgehe, mit uferlos weitem Blickfeld....ja, dann gibts Probleme nur in der Vorstellung.
    Tatsächlich empfinde ich uns Menschen aber nicht als solches. Schritt für Schritt können Blicke weiter werden...aber ich seh das als Prozess, der auch Zeit braucht.

    Wenn ich Familien kenne, die nicht damit gerechnet haben, dass sie innerlich sehr hochstehende Werte betreffend z.B. ihre Töchter hier nicht leben können. Die dann mit teils massiver Gewalt versuchen zu erzwingen.
    Dann ist das für die Familie und die Tochter ein aktuelles, massives Problem.

    Weil sich alle ohnmächtig fühlen in der Situation. Nicht darauf vorbereitet waren, dass das Umfeld hier teils andere Werte vertritt und wie sich das auf ihre Familie, die Umsetzung ihrer Wertigkeiten, auswirken kann.

    Weil es in diesem Fall eine Familie ist die anderswo herkommt.....lass ma sie jetzt in ihrer Ohnmacht allein ?
    Oder das Mädel ungeschützt ?

    Es gibt diese Thematiken auch in Familien, die seit Generationen hier leben - Inländer also. Da wird ganz klar als Zielbild das Kind in Schutz genommen und versucht, den Eltern Unterstützung zu geben, ihre Drucksituation anders auflösen zu können.

    Wie weit das gelingt ist sicher von Situation zu Situation verschieden. Manchmal sind es kleinere Verbesserungen, in der nächsten Generation wieder...


    Also nochmal...

    Weil es in diesem Fall eine Familie ist die anderswo herkommt.....lass ma sie jetzt in ihrer Ohnmacht allein ?
    Oder das Mädel ungeschützt ?

    Ich erlebe es schon so, dass gehäuft Probleme auftreten, was z.b. die Vorstellung der "Sittlichkeit" von Mädchen betrifft. Auch wenn keine Gewalt zur Anwendung kommt, so entsteht doch immer wieder sehr viel Druck dadurch.

    Mich ärgerts schon, dass du mit der Vorstellung kommst...die Deutschen sind das "böse braune Pack"...und der Rest der Welt ist lieb. Der Rest der Menschen besteht eben auch aus Menschen....mit all ihren "Vorzügen" und auch Schwächen.

    Das empfinde ich ja wieder als Trennung von Bevölkerungsgruppen in generell "gut und böse". Nur eben andersrum.

    das sehe ich auch so. Diese Art zu denken und zu handeln gibt es überall. Ganz einfach deshalb, weil überall Menschen sind.

    Und ich finde Rassismus auch von ANDEREN Menschen als z.B. Deutschen nicht gerade als tolle Art, sich zu begegnen. AUCH, wenn es z.B. Menschen mit türkischer Abstammung sind. Auch da gibt es in meinen Augen Menschen, die sehr rassistisch wirken in ihrem Auftreten.

    DARF das AUCH gesehen werden ? Oder müssen "Minderheiten" auf alle Fälle als "lieb und perfekt" gesehen werden ?

    Ein natürlicher Umgang ist für mich, ein stimmiger. Wenn mir etwas gefällt oder auch so gar nicht...das sehen und sagen zu dürfen...ganz egal wie der Mensch aus sieht und wo er her kommt. Das ist auch Wertschätzung für mich.

    ich fürchte halt dieses Wegschauen (einem Türken darf man im Fall ja keinen Rassismus unterstellen, der hat auf jeden Fall der Betroffene davon zu sein. Selber darf er sein Volk als "die Guten" hinstellen und andere Länder als "die Bösen". Wieso soll da mit zweierlei Maß gemessen werden ? :confused: Sag mir einen Grund, weshalb er so trennen "darf" und andere nicht ?)

    Respekt und Wertschätzung ist für mich in ALLE Richtungen (egal von wem an wen) etwas Wertvolles und Wichtiges.
    Ist es Respekt, es manchen ab zu verlangen und manchen nicht ?

    Jo
     
  8. ahkamelie

    ahkamelie Aktives Mitglied

    Registriert seit:
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    Ort:
    *
    hai,

    was hat sich bei der menschheit gewandelt?
    siehe geschichte/vergangenheit.
    worin hat die natur des menschen sich geändert?hat sie das?
    zahn um zahn,kriege,hunger,not,mißgunst,love,siehe welches die totsünden sind,siehe welches die gebote sind.siehe was tatsächlich im wandelnden menschen sehbar/erlebbar ist oder gerade ungelebt bleibt.
    angefallen ist dies: der mensch sagt helfen willich.herauskristalisiert ist dieses das der mensch einem anderen hilfe geben möchte(bewußtsein erhalten und sogar erhöht).biologisch könnte dazu gesagt werden:das wesen mensch hat seinen sprung getan und ist morphiert(leider jedoch unsichtbar).dies gehört nun zum innendasein.der blick aus seinem geistigen fenster.ein kleiner jedoch wesentlicher wandel im automaten mensch/rasse mensch/produkt mensch.von dem menschen erster schritt.
    nun und.

    ps @christian zu dem thema der schulen und dem lehrermangel und was der staat als schulaufgabe unbetrachtet ansieht heutzutage, hat vor einiger zeit mal ein mann namens daniel quinn gedanken zu einem buch gesammelt: ismaels geheimnis.ein blickleihender roman.


    .|.
     
  9. Trixi Maus

    Trixi Maus Sehr aktives Mitglied

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    26.439
    tjaahaa, langsam langsam. Ich hab nie behauptet, dass die Deutschen brauner seien als andere. Das ist eine Interpretation. Ich schreibe:
    Da scheint es mir, an jeder Strassenecke sei heute braunes Pack unterwegs und mir ist neben einem vermeintlichen Terroristen im Bus wohler als neben so manchem Deutschen.

    Das ist halt so. Und hat mit anderen Ländern gar nix zu tun und macht da gar keine Aussage zu. Das interpretiert man dann huckepackerweise als Einstellung in mich hinein, die man selber hat und in sich selber bekämpft. Behaupte ich einfach mal so aus Freude am Behaupten. Tatsächlich ist es wohl in Frankreich so, dass die nationalen Parteien da bald das ganze Land regieren, wenn die Bevölkerung nicht ein anderes Angebot bekommt.
    Und bei uns seh ich das ganz ähnlich: wenn die Bevölkerung kein anderes Angebot bekommt, dann ist's bald ebenso zappenduster.

    aber ich schliess mich da der ahkamelie an: Nun und. Weil: das zu erkennen wie es ist, nützt nix. Steht zwar immer in den Büchern: "du musst es nur wahrnehmen"- aber das gilt für einen selber und nicht für eine ganze Gesellschaft. Über Staatslenkung etc. werden ganz andere Aussagen gemacht in der alten Literatur, nicht, die mir so gar nicht mehr so recht zeitgemäss erscheinen. Ich weiss mir da echt nicht einen Rat, keinen einzigen. Bin da vollkommen hilflos. Scheiss Gefühl, aber ist halt so. Ich hab das Gefühl, da können wir bis zum Skt. Nimmerleins-Tag warten, bis de Ohren bei den Leuten aufgegangen sind. Guck Dir mal die krummen Hunde auf der Strasse an mit den Einkaufstüten, dann weisst Du, dass die wie die Zombies auf einer Schiene fahren. Und von alleine kommt der moderne Zombie im Informations- und Konsumzeitalter eben nicht auf die Beine. Was jetzt kommt nach dem Informationszeitalter das Gesundheits-Zeitalter, sagt man. Nur: keine Ahnung wie damit beginnen. Echt, keine Bohne Ahnung in mir Zombie. Scheiss Situation.
     
  10. Jovannah

    Jovannah Sehr aktives Mitglied

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    am Ehesten sehe ich noch die Chance, durch all die Worte die Ängste und Sorgen dahinter zu hören. Verstehen versuchen, statt gleich mal abwerten (denn tu ich ansonsten in dem Moment nicht genau das, was ich anderen "ankreiden" will ? )

    Wenn ich mich gerade selbst erdrückt fühle, weil ich manches nicht lösen kann...fehlt mir vielleicht die Kraft und Möglichkeit, anderen gut helfen zu können. Im Moment zumindest.
    Unser Land ist kein "allmächtiges". Das hat selber grade einiges "vergaukelt" und es besteht die Notwendigkeit, vieles wieder besser hin zu kriegen.

    Momentan sind wir gar nicht in der Lage...vielen Menschen aus anderen Ländern aussichtsreiche gute Perspektiven bieten zu können. In Nischenberufen, ja....Schutz, ja....aber schau mal die Bedingungen, die viele Menschen hier tatsächlich erwarten.

    Ich meine, das sollte endlich mal zugegeben werden.

    Weil nur dann kann gesagt werden: jetzt nicht in diesem und diesem Umfang. Und zügig geschaut, die Themen im Land wieder zumindest ausreichend "auf die Reihe zu kriegen".
    Um wieder stärker, stabiler in sich zu sein und sich dann auch wieder mehr öffnen zu können.

    "Motzen" werden immer Menschen. Aber kritisch viele gibts eben denke ich dann, wenn zu viele sich überfordert fühlen und nicht gehört, wahr genommen werden.
    Wenn wir die Einen immer zu den Tätern und die Anderen immer zu den Opfern machen....

    fühlen die Einen sich nicht gehört und wahr genommen mit ihren Sorgen (ohnmächtig) und die Anderen, da werden deren Potentiale nicht gesehen (als hätten sie keine, also auch ohnmächtig).

    ich mein jetzt damit nicht dich, Trixi Maus denn ich glaube ? verstanden zu haben, was du sagen willst damit....

    ich wünsch mir also, dass zugehört und ernst genommen wird. Nicht die Worte an sich, sondern die Ängste und Wünsche dahinter.

    Das Projezieren allein aufs Ausssen gibts bei vielen Menschen....das ist wohl weltweit-Menschen-Thema...*g*
    Aber ich muss das niemandem "ab kaufen" und in der Folge alles an mich nehmen.

    Wut zeigt ja, dass jemand sich blockiert und ohnmächtig damit fühlt. dass die Situation von aussen als nicht bewältigbat erscheint, nicht genug Ressourcen in sich gesehen werden. Das braucht in meinen Augen Unterstützung, statt noch mehr Ablehnung und Druck (so wird die Situation ja nur noch massiver...)

    Und das mit den Zombies....auf was warten, jeder kann jedem und sich selbst täglich die Chance geben, mehr zu leben...statt zu funktionieren.
    Einen Zombie frag ich vielleicht nicht nach seinen Gefühlen und Wünschen. Menschen schon.
    Und wenn ich frag...kommt nahezu immer viel. Sind also wahrscheinlich doch eher Menschen um mich ;)

    Jo
     
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