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Österreich-Ungarn

Dieses Thema im Forum "Gesellschaft und Politik" wurde erstellt von Xalis, 9. Oktober 2010.

  1. Xalis

    Xalis Aktives Mitglied

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    hallo, :)
    ich komme aus Klagenfurt und vor längerem haben wir in der Schule den erstenWeltkrieg durchgemacht
    wir haben mit unserer Lehrerin eine Abstimmung gemacht um zu sehen wie wir aus unserer Klasse und damals entschieden hätten
    ich habe gesagt, ich wäre dafür gewesen, dass das kaiserreich Österreich-Ungarn weiterbestünde... damit war ich die einzige!!!
    und jetzt verstehe ich nicht warum die anderen so entschieden haben, ich bin immer noch derselben meinung...

    Ich freu mich auf eure Antworten :danke:
     
  2. Bulldackel

    Bulldackel Aktives Mitglied

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    Das glaube ich nicht. Vermutlich bist du nicht von Adel.

    Hättest du die Zeit damals miterlebt, die Ungerechtigkeiten, die Irrationalität und die ganze durch und durch verlogene und bigotte Gesellschaft, wärst du froh gewesen, auch vor den Damen und Herren von Stand als vollwertiger Mensch zu gelten und nicht bloß als Lakai.

    Ich empfehle dir das Buch "Adel im Untergang" von Renn. Danach verlierst du alle romantischen Illusionen über die deutschen Monarchien.
     
  3. Xalis

    Xalis Aktives Mitglied

    Registriert seit:
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    naja ich weiß nicht so viel über meine Vorfahren, dass ich das jetzt so sagen könnte aber genau das is es ja
    ich persönlich bin total unzufrieden mit der Demokratie, ein bekannter von mir hat mal gesagt: Demokratie ist die schlechteste form der Regierung, aber ich kenne keine Bessere!
    und er hatte recht... Aber ich bin immer noch für die damalige Monarchie, ich habe mich auch schon im Internet umgeschaut, es gibt ja immer noch viele leute die auch dafür wären :suche:
     
  4. Bulldackel

    Bulldackel Aktives Mitglied

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    Allzu viel gibt es da gar nicht zu wissen. Das bisschen, was wir im Deutschen Reich an rudimentär-demokratischen Ansätzen hatten - den Reichstag - wurde vom Kaiser als "Reichsaffenhaus" bezeichnet. Das sagt alles darüber aus, was er von seinem Volk hielt.

    Während die überwiegend adligen Herren der höheren Offiziersränge es sich im Kommandostand weit hinter der Front gemütlich machten und rumhurrten, schickten sie ohne den Hauch eines schlechten Gewissens Millionen Landsleute in den Tod. Für nichts. Der erste Weltkrieg wurde letztlich zum Vergnügen der Aristokraten geführt, die außer geschraubten Reden und Tischmanieren nichts gelernt hatten. Kein Soldat hätte dir triftig erklären können, worfür er eigentlich in die Gräben geschickt wurde. Warum er Franzosen und Engländer abschlachten muss, die ihm nie etwas getan haben und die, ebenso wie er selbst, lieber zu Hause wären und ihren häuslichen und beruflichen Pflichten nachkommen würden.

    Wenn du schon mit der Demokratie unzufrieden bist, dann wäre die Monarchie die Hölle für dich. Denn die hat dir nicht garantiert, gleiche Rechte zu haben wie alle anderen. Du hattest keine realistische Möglichkeit dich gegen Schikanen und Ungerechtigkeiten der Auserwählten von "Gottes Gnaden" zur Wehr zu setzen.

    Du warst dort keinen Fifferling wert, wenn du keinen Stammbaum vorzuweisen hattest.

    Des Kaisers Fetisch war die Marine, also durfte jeder brave Deutsche die lächerliche Farce mitmachen oder anderenfalls als vaterlandsloser Geselle gelten. Weil es den Grafen und Prinzen der kaiserlichen Admiralität gefiel, tausende Matrosen in einen völlig sinnlosen Tod zu schicken, wurde das eben so angeordnet - womit sich die bornierten Herren glücklicherweise ihr eigenes Grab schaufelten.

    Scheidemann hat seine Worte durchaus mit Bedacht gewählt. Die Monarchie war nur noch das Alte und Morsche.
     
  5. Xalis

    Xalis Aktives Mitglied

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    Nunja, ganz so sinnlos war das nicht, um genau zu sein war es eine Macke von Deutschland. Sie haben Österreich überredet und bestochen bis wir mitgemacht haben, leider. Hätte ich damals gelebt und hätte mir jemand zugehört hätte ich mindestens 100 Möglichkeiten gehabt etwas viel besseres vorzuschlagen

    Das ganze war sicherlich nicht 100% zum Vergnügen von Aristokraten, die Stellungskriege zum Beispiel waren umsonst, immerhin forderten sie 2.000.000 Tote, aber im großen und ganzen war die Ausgangsposition der Entente von Anfang an geplant.
    Außerdem wurden zwischen Deutschland und Frankreich schon lange Fehden ausgetragen um einen kleinen Abschnitt land, der jedoch viele Rohstoffe enthielt.

    England hatte auch seine Gründe, es war eine Weltmacht, diese Handlung verstehe ich auch.
    Den ersten und zweiten Weltkrieg hat beidemale Deutschland begonnen, hätte Österreich Deutschland damals nicht unterstützt, hätte das ganze vielleicht ein anderes Ende genommen.
     
  6. Bulldackel

    Bulldackel Aktives Mitglied

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    Naja und damit bist du ja selbst bereits am größten Nachteil der Monarchie angelangt: es reicht aus, dass ein inkompetenter Nichtsnutz zufälligerweise als Thronfolger geboren wird und schon gehen ganze Staaten den Bach runter.

    Der Deutsche Kaiser hatte von Tuten und Blasen keine Ahnung. Weil er ein beschränkter Langweiler war, der außer Krieg und Großmannssucht nichts in der Birne hatte, hatten gleich mehrere Völker die Folgen seiner primitiven Extravaganzen auszubaden.

    Eine Demokratie kann solche Trottel in Führungspositionen viel besser neutralisieren, weil diese Trottel recht schnell abgewählt werden oder durch die anderen demokratischen Institutionen in ihrer Macht beschränkt werden. Außerdem ist es in einer Demokratie viel unwahrscheinlicher, dass ein Trottel Führungsverantwortung bekommt. Man kann ja geteilter Meinung über politische Einstellungen sein. Allein aber um in eines der wichtigeren Parlamente gewählt zu werden, bedarf es meistens schon einer wirklich unter Beweis gestellten Kompetenz. Adlige Faulpelze, die nichts können und nichts gelernt haben, werden nicht gewählt. Das Volk will Leistung sehen und nicht bloß großkotzige Reden.

    Im übrigen war diese hysterische Romantisierung alles Militärischen derart kindisch, dass mich heute noch ein gewisses "Fremd-Schämen" befällt, wenn ich mir die Banknoten von damals ansehe. Das war alles so niveaulos und primitiv. Das ganze gesellschaftliche Klima war völlig krank. Du musst dir vorstellen, plötzlich wäre ganz Deutschland oder Österreich nur noch auf dem intellektuellen Niveaus von "Deutschland sucht den Superstar". um dem nahezukommen, was damals im Reich grassierte. Uaaah... ich muss aufhören... ich krieg schon wieder Gänsehaut vom Fremd-Schämen.
     
  7. Xalis

    Xalis Aktives Mitglied

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    jetzt muss ich auf den 2.Weltkrieg denken. Das Volk wollte Demokratie und wollten wählen, wozu hat das ganze geführt?
    In der Demokratie geht nichts weiter, und das macht mich wütend, lange wollte ich politiker werden,aber wozu? Um mein ganzes Leben lang nichts anderes zu machen wie Haider? Der war auch nicht nett, im Gegenteil. Ich habe ihn persönlich gekannt.
    Er war ungefähr der Typ Mensch von dem du sprichst wenn du die damaligen Adiligen beschreibst.

    Dem mit dem Kaiser muss ich ein wenig widersprechen, wäre er nur ein langeweiler und größenwahnsinniger Trottel gewesen ... nein, ich weiß dass das nicht nur so war.

    Sagen wir einmal der Kaiser wäre tatzächlich Wahnsinnig gewesen, das kann man auf viele verschiedene Weisen aufnehmen, Wahn gehört zur Schizophrenie, und das widerum ist auch nicht 100% eine Krankheit, nicht?
     
  8. herzverstand

    herzverstand Aktives Mitglied

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    22. November 2006
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    4.802
    Ort:
    und die schweiz schließen wir auch noch an, gell vreni schneider. :D:D
     
  9. Shimon1938

    Shimon1938 Sehr aktives Mitglied

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    Witzenhausen/Hessen in BRD


    shalom vrenii,

    aus deinem schreiben ist vor allem eins ersichtlich: du bist sehr jung, und kennst vermutlich auch die geschichte "östterich - u ngarn" nicht, oder zuwenig um ermessen zu können was dieser königrech ausgemacht unbd für das volk der "magyaren" (den ungaren) bedeute hat... wie sehr die ungaren im laufe der geschichte vom österreich unterdrückt waren und wie lange das gedauert hat hier auszuführen würde den ramen sprengen...

    nur so viel, die letzte etappe der geschichte entstand 1867, als die ungaren den kaiser franz josef den 1. als rechtmässigen könig von ungarn erkannt haben un der kaiser mit der mheiligen stefanskrone in estergom (in der alten hauptstadt von ungarn) zu rechtmässigen ungarischen könig gekrönt wurde.
    zwischen 1848 und 1867 war in ungarn ein zimlich "verworrener zeit" und ungarn hatte eigentlich keinen könig. ungarn wurde in dieser von österreich verwaltet, und von einem "österreichischgen geheimdienst" regiert, d. h. stand unter militärischer verwaltung -- ohne jegliche bügerrreichte ung gerichtsbarkeit.
    "das rechtt" (ene art königliche adelsrecht) wurde ert 1867 widerhergestellt, aber das war auch nicht mit ein rechtsysstem aus heuteigen sicht vergleichbar. die bürger hatten noch immer keine rechte, nur der könig und der ungarische adel. ausserdem konnte sich ungarn in dieserr zeit der "industriellen revolution" in österreich nicht frei entwickeln u8nd entfalten. ungarn blieb ein "agrar-land", dazu verdammt der getreide und fleichslieferant der österreichisch - ungarischen monarche zu sein. nichts konnte sich frei entwickeln und ungarn blieb in diser zeit ein feudals land, fast ohne bürgertum und einem entwicklungsunvilligem ungarischen adel.
    in der folgezeit (ab 1920, wenn ich mich richig erinnere) entstand in ungarn, nachdem in österreich das keisserreich in folge des 1. weltkriges angechafft wurde ein rein fasistischer dicktaur von "reichsverweser" nikaolaus horthy. nikolaus horthy, als nicht - ungar, (er sprach nur gebrochen ungarisch und war ein hochrangiger offizier im 1. weltkrig) konnte in ungarn mit der königskrone nicht gekrönt werden, auch weil er nicht katholisch, sondern evangelisch war. in der folgezeit, hat dieser faschistischer (nicht nazinalsozialistischer!) diktatutur an der seite der deutschen im 2. weltkrieg teilgenommen. die ungarische armee (oder teile davon!) waren an die zusamentreibung und ermordung der jüdische bevölkerung in russland und polen beteilig.

    nun ich war nie ein anhänger des kommunismus in ungarn gewesen und musste auch aus verschiedenen grüneden 1956 ungarn verlassen, aber mit sicherheit lässt sich sagen, dass alles was in ungarn zwischen 1940 - 1944 an verfolgung und ermordung sowohl von juden wie nichtjuden geschehen ist, eine folge dieser monarschie war. alles wäre besser gewesen als kaiser, - oder königreich österreich ungarn. so viel zu der geschiche dieser "königreich" und nur in kürze.



    (denke bitte über meine ausführungen nach, und lese eventuell dazu noch die ausführungen von "wiki" ...)

    shimon a.
     
  10. Xalis

    Xalis Aktives Mitglied

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    da hast du recht :/ aber zu deiner aussage: nur weil ich jung bin, heißt das das ich vieles nicht verstehen KANN/nicht wissen KANN? Weißt du woraus sich intilligenz auszeichnet?
     

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