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Njörds, Loki und Odin...

Dieses Thema im Forum "Kelten, Germanen, europäische Naturreligionen" wurde erstellt von Freyr, 20. August 2007.

  1. Freyr

    Freyr Guest

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    Wer ist wer? Waren sie gut oder böse oder kann man das so einfach gar nicht sagen?
    Wer von Euch hat sich mit der Simrock Übersetzung der Edda beschäftigt, hat Fragen dazu oder möchte gern die anderer beantworten?
    Sagt Euch das überhaupt etwas- die Edda?
    Auf Wunsch eröffne ich hier heute einen eigenen Thread, in dem wir darüber diskutieren können bis der PC glüht :)
     
  2. L0ki

    L0ki Mitglied

    Registriert seit:
    18. Mai 2007
    Beiträge:
    335
    Der Vollständigkeit halber: Eine lebhafte Diskussion entstand im Magie-Forumsthread Runen als einstieg!?.

    :)

    --------------------------------------------------------------------------------

     
  3. Freyr

    Freyr Guest

    Na gut, an der Stelle entsteht offenbar erstmal eine kleine Pause. Vielleicht kommen wir später darauf zurück?
    Hat Ragnarök nun eigentlich stattgefunden oder steht es noch aus?
    Eine Frage, die ich mir selber nicht so ganz beantworten kann.
    Ich tendiere dahin zu sagen, es ist bereits gewesen.
    Allerdings habe ich mit dem Zeitbegriff so meine Probleme, da es für mich keine Zeit gibt (betreffs des Göttergeschlechts). Also findet es immer noch statt?
     
  4. L0ki

    L0ki Mitglied

    Registriert seit:
    18. Mai 2007
    Beiträge:
    335
    Anmerkung vorab: "Njörds" im Threadtitel ist der Name im Genitiv, keine Art Überbegriff, ich hoffe das ist klar :)

    Die "Götter" sind "Riesen" (zur Abgrenzung zu Menschen und Alfar etc), per se weder gut noch böse, sondern eigenständige Wesenheiten mit Stimmungen, Vorlieben und allem was dazugehört. Die Edda ist für mich nichts anderes als eine Erklärung der Welt und alles was auf/in ihr ist. Die Geschichte ist ein Kreislauf, der nicht mit Ragnarök endet, sondern von neuem beginnt.

    Generell finde ich das nicht-eindeutige an der Edda faszinierend, da es einem ermöglicht zwischen den Zeilen zu lesen, die Geschichte in den Vordergrund stellt, und nicht wie andernorts üblich die Wissenschaftlichkeit. Wenn wir von "der Edda" sprechen, meinen wir in erster Linie den Codex Regius (die Lieder-Edda), erst in zweiter Snorris Prosa-Edda (Skaldenlehrwerk das Spruchdichtung, Reimfluß und Kenningar vermitteln sollte).

    Karl Simrocks Übersetzung hält sich im Großen und Ganzen ans Original, während zB Felix Genzmer (unter Mitwirkung von Andreas Heusler) versucht das dichterische Element mitzuübersetzen und dabei mehr Freiheiten herausnimmt, sozusagen heruminterpretiert, "unwichtige" Passagen streicht etc.

    LG
     
  5. L0ki

    L0ki Mitglied

    Registriert seit:
    18. Mai 2007
    Beiträge:
    335
    lol, Geduld :)

    Hab heute Spätdienst, muß nebenher auch noch andere Sachen erledigen, könnte also dauern...
     
  6. Freyr

    Freyr Guest

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    Ja, Njördr heißt das richtig. Als ich das bemerkte, war es zu spät es zu ändern. Mein Fehler, Asche auf mein Haupt :)
    Mit Simrock habe ich anfangs meine Probleme gehabt, da mir zuviele Fremdbegriffe auftauchten.
    Interessant finde ich Walter Hansens Idee dazu, da er die germanische Götterwelt mit Geländewagen, Zelt und Rucksack bereist hat und viele der sagenhaften Orte aufgespürt hat. Es gibt sie also wirklich, die Götterburg Asgard, die Unterwelt Helheim, die Schlösser der Riesen u.u.u. Es sind Gebiete in Islands riesenhafter Vulkanzone, die den Menschen zum Dichten animierten.
    Wenn man bedenkt, daß ca. 1/3 der Menge an Lava, die sich über die Erde ergoß, aus Island stammt, wird einem schnell die Dimension klar, von der wir hier reden.
    Man bekommt nochmal einen ganz anderen Blick auf die Edda, wenn man sie auch als eine Sammlung geologischer Fundstücke betrachtet.
    Ein Kreislauf- so könnte man die Geschichte wirklich wunderbar bezeichnen. Gefällt mir. Im Hinblick auf vulkanische Aktivitäten wird die Schöpfungsgeschichte ja auch wieder einmal mehr deutlich.
    Nicht nur Du hast heute Spätdienst. Ich ziehe mich auch zunächst zurück. Von nichts kommt bekanntlich nichts.
    Bis dann :)
     
  7. L0ki

    L0ki Mitglied

    Registriert seit:
    18. Mai 2007
    Beiträge:
    335
    lol na was heisst.. :p

    Kann ich mir vorstellen, daß Hansens Buch gut ist, und nen tiefen Eindruck hinterlässt.... Island steht auch noch auf meiner todo list :)

    Aber genau das ist dem Autor angekreidet worden, daß er die Geschichte auf Island reduziert, was dann doch ein bißchen ... begrenzt wäre. Wie gesagt, kenn das Buch (noch) nicht, kann also nur vom Hörensagen reden.

    Ein Punkt, der an der germanischen Mythologie besonders interessant ist, ist m.E. das Schicksal (Wyrd, die Nornen) bzw der Bezug zum Magier, was sich ja eigentlich widerspricht. Oder doch nicht?

    skol :)
     
  8. Freyr

    Freyr Guest

    Hat`s Bierchen geschmeckt?
    Ja, der Hansen beschränkt sich da ein wenig, für meinen Geschmack jedoch nicht zu sehr. Er schreibt nur das auf, was er findet. Wenn es in Island ist, kann er nichts dafür.
    Einen Widerspruch zwischen Nornen und Magiern scheint es zunächst tatsächlich zu geben. Ich bleibe mal bei bestimmten Nornen (bei den bekanntesten).
    Vergangenheit und Zukunft gibt es für viele Magier nicht. Er arbeitet nicht selten in der Gegenwart. Tut er jedoch genau dies, hat er die Nornen als mutterarchetypisch verstanden und involviert. Das ist doch alles ganz einfach *g (Scherz).
    Bei den anderen, unbekannteren Nornen wird es schon schwieriger.
    Ich las mal (leider habe ich das Buch nicht mehr), zwei Nornen begleiten Ebbe und Flut. Werden sie dem Meer zugeordnet, dürfte eine Erklärung schwer fallen. Der Mond ist aber auch wiederum dem Weiblichen zuzuordnen- was eine Verbindung zu den o.g. Nornen herstellen würde.
    Worum geht`s also bei einer Problematik, bei denen die Schicksale offenbar weiblicher Natur waren, die Männer hingegen der Magie anhingen? Ich erkenne da eine stetig stattfindende Kompensation des eigenen Mangels. Eine gesündere Gesellschaft kann ich mir kaum vorstellen.
    lg
     
  9. L0ki

    L0ki Mitglied

    Registriert seit:
    18. Mai 2007
    Beiträge:
    335
    Jo, besten Dank *g*

    Theoretisch hat jedes Wesen mindestens eine Norne, warum also nicht auch Ebbe und Flut? :)
    Personalisierung ist eine Form, Existenzen wahrzunehmen, zu respektieren.

    Umgekehrt, der Mond (Mani, dereinst von Hati verschlungen) ist männlich, die Sonne (Sunna, Sköll frisst sie letzten Endes ... amazing) weiblich im Germanischen. Glauben die Wiccas bis heute nicht wirklich. :weihna1

    Das nordische Weltbild kennt zwei Magiekonzepte: Seidr und Galdr - geschlechtsunabhängig. Auch das Schicksal wird zweifach gesehen: Wyrd (universell, "Autobahn") und Orlög (individuell, die "Spur"). Die Nornen sind m.E. nicht mit "dem Schicksal" gleichzusetzen, sie weben die Stränge Örlogs in das Wyrd, ein Teppich sozusagen, der nicht fest gewoben sondern dynamisch geknüpft wird. Der Magier sieht das Bild (seidr) bzw. wirkt an ihm mit (galdr).
     
  10. Freyr

    Freyr Guest

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    Ohne Akzeptanz der Besonderheit einer Norne kann er (der Magier) schwerlich mitwirken. Im Ursprung waren diese Konzepte nicht geschlechtsspezifisch, sind es durch Überlieferungen jedoch geworden. Der Einfachheit halber? Man sagt: Die Schicksalsfrauen- schon weiblich oder? *g. Auch auf Zeichnungen, in Grabkammern findet man immer wieder weibliche Schicksals"zuordnungen". Meiner Meinung nach ein gesunder Ausgleich, wie gesagt. Der eine ist ohne den anderen handlungsunfähig.
    Durch die Christianisierung haben wir dann ja gelernt, daß ein Gott ausreicht, der die Geschicke lenkt. Somit wurden sämtliche magischen Handlungen von vorn herein unterbunden.
    Ob der Mond nun w oder m ist- ich umgehe seit Jahren jegliche Diskussion diesbezüglich.:)
     

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