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Nirwana? Gedanke zum Buddismus/Meditation

Dieses Thema im Forum "Meditation" wurde erstellt von Idee, 6. Januar 2007.

  1. Idee

    Idee Neues Mitglied

    Registriert seit:
    4. Januar 2007
    Beiträge:
    289
    Ort:
    Hamburg
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    Soweit ich das mitbekommen habe ist Nirwana durch Meditation erreichbar und es ist ein Zustand der einen von den Wiedergeburten befreit...
    Was aber nun wenn man sich dadurch selbst ausgelöscht hat? Denn das ist es doch im grunde oder? Ich mein es gibt zwar jede menge Leid auf der Welt aber mit der richtiegen Einstellung kann man es doch Prima aushalten am Leben zu sein, da ist es doch schön immer wieder geboren zu werden, was gibt es sonst außer dem Nichts, bei dem man auch kein Bewustsein besitzt.(Meiner meinung nach der Zustand zwischen Tod und Wiedergeburt)
     
  2. Niemand

    Niemand Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    21. November 2004
    Beiträge:
    7.604
    Ort:
    Niemandsland / Neutrale Zone
    Sicher kann man diesen Kompromiss eingehen, aber es wird ohne Nirvana auch immer wieder ein Zustand der inneren Zerissenheit/Zwiegespaltenheit in das Bewusstsein dringen und das ist es, worunter die Menschen leiden. :)
     
  3. WyrmCaya

    WyrmCaya Neues Mitglied

    Registriert seit:
    25. März 2004
    Beiträge:
    12.942
    Ort:
    Caya und Wyrm wohnen in Wien
    Bewusst-losigkeit und Selbst-auslöschung mögen Ziel von Todessehnsucht sein...funktioniert jedoch nicht.
    Nicht im Sinne von Vollkommenheit und Ganzheit. :zauberer1

    Das gehört alles zum Weg...und ist keines wegs der Schluss ;)

    Caya
     
  4. Kinnaree

    Kinnaree Guest

    Soweit ich inzwischen zu begreifen meine, ist Nirwana der Zustand, der Befreiung vom Leiden möglich macht. Es wird da nicht immer in gleicher Weise differenziert drüber gesprochen, aber ich habe inzwischen einige Lehrer schriftlich und auch mündlich kennengelernt - und bei zwei oder drei von ihnen wurde mir ganz sonnenklar, sie sprechen von dem Zustand, der es uns ermöglicht, Befreiung von leidhaftem Erleben zu finden.

    Das mag auch deshalb sein, weil das Rad der Wiedergeburten im indisch-asiatischen Kulturraum traditionell als leidhaft verstanden wird. also muß man das wohl nicht immer dazusagen. Soweit ich bis jetzt eindringen konnte in die Materie (im wahrsten Sinn des Wortes), geht es also vor allem um die Befreiung davon, daß man Leid erlebt. Indem man den Zustand der vollkommenen Ruhe in der eigenen Mitte (und somit dann auch in der Mitte von allem) kennenlernt.
     
  5. Sie saß da und hörte ihm zu, ohne störende Gedanken dazwischen kommen zu lassen. Seine Worte erreichten direkt ihre Seele.
    Danach folgte Schweigen.
    Ich schwöre es bei der Nacht, wenn sie sich ausbreitet, dachte Stella. Sie schaute hinauf in die Unendlichkeit des Himmels. Am Horizont verblasste ein sanftes Pfirsichrosa, wurde immer zarter, bis es verschwunden war. Wie bei einem Regenbogen folgten Nuancen von Hellrosa Grün und Gold. Es glühte nochmals auf, um dann zu einem opalisierenden Grau zu werden, dem rasch die Dämmerung folgte.
    Mahoud hatte weitere Holzscheite ins Feuer gelegt, es brannte jetzt stark. Er wendete sich gen Mekka und betete.
    Stella blickte weiter hinauf zum Himmel, verharrte im großen Schweigen und dachte, ich habe keine Angst vor dem Tod. Es ist jedes Mal wie ein Sterben, das Nirwana. Wenn ich mich auflöse, mich aufgebe, mich hingebe und hineingehe in das Nichts...
    Wäre nicht das Feuer, ich würde mich genauso einsam fühlen, wie in der Wüste bei Dubai. Wieder geht die Sonne unter und die Dunkelheit kommt groß und mächtig, aber das Feuer leuchtet und wärmt. Wir haben es den Göttern gestohlen, so heißt es in der Sage...
    Da fiel ihr der Flug von Bombay nach Delhi ein. Damals dachte sie daran, wie die Sonne jenen schmalen Ring, den wir Erdatmosphäre nennen, beleuchtet. So schmal, im Vergleich zur Unendlichkeit des Weltalls. Innerhalb dieses Streifens Licht wird der höchste Platz eingenommen, den Materie auf ihrem Weg zu ihrer Organisierung erreichen kann. Auf diesem Platz entstehen die Fragen über den Ursprung des Universums.
    Da fiel ihr das Lied von Lamb ein und leise, ganz leise, begann sie zu singen.

    „I can fly... but I want his wings,
    I can shine… even in the darkness,
    But I crave the light that he brings.
    Gravel in the songs that he says,
    My Angel Gabriel…
    I can love… but I need his heart.
    My Angel Gabriel…
    My Angel… Gabriel…“

    Mit ihrem Gesang kam die Nacht, die Sterne, zum Greifen nah... Billionen und Billionen Sonnen, die ihr Licht in die Dunkelheit strahlen.
    Und Stella fragte sich, ob es mehr Sterne oder mehr Sandkörner gebe...

    Text K.Ali




    Ali:liebe1: :liebe1: :liebe1:
     
  6. Inti

    Inti Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    8. Juli 2004
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    12.236
    Ort:
    Nordhessen
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    Durch die Wahrnehmung von Trennung erkennen wir - durch Erkenntnis erleben wir Bewusstheit - das ist das Schöne und gleichzeitig das Leid der Trennung -

    LGInti
     
  7. Kinnaree

    Kinnaree Guest

    [​IMG]
     
  8. Niemand

    Niemand Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    21. November 2004
    Beiträge:
    7.604
    Ort:
    Niemandsland / Neutrale Zone
    Dazu sollte man aber erst lernen, was denn eigentlich Leid verursacht. Laut Buddha erzeugt nur das Anhaften an Weltlichem das Leid und damit meinte er sowohl das Anhaften an Gutem als auch an Schlechtem. Er bezeichnete generell alles als leidbehaftet, was sich innerhalb des Raumzeitkontinuums befindet. Im Christentum hingegen hört man dagegen immer, das man das Gute behalten solle und das Schlechte loslassen. In dieser Empfehlung sind aber Missverständnisse zu 100% vorprogrammiert, denn wie soll der Mensch wissen was gut und was schlecht ist ? :dontknow: Das ist nur einem förderlich - nämlich der inneren Zerissenheit und somit wird wohl der heilbringende Weg sein, alles loszulassen und letztlich an nichts mehr anzuhaften. :)
     
  9. Kinnaree

    Kinnaree Guest

    Ohja, danke für die Ergänzung.

    Ich versuch es so zu formulieren - das Anhaften, das Festklammern an allem, was sich innerhalb des Raumzeitkontinuums befindet, verursacht das Leiden.

    Und das bestätigt uns das Leben: wir erleben was Schönes und - wie Lama Yeshe so richtungweisend sagt, wir sind einfach so unmöglich ;), daß wir das sofort festhalten wollen, für immer haben, nie wieder hergeben. DAS führt dann unweigerlich zum Leiden.
     
  10. Niemand

    Niemand Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    21. November 2004
    Beiträge:
    7.604
    Ort:
    Niemandsland / Neutrale Zone
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    Korrrrekt. :) Ausnahmslos alles im Raum/Zeitkontinuum unterliegt stets der Bedingtheit und Wandlung. Hält man an irgendwas Angenehmen fest und es wandelt sich (und das wird es auch tun), so zerrinnt es uns unweigerlich zwischen den Fingern und das Geschrei ist wieder gross :cry2:
     
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