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Nicht-Selbst und Wiedergeburt (Widerspruch?)

Dieses Thema im Forum "Allgemeine Diskussionen" wurde erstellt von ElaMiNaTo, 22. Oktober 2014.

  1. ElaMiNaTo

    ElaMiNaTo Sehr aktives Mitglied

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    Beiträge:
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    NRW
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    Hi,

    Soweit ich weiß vertreten Buddhisten das Konzept des Nicht-Selbst und das Konzept der Wiedergeburt.

    Wie können das Konzept des Nicht-Selbst (Anatta) und das Konzept der Wiedergeburt gleichzeitig Teil des gleichen (logischen) Systems sein, ohne dass das System einen Widerspruch in sich selbst enthalten würde?
     
  2. Elfman

    Elfman Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    17. März 2010
    Beiträge:
    10.763
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    Frankfurt/Main
    Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Anatta
     
  3. alamerrot

    alamerrot Aktives Mitglied

    Registriert seit:
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    Das weisst Du eben falsch. Im Buddhismus gibt es nicht das Konzept der Wiedergeburt wie im Hinduismus. Eine in der Gegenwart lebende Person löst sich nach ihrem Tode völlig auf und verliert auch ihr Bewusstsein für immer , das einen Teil ihrer Persönlichkeit ausmachte. Es gibt also keine Seelenwanderung. Übrig bleiben jedoch karmische Kräfte, die das verstorbene Idividuum im Laufe seiner früheren Leben geschaffen hat. Diese sind zwar unpersönlich, haben aber Gedächtnis und die schöpferische Kraft, die zur Geburt einer neuen Persönlichkeit führt, die sich aus der oder den vorausgegangen Persönikeiten entwickelt und auf den vorausgegangenen aufbaut. Die neue entstehende Persönlichkeit kann somit Charakterzüge,Fähigkeiten, Talente haben, die schon die vorausgegagenen Persönlichkeiten hatten, und sogar physische Ähnlichkeiten aufweisen.

    Ich weiss, dass diese Denkweise den meisten Menschen neu und ungewohnt sein muss. Sie ist "gewöhnungsbedürftig."

    L.G.
    Alamerrot
     
  4. Elfman

    Elfman Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
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    Frankfurt/Main
    Das erscheint mir auch logisch, weil das Gehirn ja verwest oder eingeäschert wird.

    Ich stelle mir „Karma“ bzw. diese weitergereichte „Flamme“ als so ne Art „homöopathisch“ molekülloses Instantpulver vor, das dann eben in ein neues Süppchen eingerührt wird. :D
    Jedenfalls muss ja Information von dem einem materiellen Träger (Körper/Hirn) irgendwie in einen anderen "hinein"gelangen, damit das Konzept schlüssig wird.

    Ich selbst gehöre zwar keiner bestimmten Religion an, sehe dies in diesem Punkt aber sehr ähnlich – und nenne es kulturell geprägt trotzdem „Seele“ - auch wenn’s buddhistischer Definition nach betrachtet das vermeintlich „falsche“ Wort dafür ist. :)
     
    Zuletzt bearbeitet: 22. Oktober 2014
  5. alamerrot

    alamerrot Aktives Mitglied

    Registriert seit:
    17. Juni 2009
    Beiträge:
    706
    Ort:
    Guaymallén/Mendoza/Argentinien
    Ich verstehe nicht ganz, wass Du meinst, dass Information von dem einen materiellen Träger irgendwie in einen anderen "hinein"gelangen muss.

    Kannst Du mir das ein bisschen näher erklären?

    Ja, auch die Buddhisten und auch ich selbst reden von Reinkarnation, wenn auch nicht von Seele. Aber wie Du schreibst - das ist ein kulturell geprägter Brauch, sonst nichts.
     
  6. Sannam

    Sannam Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    18. April 2013
    Beiträge:
    2.052
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    Guten Morgen,

    ach, das ist alles nicht so einfach ...

    "Die Buddhisten" ist schon eine höchst unpräzise Formulierung, denn je nach Tradition gibt es da auch in den Ansichten ganz extreme Unterschiede. Wen meinst du also, Theravada-Anhänger, Tibetische Buddhisten, Zen-Praktizierende, Reine-Land-Sekte...?

    Was meiner Ansicht nach wichtig zu beachten ist, ist aber in jedem Fall, dass es nicht einfach um "Konzepte" geht. Nicht-Selbst ist in allererster Linie eine ERFAHRUNG, die sich aus der eigenen Praxis ergeben sollte. Als "logisches Konzept" würde Nicht-Selbst als Grundlage für alle möglichen Arten von negativen Handlungen dienen können, und das ist genau nicht der Sinn und Hintergedanke des Ganzen.
    Auch Reinkarnation funktioniert möglicherweise anders als man sich das vorstellt, ist aber ein extrem schwieriges Thema.

    Was zu beachten ist, wenn man diese Begriffe als "Konzepte" aufgreift, ist u.a. auch der sehr menschliche Faktor, dass es unterschiedliche Typen von "Buddhisten" gibt. Wer einfach nur in eine Kultur hineingeboren wird, die von religiösem Buddhismus geprägt ist, wird ggf. einfach diese Dinge "glauben", weil er oder sie mit diesem "Glauben" aufgewachsen ist bzw. aufgezogen wurde. Dann gibt es eine Menge praktizierender "Buddhisten", was Mönche oder Nonnen, aber auch Laienanhänger sein können, die ihre Zeit hauptsächlich damit verbringen, solche wie die genannten Begriffe als eine "Schriftendiskussion" von oben nach unten und von rechts nach links sprachlich auseinanderzunehmen, und die den ganzen Tag über wenig anderes tun als sich darüber zu "streiten", sei das nun mehr oder weniger freunschaftlich oder tatsächlich feindselig gemeint, was genau welcher der Begriffe nun "bedeutet" und wie er sprachlich am besten ausgelegt und interpretiert werden kann.
    Das wären beides Gruppen, die dir zustimmen würden, dass es da um Konzepte geht, denn die Einen haben das Ganze eben als Glaubenssystem gelernt, die Anderen tun ja tatsächlich den ganzen Tag so, als seien das in irgendeinem Sinne "Konzepte".

    Meiner Ansicht nach sind beides Dinge, über die sich erst diskutieren lässt und über die erst Diskussionen geführt werden sollten, wenn eben Erfahrungen damit vorliegen, und sich aus diesen Erfahrungen in irgendeinem Sinne Hindernisse ergeben sollten.

    Wenn ich mal zur eigentlichen Bedeutung des Begriffes "Buddhismus" gehe, sollte das was mit dem "Buddha", dem "Erwachten" zu tun haben, also irgendwie etwas mit dem Erwachen des Einzelnen zu tun haben. Das ist verständlicherweise ein Aspekt, auf den große Religionen, auch die großen, religiösen Ausprägungen des Buddhismus, wenig Wert legen, denn Religionen sind nunmal die politisch organisierte Form der Spiritualität, deren Hauptziel im Selbsterhalt besteht. Religionen sind extrem sinnvoll, wenn es darum geht, Lehren zu erhalten, und, wenn es welche sind, die Tugenden vermitteln, ganz bestimmt auch sinnvoll bei der Begleitung vieler Menschen auf dem Weg zu einem "guten" Leben .. aber was religiöse Autoritäten JEDER Religion am wenigsten wollen, ist die Selbstständigkeit und das Erwachen der einzelnen Anhänger. Nicht nur im Christentum sind es die Heiligen, die die besten Chancen haben, als Ketzer ausgeschlossen zu werden.

    Abschließend noch: Buddhismus ist kein "logisches" religiöses System. Im besten Falle bietet Buddhismus eine Menge an verschiedenen, überlieferten Lehren, die dazu verhelfen, zu erwachen, und, wenn das nicht, zumindest eine Grundlage zu Erwachen in einer künftigen Daseinsform zu legen. Wer aktiv auf dem Weg dahin ist, wird irgendwann Erfahrungen machen, die selbst ein Verständnis dieser Begriffe ermöglichen .. wer solche Erfahrungen nicht macht, kann sie bloß lernen und behalten (auswendig lernen), und hoffen, irgendwann zu dem Verständnis zu gelangen.

    Nicht-Selbst ist sicher wichtiger als die Reinkarnationsgeschichte, auf der Gesamtskala - allerdings falsch "verstanden" auch nicht gerade ungefährlich. Wer die Erfahrung macht, kommt nicht umhin, anschließend MEHR Verständnis und MEHR Liebe für alle Wesen zu entwickeln - wer darüber einfach als Konzept diskutiert, läuft Gefahr, auf die Idee zu kommen, diese Wesen und ihre Empfindungen und ggf. Leiden seien egal, da ja eigentlich nichtmal wirklich existent.

    Das Herz-Sutra mag ich da für den Einstieg - Leerheit und der Weg dahin ist heilsam. Gibt allerdings wenige Lehrer, auch im Buddhismus, die über die Religion hinausgehen, und wirklich realisiert haben, was sie da "lehren". Wirkliches, vollständiges Erwachen ist extremst selten.

    Hoffe, das hilft weiter.

    :)
     
  7. ElaMiNaTo

    ElaMiNaTo Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
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    Soo. Ja, natürlich gibt es nicht "den Buddhismus". Ich musste extra schwammig bleiben, weil ich mich mit keiner Richtung so wirklich richtig auskenne.

    Okay, was Wiedergeboren wird ist etwas anderes als so etwa wie ein Selbst (was es ja im Buddhismus nicht gibt). Das würde dann keinen Widerspruch mehr darstellen.

    @Ansanti

    Setzen wir mal bei der Leerheit an. Ich behaupte kühn von mir selbst, dass ich diese Leerheit in mir von Zeit zu Zeit erfahre. Nehmen wir das als Ansatzpunkt. Ich behaupte auch kühn, dass ich das nicht-Selbst "verstanden" habe, aber und viel wichtiger, zumindest auch teilweise in der Meditationspraxis erfahren habe.

    Hilft das irgendwie weiter? :D
     
  8. Elfman

    Elfman Sehr aktives Mitglied

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    Gene benötigen z.B. einen, wenn auch noch so winzigen, fürs bloße Auge unsichtbaren Träger, um (beispielsweise durch Geschlechtsverkehr) weitervererbt werden zu können. Die „Seele“ benötigt dies jedoch nicht. „Sie“ ist meines Glaubens reine substanzlose auf den „kleinsten Nenner“ gebrachte, komprimierte Information.

    Das, was ich unter „Seele“ verstehe, hat deshalb selbst auch kein wertendes Bewusstsein. Es ist mehr so etwas wie ein vollautomatischer Prozess, der „sie“ meiner Ansicht nach von „Liebe“ angezogen in eine ihr ("karmisch") gemäße neue Lebensrolle schlüpfen lässt.

    Von „Liebe“ angezogen meint meiner Auffassung nach aber nicht heile Welt oder Kriegsgebiet, sondern eher ein ("unbewusstes"): Hier pass „ich“ rein, wie die Faust aufs Auge.
    Die „Seele“ selbst denkt sich aber ohnehin nix dabei, sondern lässt sich einfach („In“ Liebe) fallen, denke ich mir. :D
     
  9. heugelischeEnte

    heugelischeEnte Sehr aktives Mitglied

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    super.

    weiter so...

    Selbst und Nichtselbst sind die Ungleichen Schatten des Innersten, dem Intimo.

    Die Wirklichkeit hat nichts mit Selbst-Logik zu tun, wie es der Mensch der Gott in der Materie sieht gerne haben möchte.
    Der Dimensionssprung hat nichts mit der Nichts-Selbst-Logik zu tun, wie der Mensch der Gott im Spirituellen sieht, es gerne wissen möchte.

    Wer versucht an beides zu glauben, Selbst und Nicht Selbst, als Zugang zu höheren transluzenteren Wahrheiten, erfindet "geistige Logorythmen"
    und beginnt zu Zweifeln oder mit Fatalitäten und mit all den Zauderhaftigkeiten.

    Viel Später wenn man wirklich im Okkulten angekommen ist, teilt sich der Intimo in den inneren Meister und dem ehrwürdigen Antiken......dahinter
    ist der goldene Embryo, dass wäre wirklich herrlich diesen zu Verwirklichen.
     
    Zuletzt bearbeitet: 22. Oktober 2014
  10. heugelischeEnte

    heugelischeEnte Sehr aktives Mitglied

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    Es ist sehr wichtig zu wissen, dass wir wegen der Komponenten des Selbst und des nicht-selbstes die "Welt" als etwas wirkliches empfinden, und Übungen die den Dimensionssprung erlauben würden ablehnen, weil wir sie als Finte wahrnehmen,
    und uns sogar davor fürchten, und daher davor warnen, weil eben das Ego oder den Namen ausbilden wollen, mit all seinen fatalen und übertriebenen Attributen.

    .
     
    Zuletzt bearbeitet: 22. Oktober 2014
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