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Neuoffenbarungen und J.Lorber

Dieses Thema im Forum "Religion & Spiritualität" wurde erstellt von Toffifee, 18. März 2005.

  1. Toffifee

    Toffifee Guest

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    Hallo zusammen! :)

    Ich möchte euch alle mal um eure Meinung zu Neuoffenbarungen im allgemeinen und zu Jakob Lorber im speziellen fragen. Wem der Name Jakob Lorber noch kein Begriff ist, der sollte mal kurz hier nachsehen...

    wikipedia - Jakob Lorber

    oder hier...

    www.j-lorber.de

    Mir sind pro und conta der Neuoffenbarung des Jakob Lorber durchaus bekannt. Befürworter halten ihn für einen modernen Propheten, seine Kritiker (siehe Bibelkreis ) sehen in ihm einen "Verfluchten", da er versucht die Bibel herabzusetzen bzw. zu ersetzen...

    Aber was meint ihr was an seiner Neuoffenbarung dran ist? Ich persönlich finde seine Neuoffenbarung interessant, habe mir allerdings noch einen kritischen Blickwinkel bewahrt...

    Liebe Grüße :kiss3:
    Toffifee
     
  2. Lorenz

    Lorenz Guest

    Hallo Toffifee, :winken5:
    ich kenne die NO durch Jakob Lorber schon seit 19 Jahren. Über viele Jahre hinweg gab es für mich nichts anderes. Dann habe ich einigen Abstand gewonnen - vielleicht deshalb, weil ich mich mit indischer und islamischer Spiritualität befasst habe, aber auch weil Lorber Homosexualität ziemlich krass verurteilt...
    In letzter Zeit habe ich aber wieder vermehrt zu den Lorber-Büchern gegriffen und sie haben mir wieder so beeindruckt, wie vor vielen Jahren.
    Auch wenn ich mir -wie Du- einen kritischen Blickwinkel bewahrt habe: Lorbers Bücher sind für mich göttliche Offenbarungen.

    Zum Thema Homosexualität half mir im übrigen, das Buch "In der Liebsglut Gottes" zu lesen...
    Hier der Link zum Buch:

    http://www.welkisch.de/de/buecher_liebesglutgottes.html

    Lieben Gruß,
    Lorenz
     
  3. Thergana

    Thergana Mitglied

    Registriert seit:
    6. Juli 2005
    Beiträge:
    139
    Ort:
    Ba-Wü
    Hallo Toffifee,

    das Lorber-Buch 'Die Kindheit und Jugend Jesu' habe ich vor Jahren gekauft und auch gelesen. Meine persönliche Meinung: ich bin vollauf begeistert von diesem Buch!

    Lorbers Kritiker sehen in ihm einen "Verfluchten", da er versucht die Bibel herabzusetzen bzw. zu ersetzen... Nun, da frage ich mich allerdings, ob diese Kritiker die Lorber-Werke jemals ernsthaft gelesen haben. Wenn sie es getan hätten, dann würden sie zumindest die Kindheit und Jugend Jesu als wichtige und wertvolle Ergänzung zu den Evangelien der Bibel sehen, und nicht als eine Herabsetzung. Gleiches denke ich auch über das Buch 'Die drei Tage im Tempel'. Jedoch würde ich mich von einem der Lorber-Kritiker *vielleicht* überzeugen lassen, wenn mit den des öfteren üblichen Pauschalherablassungen auch etwas fundiertere Argumente auf den Diskussionstisch kämen.

    Dieser Inhalt deckt sich sinngemäß auch mit dem Buch einer christlichen Nonne. Im Mittelalter war eine Nonne auf Jesu Spuren unterwegs durch damals vorhandene Klöster Europas. Zu jener Zeit waren Bibliotheken und Schriftrollensammlungen in namhaften Klöstern zu finden, sie waren häufig Kopierwerkstätten. Sie fand Aufzeichnungen auf Pergament vor, die Fragmente des damals zensierten Jakobus-Evangeliums enthielten. Sie schrieb daraufhin selbst ein Buch darüber. Der Inhalt ihres Werkes ist in Subjektivität pur geschrieben, in einer beinahe fanatischen Verherrlichung gegenüber der Jungfrau und des Kindes. Doch streicht man die Subjektivität, hat das Buch der Nonne inhaltlich eine erstaunliche Deckungsgleichheit mit dem später an Lorber offenbarten Jakobus-Evangelium, oder auch "Kindheit und Jugend Jesu".

    Tja... noch Fragen Hauser? :)

    Grüßchen
    Thergana
     
  4. Namo

    Namo Guest

    Hi Toffi,
    ich habe nichts von ihm gelesen, aber ich vermute er kannte nicht das Thomas Evangelium (TE) oder die Sayings daraus, obwohl es zu der gleichen Zeit entstanden ist, als die 3 synoptischen Evangelien (Matthäus, Markus, Lukas), und in welchen 47 Sayings aus dem TE die Basis sind.

    Zum Zweiten kann man nachweisen, daß die in den Evangelien enthaltenen Symbole, wie das Symbol Lazarus, das den Ägyptischen Gott Osiris (El Osir => El Azar => L_azar_us) auch im Big Finish des Golgatha wieder verwendet, freie Litertur ist. Hingegen gibt es keinen einzigen historischen Hinweis, daß es diesen Jesus der Evangelien gegeben hat.

    Was sicher ist, ist, daß es das TE gibt, das in vielen sayings identisch ist mit den synoptischen Evangelien. Aber dieses TE war verschollen; es ist erst vor einigen Jahrzehnten wieder aufgetaucht.

    Was Lorber auch immer gesehen haben mag, niemand kann das prüfen. Prüfen hingegen kann man das TE und die Evangelien in Referenz zur Wahrheit. Das ist nicht einfach. *) So gab es ein 'Geheimes Markus-Evangelium', das Clement von Alexandrien nachweislich gekürzt hat, weil Jesus darin eine Nacht mit einem nackten Jüngling verbrachte, ..

    *) Allein um nachzuweisen, daß das, was Clement bestätigt hat, über das, was er aus dem Markus-Evangelium entfernt hat, keine Fäschung sein kann, braucht es etwas Hintergrundwissen - Glauben hilft da kaum.

    Zitat daraus:

    "Und sie kamen nach Bethanien, und eine gewisse Frau, deren Bruder gestorben war, war dort. Und herzu kommend, warf sie sich vor Jesus nieder und sagte zu ihm: 'Sohn Davids, habe Erbarmen mit mir.' Aber die Jünger wiesen sie zurück. Und Jesus, der in Wut geriet, ging mit ihr in den Garten, wo das Grab war, und sogleich wurde ein lauter Schrei aus dem Grab gehört. Und näher tretend, rollte Jesus den Stein vom Eingang des Grabes weg. Und sogleich ging er hinein, wo der Jüngling war, streckte seine Hand aus und zog ihn hoch, indem er dessen Hand ergriff. Aber der Jüngling, als er ihn ansah, liebte ihn und fing an, ihn anzuflehen, daß er bei ihm sein möge. Und sie gingen aus dem Grab heraus und kamen in das Haus des Jünglings, denn er war reich. Und nach sechs Tagen sagte ihm Jesus, was er tun solle, und am Abend kommt der Jüngling zu ihm, ein leinenes Tuch über [seinem] nackten [Körper] tragend. Und er blieb diese Nacht bei ihm, denn Jesus lehrte ihn das Geheimnis des Reiches Gottes. Und von da erhob er sich und ging auf die andere Seite des Jordans zurück."

    Aber auch dieses ist eine Lazarus/Osiris Symbolik und beweist, daß die historischen persönlichen charakterlichen Dinge des Jesus freie Literatur sind.

    Der, der das gesagt hat, was Thomas (im TE) aufgeschrieben hat, hat es erkannt, und es ist wurst, wer das war - und - es ist wiederzuerkennen. Niemand ist da auf einen Glauben angewiesen.

    Lorber muß sich daran messen lassen (Paulus übrigens auch), ob er (wie z.B. Regina hier im Forum) die Sayings des Jesus gekannt, erkannt, und interpretiert hat. Hat er?

    Visionen sind nicht notwendig deswegen wahr, wenn sie die Figur Jesus enthalten; die Visionen der unbekannten Autoren der Evangelien beweisen es. Und ich vermute Lorber hat (nur?) die kanonischen Evengelien gelesen.

    LG

    Namo
     
  5. prema

    prema Mitglied

    Registriert seit:
    22. August 2004
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    893
    Ort:
    Gleisdorf
    :tuscheln:

    liebe grüsse
    prema
     
  6. Thergana

    Thergana Mitglied

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    Hallo Namo,

    in der Zeit, in der J. Lorber die textlichen Inhalte empfing (Mitte 19. Jh.), gab es in Österreich noch nicht mal die Bibel für Normalsterbliche wie Lorber frei zu kaufen. Alles was er bis dahin über die Bibel wußte, ging auf das zurück, was die Kirche ihren Schäflein beigebracht hat. Die "öffentlichen" Texte waren insofern also entsprechend vorgefiltert. Die Kenntnis von anderen apokryphen Evangelien (wie Thomasevangelium) dürfte vermutlich gar nicht bekannt gewesen sein. Interessant ist auch, daß Herr Lorber auch in seinem späteren Leben trotz seiner Bücher und der darin enthaltenen Informationen mit der Kirche niemals brach. Er war auch weiterhin ein tief gläubiger Christ. Auch wenn er aufgrund seiner Texte normal allen Grund gehabt hätte, mit der Kirche eher gestern als heute zu brechen.

    Falls Du mehr über seine Schreiber-Biographie lesen möchtest, würde ich Dir zum Lesen diese Seite empfehlen.

    Sofern das Jakobus-Evangelium tatsächlich authentisch ist (siehe mein vorhergehendes Posting), ist es als zeitgleiches Evangelium einzigartig. Wenn dieser Text schon in urchristlicher Zeit genau so vorhanden war, so wäre dies das älteste und genaueste Evangelium, was jemals existiert hat. Es wurde ursprünglich vom älteren Stiefbruder Jesus mit Namen Jakob niedergeschrieben (Jakob war dem Text nach ein etwa 15-jähriger Sohn Josefs aus erster Ehe, Josef war Witwer), ähnlich wie ein Tagebuch. Es wäre praktisch ein Life-Bericht, der praktisch Abend für Abend fortgesetzte Aufzeichnung fand. Im Vergleich der kanonisch-deklarierten 4 biblischen Evangelien ist es also seinerzeit sofort durch einen Augenzeugen, und nicht erst 30 oder 40 Jahre danach niedergeschrieben worden. Und gerade DAS macht die Sache natürlich höchst interessant.... :)

    Grüßchen
    Thergana
     
  7. Namo

    Namo Guest

    Hallo Thergana,

    ich denke, die Frage um die es hier geht ist schlicht, was ist wahr.

    Wie ich gelesen habe verstand Lorber einige der Wörter, die er geschrieben hatte selbst nicht. Das weist darauf hin, daß es von einem anderem Wesen stammt. Nun, dieses Wesen mag ein geistiges Wesen sein, wie wir es kennen, von HPB und vielen anderen, aber auch von solchen Wesen, die ihren Schabernack mit den Menschen machen, wenn sie Medien über UFO-Flotten etwas flüstern, welche im Namen von Jesus Christus jene Menschen von der retten wil, die an ihn glauben. Dieses andere Wesen kann aber ohne weiteres die zugänglichen Skripte (Bibel) kennen. Daran ist nichts besonderes. Der entscheidende Punkt, der eine Bedeutung hat ist, wenn das, was ein Geist mitteilen läßt, etwas Neues ist, daß sich nachprüfen läßt.

    Das wäre z.B. der Fall, wenn der Geist, der Lorber etwas flüsterte, den Text des Thomas Evangeliums geflüstert hätte. Sprachen? Nun wenn der Geist, das, was in Jesus Famile gesprochen wurde verstehen konnte, dann wird er auch den koptischen Text des Thomas-Evangeliums verstehen können.

    Alles das, was HPB in ihren Büchern niedergeschrieben hat und was ihr zugeflüstert wurde war vorher bekannt. Es war nur ihr bislang nicht bekannt. Es war den 'Meistern der großen Bruderschaft' bekannt und es ist Buchwissen.

    Es gibt viele Menschen die vorgeben etwas zu wissen über einen historischen Jesus z.B. http://www.mazdaznan.de/buecher/yehotxt.htm , aber es ist nichts anderes als Fiktion. Es ist nicht wahr.

    Natürlich ist es einfacher zu glauben als die Wahrheit zu erkennen. Nur muß sich jeder darüber bewußt sein, welchen Weg er geht. 'Knowledge' stammt von Gnosis. Gnosis ist Erkenntnis. Erkenntnis ist immer individuell. Seit es die RKK gibt, hat Paul Glaubensgehorsam eingefordert und das individuelle Erkennen - die Gnosis - geächtet und verfolgt, wie die (geistig) 'Reinen' die Katharer.

    Was machen die Menschen ohne den Jesus ihrer Vorstellung?

    LG

    Namo

    P.S. Du gehst nicht auf meine Argumente ein, daß die 3 Evangelien nur Literatur sind.
     
  8. Thergana

    Thergana Mitglied

    Registriert seit:
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    Hallo Namo,

    jawollja, jetzt erkenne ich Dich wieder. Du bist ganz sicher ein reinkarnierter Philosoph, der im antiken Griechenland in der Philosophenschule schon seinerzeit kritisch hinterfragt hat. Ich sehe, Du hast inzwischen einige andere Philosophen gelesen wie z.B. Hegel, Kant, vielleicht auch Nietzsche. Ich grüße Dich hier im Europa der Neuzeit! :winken5:

    Doch jetzt zu Deinem Text:
    Es gab da mal hier im Forum einen wunderbaren Philosophen, den ich ob seiner Gedankengänge sogar etwas bewunderte. Dieser Philosph schrieb da mal seinerzeit: "jede Frage ist ein schwarzes Loch". Vielleicht kennst Du ihn sogar...? ;)
    Öhm... Jedenfalls: aufgrund der Fragestellung würde ich Dir gerne eine Antwort geben. Daraufhin würdest Du mich vermutlich auf den Thread verweisen, der inhaltlich um das Thema "Glauben vs. Wissen" geht. Und wir kämen auf keinen Nenner, der zum Thema paßt. Ich machs von daher mal kurz:

    Meiner persönlichen Meinung nach ist es die Wahrheit des einzelnen, die eigene Resonanz, was er als seine persönliche Wahrheit akzeptieren kann oder auch nicht. Diese Meinung muß sich mit Deiner nicht decken, und ich respektiere auch Deine Ansicht dazu, die für Dich stimmig ist. Ob Lorbers Texte jetzt tatsächlich die Wahrheit sind und aus der Quelle kommen, die er angibt, das könnte uns beweistechnisch sicher ansich nur einer sagen. Und den würde ich am liebsten persönlich dazu befragen. Dummerweise hat dieser Herr sein derzeitiges Domizil irgendwo zwischen den Wolken, und ist hier im Forum nicht so recht greifbar. Hat jemand grad zufällig seine Email-Adresse, daß ich ihn mal eben dazu anschreiben kann? :D


    Da muß ich auch nicht unbedingt drauf eingehen. 1. stehen die biblischen Evangelien hier auch nicht zur Diskussion, und 2. sehe ich das mit der Literatur sehr ähnlich wie Du ;)

    Grüßchen
    Thergana
     
  9. Chrisael

    Chrisael Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    8. Juli 2005
    Beiträge:
    1.174
    Kann mir einer mal kurz erklären wie laut Lorber die Jugend von Jesus ausgesehen haben soll?

    DAnach kann ich nämlich entscheiden ob ich die Bücher auch mal lese oder nicht.
     
  10. Thergana

    Thergana Mitglied

    Registriert seit:
    6. Juli 2005
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    139
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    Ba-Wü
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    Hallo Chrisael,

    in Kurzform war die Jugend Jesu laut Lorber im groben etwa so, wie Du sie aus der Bibel kennst, nur sehr viel ausführlicher. Was zusätzlich darin ist: Die Vorgeschichte zu Maria, die als Tempeldienerin im Tempel von Jerusalem aufwuchs. Der spätere Ziehvater Josef, der schon ein älterer Herr und Witwer war, und der aus erster Ehe 5 fast-erwachsene Söhne mitbrachte. Die Jesus-Familie hatte laut Lorber sehr gute Connections zum damals zuständigen römischen Landesverweser, der der Familie zur Flucht nach Ägypten verhalf. Die ganzen Erlebnisse der Familie in Ägypten im Exil, die in der heutigen Bibel fehlen. Die Rückkehr der Familie nach Nazareth und die dortigen Erlebnisse, die heute auch fehlen. Also im groben genau die ersten 6 Lebensjahre von Jesus, nur eben mal ganz ausführlich beschrieben.

    Du kannst Dich im übrigen auf den Lorber-Webseiten in ein paar Seiten des Buches mal unverbindlich einlesen. Zu den Seiten gehts hier entlang. Danach kannst Du noch immer frei entscheiden, ob Du das gesamte Buch lesen möchtest.

    Grüßchen
    Thergana
     

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