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Naturreligionen

Dieses Thema im Forum "Religion & Spiritualität" wurde erstellt von Phenaila, 18. März 2007.

  1. Phenaila

    Phenaila Mitglied

    Registriert seit:
    15. Januar 2007
    Beiträge:
    172
    Ort:
    Breisgau
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    Hallo alle Miteinander!

    Möchte gerne mal das Thema "Naturreligionen" zur Diskussion stellen!

    Habe mich mal auf die Suche, unter anderem hier im Forum, gemacht.
    Ich finde, dass die Thematik jedoch sehr zerstreut wird.

    Ich habe gelesen dass es manche für einen Rückschritt halten sich der "alten Religion" wieder zuzuwenden.

    Wer sieht das so und warum?

    "Gemeint ist damit letztendlich die Religion der „Naturvölker“. Der Begriff „Naturreligion“ wird heute in der Ethnologie wegen seiner Ungenauigkeit nicht mehr verwendet."
    Die Naturreligionen unterscheiden sich im Wesen der Religion nicht von den Schrift- oder Hochreligionen. Der Anhänger einer Naturreligion glaubt sich von höheren, übermenschlichen Mächten abhängig und ordnet sich ihnen ebenso unter wie der Gläubige einer Hochreligion.
    Was unterscheidet „Naturreligionen“ von Schriftreligionen:

    * keine Heilige Schrift
    * kein universaler Anspruch (da auf die eigene Gemeinschaft bezogen)
    * oft keine religiösen Institutionen (wie Berufs-Priester, Kloster etc.)
    * oftmals Koppelung der Gottheiten an die Sozialstrukturen (Stamm, Klan, etc.)
    * andere Arten von theologischer Reflexion
    * Ahnenverehrung bzw. Ahnenkult
    * oft Tabu statt Sünde


    Kann es sein Fehler sein, sich an "Vergangenes" zu erinnern und sich an alten Werten zu orientieren? Für mich stellt es sich eher so dar, dass man gerade in unserer heutigen Zeit, wo alles sehr schnelllebig geworden ist und es sehr schwer fällt eine Richtung zu finden, zu seinen Wurzeln zurückzukehren um sich zu besinnen und um seinen Weg zu finden.

    Naturreligiöse Erfahrungen gehören zu den ältesten spirituellen Erfahrungen der Menschheit. Sobald der Mensch die geistige und seelische Entwicklungsstufe erreicht hatte, die ihm Erkenntnisse und Erlebnisse über die Auseinandersetzung mit seiner rein physischen Umwelt hinaus erlaubten, entstand eine Spiritualität, die geprägt war durch das unmittelbare Erleben der in der Natur waltenden Kräfte und Mächte.

    Ich habe eher den Eindruck gewonnen, dass eben diese Menschen es ablehnen, aus Angst sich nicht öffnen zu können. Wie seht ihr das? Welcher Glaubensweg steht euch am nächsten? Und warum?
    Eigentlich gibt es noch viel, viel mehr Fragen :stickout2 aber diese ergeben sich vielleicht auch noch.

    Würde mich über einen Austausch freuen!

    Lg Phen :)
     
  2. Sitanka

    Sitanka Guest

    ich kann mir vorstellen, dass diese worte nur die christliche kirche von sich gibt, denn wer kann es nicht wollen, wer nur ein wenig spirituelles verständnis hat, sich wieder an die alten religionen zu besinnen.

    wenn wir das nicht tun und altes verschüttetes wissen hervorholen, dann werden wir alle bald den bach runter gehen.

    oder hat hier jemand das gefühl, dass einige der religionen heute, wirklich zu einem spirituellen leben beitragen, naja wohl kaum.
     
  3. Kinnaree

    Kinnaree Guest

    In meinen Augen wäre das eine wunderbare Lehre für die Zukunft - wenn es uns gelänge, alle Religionen wieder mit der Natur zu verbinden... Natur als etwas Heiliges zu sehen, dem man mit Achtung begegnet, alle Erscheinungen dieser Natur als Ausdruck eines großen Bewußtseins zu erkennen, das alles umfaßt, zu erkennen, daß alles, was ich in diesem Kreislauf anrichte (gleich ob positiv oder negativ), wieder auf mich selbst zurückwirken wird...

    Das ist kein Rückschritt. Das wäre der Schritt auf den einzig möglichen Weg!
     
  4. Pholus

    Pholus Mitglied

    Registriert seit:
    16. Mai 2006
    Beiträge:
    270
    Ich schmelze dahin. :kiss4:

    Ein schöner Traum, der sich sicherlich auch ein Stück weit verwirklichen lässt. Nur lässt sich unsere wissenschaftlich orientierte Welt nicht mehr verleugnen. Da muss schon eine Synthese zwischen beiden her. Nur wie könnte die aussehen?

    Pholus
     
  5. Sitanka

    Sitanka Guest

    da kann ich nur mehr sagen, lasst uns daran arbeiten, auch wenn wir nicht viele sind die daran glauben, es ist besser, als würde niemand daran glauben.

    also machen wir uns daran, diese botschaft zu verbreiten und zu verteilen, denn zum glück gehen immer mehr menschen diesen weg, aber wahrscheinlich geht es auch nicht anders um wirklich wieder ganz mensch zu werden. :liebe1:
     
  6. fckw

    fckw Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    27. Juni 2003
    Beiträge:
    5.803
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    Naturreligionen verehren nicht die Natur, sondern Geister.

    Also konkret: Du opferst dem Geist der Sonne, damit sie wieder aufgeht. Oder dem Geist des Regens, damit er es regnen lässt. Und wenn es nicht mehr regnet, dann bist du selbst schuld, weil du nicht genügend geopfert hast. Also werden die Opfergaben erhöht.

    In den meisten Fällen wird auch für die Ahnen geopfert.

    Also konkret: Du hast zuhause einen Altar stehen, wo du deinem Urgrossvater und deiner Urgrossmutter Opfergaben darbringst.

    Überhaupt ist die ganze Welt übervoll von irgendwelchen Geistern, die du ständig besänftigen musst, damit sie nicht rachsüchtig über dich herfallen. Was das zu bedeuten hat, sieht man heute noch in Afrika: Ist der Nachbar neidisch auf dich, so lässt er einen Hexer kommen, der dich verzaubert. Dann brauchst du einen starken Gegen-Hexer, womöglich sogar die gleiche Person, der den Zauber ungeschehen macht. Ein Geschäft mit der Furcht und dem Aberglauben der Menschen. Wer profitiert sind einzig die Hexer.

    Ich verstehe nicht, was daran besonders fortschrittlich oder romantisch sein soll. Das, was hier als "Naturreligion" bezeichnet wird, hat mit höchster Wahrscheinlichkeit auf diese Weise gar nie existiert - an keinem Ort der Erde.

    Das Herstellen eines Gefühls der Verbundenheit zur Natur wäre sicherlich ein Fortschritt. Dieses Gefühl in den Naturreligionen zu suchen ist jedoch grob irreführend. Indissoziation ist nicht dasselbe wie Verbundenheit.
     
  7. Harser

    Harser Mitglied

    Registriert seit:
    12. Januar 2006
    Beiträge:
    637
    Ort:
    Berlin
    Es heist doch eher "... unsere naturwissenschaftlich orientierte Welt ...", nicht wahr?

    Ich finde, die Naturwissenschaft lässt sich viel besser mit dem "Geist der Mutter Erde" in Einklang bringen als mit den "Schöpfungstaten des Herrn" und den Kosmologien anderer Prophezeihungs-Religionen. Und es gibt schon breite Brücken von der Naturwissenschaft zur Naturreligion:, z.B. James Lovelocks Gaia Hypothese und Rupert Sheldrake. Auch Jungs Archetypen als wissenschaftliche Befunde passen gut in den Kontext eines naturreligösen polytheistischen Weltbildes.

    Ich würde sagen, gerade weil unsere Welt mehr naturwissenschaftlich orientiert ist, spricht wieder mehr für Naturreligion, die natürlich nicht mehr die selbe sein kann wie vor 10000 Jahren.
     
  8. Kinnaree

    Kinnaree Guest

    Na ganz normal. Wenn ich WIRKLICH am Wesen der Natur interessiert bin, dann liegt es ja auf der Hand, daß ich auch dran interessiert bin, herauszufinden, wie die Dinge zusammenhängen und funktionieren. Ich sehe da keinen Widerspruch. Der beginnt immer erst, wenn ich irgendein Dogma festschreibe und anfange, die Wirklichkeit danach zurechtbiegen zu wollen. Und zwar völlig egal, ob von wissenschaftlicher oder spiritueller Seite.

    Ich träume von einer wissenschaftlichen Spiritualität und einer spirituellen Wissenschaft. Es kann dem Wissenschaftler dann komplett wurscht sein, auf welche Weise ich mir seine Erkenntnisse visualisiere, um sie mir im Alltagsleben erfahrbar und zugänglich zu machen... und es kann mir dann völlig wurscht sein, welche neuen Erkenntnisse man mir präsentiert, wenn ich sie mir so visualisieren darf, daß sie für mich erfahrbar werden...

    Und hey, fckw, mein geliebter Widerspruchsgeist, danke für den berechtigten Einwand. Das haargenau will ich ja nun eben nicht:
    Naturreligion in unserer Zeit kann ja nun eben nicht heißen, zu starr gewordenen Dogmen vergangener Zeiten zurückkehren. Sondern in Bewegung bleiben und KEINE neuen Dogmen mehr entwickeln - und stattdessen das im Vordergrund halten, was allem zugrunde liegt. Achtung und Respekt vor dem, was man so gemeinhin das Leben, die Schöpfung, das All-Eine oder meinetwegen auch den Lazpel-schen himmelblauen Plüschelefanten nennt (wer sich noch an ihn erinnert ;)).
     
  9. Kinnaree

    Kinnaree Guest

    Das klingt gut. Gefällt mir.
     
  10. Leprachaunees

    Leprachaunees Aktives Mitglied

    Registriert seit:
    16. März 2005
    Beiträge:
    1.417
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    Guten Morgen,
    das Thema Naturrelogion ist im Mom. wirklich in aller Munde.
    Aber es stimmt auch, dass man sich die romantischen klischees mal egdenken muss. Natur - Religion ist ebenso etwas ernstes wie jede andere Religion dies auch für sich beansprucht. Und natürlich geht es auch um die geister, aber eben nicht ausschliesslich.
    Naturreligion heisst auch, etwas aktiv zu tun. Wie eben auch die Natur zu schützen, zu reinigen (aktiv, nicht nur durch Rituale), sich ihrer bewusst werden und realisieren, dass sie durchaus ohne uns kann, wir aber nicht ohne sie exestieren können.
    Für mich bedeutet Naturreligion aber auch, dass ich die alten Götter wieder ungestraft verehren kann, ohne das die Kirche mich auf einen scheiterhaufen packt. Und ich kann eben meinen Teil beitragen, dass es bitte-danke wieder mehr Toleranz gibt. Indem ich mit anderen spreche, über meinen Glauben, aber eben auch über andere glaubensformen, denn nichts ist letztlich fix.
    Also, jedenfalls so in etwa seh ich das. Und halt immer etwas tun. Rohstoffe schonen und so was gehört für mich eben auch dazu....

    *ui*, jetzt hab ich mich schrecklich ausgelassen, ich hoff, es kann irgendwer nachvollziehen, was ich sagen wollt....
    LG
    Leprachaunees
     

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