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Natur und Schamanismus

Dieses Thema im Forum "Schamanismus" wurde erstellt von Waldkraut, 19. Dezember 2014.

  1. Waldkraut

    Waldkraut Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    10. August 2011
    Beiträge:
    2.152
    Ort:
    Wald
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    Angeregt durch eine Diskussion in einem anderen Thread, möchte ich dieses Thema mal in den Raum stellen und mich interessiert wie ihr das seht.

    1. - Ist es wichtig, dass ein schamanisch praktizierender Mensch sich in seinem heimischen Umfeld auskennt, beispielsweise Flora und Fauna kennt und intensiven Bezug zum natürlichen Lebensraum pflegt?

    2. - Und was hat das mit schamanischem arbeiten zu tun?

    3. - Und wie begründet ihr eure Einstellung dazu?

    Danke schon mal im voraus für eure Sichtweisen!

    LG
    Waldkraut
     
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  2. Amarok

    Amarok Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    17. Dezember 2014
    Beiträge:
    6.067
    schönes Thema, wird sicherlich hitzig werden (wenn überhaupt Beteiligung).
    Einleitend, mit dem Terminus "schamanisch bzw Schamane/In" kann ich nix anfangen, ist mir zu verdreht, verworren, verstreut.
    Vor allem die AbFormen dieses "Neotums" kann ich nicht nachempfinden. Meine Sicht und Bild darauf ist weit uriger, eher im Paläo oder Neolithikum angesidelt. Von mir aus auch noch Bronzezeit.
    Ich denke, allgemein sollten westliche Menschen mehr wieder ihren Bezug und Platz hier in ihrer Heimat finden. Natur bedeutet ja nicht nur Berge, Wälder, Acker, Wiesen usw, vor allem auch die Natur im Menschen. Grad wer "scham." arbeiten will sollte zumindest gewisse Dinge über Biologie, Biochemie usw wissen, vor allem da ja teils in extremen Bewusstseinszuständen agiert wird.
    Dazu muss man nicht Biologie oder Neurowissenschaften studieren, das geht auch anders.

    Viele setzen allerdings das Reisen als DAS Ding schlechthin. Wie allerdings soll und will das UBW all die NAW Erlebnise und Erfahrungen einordnen und erkennen, wenn es oft schon am Naturverständnis im Normalleben mangelt? Eins bedingt das andere.
    Ich hab Dinge gehört und gelesen, das kann man eig. niemandem zumuten, so strange war das.
    Hinzu kommt, ALLE Kulturen bzw Völker welche Medizinmänner/Heiler wie mans auch nennt haben, leben oder lebten MIT und VON der Natur, innen und aussen. Und das über tausende von Jahren.
    Einige Samen um mal in Europa zu bleiben, haben noch das letzte bisschen davon bewahrt.

    Wer Krafttiere, Hilfsgeister, Pflanzen (ohne Wertung) als Helfer annimmt und sieht, sollte eben auch wissen, was, warum, wieso. Sicher gibt es auch noch andere Arten vom Arbeiten, aber der Grossteil beruht nun darauf.
    Wie soll/will Mensch zB einen Tiertanz machen, wenn er keine Ahnung über das Tier hat? Oder menschliche zivilisierte Bilder dazu im Kopf, Disney sei Dank. Das funzt nunmal nicht.
    Wer "das Wilde in sich" wiedererlernen will, muss eben auch das "wilde" draussen wahrnehmen, mit allen Sinnen, Empfindungen, Eindrücken.
    Und vor allem dabei auch die antrainierten Panzerungen und Scham ablegen können.

    Als Mensch bin ich nunmal ein Teil der Ordnung, und habe auch eine Aufgabe. Ganz einfach. Und bunte Neonlichter oder Mobilfunkmasten etc. gehören nicht dazu.
     
  3. GrauerWolf

    GrauerWolf Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    11. Juni 2014
    Beiträge:
    13.914
    "1. - Ist es wichtig, dass ein schamanisch praktizierender Mensch sich in seinem heimischen Umfeld auskennt, beispielsweise Flora und Fauna kennt und intensiven Bezug zum natürlichen Lebensraum pflegt?"

    Man muß nicht gerade Biologie studieren oder studiert haben, aber m.E. sollte man schon ein gehöriges Grundwissen über unsere Fauna und Flora haben und sich ein wenig über die Kreisläufe in der Natur auskennen.
    Wenn ich in einem Tierpark Sprüche von einem Opa höre, der seinem Enkel, der gerade einer Eule Rotwild-Pellets hingeworfen hat (die diese natürlich nicht nimmt) verklickert, die Eule wäre dazu zu dumm, so ist das m.M.n. schon bei einem Normalbürger mehr als peinlich, für jemanden, der schamanisch orientiert ist, arbeitet oder gar Schamane ist, wäre das m.E. ein absolutes No Go.

    Außerdem gehört m.E. die Arbeit mit Heilkräutern etc. dazu, was auch ein Mindestmaß an Wissen erfordert.

    Was den Bezug zum natürlichen Lebensraum angeht, so ist das schon fast ein "Henne oder Ei"-Problem. Findet man zum Schamanismus, weil die Bindung zur Natur schon da ist und die Geister das spüren, oder bringt der Schamanismus seinerseits die Bindung an den Lebensraum mit? Ich weiß es nicht.
    Ich weiß nur, daß ich als jemand, der mit WÖLFIN läuft, eine sehr starke Bindung an den natürlichen Lebensraum der nördlichen Wölfe habe: Wälder, Berge, Tundra etc., die ich so auch in der NAW wahrnehme (nicht etwa den Harner'schen Tunnel). Daß die Grauen auch in Kulturland klarkommen, widerspricht dem nicht.
    Ebenso extrem ist meine Bindung an die Grauen und es schmerzt mich nicht nur seelisch, sondern fast körperlich, daß ich ihnen noch nicht in freier Natur begegnen konnte, sondern nur in Gefangenschaft. Gehe ich davon aus, daß man sein Totem seit seiner Geburt hat, würde das u.a. einiges erklären.

    Mit dem ganzen kommt übrigens auch ein wissenschaftliches Interesse an den Wölfen, z.B. an ihrem Einfluß auf die Ökologie eines Habitats, die Wechselwirkung selbst mit dem Land, was wiederum Interesse an anderen Tier- und auch Pflanzenarten mit sich bringt.
    Ich könnte mir gut vorstellen, daß jemand, der ebenfalls ein tierisches Totem hat, gleich welcher Art, gleichsam solche Neigungen entweder schon immer hatte oder entwickelt.

    2. - Und was hat das mit schamanischem arbeiten zu tun?

    Hier fällt mir die Antwort schwer, weil es nicht mehr um Logik geht. Ich ziehe meine ganze Intuition, meine ganze Kraft aus der Natur, während mich umgekehrt städtische Umgebung, die ich als "falsch" wahrnehme, massiv belastet, regelrecht auslaugt. Ich lebe zwar zwangsweise in der Stadt (und nicht der Neigung halber), aber das ist für mich alles andere als angenehm. Ich bin auch nicht in der Lage, Orte der Kraft in städtischer Umgebung wahrzunehmen, die es ja geben soll. Hier versagt meine Wahrnehmung vollständig, ich bin in dieser Hinsicht in urbaner Umgebung faktisch blind.

    Und mal so am Rand: Wie sollte ich mein Totem verstehen, wenn keine gemeinsame Basis vorhanden ist? Wenn ich nichts über ihre Natur, ihr Verhalten, ihre Signale wüßte, nichts über ihre Welt? SIE ist der Archetyp eines wilden Tieres und ich bin innerlich zumindest teilweise genauso wild (manchmal sogar nach außen)...
    Wie schon erwähnt wurde, die Welt der Krafttiere/Totems ist nicht Disney lustige Welt der Tiere. Sie hat massiven Einfluß auf einen selbst, auf das ICH, auf die Seele.

    3. - Und wie begründet ihr eure Einstellung dazu?

    Sie Punkt 1 und 2

    Das ist jetzt bestimmt nicht vollständig, aber vieles davon ist reine Emotion, die ich nicht in Worte fassen kann. Ich weiß nur eines, ohne einen wenigstens regelmäßigen Kontakt zu meinem natürlichen Lebensraum würde ich vermutlich regelrecht eingehen, und ob ich den schamanischen Weg weitergehen könnte, wäre zumindest fraglich, denn urbane Umgebung macht mich auf Dauer regelrecht depressiv...

    LG
    Grauer Wolf
     
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  4. Ahorn

    Ahorn Sehr aktives Mitglied

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    23.784
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    wo ich Wurzeln schlage
    "Heimisches Umfeld" würde ich etwas weiter fassen. Nicht nur Pflanzen und Tiere können damit gemeint sein, sondern auch Ortsgeister. Ich denke aber nicht, dass man jedes einzelne Wesen kennen und jede einzelne Art benennen können muss, um schamanisch arbeiten zu können. Man hat doch - als schamanisch Arbeitender - immer die Möglichkeit, diejenigen, mit denen man zu tun bekommt, direkt zu fragen, wer sie sind und was sie machen. Mein Ding ist es z.B. eher nicht, Biologiebücher zu wälzen - oder anders: nachdem mich jemand auf sich aufmerksam gemacht hat, mach ich das schon, aber vorher habe ich keine Lust dazu. Je mehr Begegnungen man in seinem Umfeld hat, desto mehr erschließt sich einem das Umfeld. Für mich gilt: zuerst das Schamanisieren - und durch dieses folgt die Kenntnis über das eigene Umfeld.

    In Städten z.B. gibt es ebenfalls Ortsgeister, mit denen man interagieren kann. Viele von denen habe ich noch nicht kennengelernt, weil ich auch eher der "Naturtyp" bin, aber von denen, die ich kennenlernte, habe ich auch einige traurige Wesen getroffen, weil dort, wo heute Häuser stehen, früher ganz andere Bedingungen herrschten. Wer in der Stadt lebt, kann schamanisch also einige Wesen glücklicher machen, indem er sie überhaupt erstmal beachtet und wenn es dann noch zur Zusammenarbeit kommt, sind diese Ortsgeister bestimmt nicht unglücklich. Denk ich zumindest, da ich selbst mich zu dieser Arbeit nicht hingezogen fühle.

    Ich denke auch, es ist leichter, in der "Natur" zu schamanisieren, weil dort die Kräfte noch besser "fließen", Beton wirkt - zumindest in meiner Wahrnehmung - stark hemmend, und gerade deswegen sollte es eigentlich auch Menschen geben, die in der Lage sind, die städtischen Ortskräfte zu unterstützen. D.h. für mich persönlich ist es schwieriger in der Stadt mit den Ortsgeistern zu arbeiten, weil mich das, was ich dort erlebe, zu stark "triggert". Wie kann ich mit den Wesen dort zusammenarbeiten, wenn mich die Begegnung mit diesen zu stark an meine eigenen beengenden Erfahrungen in der Stadt erinnert? Ich persönlich kann das nicht, ich kann zwar "Hallo" sagen, aber für die Arbeit mit diesen wäre ich nicht "klar" genug.

    Und dann ist (für mich) auch die Frage: Was ist mit "intensivem Bezug" zum Lebensraum gemeint? Heißt das (wenn ich in der Stadt lebe), dass ich intensiv shoppen gehe? Oder dass ich, wenn ich es ländlicher mag, intensiv piknicke? Oder intensiv schwimme? Oder, in den Bergen, intensiv kletter (Klettern kann wirklich sehr intensiv sein ;) )?

    Ich denke, es gibt überall die Möglichkeit, "intensiv" mit den dortigen Ortsgeistern zu interagieren. Und sogar in Städten kann man auf Bäume, "Unkraut" und sonstiges "Natürliches" treffen, wenn man nur die Augen offen hält.

    Schamanisch arbeiten bedeutet doch, dass man mit "den Geistern" zusammenarbeitet, mit ihnen kommuniziert, gemeinsam arbeitet usw. . Dafür ist es natürlich hilfreich, wenn man sie mit ihrem Namen ansprechen kann. Aber zur Not kann man doch fragen, das hat mE mehr mit Schamanismus zu tun als wenn man nur in Büchern wühlt.

    Ich bin Praktiker und ich halte die praktische Erfahrung für sehr wichtig - vor allem im Schamanischen. Natürlich kann man Bücher lesen, wenn man sich tiefergehend interessiert. Aber ein Buch wird mir nie verraten können, was mein nebenan lebender Ortsgeist zu sagen hat. Das muss man schon selbst herausfinden, indem man ihn einfach mal fragt.


    Und bei all diesen Überlegungen sollte man auch nicht vergessen, dass es ja auch noch persönliche Verbündete gibt, mit denen man - völlig unabhängig vom Aufenthaltsort - zusammenarbeitet. Das geht natürlich sowohl in der Stadt als auch auf dem Land (Wald, Wiese, Feld).
     
    Zuletzt bearbeitet: 20. Dezember 2014
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  5. Waldkraut

    Waldkraut Sehr aktives Mitglied

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    Ich danke euch beiden erst einmal für eure wertvollen Beiträge.
    Ich würde mich freuen, wenn es noch ein paar mehr Meldungen dazu geben würde.

    Für mich selbst ist die Verbindung zur Natur auch ein lebensnotwendiges Muss. Mir geht es da ähnlich wie dir @GrauerWolf , ohne den natürlichen Lebensraum draussen werde ich krank.
    Glücklicher Weise lebe ich nicht in einer Stadt, sondern am Waldrand und ringsum noch richtige Natur.

    Meine Fragestellung habe ich nicht rein zufällig so gewählt, man könnte sie auch als Hypothese verstehen.
    Warum ich denke, dass Schamanismus und Natur nicht trennbar sind?
    Ich finde es z.B. wichtig, die Erlebnisse in der NAW richtig in die allt.Wirklichkeit übertragen zu können und wenn ich die Natur und ihre Wesen darin kenne und verstehe, erleichtert das einiges.
    Umgekehrt gilt das gleiche.

    Was du @wandervogel geschrieben hast, weges des Tiertanzes, da muss ich dir auch beipflichten. Aus Erfahrung heraus, es ist tatsächlich sehr befremdlich zu sehen wenn "angehende schamanische Berater" beim Krafttiertanz da stehen und sich nicht äußern können, aber es spielt hier in D keine Rolle ob sie das können, wenn die Ausbildung rum ist, bekommen sie ein Zertifikat und los gehts, dann heißt es sie haben ja 2 oder 3 Jahre gelernt, also muss ihre Arbeit auch was taugen.

    Spannend finde ich, dass wenn man die "Sprache der Natur" versteht, sind die Andersweltreisen nicht mehr so bedeutsam, denn die Aussagekraft der Natur ist nach meinem Empfinden noch größer bzw. einfach anders, weil direkter. Ich muss dann nur noch aufmerksam hin hören. Hier ist es natürlich wichtig, sich keine Nat zurecht zu spinnen, genauso wie bei den Reisen, da gilt ja das gleiche.

    Was die Kräuerkunde angeht bin ich mir sicher, dass es mehr als nur Sinn macht meine einheimischen Pflanzen zu kennen. Mit den Pflanzen zu arbeiten heißt für mich einfach auch, über sie bescheid zu wissen und nicht sie im Gewürzregal oder sonstwo zu kaufen, wo sie getrocknet, verstümmelt und in ihrer Essenz nicht mehr greifbar sind.
    Außerdem ist der Akt des Kräutersammelns schon ein Ritual an sich, dass den Bezug zum Pflanzegeist in dem Moment stärken kann.

    LG
    Waldkraut
     
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  6. Waldkraut

    Waldkraut Sehr aktives Mitglied

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    entschuldige Bitte Ahorn, aber da ich so nicht denken kann, habe ich mir über den Brgiff "intensiv" überhaupt keine Gedanken in diesem Bezug gemacht.

    Für mich bedeutet es einfach einen natürlichen Bezug zu meiner Umwelt zu pflegen, aber wenn ich von mir spreche ist eine Stadt unatürlich, schon rein vom Gefühl her.

    Die Stadtgeister die ich bisher kennen lernte, waren eher von Menschen konstruierte "Kreaturen" als natürliche Wesen.

    Aus dem restlichen Text kann ich aber schon erlesen, dass du die Nähe zur Natur als sehr unterstützend für schamanische Arbeit ansiehst.

    LG
    Waldkraut

    P.S.: danke auch dir recht herzlich für deine Sichtweise
     
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  7. Sobek

    Sobek Sehr aktives Mitglied

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    1. - Ist es wichtig, dass ein schamanisch praktizierender Mensch sich in seinem heimischen Umfeld auskennt, beispielsweise Flora und Fauna kennt und intensiven Bezug zum natürlichen Lebensraum pflegt?

    Das heimisches Umfeld halte ich da für hervorgehoben in der Bedeutung, ich habe viel mit Gebirgen und Flüssen zu tun. "Auskennen" ist dehnbar. Ich kann mich in der Natur ernähren und überleben. Das halte ich für ausreichend, bezogen auf "Auskennen".


    2. - Und was hat das mit schamanischem arbeiten zu tun?


    Eine Menge. Der Fluß vor meiner Haustüre (da wo ich eben die meiste Zeit lebe) ist mir heilig und ein wichtiger Verbündeter. Aber auch Gewitter und die Berge.


    3. - Und wie begründet ihr eure Einstellung dazu?


    Mit der Geisterarbeit. Geister sind auch (nicht nur) Teil der Natur die uns umgibt. Der Fluß ist Ausdruck des Flußgeistes - und wenn ich schon in seinem Bett wohne, dann ist 1. und 2. schon zwangsläufig selbsterklärend.
     
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  8. Ahorn

    Ahorn Sehr aktives Mitglied

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    wo ich Wurzeln schlage
    Für mich gilt das auf jeden Fall. Deswegen habe ich mir auch einen naturnahen Wohnort ausgesucht. Aber was ist mit den Menschen, die in einer größeren Stadt leben? Deren Umwelt ist ja die Stadt mit den Häusern, Straßen, U-Bahnen, aber auch Straßenbäumen, Parks, Grünstreifen etc.. Warum sollten diese nicht zuerst in ihrem Umfeld schauen, mit wem sie gut zusammenarbeiten können? Schließlich leben sie doch mittendrin zwischen all den Stadtgeistern und sollten sich mit ihren Nachbarn gutstellen ....
     
    Zuletzt bearbeitet: 20. Dezember 2014
  9. GrauerWolf

    GrauerWolf Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
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    Kann ich gut nachvollziehen. Bei mir ist es der Wald, der mir heilig ist und ich werde richtig sauer, wenn ich sehe, wie manche ihren Müll inkl. zerschlagener Flaschen, ihre Zigarettenkippen o.ä. in die Gegend werfen, die Rinde von Bäumen verunstalten, Büsche zertrampeln und abknicken, die Pilze umtreten, beim Geochachen wie eine Rotte Wildsauen durchs Unterholz brechen und regelrecht "Autobahnen" hinterlassen o.ä... Das beleidigt nicht nur die Waldgeister, das nehme auch ich persönlich und ich bin da schon gelegentlich richtig deutlich geworden...

    LG
    Grauer Wolf
     
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    Für mich ist der Ort, an dem ein Mensch lebt, nicht nur Ausdruck der Geister dieses Ortes, sondern auch Ausdruck des Menschen selbst. Er lebt dort nicht ohne Grund, wird nicht ohne Grund in eine bestimmte Kultur, Fauna und Flora hineingeboren. Alle Geister, die ihn umgeben, sind ebenso Teil seiner selbst. So wie die Eltern und Kinder Teil von einem selbst sind (genetisch, sozial, kulturell, geistig) ist auch das nähere und weitere Umfeld Teil des Menschen selbst. Wenn ich keinen Bezug zu den Pflanzen, Tieren, Menschen, der Geologie meines Umfeldes habe, fehlt mir ein Teil des Bezugs zu mir selbst, sind Teile in mir noch nicht lebendig, noch unbewusst, nicht integriert.
    Auch wenn ich an einen anderen Ort ziehe, hat das einen Grund. Dann sind auch dort "Geister", die in mir lebendig werden wollen. Die vielleicht aus einem Vorleben in mir schlummern, oder die neu entdeckt werden wollen, weil sie meinem Wesen entsprechen. Oder auch, um deutlich hervorzuheben, wo ich Totes in mir habe, das sich im Außen ausdrückt.
    So, wie es Familie, Sippe, Clan, Volk etc. gibt, mit denen ich verbunden bin, und wo ich immer weiter werde, gibt es auch die nicht-menschliche Umgebung, mit der ich verbunden bin, und wo ich immer weiter werde...wenn jemand versteht, was ich meine.
    Das heißt nicht, dass ich umziehen müsste, um andere Geister in mir zu wecken oder zu integrieren, es bedeutet, dass das, was mir direkt vor Augen ist, einfach am nächsten dran ist, und klarer zu mir sprechen kann, in mir schwingt. Trotzdem kann ich auch eine Pflanze oder ein Tier, das in einem anderen Land lebt, in mir nahe werden lassen, wenn es mich anspricht (vielleicht im doppelten Sinne).
    Ich bin Teil meiner Umgebung und meine Umgebung ist Teil meiner selbst. Ob mir das nun bewusst ist oder nicht.
     
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