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Nationalstolz - the way love of one's country

Dieses Thema im Forum "Gesellschaft und Politik" wurde erstellt von PT 1976, 24. Februar 2009.

  1. PT 1976

    PT 1976 Aktives Mitglied

    Registriert seit:
    14. April 2008
    Beiträge:
    969
    Ort:
    Wien
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    hallo ..

    es gibt eine gewisse verstellung, eine gewisse heuchelei, wenn man das wort nationalstolz benutzt .. es sollte sehr leicht zu verstehen sein, dass (national)stolz total das falsche ist, wenn es einem menschen darum gehen sollte, sein heimatland zu lieben .. man setzt sich eine art maske auf ..

    wer auf seine nationalität stolz ist, versteht einfach nicht, worauf man (im großen und ganzen) ein recht hat, stolz zu sein: man kann nur stolz auf eigene vollbringung und eigene leistung sein .. jeder kann leicht zu dieser entdeckung kommen, dass nämlich nationalstolz ein delusion ist und wird so oft vom nationalism und patriotism zu unrechten zwecken gebraucht .. denn patrioten kann man sehr leicht ausnutzen .. mit dem delusion das eigene land zu schützen (aber in wirklichkeit, das land von machthabern), ziehen sie sehr leicht (für den machthabern) in den krieg ..

    ich bin sehr erfreut darüber, amerikanerin sein zu können, und erfreut darüber, in einem chancenreichen land gelebt zu haben .. aber stolz auf meine nationalität zu sein, als wäre ich etwas besseres oder grossartiges, würde mir nicht einmal im traum einfallen .. wie würde sich einer fühlen, der aus seinem land wegen unglück, not oder armut bei uns zuflucht gefunden hat, wenn ich als ein nationalistin oder eine patriotic person ihm vergnügt erläutere, (national)stolz zu sein, dass es in meinem land nicht so unerträglich ist, wie in sienem land?! ..

    darum finde ich, wer nationalstolz als positiv betrachtet, stimmt (bewusst oder unbewusst) religiösen unterwürfigkeit und kulturellen chauvinism zu ..

    lg
    PT
     
  2. Bulldackel

    Bulldackel Aktives Mitglied

    Registriert seit:
    25. August 2008
    Beiträge:
    2.277
    Ort:
    Berlin
    Was du da schreibst, ist mir sehr sympathisch und im Wesentlichen kann ich das unterschreiben. Allerdings halte ich eines deiner Argumente dennoch für zu schwach: es gibt oder nimmt uns niemand ein "Recht" auf irgendetwas stolz zu sein. Es dürfte auch logisch sehr schwer abzugrenzen sein, was eigentlich eine "eigene Leistung" sein soll, weil es die wahrscheinlich gar nicht gibt. Offenbar führt die Interpretation des Stolzes auf dieser Ebene in eine Sackgasse.
    Ergiebiger erscheint mir die Auffassung des Stolzes als ein ganz banales Sicherheitsgefühl der Überlegenheit, wobei dieses Gefühl nicht unbedingt aggressiver Natur sein muss, sondern u.U. sehr viel mit Zuneigung, Geborgenheit und sogar Liebe zu tun haben kann, je nachdem, was das Objekt des Stolzes ist. Und in dieser Form finde ich am Stolz (egal worauf) auch nichts problematisches.
     
  3. Sabbah

    Sabbah Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    17. Februar 2009
    Beiträge:
    5.327
    Ort:
    Wien
    Hm...dem kann ich nicht ganz zustimmen, dazu müsste man die "Nation" definieren...also ich finde es gibt und es gab Künstler oder Wissenschaftler auf die wir Österreicher stolz sein dürfen, da sind schließlich Menschen dabei die die ganze Welt verändert oder inspiriert haben...die Frage ist ob du auf Österreich stolz bist oder auf die Menschen und Leistungen die es hervorgebracht hat, ich denke da ist ein Unterschied...also darauf ein Österreicher zu sein bin ich auch ned stolz, is mir ziemlich egal, eigentlich graußts mir vor diesen Bezeichnungen Österreich, Deutschland, etc., diese territorialen Unterteilungen und der ganze Quatsch ist noch so ein Affen-relikt "Von dem Baum bis zu dem Stein da ist Österreich, da darfst du ned drüber, ho ho!"
    Aber ich versteh die andere Seite auch, es ist halt sehr einfach auf sein eigenes Land stolz zu sein, weil du ja direkt damit verbunden bist, auch wenn du jetzt konkret mit der Leistung nichts zu tun hast.
    So überspitzt wie du das gesagt hast, möchte ich es nicht formulieren, also vonwegen kulturellem Chauvinismus und so...Nationalstolz tritt viel zu oft auf und wird vor allem komplett toleriert, als das man diese jetzt alle als Chauvinisten darstellen kann...
    und ich denke selbst Menschen denen es zuzeit in ihren Heimatländern schlecht geht können immer noch auf eine ruhmreiche Vergnagenheit auf ihre Vorfahren oder Tradition stolz sein.

    As-Salamu Alaykum
     
  4. puenktchen

    puenktchen Guest

    bei den Karnevalsumzüge marschieren sie in ihren Uniformen mit polierten Orden und allehand Gebammel mit stolz geschwellter Brust und hochroten Köpfen... begleitet von Marschmusik... tarammtata tarammtata... als wollen sie in den Krieg ziehen und fürs Vaterland kämpfen...
    :escape:
     
  5. loveforfree

    loveforfree Mitglied

    Registriert seit:
    19. Januar 2009
    Beiträge:
    927
    Ort:
    München
    Nationalstolz kenne ich nicht.........ich bin stolz auf alle Menschen die sich für Schwächere einsetzen, die Verständnis zeigen, unaugefordert ein Lächeln schenken und anderen Menschen bedingungslos damit helfen, stolz auf jene, die unser Leben mit ihrem Handeln und Denken bereichern. Das sind für mich die wahren Helden dieser Welt. Bin geborene Deutsche, meine Mum kommt aus Slowenien, mein Vater aus Österreicht und meine Großeltern zum Teil aus Ungarn. Ich habe diese Länder kennenlernen dürfen. Jedes hat seine Vor und Nachteile. Warum sollte ich auf eines besonders stolz sein. Dankbar vielleicht weil meine Vorfahren darin leben durften und zu anständigen Menschen heranwuchsen.........davon habe ich heute viel und werde die Werte, die ich mitbekommen habe mit Stolz weitergeben an meine Kinder und evtl Enkelkinder.

    Busserl Love
     
  6. Nightbird

    Nightbird Guest

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    Ich kann das nicht unterschreiben.
    Das Problem ist, dass vor allem wir Deutsche ein Problem mit der eigenen Identität haben und ein gespaltenes Verhältnis zu unserem Nationalgefühl.
    Und ein Nationalgefühl ist an sich nichts Schlechtes.
    Erst wenn Nationalität zu Fanatismus wird, kann man von etwas reden, das es zu verhindern gilt.
    Nationalgefühl ist etwas Natürliches, man identifiziert sich mit seiner Heimat und wenn man irgendwo hinkommt dann berichtet man von den positiven Dingen in seiner Heimat.
    Sei es das Haus, der Ort, das Land.
    Und wieso sollte man nicht stolz auf seine Vorfahren sein dürfen, wenn sie sich für etwas eingesetzt haben.
    Wenn man alles wegnimmt, was schief gelaufen ist, dann bleiben da auch ein paar gute Ziele zwischen all der obligatorischen menschlichen Verirrtheit.
    Das ist das, was die Menschen, die nunmal vor uns da waren auch für uns getan haben und wir können das ruhig anerkennen.
    Selbst wenn es nur wenige waren, die tatsächlich erfolgreich waren, so haben diese wenigen schon diese Anerkennung verdient.
    Besonders dann, wenn sie so wenige waren und doch etwas erreichen konnten.

    Zum Patriotismus möchte ich noch Folgendes anmerken:

    (S. 270)
    Aus: Nürnberger Tagebuch / von G.M. Gilbert. Ehemaliger Gerichts-Psychologe beim Nürnberger Prozess gegen die Hauptkriegsverbrecher. Aus dem Amerikanischen übertragen von Margaret Carroux ... - Fischer: Frankfurt a.M., 1962. - 455 S.
     
  7. FIST

    FIST Neues Mitglied

    Registriert seit:
    16. Februar 2004
    Beiträge:
    25.988
    ick lese gerade in Hardt und Negri, und deren Geschichtliche Analyse des Souveränitätsbegriffes.. nach ihnen war der Begriff "Nation" ab dem Augenblick notwendig, als die absolutistischen Herrscher, bzw die Aristokratie und das Bürgertum ihre Souveränität nicht mehr auf ein Geburtsrecht, bzw ein Göttliches Recht zurückführen konnten da diese durch die Aufklährung negiert wurden. Um dem entgegenzutretten sprach man plötzlich von "Volk" und von "Nation" der sich der einzelne Unterordnet (und daher Souveränität legitimiert). Dadurch war es der Aristokratie, den Herrschern und des Bürgertums möglich, den Revolutionären Forderungen des Proletariats entgegenzutretten und durch den Volks, bzw den Nationsbegriff die existentiellen Gegensätze innerhalb dieser Konstrukte (Arm - Reich, Gebildet - Ungebildet, Herrschend - Machtlos) zu negieren und eben jene revolutionären Forderungen zu Kanalysieren und schlussendlich für sich selber zu nutzen.

    Man könnte also auch sagen: der Nations und Volksbegriff sind Krücken, die einen Machtanspruch einer bestimmten Menschengruppe auch dann Legitimiert, wenn es de facto keine Legitimation für gibt.

    lG

    FIST, eine Welt, ein Menschheit, eine Nation
     
  8. Elin

    Elin Guest




    Die Uniformierung ist am Anfang des 19. Jahrhunderts zur Verhöhnung der französischen Besatzung getragen worden.....:D....der Brauch hat sich halt bis heut gehalten....
     
  9. Condemn

    Condemn Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    7. September 2004
    Beiträge:
    19.309
    Ich persönlich habe keinen Nationalstolz... Bin auch kein Lokalpatriot, zumindest nicht ernsthaft. Auch wenn Berlin nun mal die coolste Stadt überhaupt ist. :D

    Aber... Was Du zu Stolz im allgemeinen schreibst trifft einfach nicht zu. Es ist lediglich Deine Meinung, man könne nur auf etwas stolz sein, was man selbst vollbracht hat. Es ist nun mal Fakt, das Menschen fähig sind, stolz auf auf den Erfolg z.B. ihrer Kinder zu sein, oder Eltern oder auch Freunde. Viele Menschen in den USA sind stolz auf Obama... nicht nur Schwarze. Viele sind stolz auf den Erfolg der Mannschaft deren Fan sie sind, auf gute Songs der geliebten Band, auf Boxer, gewonnene Kriege usw.

    Das alles kann man als Fakt betrachten. Ich weiß, dass das zutrifft und dass das Wort "Stolz" auch dazu passt, weil ich es von mir kenne. Vor allem auf Menschen aus meinem Umkreis, meinen Bruder etwa oder meine Cousins.

    Daher ist es definitiv auch möglich stolz auf sein Heimatland zu sein. Inwiefern es dazu Grund gibt... das ist wieder nüchtern betrachtet lediglich eine Frage der Meinung und der Überzeugungen. Ich finde, man sollte das nicht gleich mit Nazitum verwechseln.

    Der wichtigste Punkt dabei ist: Stolz auf etwas oder jemanden zu sein, beinhaltet nicht automatisch eine Abwertung anderer. Um mal ein sanftes Beispiel zu bringen: Eltern die ihrem Kind beim Tennis zuschauen, sehen wie es gegen jemanden gewinnt, dessen Freund es ist, können auf ihr Kind stolz sein und dem Verlierer trotzdem sagen, das er gut gespielt hat. Sie können den Gegner ihres Kindes trotzdem sehr schätzen... Mit einem Land muss es nicht anders sein. Es beinhaltet nicht unbedingt eine Abwertung...

    Ich halte Stolz für eine positive Kraft, wenn sie für sich alleine steht. Sowohl einen gewissen Stolz "in" der Persönlichkeit, Selbstbewusstsein, Selbstsicherheit... wie auch Stolz auf andere. Das Interessante ist ja, dass jemand der unsicher ist, eher zu Neid und Eifersucht gegenüber Erfolge anderer neigt, selbst innerhalb einer Familie. Umfassender gedacht ist es wohl dieselbe Dynamik beim Stolz auf ein Land. Die "Selbstkasteiung" vieler Deutscher, v.a. Linker... (und politisch gesehen bin ich selbst eher links), ist m.A.n. definitiv keine positive Kraft. Darin liegt oft viel mehr Abwertung anderer.

    VG,
    C.
     
  10. Crowley

    Crowley Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    26. Januar 2005
    Beiträge:
    4.104
    Ort:
    Abyss
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    Habe ich schon im anderen Thread geschrieben aber da es hier im Prinzip um dasselbe geht mach ich mal ein Doppelposting:

    Bin zwar kein Bahai - aber der Spruch von Bahaullah (1817 bis 1892) ist einfach genial:
    "Es rühme sich nicht, wer sein Vaterland liebt, sondern wer die ganze Welt liebt. Die Erde ist nur ein Land, und alle Menschen sind seine Bürger."

    Man beachte den frühen Zeitpunkt als eine solche Äusserung - in politischen und auch religiösen Kreisen - ein absolutes Novum war.

    :) :banane:
     
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