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Nähe zu Gott vs. Logik

Dieses Thema im Forum "Religion & Spiritualität" wurde erstellt von Morrha, 6. September 2007.

  1. Morrha

    Morrha Mitglied

    Registriert seit:
    5. September 2007
    Beiträge:
    45
    Ort:
    Wien
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    Ich bin vor ich glaube fast 15 Jahren aus der evangelischen Kirche ausgetreten. Weder kann ich mit dem System "als Christ mußt du wortwörtlich an die Bibel glauben, egal wie widersprüchlich oder unlogisch etwas ist" etwas anfangen, noch kann ich mich mit dem rachsüchtigen und "gerechten" Gott vor allem im AT anfreunden. Die Christen, die alles andere als Christentum vorgelebt haben, und die Werte, die meiner Meinung nach die Kirche ausmachen sollten in den Schmutz gezogen haben während sie selbstgefällig die Bibel geschwenkt haben und sich selbst für fehllos gehalten haben, haben ihr Übriges getan, dass mir das Christentum ein Dorn im Auge ist.
    Das Problem ist, dass sich in letzter Zeit mein Inneres ziemlich verändert hat, zum positiven, dh meine Vergangenheit und ihre Probleme und Belastungen scheinen einfach von mir abzufallen und mir geht es psychisch einfach gut, während ich die letzten Jahre nur mehr depressiv und Selbstmordgefährdet war.
    Ich bin eigentlich ein sehr logischer Mensch, der viel denkt und in viele Religionen und sonstige Esoterik reingeschaut hat. Ich habe heute das Wort gesehen, und es paßt auf mich, Wahrheitssuchend, das war ich und das bin ich.
    Nun kommt plötzlich dieser Drang (das ist mir irgendwie peinlich es zu schreiben) "zu Gott zurückzukehren". Meine Probleme mit der Bibel und den verhaltensmäßig nicht zu meiner Vorstellung von Glaube passenden Christen sind aber noch immer vorhanden. Ich bin in den letzten Tagen auf Luzifer als Lichtbringer umgeschwenkt, nachdem ich lange dachte, vielleicht ist es besser, wenn ich mich an Luzifer als Widersacher und Kritiker Gottes in der Bibel halte, der aber auch Licht und Erkenntnis bringt, da ich eben mit dem Gottesbild in der Bibel nicht klar komme. Die Logik sagt mir, der Gott in der Bibel ist kein Gott der Liebe, und mein Herz sagt ich will den Gott der Liebe finden, annehmen, zu ihm beten...
    Was würdet ihr mir raten oder was denkt ihr darüber? Jegliche Meinungen und vor allem Denkanstöße sind willkommen.
    Danke!
     
  2. FIST

    FIST Neues Mitglied

    Registriert seit:
    16. Februar 2004
    Beiträge:
    25.988
    hm

    ich würd dir den Katholizismus raten, der ist ja nicht "sola Scriptura" (also Nur Bibel und Bibel sei unfehlbar) wie in den Protestantischen Kirchen, sondern annerkennt eine Ständige Offenbarung Gottes in der Gegenwart an (wohingegen ein Sola Scriptura etwas tot wirkt und Gott auf ein Buch beschränkt) - oder das Judentum, dass an die Bibel völlig anderst herangeht.

    Übrigens - rein von der Logik her angenommen: angenommen es gibt einen Gott, und weiter angenommen, es gibt nur einen einzigen Gott, dann spielt es keine Rolle, ob dies ein Gott der Liebe oder der Nichtliebe ist, sondern es spielt nur eine Rolle, dass Gott Gott ist. Insovern ist es, rein nach der Logik, falsch, einen Gott der Liebe zu suchen, sondern es währe Logisch, den Gott zu suchen, der Wahrhaftig Gott ist, unabhängig davon, wie sich dieser Gott präsentiert

    Liebe Grüsse

    FIST
     
  3. Sri Naam

    Sri Naam Mitglied

    Registriert seit:
    30. August 2007
    Beiträge:
    253
    Ort:
    Hier
    Für Christen ist das "Neue Testament" zuständig. "Liebe deinen Nächsten wie dich selbst".

    Jesus löste die Formel "Auge um Auge und Zahn um Zahn" im AT auf.

    Die Bibel ist ein religiöses Buch.

    Jesus ist vor 2000 Jahren gegangen. Zurück blieb die Lehre und eine Religion.

    Deshalb "darf" der Mensch nicht da drauf stehen bleiben.
     
  4. FIST

    FIST Neues Mitglied

    Registriert seit:
    16. Februar 2004
    Beiträge:
    25.988
    wirklich nur das neue Testament?

    warum umfasst denn die Christliche Bibel auch das sogenannte Alte Testament?

    lG

    FIST
     
  5. sand

    sand Mitglied

    Registriert seit:
    5. Juli 2007
    Beiträge:
    159
    Hi Morrha,

    Christ sein hat nichts mit der Kirche zu tun, die Kirche selbst ist eigentlich nur ein Ort wo man mit anderen Menschen in Gemeinschaft lebt und zusammen "Betet" kann.
    Christ sein bedeutet in erster Linie das man an Jesus als erlöser glaubt, und auch versucht seine Lehren zu befolgen.
    Folge nicht den Lehren und Dogmen der Kirchen sondern befolgen die von Jesus.

    Leider verstehen manch Menschen nicht mit wasfür Augen man die Bibel lesen muss, wenn man sich diese drei Dinge im Hinterkopf behält (Liebe,Barmherzigkeit,aber auch Gerechtigkeit) und die Bibel liest wird man die Wahre Botschaft erkennen.

    LUKAS 11:33-36
    Bildworte vom Licht
    Niemand zündet ein Licht an und setzt es in einen Winkel, auch nicht unter einen Scheffel, sondern auf den Leuchter, damit, wer hineingeht, das Licht sehe. Dein Auge ist das Licht des Leibes. Wenn nun dein Auge lauter ist, so ist dein ganzer Leib licht; wenn es aber böse ist, so ist auch dein Leib finster. So schaue darauf, daß nicht das Licht in dir Finsternis sei. Wenn nun dein Leib ganz licht ist und kein Teil an ihm finster ist, dann wird er ganz licht sein, wie wenn dich das Licht erleuchtet mit hellem Schein.


    In der Bibel steht das man als Christ mit dem Heiligen Geist, Geiste-Christi/Gottest gesegnet wird.

    1.KORINTHER 2:11-16
    Denn welcher Mensch weiß, was im Menschen ist, als allein der Geist des Menschen, der in ihm ist? So weiß auch niemand, was in Gott ist, als allein der Geist Gottes.
    Wir aber haben nicht empfangen den Geist der Welt, sondern den Geist aus Gott, daß wir wissen können, was uns von Gott geschenkt ist. Und davon reden wir auch nicht mit Worten, wie sie menschliche Weisheit lehren kann, sondern mit Worten, die der Geist lehrt, und deuten geistliche Dinge für geistliche Menschen. Der natürliche Mensch aber vernimmt nichts vom Geist Gottes; es ist ihm eine Torheit, und er kann es nicht erkennen; denn es muß geistlich beurteilt werden. Der geistliche Mensch aber beurteilt alles und wird doch selber von niemandem beurteilt. Denn «wer hat des Herrn Sinn erkannt, oder wer will ihn unterweisen» (Jesaja 40,13)? Wir aber haben Christi.

    Man darf nicht alles was in der Bibel steht wortwörtlich nehmen, vieles in der Bibel ist in einer Bildsprache geschrieben. Das heist man muss diese Sprache Geistig beurteilen.



    Ich habe dir jetzt so in etwa beschrieben wie ich das "Christentum/Bibel Kirche" sehe.
    Niemand kann dir die Entscheidung abnehmen welchen Weg du gehen sollst. Das einzigste was du machen kannst ist dich zu Informieren, und aber auch alles ganz genau zu hinterfragen. Hinterfrage das Christentum/"Luziferismus"/Newage..... Und finde eine EIGENE ANTWORT und höre auch auf dein Herz.
     
  6. Morrha

    Morrha Mitglied

    Registriert seit:
    5. September 2007
    Beiträge:
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    Ort:
    Wien
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    hi, ihr beiden,
    hmm, grübel so vor mich hin,
    irgendwie hab ich ja immer empfunden, dass die katholische kirche noch strenger und die regeln weniger der heutigen zeit angepaßt sind als in der evangelischen kirche. auch habe ich den eindruck, dass es immer so ist, dass gläubige christen die bibel wort für wort so annehmen und nicht hinterfragen, oder vielleicht sind mir nur solche menschen über den weg gelaufen. judentum spricht mich gar nicht an.
    religion ist für mich eine mischung aus logik und bauchgefühl. ich genieße es in kirchen zu gehen und mich eine weile reinzusetzen oder auch mal eine kerze anzuzünden, aber nur wenn kein gottesdienst ist. das ist bauchgefühl. die widersprüche zwischen "offiziellen" auslegungen der bibel und tatsächlichen worten sind logik, ebenso wie zwischen altem und neuem testament. der gott wie er im alten testament beschrieben wird, das ist mein bauchgefühl, dass das ja wohl nicht gott sein kann. deshalb auch mein thread auf der suche nach einer erklärung wie der gott im AT sich so verändern konnte. Wenn der wahre, einzige Gott nun genau so wie im AT beschrieben ist...ich bin nicht gerade bush, dass ich mich mit so einem gott wohl fühle.
    es ist ja schön, dass er "sein volk" leitet und irgendwie auch schützt oder unterstützt, aber ich hab es wirklich nicht mit vergeltung und vergewaltigung und totschlag. obwohl, wenn ich an meinen exmann denke...
    wie würdet ihr denn reagieren, wenn der "jüngste tag" kommt und ihr landet vor genau dem gott, wie er im alten testament beschrieben ist? :stickout2
     
  7. FIST

    FIST Neues Mitglied

    Registriert seit:
    16. Februar 2004
    Beiträge:
    25.988
    na, dass sind nur die "Bibelgläubigen" Christen, wie sie sich selber nennen. Das Christentum selber ist sehr breit gefächert und innerhalb des Christentums gibt es verschiedene Ansichten über den Stellenwert der Bibel - die Gehen vom "Sola Scriptura" bis hin zu "ein Buch unter vielen". Die beiden Grundpositionen, die man der Bibel zumisst sind diese: für die einen ist die Bibel ein von Gott geschriebenes Buch an die Menschen - für die anderen ist die Bibel ein von Menschen geschriebenes Buch, das versucht Gott zu erfassen. Für die erstere Interpretation wird, wenn in der Bibel "das Wort Gottes" steht, dieses als Bibel gleichgesetzt, für die anderen stellt dieses "das Wort Gottes" die Zehn Gebote und/oder Jesus dar (ein beliebter Spruch von uns Katholischen Christen gegenüber den "Bibelgläubigen" Christen ist: Gott ist Mensch (Jesus) geworden, und nicht ein Buch).

    Im übrigen gibt es eine Jüdische Anekdote über den Stellenwert der Bibel: ein Heide soll zu Rabbi Hillel gesagt haben: wenn du mir die Tora (die 5 Bücher Mose) in der Zeit erklähren kannst, in der ich auf einem Bein stehen kann, dann will ich mich zu Gott bekehren. Reb Hillel antwortete darauf: die Tora, dass ist Gott zu lieben mit ganzem Herzen, von ganzer Seele und mit all deiner Kraft - der Rest ist nur Beiwerk

    Liebe Grüsse

    FIST
     
  8. Morrha

    Morrha Mitglied

    Registriert seit:
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    45
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    Wien
    Danke, sand!
    Die Antworten hier sollen mir auch nicht die Entscheidung abnehmen, weil ich nicht der Typ bin, der einfach macht, was andere mir sagen, sondern ich hole mir gerne Denkanstöße von anderen. So bekomme ich oft ganz gute Eingebungen.
    Ich glaube, ich werde das alte Testament nochmal lesen, und versuchen, gewisse Stellen von einem anderen Standpunkt aus zu betrachten. Ich habe früher eine Art Bibelstudium mit anderen betrieben, aber nur unter dem Gesichtspunkt, was widerspricht der üblichen Auslegungsweise. Ich tu mir einfach sehr schwer damit zu akzeptieren, dass ein Gott, der reine Perfektion für mich ist und sein sollte, noch etwas anderes als Liebe, Güte, Vergebung, Weisheit sein kann oder muss oder...?
    Vielleicht könnt ihr mir damit ein bißchen auf die Sprünge helfen? Ansatzweise hab ich ja schon dazu etwas hier gelesen, nur sperrt es sich bei mir da ein wenig.
    Kann man wirklich Christ sein und gleichzeitig die Bibel hinterfragen, das Verhalten anderer Christen oder die Kirchengeschichte schief anschauen? Wahrscheinlich hab ich einfach immer den Eindruck bekommen, dass man nicht hinterfragt und nicht zweifelt und keine eigene Meinung haben darf als Christ und das bin so gar nicht ich.
    edit: @fist, unsere Beiträge haben sich überschnitten. Das hört sich schon sehr gut an. Offensichtlich kenne ich nur bibelgläubige Leute...und die erfüllen mich mit Schaudern.
     
  9. Morrha

    Morrha Mitglied

    Registriert seit:
    5. September 2007
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    45
    Ort:
    Wien
    :) was sagt ihr dazu?

    God

    In the ancient days, when the first quiver of speech came to my lips, I ascended the holy mountain and spoke unto God, saying, "Master, I am thy slave. Thy hidden will is my law and I shall obey thee for ever more."

    But God made no answer, and like a mighty tempest passed away.

    And after a thousand years I ascended the holy mountain and again spoke unto God, saying, "Creator, I am thy creation. Out of clay hast thou fashioned me and to thee I owe mine all."

    And God made no answer, but like a thousand swift wings passed away.

    And after a thousand years I climbed the holy mountain and spoke unto God again, saying, "Father, I am thy son. In pity and love thou hast given me birth, and through love and worship I shall inherit thy kingdom."

    And God made no answer, and like the mist that veils the distant hills he passed away.

    And after a thousand years I climbed the sacred mountain and again spoke unto God, saying, "My God, my aim and my fulfilment; I am thy yesterday and thou art my tomorrow. I am thy root in the earth and thou art my flower in the sky, and together we grow before the face of the sun."

    Then God leaned over me, and in my ears whispered words of sweetness, and even as the sea that enfoldeth a brook that runneth down to her, he enfolded me.

    And when I descended to the valleys and the plains God was there also.

    (Khalil Gibran)
     
  10. Galahad

    Galahad Guest

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    Das habe ich schon dutzende Christen gefragt.
    Eine vernünftige Antwort habe ich nie erhalten.
     
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