1. Diese Seite verwendet Cookies. Wenn du dich weiterhin auf dieser Seite aufhältst, akzeptierst du unseren Einsatz von Cookies. Weitere Informationen
  2. Willkommen im grössten und ältesten Esoterik-Forum!
    Hier findest Du alles zu Astrologie, Lenormand und Tarot, Karten legen, Feng-Shui, Traumdeutung, Religion und Spiritualität, Engel, Familien-Aufstellung, Gesundheit, Reiki
    Registriere Dich kostenlos, dann kannst du eigene Themen verfassen und siehst wesentlich weniger Werbung

  3. Esoterikforum Adventkalender 2016
    Wir wünschen Dir einen friedlichen Advent.

München, Königsplatz

Dieses Thema im Forum "Aufgeschrieben" wurde erstellt von Sunna, 9. August 2007.

  1. Sunna

    Sunna Aktives Mitglied

    Registriert seit:
    17. Januar 2007
    Beiträge:
    1.293
    Ort:
    Bayern
    Werbung:
    München, Königsplatz

    Ein Sonnabend in grau
    Die Stadt fast ausgestorben
    Doch ihrer Geister Gegenwart
    Ist heut zu spüren überall.
    Wissen will ich es heut
    Heißen sie mich willkommen
    Oder werden sie mich warnen,
    von sich weisen gar?
    Vor mir liegt das große Tor
    Wie von Händen unsichtbar
    Gezogen, schreite ich hindurch
    Erinnerungen flammen auf.
    Bilder aus vergangner Zeit
    Erwachen in meinem Geiste,
    Inmitten der mächtigen Säulen -
    Bilder von anderem Orte.

    Damals war ich glücklich
    Sehe zwei Kinder scherzen,
    Fangen spielen zwischen Säulen,
    Gigantisch, so wie diese hier.
    Dann ein anderes Bild:
    Ich spüre, wie ich schreite
    Hindurch zwischen Fackelträgern
    Geschmückt im Festgewande.
    Ein Weihefest, so scheint es
    Andächtig bleib ich stehen
    Im hellen Schein der Flammenschalen
    Auch dabei bin ich nicht allein.
    Anderer Ort, andere Zeit
    Doch alles hier ruft in mir
    Gefühle tief beseelter Andacht
    Und des höchsten Glückes wach.

    Menschenleer liegt der Platz
    Museen zu beiden Seiten:
    Zur Linken antike Helden
    Zeugnisse alter, glanzvoller Zeit.
    Auf der anderen Seite
    Lockt eine breite Treppe
    Mich an, sie zu beschreiten und
    genauer hinzusehen.
    Ganz wie selbstverständlich
    Betrete ich sie mittig
    mit stolzem und aufrechtem Gang
    Schreitend, steige ich hinan.
    Und ich halte inne
    Beim Betrachten des Portals:
    Alte Heilszeichen am Eingang
    Zeigen sich mir wie zum Gruß.

    Jetzt weiß ich es sicher:
    Die alten Geister dieser Stadt
    Laden mich ein in ihre Gefilde.
    Was mag mich wohl hier erwarten?
    Eisiger Wind zieht herauf
    Kälte fegt die Bilder fort
    Schnee bedeckt den Platz mit Schweigen
    Ich spüre, es ist Zeit zu gehn.
    Tief unten im U-Bahnschacht
    Begleitet von klassischen Klängen
    Fährt der Zug ein und trägt mich weiter
    Die alte Sehnsucht, sie bleibt.

    (Geschrieben im Februar 2006)
     

Diese Seite empfehlen