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Mother Kali oder Wer hat's erfunden - von Schöpfung und Zerstörung

Dieses Thema im Forum "Schamanismus" wurde erstellt von Erdkröte, 22. Oktober 2009.

  1. Erdkröte

    Erdkröte Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    2. Dezember 2008
    Beiträge:
    1.461
    Ort:
    NRW
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    Mother Kali oder Wer hat's erfunden - von Schöpfung und Zerstörung


    Hallo an alle,

    ich greife soweit wie mir möglich bewusst die vergangen Threads auf, weil sich dort eine Verhaltensweise anhäuft, die ja immer wieder hier im Unterforum auftaucht und die mich persönlich, gerade
    Schamanisch Arbeitender zutiefst berührt und erschreckt. Wie es in anderen Foren ist weiss ich nicht.

    Für mich werfen diese agressiven, haßerfüllten Worte wichtige Fragen auf, auch oder gerade weil ich von mir weiss, wieviel Neid, Konkurrenz, Ignoranz und Hass in mir sind - die Grundlage meiner eigenen Apokalypse, welche weil sie in uns allen existiert katatrophale Ausmasse annehmen kann -
    wir befinden uns auch laut meiner schamanischen Lehrer im Kalizeitalter und damit im Zeitalterder Zerstörung.
    Ich freue mich auf eure Antworten auf meine folgenden Fragen.

    War und ist Schamanismus ein Weg zur Persönlichkeitsentwicklung bzw. hat Schamanismus nicht Persönlichkeitsentwicklung als Konsequenz ? Für mich ist das so !

    Müssen wir zwischen einem Schamanismus unterscheiden der Symptome bekämpft, wie in der Medizin (Krankheiten heilt, den aber
    Menschliche Grundübel wie Hass, Neid und Ignoranz nicht kümmern) und
    einem Schamanismus der tiefe Einsichten und Weisheit zum Ziel hat ?
    (In Südamerika wird zwischen Schamanischen Heilern und Weisen unterschieden
    - na ja, die meisten Ärzte hier haben mit Weisheit auch nicht viel am Hut).

    Wie würdet ihr Schamanen und Schamanisierende auf ihrem Weg der Bewusstwerdung/Erleuchtung im Verhältnis zu anderen Weisheits-/Erleuchtungssuchenden (Yogi's, Reikianer, Meditierende, etc.) einordnen ?

    Ken Wilber sieht die Schamanen als die ersten Pioniere der Bewusstwerdung.

    Sind Schamanen und Schamanisierende mehr als andere bewusst Schöpfer Ihres Sein und Ihrer Umwelt ?


    In wie weit befasst ihr Euch mit Bewusstseins- und Persönlichkeitsentwicklung im Rahmen des Schamanismus ?

    In wie weit seht ihr auch hier im Forum Euren gegenüber als Spiegel eurer Seele, vorallem wenn das Geschriebene Euch emotional oder sonst wie trifft und beschäftigt ?



    Eine Menge Fragen und hoffe auf eine ehrliche und tiefe Resonanz.


    Namastee

    Siegmund
     
  2. Beinwell

    Beinwell Mitglied

    Registriert seit:
    9. November 2006
    Beiträge:
    340
    Ort:
    Wien
    hallo lieber siegfried!
    schön, daß du einen derartig konstruktiven thread anfängst:):)
    Für mich auch - ich bekam mit diesen techniken zu tun, als ich wirklich am boden war und durfte mich damit wieder ganzer machen - ist natürlich andauernd "in progress".
    genau an dem begann ich damals an mir selbst zu arbeiten mit hilfe der spirits und höre sicher niemals mehr damit auf - heißt nicht, daß ich jetzt "überbelichtet" herumlaufe :D - gehe einfach so bewußt wie möglich mit meinen schattenseiten (die üblichen wie neid, hass und gier...etc um)und bemühe mich auch immer um den ursprung solcher gefühle - (meist sehr unangenehme ereignisse)
    mir hat diese technik bei meinen depressionen am besten geholfen und konnte damit erkenntnisse, die ich mittels anderer methoden hatte, besser umsetzen.
    meditation, psychotherapie etc... sind mir persönlich zu kopflastig gewesen.
    ich würde eher sagen, daß mich die spirits sehr gedrängt haben(durch dinge, die "einfach passiert" sind, mein leben zu ändern - vor allem meine einstellung zu ereignissen, die mich eben früher so runter gezogen haben. Somit muß ich mich damit befassen ob ich will oder nicht gg.:D
    bei manchen erkenne ich viel frust und aggression - ist ja in unserer heutigen(kali) zeit kein wunder.
    auch daß eine umweltbewußte haltung anscheinend belächelt wird
    im großen und ganzen sind solche statements für mich dann wiederum eine bestätigung, daß es besser ist in der "spirituellen, schamanischen szene" sehr selektiv zu sein, da man sich ansonsten mit irgendwelchen "merkwürdigen" energien herumraufen kann.
    ich habe in der wirklichen welt ein paar gute freunde, die schamanisch tätig sind und ansonsten halte ich mich zurück
    ansonsten habe ich einige sehr nette leute virtuell kennengelernt und freu mich darüber, daß es neben den üblichen wichtigen auch ein paar echte gibt.

    lg
     
  3. Delphinium

    Delphinium Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    21. Mai 2007
    Beiträge:
    4.673
    Ort:
    Bayern
    Alles dient der Persönlichkeitsentwicklung, wenn du schamanisierst, egal ob du effektiv schamanisierst oder nur mit deinen inneren Teilen herummachst, wie du mal angesprochen hast, wird das auch deine Persönlichkeit verändern. Wenn du effektiv schamanisierst, wird das aber vor allem das Weltbild verändern, das halte ich für wesentlicher.

    Meistens ist Schamane ein Job, ein Beruf, eine Berufung. Wenn er schamanisiert, arbeitet er mit Geistern und arbeitet in anderen Welten, so gesehen hat er natürlich Einblick in eine Materie, die anderen Menschen verschlossen ist (was im übrigen auch ganz gut so ist). Deshalb muß er aber noch lange nicht "weise" im klassischen Sinne sein oder moralisch hochentwickelt. Ich denke, es gibt genauso äußerst unangenehme Zeitgenossen, die gut schamanisieren, ich glaube sogar daß es auch sehr blöde Menschen gibt, die trotzdem gut schamanisieren können.

    Schamanismus ist kein Weg und keine Suche zur Erleuchtung. Selbst der Psychotiker steht dem Schamanen näher als der nach satori suchende Weise.

    Hm, wie man halt die Frage versteht. Ich empfinde eher so, daß Schamanen weniger Schöpfer ihrer Umwelt sind als sich besser in diese, also die vorhandene, integrieren, weil sie ja in der Regel mit den Geistern derselbigen arbeiten.

    Im Rahmen des Schamanismus in keinster Weise, d.h. nicht mit dem Vorsatz das zu tun. Natürlich verdreht es aber auch schon mal die Persönlichkeit, wenn man feststellt, daß das Verkehrsschild da draussen einen Geist hat und man mit dem reden kann :D

    Ich find dich eigentlich ganz nett, Siegmund, wie du hier so rüberkommst, aber als Spiegel seh ich dich nun nicht ;)

    Wirklich? Dir ist klar, daß du mit dem Thread die ganze Sache auch am laufen und köcheln hältst, oder? Na, seis drum.

    ciao, :blume: Delphinium
     
  4. Amazonee

    Amazonee Mitglied

    Registriert seit:
    11. April 2005
    Beiträge:
    487
    Ort:
    Bochum - Wattenscheid
    Hallo Delphinium,

    danke dass du die Fragen beantwortet hast. Ich habe im Wesentlichen die gleiche Meinung, Einstellung, Überzeugung, wie man es auch immer nennen mag.

    Liebe Grüße

    A.
     
  5. Erdkröte

    Erdkröte Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    2. Dezember 2008
    Beiträge:
    1.461
    Ort:
    NRW
    Danke für Eure Antworten, Beinwell, Delphinium und Amazonee.

    Zu deiner Rückfrage, Delphinium, "Wirklich? Dir ist klar, daß du mit dem Thread die ganze Sache auch am laufen und köcheln hältst, oder? Na, seis drum."

    Mir ist klar, dass das in diesem Falle für mich nicht vermeidbar war - das ist sozusagen ein Paradoxon - genauso wie Deine Rückfrage diese Paradoxon enthält, auch weil deine Rückfrage die Temperatur des Kochtopfs potentiell erhöht - wie meine Antwort ---- tja da beisst sich der Delphin... ähh..., verzeihung die Katze, in den Schwanz :D

    Eine Frage stellt sich mir ja da noch, wie lässt sich ein Krieg beenden - der ja auch auf einer Kriegserklärung beruht - ohne es anzusprechen.

    Die eigentlich grossen Frage dahinter:

    Wie bewusst oder wie weit ist jemand auf dem Weg seiner Persönlichkeitsentwicklung und auch als Schamane, wenn er/sie nötig hat eine Kriegserklärung auszusprechen (siehe Kriegserklärung der Lakota, etc.) ?

    Wieviel haben diejenigen wirklich begriffen oder gelernt, aus dem was Ihnen oder Ihrem Volk begegnet ist ?

    Oder ist das was Ihnen begegnet ist und noch begegnet wiederrum "Spiegel des eigenen verdrängten, Unbewussten ?

    Eine gefährliche und schwierige Frage, die mir wirklich Bauchschmerzen macht:

    In wie weit ist jeder von uns Schöpfer und Mitgestalter von allem was uns begegnet ? Meint auch in wie weit haben besagte Urvölker (Lakota, Aborigines, etc.) an Ihren eigenen leidvollen Erfahrungen mitgewirkt - sowohl Geistig, als Materiell und sind damit nicht nur Opfer ?

    Krieg beinhaltet, Urteile, Trennung, Hass, Rache, Verletzungen etc. und letztlich Zerstörung. Wo bleiben hier Liebe, Mitgefühl, Harmonie und Heilung ?


    Namastee

    Siegmund
     
  6. Palo

    Palo Guest

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    Alles in Ordnung bei dir Sigmund?
     
  7. sage

    sage Guest

    Velleicht sollte man sich was anderes als "indianische Shamans" aussuchen, wenn man "Friede, Freude, Eierkuchen, 2m überm Bodenschweb und immer huldvoll Grinsebacke"-Shamanismus will.
    Ich hab jedenfalls noch von keinem "Indianer-shamanen" gehört oder gelesen, der zu Friedfertigkeit um jeden Prei aufgerufen hat...viele von ihnen waren versierte Kämfer und führten ihre Leute in Schlachten. Und sie waren auch "Schlitzohren", wenn sie ihe Ideen durchsetzen wollten... http://www.indianerwww.de/indian/tenskwatawa.htm

    Auch Sittig bull unCrazy Horse galten als "Heilige Männer"...auch sie kämpften.und General g.A. Custer sucht heute noch seinen Skalp...

    Wer "nette, fredliche, alles verzeihende und vergebende Shamanen" sucht...der ist wohl in Indien oder so besser aufgehoben...aber möglicherweisenur bei Nu Ätsch-Bewegungen....


    Sage
     
  8. Erdkröte

    Erdkröte Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    2. Dezember 2008
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    1.461
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    NRW
    Hallo Palo,

    danke der Nachfrage. Ausser, dass mein Kopf etwas brummt, vom lange am Computer arbeiten, fühle ich mich in Ordnung.

    Liebe Grüsse

    Siegmund
     
  9. Schamanin73

    Schamanin73 Aktives Mitglied

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    Schweiz
    Ich brauche keinen Spiegel. Wenn ich angestänkert werde, nehm ich das weniger persönlich als früher. Ich sehe dann auch die Verletzung desjenigen, der die Verwünschung ausspuckt. Wenn ich aber doch vor Wut koche, überlasse ich den Knall der großen Göttin.

    Ein Schamane kann keine "tiefen Einsichten" hervorrufen. Einsicht kommt nur aus dem Pazienten selbst heraus. Der Schamane kann aber den Deppen ordentlich durchschütteln, ihm eine Form und Richtung geben. Mehr is nicht drin.

    Wer meint, dass Lakota-Zeug nur den Lakotas gehört, der lebt im falschen Jahrhundert.

    Übrigens: Ich gebe offen zu, dass ich manchmal neidisch bin auf die Leute, die so viel Geld ausgeben können für ihre "authentischen" Kurse und Reisen.

    Auf der anderen Seite denk ich an Thich Nhat Hanh, der sagt: "Dein Zuhause ist dein Plum Village! Du musst nicht nach Indien, um Buddha zu sehen, kapiert!" (So sinngemäss...)
     
  10. Bellona

    Bellona Sehr aktives Mitglied

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    13. Oktober 2005
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    Aargau (CH)
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    Hi Sigmund!

    ich finde deine Fragen erfrischend tiefsinnig und will meine Gedanken zu diesen einem Thema (oben) mal hier aufschreiben - gerade weil es mich in den letzten Tagen beschäftigt hat.

    Ich denke dass ein aufrichtiger Schamane genauso meditiert, also in Ruhe in sich hineinsieht wie ein Yogi. Dabei aber den Bezug zur Realität aber nicht verliert, sie jedoch nicht so ernst nimmt, weil er einfach erkannt hat, dass es noch andere Dimensionen gibt und wir hier ein Rollenspiel ausfführen.

    Wie immer gelange ich bei meinen Gedanken an einen Punkt wo ich mich dann frage wie genau ich einen Schamanen überhaupt definieren würde.

    ich denke Schamanen sind Künstler im Umgang mit dem Leben, dem Geist und der Materie.
    Genauer könnt ich es gar nicht umschreiben und da kann es keinen kulturellen Unterschied geben, lediglich Unterschiede in der Authentizität.
    Ich will damit sagen, dass ich noch keine spirituellen Menschen getroffen habe - egal ob Schamane , Priester oder Yogi , die sich mehr durch die Echtheit ihres Lebensstils als durch ihre ethnische Herkunft unterschieden hätten.
     

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