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Moderne Zeiten und Sammlungen von Lösungsideen

Dieses Thema im Forum "Allgemeine Diskussionen" wurde erstellt von SalixAlba, 19. August 2006.

  1. SalixAlba

    SalixAlba Aktives Mitglied

    Registriert seit:
    13. Dezember 2004
    Beiträge:
    978
    Ort:
    Österreich - Kreis Voitsberg
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    Das wird nicht ganz einfach. Also ich hab das jetzt nach Allgemein getan, weil ich denke, daß es doch nicht rein politisch ist, wenn es auch in der Überschrift steht.

    Wir haben hier im Forum in der letzten Zeit viel diskutiert und es gab viele Beiträge, die die Dinge klar sehen lassen und aufrütteln sollten. Es sind da folgende Threads, die sich auch irgendwie überschneiden, bzw. ineinander greifen:
    Der Staat verhökert an die Spekulanten
    Was ist Arbeit ?
    Das System
    Dicke Menschen - gerade im TV gesehen
    Diese Threads fallen mir so auf den ersten Blick auf. Sicherlich gibt es noch mehr, doch ich werde jetzt nicht alles zusammen suchen und hier soll ja auch nicht nur eine Riesenliste von Themen erscheinen.

    Diese Threads haben alle eins gemeinsam: Wir merken, daß hinten und vorne etwas nicht mehr stimmt in unserem Land (ich rede jetzt von Deutschland, weil ich hier lebe und das eben hautnah mitbekomme). Wir sind deswegen unzufrieden und hätten gerne etwas geändert. Die die ändern könnten, sind dazu nicht fähig. Viele, die auch ändern könnten, denken vielleicht, daß sie nicht könnten und merken nicht, daß wenn sich alle zusammen tun würden, eben doch was zu ändern wäre.

    Also.. wir haben ein Riesenchaos und versuchen das einfach mal in der Theorie aufzuräumen. Zuerst ist ja da immer der Gedanke, der sich dann vielleicht auch mal zu Taten verwirklichen lässt. Ich geh das jetzt einfach mal durch, was mir so seit Tagen durch den Kopf geht (*ggg* unbeabsichtigtes Wortspiel)

    Nehmen wir erstmal das, was wir haben: Da sind eine Menge Fähigkeiten und Talente die jeder mitbringt. Das ist keine Spekulation, denn es ist so, daß jeder Mensch mit solchen Anlagen geboren wird.
    Dann sind da eine Menge Menschen, die wissen, daß es so, wie es im Moment geht, einfach nicht funktioniert.

    Also, ich baue meine Überlegungen einfach mal auf einer etwas kleineren Gemeinschaft auf...
    Eine bestimmte Anzahl Leute von Nah und Fern findet sich zusammen und hat auch gemeinsame Interessen und vorstellungen. Jemand, der die Möglichkeit dazu hat, stellt diesen Leuten ein beträchtliches Stück Land zur Verfügung. Die Leute bauen auf diesem Land ihre Häuser - und zwar so daß in der Mitte des Ortes ein großer Platz bleibt, der später dazu dienst, daß man sich trifft, Feste feiert, Beratungen abhält etc. Also nennen wir das ganz einfach mal den Dorfplatz. Es sind einfache Häuser, die einfach dem Zweck dienen, eine DAch über dem Kopf zu haben und im Winter im Warmen zu sein.

    Nun hat also jeder Bewohner dieses neu errichteten Dorfes bestimmte Fähigkeiten. Der eine kann gut schmieden, der andere ist ein guter Bauer, der dritte weiß feines Mehl zu malen, der vierte versteht es, schmackhaftes Brot herzustellen, jemand anderes versteht sich aufs Wolle spinnen und Kleidung daraus zu machen, wieder jemand anderes ist gut als Töpfer, und dann gibt es noch Weber, Schneider und einige andere mehr. Jeder der Bewohner hat eine besondere Fähigkeit, die der Gemeinschaft zuträglich ist und die er eben auch mit einbringt.
    Die Produkte der Fähigkeiten werden untereinander ausgetauscht, in der freien Zeit (die verständlicherweise nicht allzu üppig ist) trifft man sich auf dem Dorfplatz, um sich miteinander zu unterhalten, wichtige Sachen zu beraten, vielleicht einfach um miteinander zu essen und zu trinken und gesellig zu sein.

    So ein Ort in dieser Form könnte für sich selbst existieren, ohne vom gesamten Land abhängig zu sein. Man bräuchte keine Supermärkte, man bräuchte eine Menge Technik nicht (speziell Technik die Unterhaltung bietet, da man ja miteinander redet und vielleicht auch zusammen singt, oder Geschichten erzählt), man bräuchte keine hochtechnisierten Fortbewegungsmittel, da man ja nicht zwingend weiter weg muß, man bräuchte vieles nicht, was einem heutzutage eingeredet wird, was man brauchen muß.

    Ist dieser Gedankengang nun sehr unrealistisch oder gar zu fantastisch? Warum eigentlich? Solche Gemeinschaften existierten in der Vergangenheit. Viele Krankheiten würden auch wegfallen, denn durch die Gemeinschaft stärken sich die Menschen gegenseitig. Das Essen wäre auch gesünder, da nicht überproduziert werden müsste, sondern nur soviel, wie das Dorf braucht.

    Was nun, wenn in der Zukunft viele solcher kleinen Gemeinschaften entstehen würden? Wenn man vom größer, schneller, weiter, höher, besser, reicher etc. abkommen würde und auf die ursprünglichen Grundlagen zurück finden würde?

    Es bräuchte nur Leute, die dazu bereit sind, auf die viel gerühmte Bequemlichkeit zu verzichten und es bräuchte Leute, die ihren Grund und Boden einfach zur Verfügung stellen (ich weiß sowieso nicht, wieso Grund und Boden und Wasser und all sowas verkauft werden darf, wenn es genau genommen niemand wirklich gehört - ihr versteht sicher, was ich meine)

    Was habt ihr für Ideen, wie die Dinge besser laufen könnten? Ich weiß, daß meine Überlegung einen großen Haken hat: Die Menschen müßten aufeinander zugehen und einander vertrauen.

    Alles Liebe
    Moonrivercat
     
  2. Kybernetiker

    Kybernetiker Mitglied

    Registriert seit:
    20. Juni 2006
    Beiträge:
    171
    Ort:
    D/Köln
    Die Idee, gabs bzw. gibts schon. Deutsche Aussiedler-Mormonen (ich weiß, tolles Kunstwort) haben es aufm neuen Kontinent umgesetzt, als ihre Vorstellungen aus Europa verbannt wurden. Ist es dir eigentlich schon aufgefallen, das dies ein enormer Rückschritt wäre ? Bislang ist ja das Kapitalwesen der größte Segen aller Zeiten, wenn man es mit der Geschichte vergleicht. "Wenn jeder für sein eigenes Wohl schafft, schafft er es für alle" - so zumindest sinngemäß. Alle Gesellschaftstheoretiker hatten doch mitlerweile alle denkbaren Gegenszenarien durchexerziert und dies ist die denkbar Einfachste und Beste. Zwar immernoch nicht ganz mein Favorit, aber meine Vorstellungen sind auch etwas härter. Wäre nett wenn du ausformulieren würdest wie du dir soetwas global vorstellen würdest, ohne auf Fortschritt, Wohlstand und Gleichberechtigung zu verzichten.

    Grüße
     
  3. Bastit

    Bastit Mitglied

    Registriert seit:
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    94
    Hallo,

    ein schöner Gedanke, würde sofort mitmachen, biete an Die Dorfkrankenschwester zu sein!!!
    Leider sind nur wenige dazu bereit und die wenigen zu finden ist nicht leicht.
    Habe kürzlich sogar im Fehrnseher gesehen, das sich ein gesamtes Dorf in Bayern zusammen getan haben und sich vom ständig steigenden Ölpreis unabhängig zu machen, bräuchten wir als Beratung für "unseres Dorf".
    Wer würde den uns Grund zu verfügung stellen und das auch noch kostenlos?
    Ich glaube leider die wenigsten. Habe letzlich auch mit meinem Mann gesprochen wer den nun wircklich die Felder und Grunstücke gehören.
    Wir meinten der Mutter Erde selbst und seit wann muß man an Mutter Erde Geld bezahlen?
    Bin ja mal gespannt was da noch alles geschrieben wird.

    Wünsche eine Gute Nacht

    Bastit :flower2:
     
  4. Trixi Maus

    Trixi Maus Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    23. Oktober 2005
    Beiträge:
    26.439
    :liebe1:
    Ich finde die Ausgangslage hier nicht vergleichbar- die Mormonen ("Weg") sind eine Glaubensbewegung- hier würde es sich ja eher um eine Lebensbewegung ("Pfad") handeln. "Unser Dorf" würde ja aus einer Not heraus entstehen, so wie ich es sehe. Dass das Kapitalwesen der grösste Segen aller Zeiten sei, das mag wohl sein. Aber man darf den Kapitalsegen nicht mit Fortschritt verwechseln.
    Plastikkleider mit Chemiefarben sind kein Fortschritt. Fernseher mit Kriegsnachrichten und Volksverdummung sind ebenfalls kein Fortschritt. Schulen in denen Kindern langweilig ist und die Talente nicht gefördert werden zugunsten eines stets veralteten Einheitswissens sind ebenfalls kein Fortschritt. Kriminalität und Wasserkauf sind ebenfalls kein Fortschritt. Apfelsinen im Winter sind ebenfalls kein Fortschritt- diese Nahrungsmittel sind in viel Sonne gewachsen und entziehen also dem Körper Wärme, weil sie es so gewohnt sind. Autos sind ebenfalls kein Fortschritt. Ein Mann, der seinen Wohnort oder bestenfalls sein Haus und seine Kinder verlassen muss um zur Arbeit zu gehen ist ebenfalls kein Fortschritt. Ein ausschliessliches Beziehen der Kinder auf die Familie und die Freizeitgestaltung ist ebenfalls nicht Fortschritt. Geld sparen, das beim Auslaufen des Sparvertrages nichts mehr wert ist, ist kein Fortschritt. 2% Wirtschaftswachstum, während die Bevölkerung nicht mehr weiss, wie sie das Auto bezahlen soll, mit dem die Kinder zur Musikschule etc. gebracht werden, sind auch kein Fortschritt. Kürzungen von Urlaubstagen sind ebenfalls kein Fortschritt. E 436 ist kein Fortschritt. Ritalin und Valium sind kein Fortschritt. Die Kernspaltung ist kein Fortschritt. Alle diese Dinge sind unsere Krankheiten.

    All diese Dinge sind Geschichte. Es gibt das Jetzt, das Hier. Mehr ist de facto nicht vorhanden. Und man muss lesen, was im Hier und Jetzt ist und dann kann alles geschehen. Denn Schreiben ist Schöpfen, "Wort" ist Zukunft. Und ich freue mich, dass man das jetzt auch hier lesen kann. Ein schöner Fred, danke moonrivercat!
     
  5. Himmelblau

    Himmelblau Sehr aktives Mitglied

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    Hallo Moonrivercat,

    im Fernsehen sah ich einen Bericht eines Malers, der ausstieg, jahrelang in Deutschland als Eremit lebte, und dann mit Freunden im französischsprachigen Raum so eine Siedlung verwirklichte. Aufgrund demokratischer Abstimmung wurde dann ein Sanatorium dazugebaut (war schon länger her und die Ansprüche waren nicht so hoch wie heute), um die Siedlung finanziell zu unterstützen. Namen sind mir leider entfallen.

    Ich selbst bevorzuge urbanen Raum, weil ich mich hier politisch freier fühle.
    In einem Dorf entwickelt die Gemeinde schnell Rudelcharakter.

    Das Projekt in Deutschland zu entwickeln stelle ich mir aufgrund der Verbautheit und des Landwertes schwierig vor. Siebenbürgen wäre da besser geeignet.

    LG
    v
    Olga
     
  6. Kybernetiker

    Kybernetiker Mitglied

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    hrhr ^^
    Hm, da gehen unsere Meinungen wohl mal wieder etwas auseinander. Ein Forscher arbeitet in erster Linie für seinen Geldbeutel, nicht für die Menschheit. Warum ? Weil er auch was zu essen braucht und von Ruhm alleine kann man schlecht leben. Ich weiß selbst das das Wirtschaftswachstum teuer erkauft wird, doch, es ist notwendig wenn wir unseren Standart behalten wollen. Die Asiaten dringen mit ihren Billigarbeitern auf den Markt und selbst so hochindustrialisierte Staaten wie wir können uns kaum dagegen wehren, Sklaven sind nach wie vor die beste Arbeitskraft. So, jetzt gibt es 2 nicht schöne Methoden wie wir einigermaßen Frieden halten können. Entweder, wir versuchen uns auf ein Handelsgut zu spezialisieren das die dort drüben nicht produzieren können (Wissen, wir haben mehr Know-How, Infrastruktur, Basis; fast uneinholbar) oder Alternative 2, wir plätten die einfach. Meiner Meinung nach wird es eines Tages wohl dazu kommen, falls China nicht durch sein eigenes Wachstum zugrunde geht, das wir gegen die Asiaten in den Krieg ziehen müssen. (und wohl auch gewinnen würden) Dieser Lebensstandart, der damals schon mit Blut bezahlt wurde, die Kunstfaserkleidung mit chemischer Färbung, das Bildungswesen das die Schüler langweilt usw. dafür haben unsere Ahnen mit Blut gezahlt. Und wie man sieht, werden alle sparten weiterentwickelt. Kunstfaser gab es ursprünglich um hochresistente Kleidung herzustellen. Nun kann man sie kaum noch von Bauwolle unterscheiden, wobei sie in der Herstellung gnadenlos billig ist. Teilweise sogar aus recyceltem Material. (Frage: Kein Fortschritt ?) Früher wurde ohne Lehrplan den Kindern etwas nicht zentralisiertes Beigebracht, ein Kind aus NRW hatte z.B. nicht denselben Stand wie ein Kind aus Niedersachsen. (Frage: Kein Fortschritt ?) Dinge entwickeln sich und werden immer besser, das ist die Natur der Sache. Und aus dem Stadium der einkapselung, des Clandenkens, da sollten wir doch schon raus sein, ne ? :D (Nebenbei, ich bin froh das ich im Winter Sommerobst bekommen kann, ansonsten wär ich wohl schon längst an Skorbut gestorben ^^)

    Jetzt wieder BTT: Gut, wir haben ein abgeschlossenes System, ein Staat im Staate. Was passiert, wenn die Größe des Dorfes die 5000er Marke überschreitet ? Entsteht denn dann nicht wieder ein konvenzioneller Staat ? Mit Verwaltung, Regeln, Bildungswesen und erzwungenen neuen Rohstoffen ? Und, ist man schon mit dem Gedanken durch, das, wenn die merken das außerhalb des Dorfes (falls es in Deutschland steht auf jeden Fall) die Technologie, der Fortschritt so verführerisch geworden sind, das man das Dorf nichtmehr aushalten könne und dann wieder in die "Zivilisation" fliehen müsste ? Wo liegt bitte der einzigartige Vorteil dieses "Pfades" ?
     
  7. Trixi Maus

    Trixi Maus Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    23. Oktober 2005
    Beiträge:
    26.439
    Dass es diesen Standrad noch gäbe halte ich für ein Gerücht. Ich persönlich bin nicht daran interessiert irgendeinen momentanen Standard zu erhalten. Die momentanen Standards sind mir alle qualitativ zu minderwertig für die Gesundheit.
    Na das sind ja schöne Aussichten, die Du beschreibst, auch deshalb bin ich nicht daran interessiert irgendeinen aktuellen Standard zu halten. Auf eine solche Gegenwart und Zukunft habe ich schlichtweg keine Lust. Ich bin nicht auf der Erde um jeden Unfug mit zu machen. Und forschen wegen Geld, wie Du es oben erwähnst- darauf habe ich auch keine Lust. Wenn Geld einen anderen Stellenwert hätte, wäre das nicht nötig und man könnte in Ruhe nachdenken.
    Unbedingt, ja. Eine Naturfaser wird in ganz anderen Zusammenhängen hergestellt, wenn sie nicht massenindustriell hergestellt wird, als ein Nylonprodukt. Die Belastung für Umwelt und Menschen sind bei ortsnah hergestellen Produkten aus natürlichen, sehr hochwertig vorhandenen Fasern wesentlich geringer. All dieser Chemie-Scheiss ist kein Fortschritt für die Menschheit, auch ein geringer Preis ist kein Anzeichen für Fortschritt. Es ist nur ein Anzeichen für das verfallen natürlicher Werte- auch des Wertes "Geld".
    Wenn man mangelhafte Lernmethoden gleicher macht, macht man sie damit nicht besser. Es gibt längst andere Schulformen auf der Welt, die wesentlich besser funktionieren als unsere Massenabfertigung des Kinderbewusstseins. Selbst in unserer massenmedialen Umgebung machen uns andere Länder vor, dass die deutschen Kinder "dumm" sind (Pisa-Studie). Und jetzt nimmst Du mit 20 einen Kredit auf, um die Studiengebühren bezahlen zu können. Ein Fortschritt?
    An Skorbut stirbt man unter ganz anderen Bedingungen als unter einer natürlichen Ernährung mit Produkten der Umgebung. Bis wir weltweite Transportmöglichkeiten kannten haben sich die Menschen immer von den Produkten ernährt, die in ihrem Klima wuchsen und sind ja nun auch nicht an Skorbut gestorben. Krankheiten hatten damals eh noch eine ganz andere Häufigkeit als heute. Heute ist doch jedes zweite Kind allergisch auf alles mögliche- woher kommt denn das wohl? Sicher nicht von unserer gesunden Lebensweise.
    Ich halte es auch für ein Gerücht, dass natürlicherweise immer alles "besser" wird. Die Natur unterscheidet nicht in besser oder schlechter, der Mensch selber tut das und zwar innerhalb eines ihm antrainierten Denksystems, mit dem er Gut und Böse feststellt. Letztlich ist das alles gewohnheitsmotiviert, was Du hier schreibst, kann das sein? Der Herr Schrödinger hat darauf aufmerksam gemacht, dass es die menschliche Gutheit selber ist, die darüber entscheidet, ob die Atombombe explodiert oder nicht, darüber hatten wir uns ja schon mal unterhalten. Du kannst das Experiment mit der Katze ja mal nachvollziehen, dann siehst Du, dass Du selber entscheiden kannst, ob die Bombe explodiert oder nicht. Nur: wenn sie explodiert ist es mit dem natürlichen Wachstum der Katze erst mal vorbei. Verstehst Du, was ich meine?
    Für mich ist die ganze Welt ein Dorf, Du weisst doch, dass ich das so sehe und sehen muss in meiner Situation. Aber Visionen beginnen im Kleinen, sie sind wie ein Same und daraus entwickelt sich eine Pflanze. Wenn man direkt mit dem Baumstamm auf die Leute einprügelt, kommt man nicht weiter im Prozess ;-)
    :liebe1:
     
  8. Lionéz

    Lionéz Guest

    Zuerst klingt das ja immer ganz nett. Niemand macht sich Sorgen. Allen geht es gut.

    Inselstaaten-Utopien mit Gemeinschaftsgut oder sonstigen Säulen gab es auch schon seit der Antike. Bis heute hat sich allerdings kein Modell davon durchgesetzt, so lange sich die Intelligenz wie Platon, Bloch, Marx oder Sartre auch schon um die bestmögliche Lösung Gedanken gemacht hat.
    Schauen wir uns zwei Beispiele an, die sich stattdessen durchgesetzt haben.

    1. Für die schon Besitzenden: Diverse künstliche Paradies-Inseln von Dubai, wo es auch allen gut geht, die sich einmal dort ein Haus geleistet haben. Jeder hat sein Haus auf einem Teil der künstlich aufgeschütteten "Palme".
    2. Für die "Normalverbraucher": Celebration, die von Disney künstliche errichtete, wirklich bewohnte Stadt in den USA, die auch nicht mit Tauschhandel auskommt.
    Aber: Wo ist der Unterschied? Alle dort haben ein Haus, eine Arbeit, ein kleines Kino und eine Schule. Damit es aber allen gut geht, müssen irgendwo Regeln festgehalten werden. Und all die glücklichen Bewohnern befolgen die Restriktionen, einer "modernen Variante" der Utopie, die für einen freiheitsliebenden Menschen eher abschreckend sind, würde ich meinen.

    Gerade in spirituellen Kreisen wird soviel von Dualität gesprochen, von Yin und Yang, ohne die sich nichts bewegen kann. Ohne Polaritäten durchlebt zu haben, macht man plötzlich Fortschritt?
    Ein kleiner Kreis von gegenpolig übersättigten Erwachsenen könnte das Dorf-Modell vielleicht als Lebensabend-Gestaltung für sich durchführen und sehr glücklich damit werden. Dann tut es! ;)

    Aber wie sieht es aus, sobald ein kleiner Buddha Gautama eines Tages die Welt erkunden will? Schon sobald jemand das Internet für kleine Forenschreibereien haben möchte und damit irgendeinem Anbieter eine Leistung erbringen muss, passiert mit dem Modell das, was die "Insel-Utopien" nie Wirklichkeit werden ließ.
    Was ist überhaupt mit der Post, werden Briefe dann in ganz Deutschland getauscht? Wer gibt einem Sonderling noch Brot für seine ständig geschriebenen doofen Bücher, die niemandem Spaß machen? Oder plötzlich zwei Sonderlingen, wenn nur noch 7 andere "richtig arbeiten"? Was passiert, wenn der Müller stirbt? Wenn eine Missernte eingefahren wird?

    Das Leben ist nicht berechenbar. Und das ganze Modell beruht momentan sogar nur auf den Grundbedürfnis-Komponenten wie Wohnung, Kleidung, Essen. Die Komponenten, die jedes einzelne Wesen ausmachen, oder die Facetten, die für den Entwicklungsweg eines Wesens vielleicht richtig sind, sind aber unendlich und können in solchen Modellen nie berücksichtigt werden.
    Wer sagt, dass der Bauer nicht furchtbare TV-Nachrichten braucht? Dass der Müller nicht die Erfahrung einer übel unterkühlenden Apfelsine machen will, während seine Frau davon ihren Permanent-Schnupfen wegkriegt? Darf sie zur Besorgung aus dem Dorf raus? Wenn die Katze Durchfall hat? ... etc. ...

    Die Dinge, die hier über einen Kamm geschert als "Krankheiten" gelten, sind es nicht für jeden. Für manchen bedeuten sie die tatsächlich Gesundung, oder: Schicksal als Chance.

    Solche Utopien oder Dorf-Modell-Visionen sind meines Erachtens für Menschen gut und richtig, die sich über die sie umgebenden Umstände Gedanken machen, ihr Hier und Jetzt so nicht okay finden und etwas verändern wollen. Und, ja, es gibt nun mal Leid. Und zwar auch in jedem noch so durchdachten Modell ... denn wie schon gesagt, Leben ist spontan und nicht berechenbar. Ob man diesen ewigen Wandel, das "Leid" (oder was auch immer) bzw. seine Bewertung aber in einer kaputten Stadt oder einem abgeschotteten Kibbutz managt/überwindet, kann nur jeder für sich entscheiden. Wenn durch den damit entstehenden Überschuss Dinge verwirklicht werden, die der Erde helfen, ist das toll. Aber zuerst kann nur jeder bei sich selbst anfangen und seinem großartigen Leben mit all seinen JETZT bestehenden Möglichkeiten helfen.

    Gandhi hat das auch schon mal sehr schön gesagt. "Ihr selbst müsst die Veränderung sein, die ihr in der Welt sehen wollt". Deshalb sind für mich derartige Modelle/Utopien immer persönliche Masterpläne, gleichzusetzen mit dem Weg, den jeder für sich allein fndet. :)
     
  9. Kybernetiker

    Kybernetiker Mitglied

    Registriert seit:
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    Beiträge:
    171
    Ort:
    D/Köln
    Ja, wenn ich zu fies werde einfach sagen. Ich neige meist dazu Dinge überspitzt darzustellen um die Leute auf den Gedankengang aufmerksam zu machen. Also, einfach sagen.

    Hm, nein, die Natur unterscheidet ganz Scharf zwischen Angepasst und Nicht-Angepasst. Das du lebst ist das Resultat der Tatsache das unsere Art die Beste momentan ist. Wir haben weder natürliche Feinde, noch sind wir irgendwelchen Bedrohungen ausgesetzt außer uns selbst. Die Krone der Schöpfung ohne Frage, obwohl unser Vorteil einzig und alleine im Verstand liegt. Mutation und evolution sind die besten Beispiele dafür das das System sich ständig zu optimieren versucht. Und der Mensch macht genau dasselbe wenn er Tiere züchtet, manipuliert, oder Maschienen die Evolution beibringt. (Sagt dir der genetische Algorithmus was ?) und diese Heuristik benutzt auch dein Gehirn bei sehr vielen Entscheidungen. Der einzige Grund, warum du nicht ganz scharf zwischen Stark und Schwach unterscheidest ist der, das unser Konzept der Entwicklung Clandenken vorsieht. Das man auch objektiv Unnütze mitträgt da sie als Wissensspeicher von Vorteil sind. Das ursprüngliche Wesen bleibt natürlich hart und das kannst du jeden Tag in den Nachrichten sehen, wie dumm doch das Tier ist.

    Und jetzt nocheinmal zu Schrödinger. Er hat uns einfach gezeigt das in der "Physik der kleinsten Teilchen" Stochastik das angebrachte mittel der Berechnung ist und das wohl genialste Gegenbeispiel geistiger Verarmung, die berühmte Katze. Man entscheidet selbst was man annimmt, das würde ich aus dem übertragenen Sinn schließen, aber, die Annahme schließt nie das Andere aus, daher ist die einzig immer richtige Antwort das "Vielleicht". Du musst das ganze etwas relativistischer sehen, als ob du nur der Spektator wärst, wenn du meinen Standpunkt verstehen möchtest. Ich unterscheide z.B. immer ganz scharf Text und Autor, und in den Sozialwissenschaften muss man die Sache auch so betrachten, als ob man nicht involviert wäre, ansonsten leidet die objektivität. Kannst du mich wenigstens Nachvollziehen ^^ (Dich verstehe ich auch nur Etappenweise)
     
  10. LEGENDA

    LEGENDA Aktives Mitglied

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    Wie wär's wenn ein Doktor auch ein stück Land bekommt?

    Aber ab 1ha, denn nur dann kann man das Land so bepflanzen, dass es sich selbst bearbeitet.

    Der Forscher kônnte ja danach forschen, was für Pflanzen die Schnecken nicht essen, damit sie nicht an Salat ran kommen. Oder Welche Pflanzen sollte man um die Rosen pflanzen, dass diese keine Blattlâusebefall bekommen.
    Was für eine Pflanze nimmt gerne an, was die Andere daneben zu viel produziert, damit der Boden nicht ausleihert. Unter welchen Baum kann man seine kleine Ernte setzen, dass diese genug Schutz vor Naturextremen hat zB Hagel. Aus welchen Bäumen und Büschen wird der kleine Wald bestehen, der verwildert wird. Dann kann man wilde Beeren (Vitaminbombe), Nüsse, Pilze und alles was der Wald nur dieser Familie anbieten wird, sammeln.
    Habt ihr schon mal Birkensaft gesammelt? Das habe ich in der Sammelzeit im Kindergarten zu trinken bekommen.

    Wenn der Garten min. 1ha so eingerichtet ist, braucht man überhaupt keine Arbeit mehr. Alles bearbeitet sich selbst.

    Man sollte sich auch den kleinen Babywildtieren zeigen, damit sie sich an einen gewöhnen. Frûher in Russland (vor einigen tausen jahren), war der Bâr der beste Freund. Er hat die Wege im Wald frei gelegt, hat Körbe mit Nüssen oder mit Zapfen auf dem Rücken zum Haus getragen. Er kann auch klettern, hat wilden Honig gesammelt. Die Kinder begleitet, damit sie sich nicht im Wald verlieren. Alles das, weil man ihn eben mit Liebe und Zertlichkeit begegnet ist, und nicht mit einem Gewehr. Er wahr so zahm, wie heute unsere Hunde. Und beobachtet mal die Haustiere, sie tun alles nur um Lob und eine sanfte liebevole Berûhrung vom Menschen zu bekommen.

    Die Tiere sollte man nicht ausbeuten. In allten Zeiten hat man eine bestimmte Ration an Essen für den Bären gelassen. Damit er nach dem Winterschlaf, auch was zu essen hatte. So kommte er im Frühjahr wieder zu den Menschen. Aber ist doch toll, die Tiere machen ihr Winterschlaf. Der Mensch braucht sich keine Sorgen um das Futter zu machen. Die Gänse und Enten fliegen in den Süden, un den Menschen nicht zu belassten, aber kommen immer wieder zu dir.

    Jedes haus sollte eine natürliche Wasserquelle haben, denn nur dort kann man sauberes "lebendiges Wasser" finden. Dieses Wasser ist reich an Bakterien und anderen für den Körper notwendigen Organismen.

    Heute verkauft man ersticktes Wasser (totes Wasser) in den Flaschen. Das gibt keine Bakterien in den Kôrper, damit sich ein Gleichgewicht einstellt, nein.
    Das spühlt alle Bakterien raus aus dem Körper. Der Körper wird krank. Allergien und andere Stoffwechsel-Krankheiten stellen sich ein. (Warum haben diese verdammten Forscher das nicht erkannt, was offensichtlich ist????).

    Totes Wasser kann man nur dann trinken, wenn die Luft einiger massen sauber ist. Was man in der Stadt vergessen kann.

    Selbstgepflanzte Obst und Gemüse:
    Die setzlinge nehmen die ausgeschiedenen Toxine des Menschen auf und suchen sich das auf diesen Menschen abgestimmte Verhältnis an Stoffen aus der Erde, Luft und kosmische Energie. Dieser Mensch wird die Früchte essen, Energie aufnehmen, falls Krankheiten vorhanden, werden sie geheilt, sonst wid der Körper immer im Gleichgewicht gehalten. Damit die Pflanzen eine aktuelle Körperverfassung des Menschen mitbekommen, sollte man jeden Tag barfuss auf Boden neben den Pflanzen laufen. Oder Man wäsch jeden Abend seine Füsse und schüttet das Wasser auf die Pflanzen. Alle unsere Toxine gehen mit dem Schwitzen aus den Fussporen am meisten. Deshalb sollte man in der heutigen Zeit, wenn es möglich ist, die Produkte aus der Nähe kaufen, und nicht aus Spanien, wenn man in D lebt.

    Eine grûndliche, porentiefe Reinigung des Körpers ermöglichen Insekten oder eine Sauna:weihna1

    Und Essen sollte man das, wonach der körper grade appetit aufbaut, nicht mal das... Wonach die Hand im Garten grade greift. Da kann man sich sicher sein, das ist gerade notwendig für den Kôrper und Geist. Der Körper muss aber die Pflanzen gut kennen, das geht nur in dem selbst bepflanzten, im ständigen Kontekt zum Menschen bleibenden Garten.

    Un stellt euch mal vor, wie euer Gartenzaun im Frühling erblûhen wird, da nur aus Bäumen und Büschen ausgesetzt ist. Dieser Zaun braucht keinen Frühjahrs anstrich mit giftigen Farben ;)

    Und wenn die ganze Welt so lebt :kuesse:


    :liebe1:
     
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