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Mittelstandskiller

Dieses Thema im Forum "Gesellschaft und Politik" wurde erstellt von jan68, 5. März 2008.

  1. jan68

    jan68 Guest

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    Hallo,

    einst war eine mehrstufige Hierachie üblich. Das bedeutet, unterm Direktor saß die Geschäftsführung. Dann die Abteilungsleiter und dann Vorarbeiter und Arbeiter und schließlich Hilfsarbeiter. Größere Abteilungen hatten dann Bereichsleiter und neben dran existierten noch Leitung in Form von Betriebsräten, Betriebsarzt und außen dran die Gewerkschaft. Für den kleine Dienstweg, überall wo die Struktur versagte, gab's Seilschaften, was nichts negatives war. Seilschaften waren Leute aus verschieden Abteilungen, die sich vertrauten und gegenseitig halfen, damit etwas in Gang kommt, was ohne sie in der Hierarchie verhungert wäre. Und dann hat man sich noch Fachkraft von Außen geholt, die Aufgaben erfüllten, die in der Firma nicht vorhanden waren. Alles zusammen ein recht komplexes System.

    Dann schwappte die amerikanische Idee zu uns, die im übrigen nicht zu Mitteleuropa paßt. Denn, wir haben ein breite Bildung und durchaus engagierte Leute, die auch geistig in Anspruch genommen werden möchten. Das Amerikanische System kennt nur zwei Sorten Mitarbeiter: Management und Arbeiter.

    Das Management plant und gibt Ziele vor, die die Arbeiter zu leisten haben. Man leistet sich in diesem System nur wenige hochbezahlte Fachleute, die ein Firmenkonzept erarbeiten, das die Arbeit mit vielen ungebildeten Mitarbeitern bewältigt. Überall, wo die Arbeiter dann, mangels Können und Wissen, versagen, biegt es dann einer dieser Fachleute wieder gerade.

    Die Folge dieses Systems ist, das Heute nur noch eine Geschäftsleitung existiert, die am grünen Tisch managt. Die ganze Struktur von Abteilungsleitern, Vorarbeitern und was es da alles gab, existiert nicht mehr wirklich. An diesen Positionen wird nicht mehr mitgedacht, organisiert und geführt, sondern nur noch Befehle und Druck weiter gegeben. Es ist eine Einbahnstraße, die die Illusion aufrecht erhält, alles sei beim Alten. Wer selbständig denkt oder gar handelt, wird unter Druck gesetzt. An Seilschaften, die das Ganze im Fluß halten, ist da längst nicht mehr zu denken! Da Kontrolle alles ist, gibt es immer mehr Bürokratie, wo sich Abteilungen heute tatsächlich Rechnungen schreiben, statt ihrem Kollegen mal einfach so auszuhelfen. Und überhaupt, in dem Druck der da herrscht, hat eh niemand mehr Zeit, einem Kollegen zu helfen. Un man müßte die so verbrachte Zeit auf Stundennachweisen einem Job zuordnen, der dann wiederum von Kontrolleuren hinterfragt würde, die bei Unstimmigkeiten nicht fragen, ob das sinnvoll für die Firma ist, sondern blind mit Druck drauf hauen.

    Ich meine ja, es gibt nur zwei Möglichkeiten, wenn wir wieder Erfolg haben möchten. Entweder wir gewöhnen uns diesen amerikanischen Mist wieder ab und besinnen uns auf Systeme, die zu unserer Mentalität passen. Oder wir verblöden alle, damit das System zu uns paßt. Leider probieren wir m.E. gerade die zweite Variante. Und wenn wir dann merken, daß uns das keine Vorteil bringt, weil man in der Natur nun einmal eine Nische braucht, in der noch niemand hockt, statt in die Nische des Nachbarn zu hüpfen. Nun ja, dann ist es zu spät, wieder zu Europäischer Kultur zurück zu kehren. Weil, dann sind die meisten längst unfähig, selbständig zu denken und zu arbeiten.

    Allerdings beobachte ich auch eine wachsenden Willen hierzulande, sich selbständig zu machen. Wer weis, vielleicht sind diese Leute, die mit allem Engagement versuchen, auf eigenen Beinen zum Stehen zu kommen, noch mal unsere Rettung!?

    Na ja, ist nur so ein Gedanke von mir.

    Der Mittelstand stirbt nicht nur in dem Sinne, von mittelständlichen Betrieben und selbständigen Unternehmern. Sondern auch in der Form des Mittelstandes in großen Unternehmen. Und das ist m.E. weniger eine bösartige Verschwörung, sondern einfach ein dummer Fehler, der die Eigenheiten unserer europäischen Kultur mißachtet.

    Alles Liebe
    Jan
     
  2. La Dame

    La Dame Guest

    Ja, das sind die Konzepte...

    um ganze Völker verarmen zu lassen.


    Die Strategie zum 'Working poor'!

    Wer dann noch die Produktion auslagert...

    zerstört damit die Betriebswirtschaften... und...

    damit auch die Volkswirtschaften.



    Solche Völker kann man wieder in die Kirchen bringen...

    oder in alternative Veranstaltungshallen - zwecks Opium fürs Volk...

    und vor allem... wieder auf die Schlachtfelder schicken... auf den Strich...

    in die Drogenszene, weil sie's à la longue nicht aushalten... abzurutschen...



    Damit sind wir bei den absatztechnischen 'Cash Cows'... der Handel mit Waffen, Drogen und Menschen!!!



    Tja, fragt mal lieber, WER das tut... WER daran interessiert ist (es sind nicht die Politiker)...
    das ist nur der 'kleine Dienstweg'... schaut Euch den GROSSEN DIENSTWEG an.


    Wir sind die einzigen, die den Schwachsinn abstellen können, weil wir Viele sind.

    Mercie
    La Dame
     
  3. Soleilmoonie

    Soleilmoonie Aktives Mitglied

    Registriert seit:
    23. Juli 2007
    Beiträge:
    1.600
    Ort:
    Köln
    Du hast es auf den Punkt gebracht, liebe La Dame!

    Vor allen Dingen: Konsequenzen ziehen; Taten sprechen lassen!
    Streiken, demonstrieren, anders wählen.
    Wo bleibt der Aufstand des Volkes?

    Gruezi,

    Yvonne
     
  4. puenktchen

    puenktchen Guest

    Sharholder Value, Cash- Flow- das sind u. a. auch noch so "tolle Erfindungen".

    Deutschland ist ein kleines Land und die Menschen sind mit ihrer Heimat verwurzelt. Häuser und Wohnungen kosten ein Vermögen beim Bau, in der Anschaffung, und wenn man verkauft macht man sehr wahrscheinlich Verluste. Es paßt nicht zu den Deutschen, dieses ex und hopp und mal wieder ein paar Tausend Mitarbeiter entlassen

    was mich hier in letzter Zeit verwundert ist daß z.B. mein Tierarzt aufgehört hat zu pranktizieren, er hatte kaum noch Patienten. Er ist auch Heilpraktiker und so einen hier wiederzufinden, das wird schwer. Er ist komplett aus dieser Gegend weggezogen und wird in einer Gemeinschaftspraxis hunderte Kilometer entfernt mitarbeiten. Die Mitarbeiterin muß sich was Neues suchen.
    es gibt hier mehrere mittelständische Firmen die es auch nicht geschafft haben und entweder in die Insolvenz gegangen sind oder haben liquidiert, je nachdem. Und gerade die waren es die ausgebildet haben, ihre Mitarbeiter wie Familienangehörige behandelt haben.
    Der Trend sind Kettenbetriebe und Mitarbeiter arbeiten auf 400 Euro- Basis. Nur von dem Geld kann so wirklich keiner existieren auf Dauer.
     
  5. Katze1

    Katze1 Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    21. September 2005
    Beiträge:
    11.870
    Ort:
    Wien
    Hallo,

    das hängt allerdings nicht von den Arbeitgebern alleine ab, sondern von den Abgaben. 50-60 % der Einnahmen sind einmal weg. Die Steuer muss im Vorhinein gezahlt werden - gleich für ein ganzes Kalenderjahr - wenn zu wenig vorausgezahlt wurde, weil vom FA falsch eingeschätzt, dann zahlt man vorsichtshalber gleich 4% Zinsen auf die Nachzahlung.

    Wer kann sich sowas mit gut bezahlten Mitarbeitern leisten? Als 2 oder 3 Mann-Betrieb? Ärzte arbeiten keine 40, keine 50 und keine 60 Stunden in der Woche. Rechne mal den Stundenlohn um :stickout2
     
  6. kredamoon

    kredamoon Aktives Mitglied

    Registriert seit:
    3. Februar 2008
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    1.324
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    Hallo an alle
    Macht mal konkrete Vorschläge, wie Deutschland auf dem Weltmarkt existieren kann ohne die Berücksichtigung eines b.i.p.
    Gut, ich meine, Milliarden- Gewinne müssen nicht sein. "Die da oben" können sich auch bescheiden geben.
    Was ich meine, ist, mir fehlt ein ökonomisches Konzept- welches ich denken kann.
    Vielleicht ist ja jemand fähig dazu etwas zu schreiben.
     
  7. La Dame

    La Dame Guest

    Solange man aus dem bestehenden System heraus denkt...

    und nur die handelnden Personen austauschen möchte...

    wird das nichts werden. Es ist ein SYSTEM und beinhaltet MANGEL.



    Neue Gedanken sind gefragt... aus der Fülle heraus geboren.




    Ideen sind schon da... kann sich jeder selbst machen...





    Mercie
    La Dame
     
  8. kredamoon

    kredamoon Aktives Mitglied

    Registriert seit:
    3. Februar 2008
    Beiträge:
    1.324

    Dann fülle die Fülle doch mal mit Wortgewalten aus.
    Was wird aus den Banken, der Börse, dem Privatbesitz, Privateigentum, Rentenkassen, Krankenversicherung e.t.c., p.p.
     
  9. La Dame

    La Dame Guest

    Denk doch selber...
     
  10. kredamoon

    kredamoon Aktives Mitglied

    Registriert seit:
    3. Februar 2008
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    So, so- du traust mir also zu, dass ich gesellschaftsumfassende Konzepte aufstelle. Wow, Danke.
    Ich selber traue mir das jedoch nicht zu ;-)
     

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