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Merkel und das Flüchtlingskind

Dieses Thema im Forum "Gesellschaft und Politik" wurde erstellt von Condemn, 16. Juli 2015.

  1. Condemn

    Condemn Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    7. September 2004
    Beiträge:
    19.310
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    Das ist wirklich eine erstaunlich aufschlussreiche Situation die in weniger als 3 Minuten mehr auf den Punkt bringt als viele Reden und Artikel. Merkel hält ihre übliche Show-Werbe-Veranstaltung ab und ein palästinensisches Mädchen erzählt von ihrer eigenen Situation.

    Merkel, für die es ja der normale Regierungsmodus ist, die Dinge kühl und aus der Distanz zu betrachten erklärt dem Mädchen auf genau die Art wie die Realität eben aussieht, und das kann man ihr ja auch schwer vorwerfen. Aber anstatt es dabei zu belassen, fügt sie sogar an das Mädchen gerichtet hinzu: "Einige werden auch wieder zurückmüssen!" und das jetzt innerhalb des Jahres all die Fälle die unklar sind............. und dann fängt das Mädchen an zu weinen und bringt Merkel schön aus dem Konzept.

    Der aufschlussreichste Satz ist: "Och... Du hast das doch prima gemacht!".... als ob das Mädchen weinen würde weil sie sich versprochen hätte oder sowas. Und wie gereizt unsere Königin reagiert als der Moderator sie darauf hinweist... ;)




    Und wenn man sich nur mal dieses Mädchen anschaut... Seit 4 Jahren hier. Sie spricht perfekt Deutsch, wünscht sich studieren zu können, Pläne machen zu können. Sie formuliert absolut präzise ihre persönliche Situation und das Problem, steht gleichzeitig für viele andere. Das sind genau die Menschen die Deutschland braucht. Und sie weiß nicht ob sie bleiben kann...
     
  2. Condemn

    Condemn Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    7. September 2004
    Beiträge:
    19.310
    Der Artikel hier ist eigentlich die beste Beschreibung der Situation und auch des Problems und auch fair gegenüber Merkel... aber die Situation ist ja letztlich wirklich positiv, denn man darf davon ausgehen das ein perfekt integriertes Mädchen mehr Holzköpfe zum Denken bringt als alles andere:


    Angela Merkel tröstet weinendes Mädchen

    Politik trifft Realität: Einem Mädchen aus Palästina droht die Abschiebung. Beim Bürgerdialog erzählt sie der Kanzlerin ihre bewegende Geschichte. Merkel zeigt sich hilflos - oder gefühlskalt?

    Als Reem anfängt zu weinen, hält Angela Merkel inne. Sie legt den Kopf schief, setzt ein mütterliches Gesicht auf und seufzt. "Ach komm." Dann geht sie auf das Mädchen zu, streichelt ihr über den Kopf und sagt: "Du hast das doch prima gemacht." Dass die Kanzlerin da etwas nicht ganz richtig verstanden hat, ist auch dem Moderator aufgefallen. "Ich glaube nicht, Frau Bundeskanzlerin, dass es da ums Prima-machen geht", sagt er.

    Nein, Reem hat kein Lampenfieber. Zehn Minuten lang hat sie der Kanzlerin während des Bürgerdialogs in einer Schule in Rostock ruhig und ausgesucht höflich ihre Geschichte erzählt. Dass sie "hauptsächlich aus Palästina" stamme, aber vor vier Jahren über den Libanon nach Deutschland gekommen ist. Dass sie sich sehr schnell integiert hat, was sie gar nicht hätte erklären müssen. Dass ihr Vater nicht arbeiten darf, weil die Familie keine Aufenthaltsbestätigung hat. Dass sie fast abgeschoben worden wäre. Dass sie Sprachen liebt und sich wünscht, irgendwann studieren zu können. Dass sie nicht länger zusehen will, wie andere das Leben genießen, aber sie nicht.

    "Ich weiß nicht, wie meine Zukunft aussieht"
    "Ich bin ja jetzt hier", sagt Reem. "Aber ich weiß nicht, wie meine Zukunft aussieht, solange ich nicht wirklich weiß, dass ich hierbleiben kann."

    Die Kanzlerin weiß das auch nicht. Und weil sie Angela Merkel ist, tut sie auch nicht so, als wüsste sie es. Es sei nicht gut, wenn die Prüfung von Asylanträgen zu lange dauert, sagt sie. Es müsse ein beschleunigtes Verfahren geben - "davon könntest du vielleicht auch profitieren. Und dann sagt man Ja oder Nein." Merkel will niemandem etwas versprechen, das sie nicht halten kann. Auch einer Sechstklässlerin nicht, die wissen will, ob sie in Deutschland eine Zukunft hat.

    "Politik ist manchmal hart", sagt Merkel zu Reem. "Es werden manche wieder zurückgehen müssen." Es sind keine schönen Botschaften, die Merkel den 32Kindern der Paul-Friedrich-Scheel-Schule in Rostock zumutet. Und sie bemüht sich auch nicht, sie hübsch zu verpacken. Merkel hat nur ein Wörterbuch, und das ist ein politisches. Die Sprache der Kinder spricht sie nicht. Auf Reems Fragen antwortet sie, als spreche sie mit einem Funktionär. Einmal unterbricht sie das Mädchen, recht schroff, und sagt. "Das muss einer Entscheidung zugeführt werden."

    Will Merkel die Probleme wegstreicheln?
    Ist das ehrlich? Oder herzlos? Als das Mädchen weint, sagt die Kanzlerin. "Ich weiß, dass das eine sehr belastende Situation ist. Und deshalb möchte ich sie trotzdem einmal streicheln." Unter dem Hashtag #merkelstreichelt ist in den sozialen Medien eine heftige Debatte entbrannt. Der Tenor der meisten Kommentare: Eine gefühlskalte Bundeskanzlerin will die Probleme, die ihre Politik verursacht, einfach wegstreicheln.

    Felix Seibert-Daiker sieht das anders. Er hat den Bürgerdialog moderiert, eigentlich arbeitet er für den Kinderkanal. "Natürlich hätten wir uns alle gewünscht, dass Merkel Reem in den Arm nimmt und sagt: 'Du darfst bleiben'", sagt er. "Aber so ist die Situation nicht."

    Dass Merkel sich herzlos verhalten habe, findet er nicht. "Sie hat menschlich reagiert, auf ihre Art", sagt Seibert-Daiker. Und er empfinde Respekt, dass die Bundeskanzlerin "den Mut hatte, einem Kind mit aller Härte die Situation zu erklären. Viele Kollegen hätten da weichspülerisch drum herumgeredet."

    Wie auch immer man Merkels Verhalten einschätzen mag: So unmittelbar wie bei diesem Bürgerdialog treffen Politik und Realität, Prinzip und Einzelfall, Kalkulation und Emotion nicht oft aufeinander. Die Debatte darüber, wie Deutschland mit seinen Asylbewerbern umgeht, wird wieder Fahrt aufnehmen. Und sie hat jetzt ein Gesicht: das einer Sechstklässlerin, die "hauptsächlich aus Palästina" kommt.

    http://www.sueddeutsche.de/politik/...echtlingsmaedchen-zum-weinen-bringt-1.2568813
     
  3. WUSEL

    WUSEL Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    18. Oktober 2008
    Beiträge:
    11.687
    Ort:
    Steiermark
    Der Satz von Merkel und der Satz vom Moderator - also mich lässt es darauf schließen, dass es eine fingierte Situation war.
    Das Mädchen hat "ihr" Leid geklagt - Merkel darauf reagiert - das war abgesprochen - denke ich.
    Nur, dass das Mädchen dann zu weinen anfängt - war nicht abgesprochen.
    Geweint hat sie weil sie enttäuscht war über ihr Eigenes Handeln - denke ich.

    Für mich ist das zu konstruiert - Mädchen weint - Merkel geht hin - Moderator sagt was Merkel blafft zurück - haupalt das Mädchen 2mal und gut is...
    Also wenn ich Merkel bin und es mich wirklich berührt, dass dieses Mädchen zu weinen anfängt - dann dauert das trösten aber sicher länger...
    Gut ich bin nicht gut im Trösten - weiß ich..... aber ich muss so eine Show auch nicht im TV abziehen. Das ist der Unterschied.

    Und bevor es andere erwähnen.... ja - Verschwörungstheorie - ich weiß. Geschenkt.

    Glg W.
     
  4. Condemn

    Condemn Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    7. September 2004
    Beiträge:
    19.310
    Was bei solchen Shows oft konstruiert ist, ist das da vermutlich nicht jeder einfach alles drauflos erzählen darf wie es ihm gerade passt. Die werden vorher in etwa nen Plan haben wer redet und über was. Muss aber nicht sein, denn hier hatte sie es ja nur mit einer Klasse zu tun und nicht mit hochkritischem Publikum das Merkel mit Fragen zur NSA in Bedrängnis hätte bringen können.

    Was die konkrete Situation betrifft: Ich vermute, das ist einfach eine Situation die Merkel überfordert. Das merkt man oft, dass sie im direkten Gespräch eher nicht die richtigen Worte findet und eben ihre Politik doziert... egal ob sie nen Interview mit nem Profi gibt oder ob sie mit einem persönlich betroffenen Mädchen spricht.

    Und viele sehen darin Kälte... und das würde ich nicht mal sagen. Das Problem das ich sehe ist die Distanz, denn als Bundeskanzlerin muss sie einfach laufend Entscheidungen treffen die Menschen direkt und teilweise Schicksalshaft betreffen und treffen und ich glaube, dass sie eine so große Distanz zu dem hat was abseits von Zahlen und Statistiken und machtpolitischer Opportunität hat, dass sich das in den Entscheidungen wiederfindet. Und dann wird das was als Vernunft gepriesen wird doch oft zu falsch. Das kann man in vielen Bereichen sehen, lange nicht nur in dieser Situation oder beim Thema Flüchtlinge.

    Und nein... ich denke die Situation war nicht gefälscht sondern zu echt. ;)
     
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  5. Mrs. Jones

    Mrs. Jones Sehr aktives Mitglied

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    Ich denke nicht, dass die Überschrift richtig gewählt ist. Es sollte heissen: "Merkel bringt Mädchen zum Heulen!", denn genau das ist ja wohl passiert.
    Wie kann die denn da auch nur im persönlichen Gespräch so einen überpolitischen Mist anbringen?
     
  6. PsiSnake

    PsiSnake Sehr aktives Mitglied

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    Man muss Leute, die hier ankommen genauer kontrollieren, und nur die nehmen, bei denen Asylgründe vorliegen, nur Leute die auch tatsächlich hierher passen und ebenfalls keine Gefahr darstellen, und das sollte man sorgfältig aber zügig erledigen. Dazu sagte ich auch schon in anderen Threads, dass es keinen speziellen Grund gibt ausgerechnet nach Deutschland zu fliehen, und wenn es ihn irgendwie gibt, dann fällt das unter das was ich oben sagte.

    Dazu sollte man Leute, die hier integriert sind normalerweise nicht abschieben, dafür aber (mittel)schwere Kriminelle und
    Aufwiegler (wie Islamisten) sofort.

    Problematisch ist es Leute, und Kinder besonders, aus ihrem Umfeld zu reißen. Wer hier nie gelebt hat, dem wird auch wenig bis nichts genommen, wenn er nicht rein darf. Außerdem muss der wichtigste Punkt die gelungene Integration sein, bzw. wenn das gerade nicht der Fall ist.

    LG PsiSnake
     
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  7. Condemn

    Condemn Sehr aktives Mitglied

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    "Merkel bringt Mädchen zum weinen" hat erst mal keine politische Dimension.

    Außerdem würde ich nicht sagen, dass Merkel die Ursache des Weinens ist. Die Ursache ist die unklare und daher belastende Situation des Mädchens, weil sie nicht weiß ob sie bleiben darf und Merkel zeigt nicht gerade Feingefühl genau das noch mal sehr klar vor Augen zu führen. Aber sie hat ja weder die Situation erzeugt noch gesagt, dass das Mädchen abgeschoben wird.

    Insofern.. mir ging es eher um den Kontext der Situation und der wäre ohne Hinweis, dass es sich um Flüchtlingsproblematik handelt unklar.
     
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  8. Condemn

    Condemn Sehr aktives Mitglied

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    Hier gibts übrigens die ungeschnittene Version:

    http://www.bundesregierung.de/Webs/Breg/DE/Mediathek/mediathek_node.html

    Vor der Situation die oben dargestellt ist erzählt das Mädchen noch ein bisschen mehr. Wen es interessiert: Bei etwa 38 Minuten gehts los.

    Was übrigens nen Hammer ist:

    Auf der Kampagnenseite der Bundesregierung hieß es in einem Bericht über das Gespräch mit den Schülern zunächst, dass das Mädchen „vor lauter Aufregung weinen musste“. Inzwischen wurde das geändert zu “Das Mädchen musste weinen“.
    http://www.faz.net/aktuell/politik/...lerin-und-das-weinende-maedchen-13705652.html
     
  9. Mrs. Jones

    Mrs. Jones Sehr aktives Mitglied

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    Merkel tröstet Mädchen, auch nicht.
     
  10. Condemn

    Condemn Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    7. September 2004
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    Ah, Du meinst den Artikel. Ich dachte Du meinst den Thread-Titel.
     
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