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Menschlicher Ursprung - mal anders

Dieses Thema im Forum "Sterben, Tod, Leben nach dem Tod" wurde erstellt von Webarche, 17. November 2002.

  1. Webarche

    Webarche Guest

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    Hallo!

    Ich möchte hier mal zu der "Ursprungsfrage" und der Frage nach "Leben und Tod" aus Sicht einer alten Überlieferung Stellung nehmen: Der biblischen Überlieferung.

    Allerdings vertrete ich mit meinem Textverständnis nicht die allgemein bekannte Auslegungstradition mit ihren Deutungen. Dafür habe ich meine Gründe - ich spekuliere also nicht einfach nur ins Blaue, :).

    Nach meinem Textverständnis stellt sich die Frage nach dem Ursprung wie folgt dar:

    Die Welt wurde erschaffen - nicht von einem "Gott", sondern von der "Summe aller Glaubensvorstellungen".
    Darunter waren auch "lebendige Seelen" - Tiere.
    Aus diesen Tieren entwickelte sich der Mensch. Ursprung: Tier!

    Verantwortlich für diese Entwicklung war die Erkenntnis seiner Umwelt, quasi ein Verstehen des "Geistes der Schöpfung" und Übertragen in sein Leben. Daher auch die Bezeichnung "Ebenbild" (Schatten eines Schattens wäre wohl besser übersetzt).

    Der Mensch trägt im Ergebnis dieselbe Seele, wie das Tier.
    Darüberhinaus trägt er aber auch noch diesen erkannten "Geist" IN sich. Letzterer kann niemals sterblich sein ...
    Ein gewisser Jesus von Nazareth sagte einmal dazu:
    "Das Reich Gottes in INWENDIG in uns ..."
    Ich denke, dass er damit den Nagel auf den Kopf traf.

    Soviel in aller Kürze. Ich denke, dass sich ohnehin Nachfragen ergeben, :).

    Liebe Grüße
    Thomas - Webarche
     
  2. Kvatar

    Kvatar Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    6. Mai 2002
    Beiträge:
    1.682
    Hi Thomas.


    Sag, was ist eine "Seele" ?



    Viele Grüße,
    Kvatar
     
  3. Webarche

    Webarche Guest

    Hallo Kvatar!

    Von der ursprunglichen Wortbedeutung bedeutet dort "Seele":
    Kehle, Schlund.

    Durch die Kehle bzw. den Schlund kann man Nahrung aufnehmen, atmen. Da die Überlieferung auch davon spricht, dass der frühe Mensch den "Geist der Schöpfung" erkannte und IN sich aufnahm, erfährt diese "Seele" auch eine geistige Bedeutung.

    Liebe Grüße
    Thomas - Webarche
     
  4. alwin

    alwin Mitglied

    Registriert seit:
    19. Juli 2002
    Beiträge:
    580
    Ort:
    Berlin und anderswo
    Du hast mit deiner Anschauung ganz Recht, aber nun kommt
    doch der schwere Teil noch auf Dich zu, indem Du jeden Satz
    Innerlich und nach Aussen zu differenzieren hast in bezug
    auf Standpunkt und Standort.

    An Kvatar
    Die Seele ist das, was wir an Empfindungsleben in uns tragen,
    und nach Aussen leben!

    Mit Geist hat das aber ganz direkt Nichts zu tun, lieber
    Webarche.

    Gruss von Alwin
     
  5. Wir können nur entweder vom Tier abstammen, oder nicht vom Tier abstammen; es sei denn, Du sagst, dass EINIGE vom Tier abstammen, andere nicht.

    Wenn die Welt erschaffen wurde, von einer "Summe aus Glaubensvorstellungen" - woher kamen die Glaubensvorstellungen und worauf bezogen sie sich?
    (wenn es keine "Welt" gab)

    Wenn der Mensch und das Tier dieselbe Seele tragen - von welcher Art muss diese Seele sein, dass es möglich ist?

    Wenn es also einen Anfang gab; was war vor diesem Anfang?

    Wenn der Mensch (das Tier) den "Geist der Schöpfung verstanden hat", um welche Art des V e r s t ä n d n i s s e s handelt es sich, wenn er daMIT nur ein "Schatten" ist?

    Wenn ich den "erkannten Geist IN mir trage", "das Reich Gottes INWENDIG", wo entsteht die Frage nach dem Ursprung, nach Leben und Tod?

    Wenn dieser "Geist niemals sterblich sein kann", woher kommt dann "der Anfang", beziehungsweise, der Grund für diese Frage?

    Wie kann jemand den Nagel auf den Kopf treffen, wenn er eine Seele tierischen Ursprungs hat?

    Hat(te) Jesus eine Seele tierischen Ursprungs?



    Also, ich verstehe ja meine Fragen nicht,
    aber Du solltest sie beantworten können

    Denn sie beinhalten Deine Behauptungen


    Bitte sehr konkrete Anworten. Danke.
     
  6. Webarche

    Webarche Guest

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    Hallo Joscha!

    Nein, ich habe Dich nicht vergessen - nur im Augenblick wenig Zeit.

    :), nun, ich stelle keine Behauptungen auf, sondern gebe lediglich das wieder, was ich dort erkennen - lesen - kann.

    Ich schrieb, dass der Mensch seinen Ursprung aus dem Tierreich hat. Ich denke, dies ist deutlich und aussagekräftig genug.
    In der von mir herangezogenen Überlieferung ist zunächst die Rede von den "Kriechenden" - dann etwas vom "Aufrichten".

    Genaugenommen ist die Rede von "elohim" - einem Mehrzahlbegriff - also "Göttern". Nun kann man diesen Begriff sehr weit fassen - ich habe ihn sehr weit gefasst, :).
    Die Überlieferung, die ich bewerte, wurde von Menschen geschrieben. Diese werden die "Götter" nicht gesehen haben können (auch dazu gibt es entsprechende Textstellen). Also bleiben die "Götter" im "Dunkeln". Die Überlieferung zielt meines Erachtens lediglich darauf ab, dass sich niemand hinstellen und behaupten kann, dass allein sein "Gott" die Welt erschaffen habe.
    "Götter" gibt keinem Recht und doch auch allen ...
    "Götter" ist Garant für die Freiheit des Glaubens.

    In der Überlieferung ist die Basis die "Lebendigkeit" oder das "Leben". "Lebendige Seelen" heisst es.

    Jedenfalls kein Himmel und keine Erde. Deckt sich durchaus mit unseren heutigen wissenschaftlichen Erkenntnissen in Bezug auf den Urknall.

    Gestalte Du mit Deinen Händen ein Geschenk für einen Freund.
    Der Freund wird viel von Deinen Gefühlen in dem Geschenk wiederfinden und erkennen können. Aber allein aus dem Geschenk kennt er Dich nicht. Er erfährt lediglich ein Teil von Dir. Aber einen sehr Bedeutsamen.

    "Liebe" ist leicht zu erkennen. Wer die "Liebe" (bis zum Detail) unserer Welt nicht erkennt, geht blind durch diese. Man stelle sich vor, man bewege sich in menschenleeren Welt. Wie überwältigend muss das Empfinden gewesen sein.
    Man kann damit einige Rückschlüsse auf das Gefühl beim "Erschaffen" schliessen und ein paar sicherlich auf den "Erschaffer" selbst. Aber mehr als den Schatten eines Schattens dürfte wohl nicht zu erwarten sein ...

    Das ist eine gute Frage!
    Weil sie sich mit diesem Vorverständnis erst gar nicht stellt!
    Auch dazu gibt es eindeutige Textstellen, die dieses noch einmal unterstreichen.

    Die Fragen, die es zu unserer Zeit dringend zu beantworten gilt, die stellen wir uns denn auch viel zu wenig ... oder weichen ihnen aus ... Dies bekommen unsere Kinder und Mitmenschen mittel- und unmittelbar zu spüren ...

    Das ist ein Teil der Glaubensfreiheit jedes einzelnen. Ich denke nicht, dass dies "schädlich" ist. Problematisch wird es erst dann, wenn die Bilder einzelner zu Bildern über andere erhoben werden ...

    Noch einmal: Mensch und Tier sind beide "lebendige Seelen". Damals wie heute. Der Mensch nahm nur ZUSÄTZLICH den "Geist der Schöpfung" in sich auf und übertrug ihn in sein Leben.
    Das Leben des Nazareners steht für diesen Geist - macht ihn erkennbar - ist manchmal geradezu Sinnbild. Es kann daher auch nicht überraschen, dass dieser quer durch die Glaubensrichtungen einen "sehr guten Ruf" genießt.
    Diese Betrachtungsweise läßt im übrigen auch andere Deutungsmöglichkeiten im Hinblick auf die "Gottessohnschaft" zu ... aber das nur am Rande.

    Das war es wohl an Fragen, :).
    Deine Fragen mögen Dir unverständlich gewesen sein, aber ich hoffe Du konntest zumindest mit den Antworten etwas anfangen, :).

    Liebe Grüße
    Thomas - Webarche
     
  7. alwin

    alwin Mitglied

    Registriert seit:
    19. Juli 2002
    Beiträge:
    580
    Ort:
    Berlin und anderswo
    Rudolf Steiner hat sehr viel über die Elohim geschrieben, und
    er sagte auch, dass Tiere ihrer Rasse nach über eine
    Gesamtseele verfügen, die in ihrer Gesamtheit etwa
    Menschenähnlich ist, aber aus den höheren Welten herab wirkt.
    Des weiteren sagte er, dass Menschen,
    jeder einzelne davon, von eigener Art ist. Ich kann dem
    zustimmen, wenn auch bei der Artbetrachtung meiner
    Anschauung nach, der Zwilling zu einer Menschenart hinzugehört.
    Herzliche Grüsse von Alwin
     
  8. Luquonda

    Luquonda Aktives Mitglied

    Registriert seit:
    7. Oktober 2002
    Beiträge:
    829
    Ort:
    Twistenbostel / Zeven
    Hallo Alwin
    Also würdest du sagen, daß Tiere nicht über eine eigene Seele , jedes für sich selbst, verfügen, sondern eine übergeordnete Seele ihrer Rasse gemeinsam haben, oder hab ich das jetzt falsch verstanden?
    Liebe Grüße
    Luquonda
     
  9. Webarche

    Webarche Guest

    Hallo Alwin!

    Wer ist "Rudolf Steiner", :) ?

    Da er über "elohim" geschrieben hat, wird er sich auf die hebräische Überlieferung bezogen haben.
    In der steht für jedermann nachlesbar, dass Mensch wie Tier "nephesch chaja" - lebendige Seelen - sind.

    Da ist KEIN Unterschied erkennbar!

    Ich kenne eine Vielzahl von Autoren und Deutern, die immer wieder Unterschiede hineindeuten. Mal mit mehr, mal mit weniger Hinzudeutungen gespickt. Der Text selbst lässt diesen Spielraum aber nicht.

    Das Tier "Mensch" unterscheidet sich nicht durch eine unterschiedliche Seele, sondern allein durch den hinzugewonnenen Geist (ich ergänze: ... der Liebe).

    Daraus erwächst für den Menschen eine besondere Verantwortung für all die lebendigen Seelen, die diesen Geist nicht innehaben.

    Oder so (ebenfalls alte Überlieferung und nachlesbar):
    "Traget Frucht, werdet weise und erfüllt den Sinn der Erde. Richtet euch auf und herrscht gerecht und verantwortungsvoll über Fische, Vögel, Tiere und alles, was sich auf der Erde bewegt."

    Und was macht der Mensch (von heute) ...
    Er redet über SEIN Leben, er spekuliert über SEINEN Tod und SEIN mögliches Leben danach. SEIN Leben ist das Zentrum SEINER Gedanken. Andere kommen darin kaum vor ... und insbesondere die "lebendigen Seelen", die SEINER dringendsten Beachtung bedürfen, noch seltener. Angefangen bei den Schwachen und Hilflosen bis hin zu den Tieren ...

    Wer Unterschiede betont und trennt, was zusammengehört, wird seine Absichten haben oder eigene Unzulänglichkeiten überdecken wollen. Es wäre in meinen Augen wichtig, sich zu unserer GEMEINSAMEN Seele zu bekennen. Vor allem im Herzen ...

    Thomas - Webarche
     
  10. alwin

    alwin Mitglied

    Registriert seit:
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    580
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    Berlin und anderswo
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    Genauso meine ich es, und darin stimme ich mit Steiner
    überein.
    Gruss von Alwin
     
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