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Meisterlehrer-Imitate

Dieses Thema im Forum "Religion & Spiritualität" wurde erstellt von SammyJo, 2. August 2009.

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Habt ihr einen Meisterlehrer?

  1. Ja, ich habe einen solchen.

    3 Stimme(n)
    25,0%
  2. Nein, ich habe keinen.

    3 Stimme(n)
    25,0%
  3. Ich bin mein eigener Meister(lehrer).

    5 Stimme(n)
    41,7%
  4. Habe ich mir keine Gedanken drum gemacht.

    1 Stimme(n)
    8,3%
  1. SammyJo

    SammyJo Guest

    Werbung:
    Mal an diejenigen, die einem Meisterlehrer folgen oder sich als Schüler eines solchen betrachten.

    Wie geht ihr damit um? Also mit seinen (bitte immer "ihre/n" eingeschlossen, will das nicht ständig dazu schreiben) Lehren, mit seinem Tun, seinem oder ihrem Auftreten.

    Kopiert ihr ihn oder versucht ihr seinen/ihren Fußstapfen zu folgen und diese Bahnen zu ziehen, um "Erleuchtung" zu erlangen und ihm/ihr nachzueifern? Oder grenzt ihr euch ab und sucht nur das heraus, was für euch relevant ist an Botschaften, an Lehren?

    Woran macht ihr fest, daß eure Interpretation von diesem Lehrer und seinen Lehren und das darauf folgende (eigene) Tun und Handeln nicht dogmatisch, gehirngewaschen und erstarrt ist? Was macht euch sicher, dabei frei zu sein und zu bleiben und Herr der eigenen Sinne?

    Also, um es auf den Punkt zu bringen - wo zieht ihr Grenzen, zieht ihr überhaupt welche oder ist das gar nicht nötig, gibt man sich voll hin und geht auf in dem Dunstkreis eines solchen?

    Es gibt ja diverse dieser Meisterlehrer oder auch solcher, die sich zumindest so nennen. Und diejenigen, die einem solchen folgen sind meist recht überzeugt davon, sehr frei in der Entscheidung, sehr frei in der Umsetzung der Lehren zu sein und ganz sicher, sich auf einem sehr "hochentwickelten" Weg zu befinden, höher entwickelt als viele in der Masse.

    Wo beginnt eigentlich Gehirnwäsche und wo hört sie auf oder fängt gar nicht an, auch Dogmatismus, wo beginnt ein solcher? Und sind es diese Lehrer, die Gehirne waschen oder wäscht man sich möglicherweise selbst ganz wichtiges aus dem Gehirn, was eigentlich ganz gut aufgehoben dort war - durch eine ganz eigene Interpretation, wie nun etwas zu sein hat.

    Mir gehts nicht primär um Beantwortung der Fragen, sondern sie sind vielleicht Anknüpfpunkte, an denen jemand einhaken kann, der sich angesprochen fühlt dadurch. So oder auch so.

    Ich packe noch eine Umfrage dazu, wer überhaupt einen Meisterlehrer hat oder sich von einem solchen belehren lässt. Wär doch ganz interessant, auch die Diskussion darüber.

    :morgen:
     
  2. Ldzukunft

    Ldzukunft Guest

    :lachen::lachen:


    allein die Idee ist schon falsch:banane:


    lg
     
  3. SammyJo

    SammyJo Guest



    Welche? Bitte um Erläuterung, so daß es verständlich wird.
     
  4. Ldzukunft

    Ldzukunft Guest

    die von deinem meisterlehrer natürlich.
     
  5. maria45

    maria45 Guest

    Lieber SammyJo,

    ja, betrachte mich als Schülerin eines Meisterlehrers (komisches Wort, aber ich weiß was du meinst).
    Ich empfinde es als großes Vorrecht, sehe ich doch, wie viele sich dem entweder innerlich oder äußerlich verweigern. Lehren sehe ich immer in bezug auf Heilige Schriften und auf die Mutter Natur, die Große Lehrerin. Die Kernpunkte sind in ihnen immer dieselben. Und wenn ich einem Meisterlehrer folge, dann auch nur insoweit wie er in seiner Lehre oder seinem Tun nicht davon abweicht. Das Auftreten ist ein Teil kultur- und zeitgebunden, das Wirken (die Früchte die daraus entstehen) nicht.

    Jemand sagte einmal, einen Meister erkennt man nicht an der Anzahl seiner Schüler, sondern wieviele seiner Schüler zu Meistern wurden.

    Für mich geht es weder um Kopie noch um Abgrenzung dabei. Ein Meister ist nur dann ein Meister, wenn er mir substantielle Impulse geben kann, die weiterführen. Es ist für mich eine Mischung. "Mein" Weg ist ein anderer, aufgrund der Individualität und der Einzigartigkeit jedes Startpunktes. Trotzdem gibt es verbindliche "Zwischenziele", wenn man überhaupt von "Zielen" reden soll. Also um das geliebte Beispiel der Raupe zu nehmen, die zum Schmetterling wird. Es ist nicht vorgegeben, welche Blätter die Raupe fressen muß. Noch wie viele ganz genau. Noch auf welchen Baum oder Strauch sie klettern muß dazu. Doch das Puppenstadium ist ein Zwischenzustand, der in jedem Fall erreicht werden muß, egal, wie und wo. Keine Raupe wird direkt zum Schmetterling, egal welche Raupensorte, egal welche Lebensumstände.

    Woran man erkennen kann daß man nicht erstarrt? An der Lebendigkeit, an der Zunahme von Freude und an dem Rückblick. Lebendig bedeutet, daß man keine Dogmen nachkauen muß, sondern in sich selbst bestimmte Gesetzmäßigkeiten entdeckt. Und daß sie sich verwandeln.
    Freude: Es gibt in meiner Sicht keinen spirituellen Weg, der ohne Zunahme von Freude ist.
    Rückblick: Erst ein Rückblick über einen längeren Zeitraum offenbart wirklich, ob Quantensprünge im spirituellen Leben und Er-leben aufgetreten sind. Wie ein Wanderer, der stets auf dem vor ihm sich befindenden schwierigen Gebirgspfad schaut, und jede Biegung des Pfades und alle Felsen sehen irgendwann so gleich aus. Auch der Gipfel scheint sich nicht zu nähern, immer noch genausoweit weg zu sein wie im Anfang. Doch schaut er gelegentlich nach unten, zu Rastzeiten, dann sieht er, wie weit er sich aus der Ebene bereits nach oben bewegt hat.
    Naturgemäß ist dieses Nach-unten-schauen mit der großen Gefahr des sich-besser-fühlens und des Schulterklopfens etc. verbunden. Doch das wäre ein sehr oberflächliches Schauen. Es geht nicht darum, sich besser oder weiter entwickelt als andere vorzukommen. Man schaut in dem "nach-unten-schauen" nicht auf andere. Das wäre ein sicheres Zeichen, daß man noch in den Kinderschuhen steckt. Das "nach-unten-schauen" bedeutet, daß man sich selbst in der eignen Tiefe besser kennt und Er-kennt und - soweit es wirklich um andere geht - anderen Menschen mehr Verständnis, mehr Mitgefühl und eine tiefere Einsicht in ihre eigene Natur geben kann...
    Das ist nichts, was man selbst feststellen kann. Doch wenn andere Menschen einem dies mitteilen, daß man ihnen wesentliche Anregungen gegeben hat, dann ist es eine Rückmeldung von außen darüber, daß man auch selber gewachsen sein muß.

    Bei einem guten Weg sollte sich ebenfalls das Verständnis heiliger Schriften immer mehr vertiefen. Sie heißen deshalb heilig, weil sie "ganz", "heil" sind. Und in dem Maße, in dem man selbst "heil", "ganz" geworden ist, er-kennt man sie auch als "ganz". Sie sind treue Spiegel, die die Menschheit schon immer begleiteten..., nur ein Tor meint, sie verwerfen zu können oder nicht zu benötigen. Gerade in der heutigen Zeit zeigt sich allerdings dieser Mangel an Demut und der ihm entsprechende Hochmut sehr deutlich. Von den vier Säulen der Erleuchtung, die man alle befolgen sollte als wäre jede Säule die einzige, die zu Erleuchtung führt, ist eine Säule immerhin das Studium der heiligen Schriften.

    Der "Dunstkreis", den du ansprichst, ist ein interessanter Punkt. Ein wahrer Meister bringt niemanden in Abhängigkeit, sondern befreit aus Abhängigkeiten. Die energetische Struktur ist bei einem falschen Guru immer die einer Sonne (der Guru) und von Planeten (die Schüler). Die Schüler können nicht Licht in sich selbst finden, sondern glänzen nur im geborgten Licht des "Dunstkreises". Bei einem wahren Meister ist die energetische Struktur immer die einer 8. Zwei Kreise, die sich berühren. Jeder bewahrt seine Selb-ständigkeit. Faszinierend in dem Zusammenhang das alte deutsche Wort "selbacht" und das modernere "Selbstachtung". Jeder seine Individualität, und doch gibt es wahre Berührung, eine Berührung im Herzen. Es sind also zwei Sonnen, die einander anregen. Jede hat in sich ihr Licht und darf einfach sie-selbst sein und sich immer mehr als solche er-leben.

    Ein wahrer Meister lernt immer mehr von seinem Schüler als der von ihm. Er ist der vollkommene Schüler. Idealerweise ist er der Schüler von ALLEM und allen. Kein Ding ist zu gering. Nichts ist ausgegrenzt, sondern alles vermittelt neue Anregungen, ist lebendig, bringt neue Freude. Bezogen auf Religionen und heilige Schriften bedeutet es, daß keine ausgegrenzt wird oder andersherum als "besser" oder gar "allein-seligmachend" verstanden wird. Jede zeigt auf ihre Weise dieselben Prinzipien, in den Symbolen ihrer Zeit, ihrer Sprache und ihrer Kultur.

    Es gibt keine unfähigen Schüler, nur Meister, die meinen welche zu sein und sind es nicht. Wer wirklich meint, in irgendetwas spirituellem "weiter" zu sein als andere, der kann sich leicht darinnen überprüfen. Kann er es anderen vermitteln, und zeigen diese die typischen Früchte (Lebendigkeit, weniger Abhängigkeit, mehr Freude, und mehr Mitgefühl mit sich selbst und anderen), dann ist da irgendwas dran. Man ist dann noch nicht vollendet, doch einen kleinen Baustein hat man wohl erfaßt.

    in Liebe und Wahrheit,

    eva-maria
     
  6. Verbena

    Verbena Neues Mitglied

    Registriert seit:
    6. Juli 2009
    Beiträge:
    223
    Werbung:
    Guten Abend SammyJo,:)
    Du stellst eine interessante Frage.
    Kurze Antwort: Nach alter ZENLEHRE halte ich mich nicht an den LEHRER, sondern versuche mich täglich an die LEHRE zu halten.
    Das ist so leicht und so schwer wie für einen Pfadfinder die tägliche gute Tat.
    LG Verbena
     
  7. SammyJo

    SammyJo Guest

    Guten Morgen :)

    Eva-Maria: Ich denke, da gehe ich später noch drauf ein, vielen Dank, daß du dich so umfangreich mitgeteilt hast. Du schreibst jetzt sehr viel über wahre Meister, wie ist es mit den Schülern?



    Eine sehr kluge Aussage und Handlung, diese hat ganz eindeutig einen Bezug zu meinem Eingangspost. Lese gerne mehr davon.

    :)
     
  8. shino

    shino Aktives Mitglied

    Registriert seit:
    6. März 2005
    Beiträge:
    3.767
    eine alter chinesischer Kampfkunstmeister sagte mal:

    "eine Kopie von Kopie von Kopie von Kopie... kann nur schlechter werden."


    man solle doch einfach die Demut vor der Wahrheit haben, die einem tag ein tag auf die Füße tritt.
     
  9. SammyJo

    SammyJo Guest



    Hi Shino,

    da ist was Wahres dran. Selbst die erste Kopie eines Originals hält ja eine Bandbreite bereit, je nach Qualität und Wartung des Kopiergerätes, von

    recht scharf und gut abgebildet

    über

    na ja - man kann es erkennen

    bis zu

    völlig verunstaltet und nichts wieder zu erkennen.


    Zum Beispiel, wenn kein Toner drin ist, oder nicht mehr korrekt gelasert wird. Es könnte sogar sein, daß auf dem Blatt rein gar nichts mehr zu lesen ist.

    Um mal wieder zu den Meisterlehrern und deren Schülern zu kommen.

    Wie verhält sich das generell mit dem Abbild? Mir persönlich sind ja Originale lieber als Abbilder und Kopien oder Imitate.

    Und die Egofalle der Arroganz, der Überheblichkeit und des Dogmatismus, nämlich des dogmatischen Beharrens auf einer erlernten Sicht und sei sie noch so wahr, diese ist seeeeeehr groß, nicht wahr?

    Denn wer glaubt im Besitz der Wahrheit zu sein und meint sich dadurch von anderen abzuheben, ist per se dogmatisch. Das ist einfach so.

    Auf die souveränen (Meister-)Schüler, denen es gelingt an der Lehre und dennoch bei sich selbst zu bleiben!

    :zauberer2
     
  10. Shimon1938

    Shimon1938 Sehr aktives Mitglied

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    shalom samy joe,

    braucht man ein lehrer --- oder genügt der weg...?

    shimon1938
     

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