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Meine Schwester ist obdachlos

Dieses Thema im Forum "Familienaufstellung" wurde erstellt von abendsonne, 15. Mai 2007.

  1. abendsonne

    abendsonne Aktives Mitglied

    Registriert seit:
    4. März 2005
    Beiträge:
    982
    Ort:
    Österreich
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    In meiner Familie ist die absolute Polarität gegeben, und ich kann einfach nicht wirklich umgehen mit der Situation.

    Der Vater ist ein nach außer sehr harter Mensch = verbal mit voller Härte um sich schlagend,
    ein Mensch, der den anderen geringschätzig behandelnd bzw. überhaupt übersieht = mit Ignoranz entgegentritt bzw. wo er einen Nutzen sieht, kann er plötzlich auch nett sein..... - so nett, dass es all die anderen, die er übersieht, verletzt.
    Solange, bis man stolz genug ist, oder kraftlos genug ist, um sich nicht mehr verletzen lassen zu wollen..... .

    Meine Mutter ist die Unterwürfigkeit in Person. Die Schwache, das "Arme-Ich", die Gutherzigkeit. So gut, dass es einen fast erdrücken kann.

    Mein Bruder ist halber Euromillionär, geht rigoros seinen Weg, fast über Leichen, wenns ums Geld geht (wenn ich das so sagen darf), und lebt jetzt in seiner Wahlfamilie das Leben, das er beim Vater bisher immer verurteilt hat =Rücksichtslos oder aus der eigenen Verletztheit die eigenen Bedürfnisse durchsetzend.

    Und meine Schwester, ja, die lebt auf der Straße, 200 km entfernt von uns in Wien. Heute ist ihr 47 Geburtstag.
    Es macht mich sehr traurig. Aber sie wollte es so.

    Alles Gute an dieser Stelle an sie, ich hoffe, dass sie heute an diesem kalten Regentag wenigstens eine warme Unterkunft hat in den Obdachlosenheimen.


    Nun mein Anliegen, neben den Gedanken an meine Schwester:

    Es gibt anscheinend so etwas wie ein Familiengewissen.

    Ich bin sehr unerfahren, was die Auswirkungen in so schwierigen Familienkonstellationen anbelangt, und bin daher auch ziemlich hilflos im Umgang mit der ganzen Situation.
    Ich merke aber, dass ein Auflösen der Verstrickung zusehens ansteht, denn es geht mir schlechter als je zuvor.

    Natürlich ist auch die eigene Wahlfamilie davon betroffen, dass ich alleine nicht fertig werde mit all dem, was ist.

    Verdrängen hat lange genug gewirkt, aber das, was ansteht, hat mich längst eingeholt........



    Sorry, wenn ich mich nicht gleich wieder melden kann

    Lg Abendsonne
     
  2. MilkyMilkaKuh

    MilkyMilkaKuh Mitglied

    Registriert seit:
    3. Januar 2007
    Beiträge:
    619
    Sorry, hat vielleicht nicht direkt was mit "Familienaufstellung" was zu tun, aber:

    Ich bin gerade total schockiert darüber, dass deine Schwester obdachlos ist und du ihr keine Unterkunft bietest und sie unterstützt. Ja, das klingt vorwurfsvoll. Soll es auch. Ich schüttel gerade nur noch mit dem Kopf.

    Kuh
     
  3. wolky

    wolky Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    7. August 2005
    Beiträge:
    4.149
    Hi,
    hast du den Text gelesen?Abendsonne hat den Wunsch ihrer Schwester respektiert, ob er nachvollziehbar ist, steht auf einem anderen Blatt.

    Liebe Abendsonne,

    ich kann mir nur leise vorstellen, was in dir vorgeht und ich hoffe du bekommst hier noch einige Ansätze, die dir weiterhelfen.
    lg wolky
     
  4. Katze1

    Katze1 Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    21. September 2005
    Beiträge:
    11.870
    Ort:
    Wien
    Liebe Abendsonne,

    in einer Familienaufstellung wirst du vermutlich viele Antworten bekommen. Vorallem die, warum wer wie handelt. Wenn ich die Motivation kenne, kann ich alles viel viel leichter annehmen.

    Oft übernehmen Nachfahren gewisse Aufgaben von Vorfahren, obwohl sie sich gar nicht kennengelernt haben.

    Du spürst es ja selbst. Es fehlt nur noch der richtige Aufstellungsleiter.
    Der wird demnächst da sein. Such nichteinmal, mach nur deine Augen und Ohren auf.

    Alles Gute UND du bist zwar ein Teil davon aber nicht die Schuldige.
     
  5. MilkyMilkaKuh

    MilkyMilkaKuh Mitglied

    Registriert seit:
    3. Januar 2007
    Beiträge:
    619
    Die Frage ist, inwieweit das tatsächlich ein "Wunsch" der Schwester ist, wenn doch soviel Stolz und Hilflosigkeit bei Obdachlosigkeit mitspielen.
    Ich kann das absolut nicht nachvollziehen und bin immer noch ziemlich erschüttert. Aber ich halte mich hier jetzt auch besser raus.

    Milka
     
  6. Katze1

    Katze1 Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    21. September 2005
    Beiträge:
    11.870
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    Wien
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    Ich habe auch schon Leute kennen gelernt, die bewußt und gewollt obdachlos waren. Für mich wär´s auch nichts, aber manche schätzen die Freiheit so sehr, dass sie sich nichtmal an eine Wohnung binden wollen.
     
  7. tekfrog

    tekfrog Aktives Mitglied

    Registriert seit:
    25. August 2006
    Beiträge:
    5.469
    Ort:
    AKW55
    für mich ist das sehrwohl nachvollziehbar. scheiß auf obdach! ist ja nur so eine gesellschafts-erfindung wie steuernzahlen & das man in einem land wie österreich gemeldet sein MUSS! alles andere ist ILLEGAL - was soll den das auf dieser welt noch werden...

    sorry, dass ich da so reinplatze - aber es kam grad so raus :weihna1

    liebe grüße & bin schon wieder weg :escape:
     
  8. wolky

    wolky Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    7. August 2005
    Beiträge:
    4.149
    Hallo Milka, dann kannst du vielleicht Abendsonne noch besser verstehen, wie es ihr geht und wie hilflos sie sich fühlt, vorallem ist es für sie die Famile.
    Stolz und Hilflosigkeit mögen für dich die Gründe sein, die Frage ist, ob es auch die der Schwester sind.

    Es ist ein Irrglaube immer die Verantwortung für andere übernehmen zu müssen, weil die "soziale Seele" sich meldet und man wieder glaubt Menschen retten zu müssen. Und bei Menschen, die einem besonders am Herzen liegt, ist es noch schwerer den Menschen zu lassen, wie er es möchte und nicht die eigene Projektion auf den anderen zu stülpen
    lg wolky
     
  9. Gawyrd

    Gawyrd Guest

    Liebe Abendsonne,

    1. Wie ist das zu verstehen ? Dass ein Familienmitglied eine Verfehlung begangen hat, und Du die familiäre Situation als Auswirkung davon siehst ?

    2. Was meinst Du mit "eigene Wahlfamilie" ?

    LG, Reinhard
     
  10. jake

    jake Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    16. Juli 2003
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    5.379
    Ort:
    Graz
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    @abendsonne: Ich habe Deine Schilderung gelesen, in der Du ausführlich über Deine Familienmitglieder schreibst. Ganz wenig konnte ich allerdings erkennen, wo Dein eigener Ansatzpunkt liegt, der Dich da umtreibt ... was in DEINEM Leben möchtest Du gelöst haben? Das wäre auch ein Einstieg in eine Aufstellung - die Formulierung Deines Anliegens. Oder ist es Dein Anliegen, dass Dir jemand aus gewissen angenommenen "Gesetzmäßigkeiten von Familiensystemen" heraus sagt, wer oder was Schuld hat daran, dass es so ist, wie es ist? Worum geht es Dir?

    @kuh: Woher kommt Dein Misstrauen gegenüber dem, was andere sagen? Wenn Abendsonne berichtet, dass es ihre Schwester aus eigenen Stücken so lebt, sehe ich keinen Anlass, daran zu zweifeln. Freilich gibt es für einen solchen "Wunsch" jede Menge unterschwelliger Motive und zahlreiche Erklärungsmodelle, die sich konstruieren lassen - wie für jeden anderen Lebensentwurf auch -; nur: Berechtigt mich das, einfach wegzuwischen, was ein anderer sagt, und mich selbst in der Rolle der Empörten zu geben, entsetzt, dass jemand anderer (!) nicht auf der Stelle und ungebeten helfend einspringt?

    Alles Liebe,
    Jake
     
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