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Meine Erfahrung mit Empathie

Dieses Thema im Forum "Sensitivität und Empathie" wurde erstellt von Zyklops, 4. Januar 2007.

  1. Zyklops

    Zyklops Neues Mitglied

    Registriert seit:
    3. November 2006
    Beiträge:
    12
    Ort:
    In der Nähe von Göttingen
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    Ich bin männlich und habe ein halbes Jahrhundert nicht gewusst, warum ich immer das Sensibelchen der Familie war, oder später, ob in der Schule oder Beruf, Leistungen nicht erbringen konnte, weil ich emotional blockiert war.
    Viele kennen wahrscheinlich diese Situationen, wenn man z.B. in einer Runde sitzt und jeder in dieser Runde etwas sagen muss, z.B, bei der eigenen Vorstellung oder wenn man ein Abschlusskommentar geben muss. Man sitzt so in der Mitte, ist erst mal entspannt, bis plötzlich, wenn der erste anfängt, die Entspanntheit langsam verschwindet und ein beklemmendes Gefühl sich breit macht, das immer stärker wird, man feuchte Hände bekommt und plötzlich wie gelähmt zu sein scheint. Was ist aus der Entspanntheit geworden? In diesen Situationen hat man sich so hilflos und ausgeliefert gefühlt, trotzdem man innerlich wusste :“Das bin gar nicht ich! „ und sich gefragt hatte :“ Habe ich eine Macke, bin jetzt ich durchgeknallt?“. Irgendwann hat man sich dann aber damit abgefunden und fürchtete sich schon im Vorfeld vor solchen Situationen, weil man nicht wusste, dass sich die Gefühle der anderen Teilnehmer in einem selbst manifestierten.
    Und so vergingen die Jahre. Bis vor ca. 14 Wochen mein Zwerchfell anfing außer Kontrolle zu geraten. Emotionen kamen hoch, die in keinem Zusammenhang mit den gelebten Situationen standen. Während des Lesens eines Buches kamen plötzlich Emotionen von „Sehnsucht, Eifersucht, Verliebtheit“ hoch, trotzdem das Buch ziemlich action geladen war und diese Emotionen einfach nicht erzeugt werden konnten.
    Auf einem Seminar in Frankfurt, während der Mittagspause in der Kantine überkam mir regelmäßig eine Trauer, obwohl ich mich angeregt mit anderen Teilnehmern unterhalten hatte.
    Ich konnte dieser Emotionen nur Herr werden, indem ich mir immer wieder einredete: „Das ist nicht von mir, das sind nicht meine, mir geht’s gut“.
    Diese Situationen habe ich mittlerweile immer, wenn ich mit vielen Menschen auf engem Raum zusammen bin. Auch lebe ich emotional das Liebesleben einzelner Personen in mir aus, trotzdem ich diese Personen meiner Meinung nach nicht kenne. Sogar einzelne Wörter oder Satzfetzen werden in meinem Bewusstsein assozieiert. Manchmal denke ich, ich wäre schizophren. Aber wenn es anderen Menschen nicht anders geht, bin ich doch etwas beruhigt, denn soviele Schizophrene können doch nicht unerkannt durch Leben gehen.

    Vielen Dank für eure Geduld

    Liebe Grüße
    Zyklops
     
  2. Syndra

    Syndra Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    30. August 2004
    Beiträge:
    2.263
    Hallo Zyklops,

    ich kenne *dieses* Gefühl bei Vorstellungsrunden und ähnlichem auch... Ich sage mir aber nicht, dass es *fremde* Gefühle sind, die da in mir am Werke sind, ich habe dies bisher als mein ureigenes Problem betrachtet. Interessanterweise fangen bei mir in solchen Momenten die Hände, die Augenlider oder auch die Mundwinkel an zu zucken. :) Ein Teil von mir fragt sich dann *Was treibst Du da, hm?* Nur nützt das nichts. Mir hilft Humor. Und zwar ne Menge...

    Liebe Grüße,

    Syndra
     
  3. sandromica

    sandromica Neues Mitglied

    Registriert seit:
    10. Dezember 2006
    Beiträge:
    2
    Ort:
    janz weit druss
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    Hi Zyclops,
    die von dir beschriebenen Gefühle kenne ich auch sehr gut, hab sie aber noch nie aus dieser Warte betrachtet, obwohl ich in anderen Situationen ganz oft erlebe, dass ich Emotionen anderer Menschen übernehme. Hab aus diesem Grund schon oft in Vorstellungsrunden an meinem Verstand gezweifelt.....
    Danke für den Denkanstoß, sandromica
     
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