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Meine Berufslegung und Deutung

Dieses Thema im Forum "Lenormand" wurde erstellt von even, 9. November 2015.

  1. even

    even Mitglied

    Registriert seit:
    8. Juni 2007
    Beiträge:
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    Hallo zusammen,

    mir macht meine Arbeit Spaß und dennoch "reicht" es mir nicht. Ich kann es nicht logisch erklären und weil es für mich nicht fassbar ist, habe ich mich dazu entschieden, die Karten zu fragen.

    "Was passt beruflich zu mir?"

    ---7
    --8---6
    1------5
    --2---4
    ----3

    1. Dein Ausgangspunkt: 09 - Blumen
    2. Deine Stärke und Begabung: 04 - Haus
    3. Dein altes Problem: 20 -Öffentlichkeit
    4. Deine Schwäche: 32 -Mond
    5. Neuer Ansatzpunkt / Einflüsse von anderen / Deine andere Seite: 36 - Kreuz
    6. Deine unentdeckten Talente: 26 - Buch
    7. Neuartige Chancen: 03 - Schiff
    8. Bewährung Deiner Leidenschaft: 19 - Turm
    9 . = 1. Neue Aufgaben / neue Ziele: 07 - Schlange
    QS: 10 - Sense

    Ich habe die Karten für mich gedeutet, bin mir aber unsicher, ob ich es nicht (un)absichtlich zu subjektiv verstanden habe. Vielleicht mögen mir ja manche einen Rat, eine andere Sichtweise geben.
    Da ich mittlerweile weiß, dass manche von euch unvoreingenommen deuten wollen, kommt meine Deutung im nächsten Post.

    Liebe Grüße
    Even
     
  2. even

    even Mitglied

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    8. Juni 2007
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    Rheinhessen/Mainz
    So, meine Deutung.
    Fangen wir mal gleich mit Fragezeichen an: Die Quersumme, die Quintessenz ist die Sense. Wie soll ich sie nur deuten? Dass nur ein abrupter Wechsel etwas bringt? Dass ich beim beruflichen Wechsel Vorsicht walten lassen soll?

    1. Dein Ausgangspunkt: 09 - Blumen
    Ja, wie schon gesagt, meine Arbeit macht mir durchaus Spaß... Stehen die Blumen für diese Freude?

    2. Deine Stärke und Begabung: 04 - Haus
    Könnte für gute Skills in Planungen, Analysen stehen. (Für Haus = Mensch bin ich in Medizin definitiv nicht gut genug.)

    3. Dein altes Problem: 20 - Öffentlichkeit
    Ich bin unsicher in der Kommunikation mit anderen, sei es als Vortragende oder nur am Telefon, wenn es um Anfragen meinerseits geht.

    4. Deine Schwäche: 32 - Mond
    Meine Schwäche ist, dass ich mir zu viele Gedanken machen. Gedanken, die mich melancholisch oder pessimistisch stimmen.

    5. Neuer Ansatzpunkt / Einflüsse von anderen / Deine andere Seite: 36 - Kreuz
    ??? Hier wie bei der Sense: Keine Ahnung, wie ich es deuten soll.

    6. Deine unentdeckten Talente: 26 - Buch
    Dass ich wahnsinnig gerne lese und Dinge studiere, ist nichts Unentdecktes. Es ist sogar immer wieder Teil meiner jetzigen Arbeit. Allein darauf zu konzentrieren bringt jedoch nichts; damit lässt sich kein Grundeinkommen erreichen.

    Neuartige Chancen: 03 - Schiff
    In Bewegung sein. Nein, umziehen möchte ich nicht.

    8. Bewährung Deiner Leidenschaft: 19 - Turm
    ???

    9 . = 1. Neue Aufgaben / neue Ziele: 07 - Schlange
    ???


    Tja, manches ist für mich ganz logisch (vielleicht zu logisch?), wiederum anderes verstehe ich nicht zu deuten... Alles wie immer. ;)

    Bin gespannt auf eure Deutungen!
    even
     
  3. Ivonne

    Ivonne Sehr aktives Mitglied

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    Hallo Even,

    ich schreibe mal meinen Eindruck zu deinen Karten.

    1. Ausgangspunkt: du hast eine gute Ausgangsposition im beruflichen Bereich, denn du schreibst ja auch, deine Arbeit macht dir Freude. Also scheint der Bereich, in dem du arbeitest, schon nicht so schlecht zu sein.

    2. Deine Stärke ist, dass du verantwortungsvoll bist und selbständig arbeiten kannst. Auf dich kann man sich verlassen und Aufgaben, die du gestellt bekommst, erledigst du sauber und ordentlich.

    3. altes Problem: Öffentlichkeit, das schreibst du schon selbst. Du kommst nicht so sehr aus dir heraus, was auch die Karte Haus auf Platz 2 andeutet. Innerhalb deines Gebietes ok, aber wenn es darum geht, sich anderem zu öffnen, dann hältst du dich zurück.

    4. Schwäche: das würde ich weniger als Schwäche bezeichnen, es ist eher ein Hinweis. Du solltest versuchen, deine Gefühle wahrzunehmen und dich auch um seelische Belange kümmern. Das Außen ist das Eine, das Innere das Andere. Das signalisiert auch die nächste Karte ganz schön.

    5. Neuer Ansatzpunkt: Das Kreuz. Auch du hast deinen Rucksack voller Aufgaben und Potenziale mitgebracht. Es gibt auch für dich eine andere Seite, welche beachtet werden möchte. Du bist mehr, als nur das, was du jetzt gerade glaubst. Du schreibst oben „es reicht dir nicht mehr.“ Das deutet auf den Ruf deiner Seele hin, dass da noch mehr in dir steckt.

    6. Unentdeckte Talente. Das Buch zeigt es schon. Ja, du hast Talente, welche in dir schlummern und die wollen nun langsam gefunden, entdeckt werden. Ich finde, die Karte paßt gut, denn auch der Mond weiter oben weist schon darauf hin.

    7. Neue Chancen: Das Schiff zeigt, du bist auf dem Weg, alles ist richtig so. Stück für Stück bewegst du dich weiter auf deinem Lebensweg. Es geht langsam, aber es geht vorwärts. Vielleicht überlegst du mal, was du früher immer schon mal werden wolltest oder tun wolltest. Oder du wagst es mal, zu träumen, was du gerne tun würdest.

    8. Mit diesem Punkt kann ich nicht so recht was anfangen. Der Turm zeigt mir, dass du Rückzug brauchst zwischendurch, um immer wieder zu dir selbst zurück zu kommen. Auch kann er bedeuten, dass du dir deine Leidenschaft bewahren solltest, egal was im Außen ist.

    9. Neue Aufgaben: Die Schlange zeigt mir hier, dass du nochmals eine Wendung vollziehst, du „häutest“ dich so zu sagen. Je weiter du fortschreitest auf deinem Weg, umso mehr veränderst du dich auch. Ganz automatisch kommt das, mit den Erfahrungen, welche du machst. Vielleicht bewegst du dich auch auf dem spirituellen Weg, die Schlange steht auch für Heilerin. Aber das wird dir das Leben schon zeigen.

    10. Sense sagt mir, loslassen und der Intuition folgen. Es kommt alles plötzlich in dein Leben, sobald du bereit bist, es anzunehmen.

    Ich finde alles in allem schöne Karten.

    Liebe Grüße

    Ivonne
     
  4. Winnipeg

    Winnipeg Sehr aktives Mitglied

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    Das könnte sich auf amtliche oder behördliche Auflagen und Beschränkungen beziehen. Im weitesten Sinne alles, was du an Bedingungen erfüllen musst, auch z.B. Prüfungen.
    Solche Rahmenbedingungen können ja oftmals eine Herausforderung sein, die Geduld verlangen und die eigene Leidenschaft auf die Probe stellen. ;)
     
  5. even

    even Mitglied

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    Hallo Ivonne und Winnipeg,

    danke für eure Ideen, die sehr stimmig sind und sicher auch stimmen. Entscheidend ist für mich derzeit Position 6, denn es ist wohl die Zeit noch nicht reif (> Buch), meine Potenziale erkennen zu können/sollen.

    Ivonne, du sprichst frühere Berufswünsche an: Die sind sehr vielfältig, aber auch immer nur Nischen. Ich habe Geschichte studiert - eine meiner großen Leidenschaften -, und arbeite in einem Museum. Davor...
    ... wollte ich Informatik studieren, aber neue Sprachen lernen liegt mir nicht (habe mal ein paar Semester Info studiert)
    ... wollte ich Musik (Gesang) studieren - meine zweite Leidenschaft -, aber ich bräuchte ein zweites Fach und kann kein Instrument so gut spielen, dass ich die Aufnahmeprüfung schaffen würde
    ... wollte ich Psychologie studieren, weil ich gerne Menschen helfen. Aber ich könnte nie abends von den Problemen anderer abschalten und auf kurz oder lang davon krank werden
    ... ich wollte Mathe studieren, war in der Oberstufe aber einfach alles andere als gut; für ein Studium hätte es nicht gereicht.

    Mein Traum ist es, zu lesen, immer, immer mehr zu erfahren und zu verstehen ... und das anderen zu vermitteln, sie damit genauso in den Bann zu ziehen, wie es mich in den Bann gezogen hat.
    Ich bin vermutlich die Personifizierung von Goethes Faust, aber ich kann mich tatsächlich mit ihm sehr gut identifizieren ... und mit "Amelie".

    Der ewige Student wäre der ideale Job für mich, nur leider kann man damit kein Geld verdienen; es kostet vielmehr Geld.

    Ich hatte einfach gehofft, die Karten sagen:
    Mach mehr mit Menschen / Gesundheit. Mach Kreativ-Künstlerisches. Bleib bei dem, was du machst. Etc.
    Geduld ist ja nicht gerade mehr Stärke. ;)

    Liebe Grüße
    even
     
  6. even

    even Mitglied

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    Ich kann's manchmal ja nicht lassen ...

    Ich hab auch das Buch noch drei Karten gezogen, um mehr zu der Karte zu erfahren. Die Antwort:


    Das Schiff wird wieder aufgegriffen, dass ich hier Mahnung/Beruhigung empfinde, dass ich nichts mehr anstoßen muss, aber bitte auch Geduld haben muss. Vielleicht sogar viel Geduld, wenn man die Baum vor dem Schiff als "lang" deutet.

    Die Quersumme sind die Wolken. Es ist also noch nicht alles geklärt und es muss noch ein Hindernis erklommen werden.

    Bei der Deutung von Fischen und dem Baum bin ich nicht so ganz sicher. Es kann so viel heißen. Der Baum auch hier als "lang" oder als "Gesundheit" oder eher "Natur"? Die Fische als "Geld" oder ein "immaterieller Reichtum"?
    Dazu sind die Quersumme der beiden Karten die Vögel. Etwas das meine Vorfahren machten? Oder sich mit Vorfahren zu beschäftigen, flapsig gesagt, ein Genealogiebüro eröffnen (ich bin ja Historikerin)? Oder doch einfach "zwei"?

    Ich mache mir einfach zu viele Gedanken ...
     
  7. dmfmillion

    dmfmillion Sehr aktives Mitglied

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    Hallo Even
    Ich denke jeder von uns kommt einmal an diesen Punkt und stellst sich und seine bisherige Lebensweise in Frage. Das ist auch gut so!
    Vielleicht solltest Du dich einmal fragenweshalb du überhaupt, den aktuellen Beruf ergriffen hast und welche Bedeutung dieser für deine "leibliche Familie" hat? Welchen tiefergreifenden "Auftrag" hast du von deiner leiblichen Familie bekommen?

    Du schreibst, du liest gerne... weshalb? Was suchst du (im Auftrag der Familie)? Wo gibt es ein Unrecht oder eine Verletzung, unter welcher die Familie bis zum heutigen Tag leidet. Deine Familie hat extra eine "Spezialistin" erschaffen, welche diese Aufgabe lösen könnte.

    "Deine Schwäche: der Mond" - das hat eine andere Bedeutung. Es ist die mütterliche Linie, aber auch eine psychische Verletzung in dir selbst, die mit der mütterlichen Linie zu tun hat. "Das alte Problem": der Park - nicht die Öffentlichkeit, sondern die Verwandschaft. Dein Problem öffentlich aufzutreten, kommt von dem Verhalten deiner Mutter in den ersten 5 Lebensmonaten nach deiner Geburt (ich bin es, ich darf es aber nicht sein...)
    "Neuer Ansatzpunkt:" Das Kreuz - also ein Karma. Dies bedeutet, sowohl Dich als auch die Familie belastet etwas sehr intensiv, welches du - Dank deines Berufes und deiner Fähigkeiten, für die Familie ablösen könntest. Aber du weißt nicht was es ist, und wo du suchen müsstest?

    "Neuartige Chancen: das Schiff" - Die Lösung wäre eine Reise und dort ein Archiv durchforsten in einer größeren staatlichen Einrichtung (Turm). Die Quersumme Sense deutet auf Gewalt hin, in der mütterlichen Linie, deren Folgen auch bei dir zu spüren sind.
    Das was du an Aufzeichnungen über deine Familie finden kannst, solltest du bitte kritisch prüfen (Augen schließen und fragen: "Ist dieses Dokument korrekt?)

    Wünsche dir viel Erfolg und alles Liebe!

    lg Dieter
     
  8. even

    even Mitglied

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    Rheinhessen/Mainz
    Lieber Dieter,

    tut mir leid, ich hatte völlig aus den Augen verloren, dass ich dir noch nicht geantwortet habe.Das konnte und wollte ich nicht gleich, weil ich hoffte, dass sich meine Fragezeichen noch auflösen. Aber das taten sie bislang nicht.

    Aber mal der Reihe nach:
    Die erste Frage ist leicht zu beantworten: Meine Eltern sind sehr geschichtsinteressiert, musikalisch und haben früh erkannt, dass der PC mal wichtig wird. So habe ich von klein auf Ausgrabungen in Italien besucht, einen Spiele-"Computer", dann einen Amiga bekommen und hab nach der musikalischen Früherziehung klassisch mit der Blockflöte begonnen. Außerdem hat man mich seit dem 3. Lebensjahr nicht mehr vom Fernseher weg bekommen, wenn Fußball darin lief. Das sind die Elemente, die sich bis heute durchgezogen haben und die - Fußball ausgenommen - mich auch im Studium begleitet haben. Geschichte und die leichtfüßige Computernutzung (allerdings nicht Programmierung, da komme ich bislang auf keinen grünen Zweig/bin zu ungeduldig) begleiten mich noch im Beruf, Fußball und Musik(-Machen) in der Freizeit.

    Aber der "Auftrag" den du ansprichst ... ich stehe vor einem Rätsel. Ich spüre selbst unterbewusst nichts. Er scheint sehr, sehr im Verborgenen zu liegen.

    Ah, das Lesen vergaß ich bei meiner Aufzählung eben. Ich lese auch, seit ich lesen kann, Bücher. Während der gesamten Schulzeit zur Zerstreuung, zum Abdriften in andere Welten, andere Geschehnisse. Dort, wo ich stark, besonders, beliebt war.
    Mittlerweile kann ich Romane kaum noch lesen und lese statt dessen (fast) nur noch Fachliteratur. Warum? Ich will wissen, was die Welt im Inneren zusammenhält. Ich fürchte, da spielt mein MC Schütze stark hinein. ;) Ich zitiere Goethes Faust hier nicht aus Spaß. Es ist wirklich der Satz, der mein Verlangen am besten beschreibt. Ich will die Welt besser machen. Weniger aus Idealismus, sondern aus dem Drang, Anerkennung zu bekommen.
    Vielleicht ist es das, was ich für meine Familie suche? Anerkennung? Jemand, der erkennt, wie großartig man ist, obwohl man nie in die Öffentlichkeit treten würde und sagt "Hey, schaut mal, was ich hier gemacht habe" ... und die Enttäuschung, dass das Unmerkliche niemand merkt und honoriert?
    Ein Anerkennungsdefizit hat schon meine Oma erhalten. Der ältere Bruder war der tolle, große, der den Hof erben sollte (und 45 als Kanonenfutter endete), der jüngere war das Nesthäkchen. Nur einmal bekam sie Aufmerksamkeit: Als nur ein riesiger Klumpen Eis sie bei einer Grippe vor dem Herztod rettete. Die Moral von der Geschicht'? Sie hat sich ihr restliches Leben von Krankheit zu Krankheit geschlittert, viele wahrscheinlich selbst zu sehr eingeredet.
    Und meine Mutter? Hat seit sie 11 ist neben der Schule / dem Beruf den Haushalt komplett geschmissen. Tragischerweise hat sie von ihrer Mutter keine Anerkennung dafür bekommen. Um Verwandte um Hilfe zu bitten, war sie zu stolz. Daraus resultierend weiß sie bis heute nicht, wann sie sich zuliebe Schluss machen sollte. "Einer muss es ja tun. Und wenn mir keiner von euch hilft, dann bin ich halt die Dumme."

    Ob das Problem der Anerkennung schon bei meiner Uroma vorhaben war, weiß ich nicht. Ich habe sie nicht wirklich kennengelernt (sie starb vier Monate nach meiner Geburt). Sie war wohl wenig herzlich, den Erzählungen zu folge. Aber eher deswegen, weil sie nicht aus sich heraus konnte.
    Ja, wahrscheinlich hatte sie schon jenes "Problem".
    Ob auch sie Brustkrebs hatte, weiß niemand - wenn, dann hat es niemand mitbekommen. Aber das hat bei meiner Oma und meiner Mama (je 2x) auch niemand.

    Was meiner weiblichen Vorfahrenlinie aber auch gemein ist, ist ein große Sensibilität und Empathie. Wir spüren viel, ahnen sehr gut. Mein Oma lief und ich laufe allerdings Gefahr, manchmal zu sehr abzudriften. Man könnte es "hellfühlig" nennen und manchmal bilde ich mir ein auch "hochsensibel" zu sein.

    "Aber du weißt nicht was es ist, und wo du suchen müsstest?"
    Haargenau.

    Wenn er wirklich um die Verletzung der fehlenden Anerkennung zu tun hat (und daraus resultierend dem Stolz und dem Nicht-Gefühle-Offen-Zeigen-Können als Abwehrmechanismen)... was sollte ich in einem Archiv suchen? Wo sollte ich suchen?
    Oder eine Reise ... meine Vorfahren mütterlichseits stammen aus dem Ort, in dem ich wohne.... ich weiß nicht, genau, was ich jetzt mit meinen Erkenntnissen machen soll, mit ihnen umgehen soll.

    Womöglich habe ich mich in eine Richtung verrannt, weil ich die erste Verletzung weiter verfolgt habe, die mir eingefallen ist?

    Doch wieder Fragezeichen. :( Kannst du mir weitere noch Anregungen geben?

    Liebe Grüße
    even
     
  9. dmfmillion

    dmfmillion Sehr aktives Mitglied

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    7. Juni 2003
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    Liebe Even
    Vielen Dank für die sehr ausführliche Darstellung Deiner Situation. Ich werde versuchen Dir weiter zu helfen. Es gibt ja immer einen Grund, wenn der Job wegbricht oder man selbst kündigt. Ich meine nicht den Kündigungsgrund, sondern das was dahinter steht. Es könnte sein, es ist der falsche Beruf, der ausgeübt wird. Oder die Grundsätze der Firma, lassen sich nicht mit den eigenen Grundsätzen vereinbaren. Ein innerer Sinneswandel hat statt gefunden und man entwickelt plötzlich ganz andere berufliche Interessen.
    Erstaunlicherweise gibt die Familie sehr stark unseren beruflichen Werdegang vor. Es gibt ja Winzerfamilien oder auch Ärztefamilien welche über mehrere Generationen den Beruf ausüben und von einer Generation in die andere übertragen. Das geht auch bei fachlich wenig anspruchsvollen Berufen so. Aber meistens hat bereits ein Familienmitglied der Vorfahren diesen Beruf schon ausgeübt.
    So empfinde ich auch deine Situation als ein Zeichen, dass sich etwas bei dir verändert hat und deshalb auch die bisherige berufliche Position nicht mehr relevant ist.


    Die erste Frage ist leicht zu beantworten: Meine Eltern sind sehr geschichtsinteressiert, musikalisch und haben früh erkannt, dass der PC mal wichtig wird. So habe ich von klein auf Ausgrabungen in Italien besucht, einen Spiele-"Computer", dann einen Amiga bekommen und hab nach der musikalischen Früherziehung klassisch mit der Blockflöte begonnen. Außerdem hat man mich seit dem 3. Lebensjahr nicht mehr vom Fernseher weg bekommen, wenn Fußball darin lief. Das sind die Elemente, die sich bis heute durchgezogen haben und die - Fußball ausgenommen - mich auch im Studium begleitet haben. Geschichte und die leichtfüßige Computernutzung (allerdings nicht Programmierung, da komme ich bislang auf keinen grünen Zweig/bin zu ungeduldig) begleiten mich noch im Beruf, Fußball und Musik(-Machen) in der Freizeit.

    Also wir hätten in der Vergangenheit suchen (Ausgrabungen), Recherchieren (Computer) und der Wettkampf (Fußball).

    Aber der "Auftrag" den du ansprichst ... ich stehe vor einem Rätsel. Ich spüre selbst unterbewusst nichts. Er scheint sehr, sehr im Verborgenen zu liegen.

    Der Auftrag bezieht sich auf deine Familie und welche Themen diese Familie verkörpert und das wiederum mit deiner beruflichen Seite zu tun hat. Es hat mit "Ausgraben" zu tun, etwas wurde verschüttet und mit Recherche, es ist ein Wettkampf. Bitte versuche einfach einmal aufzuspüren, woher deine Familie kommt (Vater und Mutterseite) und welche Wurzeln diese Familien haben. Das kannst du rein über Meditiation machen.


    Ah, das Lesen vergaß ich bei meiner Aufzählung eben. Ich lese auch, seit ich lesen kann, Bücher. Während der gesamten Schulzeit zur Zerstreuung, zum Abdriften in andere Welten, andere Geschehnisse. Dort, wo ich stark, besonders, beliebt war.
    Mittlerweile kann ich Romane kaum noch lesen und lese statt dessen (fast) nur noch Fachliteratur. Warum? Ich will wissen, was die Welt im Inneren zusammenhält. Ich fürchte, da spielt mein MC Schütze stark hinein. ;) Ich zitiere Goethes Faust hier nicht aus Spaß. Es ist wirklich der Satz, der mein Verlangen am besten beschreibt. Ich will die Welt besser machen. Weniger aus Idealismus, sondern aus dem Drang, Anerkennung zu bekommen.


    ... dem Drang Anerkennung zu bekommen. Das ist doch ein wichtiges Argument. Anerkennung suchen wir alle. Denn die meisten haben darin ein Defizit, weil unsere Eltern sehr sparsam mit Anerkennung waren.

    Vielleicht ist es das, was ich für meine Familie suche? Anerkennung? Jemand, der erkennt, wie großartig man ist, obwohl man nie in die Öffentlichkeit treten würde und sagt "Hey, schaut mal, was ich hier gemacht habe" ... und die Enttäuschung, dass das Unmerkliche niemand merkt und honoriert?
    Ein Anerkennungsdefizit hat schon meine Oma erhalten. Der ältere Bruder war der tolle, große, der den Hof erben sollte (und 45 als Kanonenfutter endete), der jüngere war das Nesthäkchen. Nur einmal bekam sie Aufmerksamkeit: Als nur ein riesiger Klumpen Eis sie bei einer Grippe vor dem Herztod rettete. Die Moral von der Geschicht'? Sie hat sich ihr restliches Leben von Krankheit zu Krankheit geschlittert, viele wahrscheinlich selbst zu sehr eingeredet.
    Und meine Mutter? Hat seit sie 11 ist neben der Schule / dem Beruf den Haushalt komplett geschmissen. Tragischerweise hat sie von ihrer Mutter keine Anerkennung dafür bekommen. Um Verwandte um Hilfe zu bitten, war sie zu stolz. Daraus resultierend weiß sie bis heute nicht, wann sie sich zuliebe Schluss machen sollte. "Einer muss es ja tun. Und wenn mir keiner von euch hilft, dann bin ich halt die Dumme."


    In diesem Absatz steckt sehr viel Wahrheit, weshalb dir die Anerkennung wichtig ist und du dafür auch bereit bist zu kämpfen. Keiner der Frauen auf der mütterlichen Linie hat sie je bekommen, du trägst sozusagen, dieses "Leid" in deinen Genen. Umso wichtiger, sich davon zu lösen und auch im Interesse der Familie und deiner Kinder einen neuen Weg zu gehen.Weg von der Unterdrückung - hin zur Freiheit! Denn sonst steigt die Wahrscheinlichkeit, wie bei Mutter und Großmutter zu erkranken.

    Was meiner weiblichen Vorfahrenlinie aber auch gemein ist, ist ein große Sensibilität und Empathie. Wir spüren viel, ahnen sehr gut. Mein Oma lief und ich laufe allerdings Gefahr, manchmal zu sehr abzudriften. Man könnte es "hellfühlig" nennen und manchmal bilde ich mir ein auch "hochsensibel" zu sein.
    "Aber du weißt nicht was es ist, und wo du suchen müsstest?"
    Haargenau.
    Die Hellfühligkeit und die Empathie ist das Werkzeug, welches du benötigst, um mehr über die Familie und damit über dich zu erfahren.

    Bitte versuche mal in folgende Jahreszahlen dich hinein zu fühlen: 1918, 1942, 1901, 1971, 1803, 1797.

    Wenn er wirklich um die Verletzung der fehlenden Anerkennung zu tun hat (und daraus resultierend dem Stolz und dem Nicht-Gefühle-Offen-Zeigen-Können als Abwehrmechanismen)... was sollte ich in einem Archiv suchen? Wo sollte ich suchen?
    Oder eine Reise ... meine Vorfahren mütterlichseits stammen aus dem Ort, in dem ich wohne.... ich weiß nicht, genau, was ich jetzt mit meinen Erkenntnissen machen soll, mit ihnen umgehen soll.


    Wie du aber fühlst, arbeitet etwas in dir. Irgendwas muss dran sein? Die mütterlichen Vorfahren kommen nicht nur aus diesem Ort wo du wohnst, da sind noch andere Wurzeln. Dr. Faust der Wissenschaftler, ist das Zitat ein Zufall. An welchen Dingen hat ein Vorfahr der Familie geforscht?
    Wenn du die freie Wahl hättest, wie würdest du deine berufliche Seite gestalten? Oder andeers gefragt: Welche Tätigkeit würdest du als deine wirkliche Berufung betrachten?

    Vielleicht findest du über die Feiertage Zeit, etwas tiefer zu schürfen.
    Liebe Grüße

    Dieter
     
  10. even

    even Mitglied

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    Lieber Dieter,

    danke für deine sehr ausführliche Antwort. Ich denke, die Feiertage und die Zeit zwischen den Jahren sind ideal dafür, mal in mich hinein zu hören, um Antworten zu finden.

    Deine letzten Fragen lassen sich allerdings ad hoc beantworten:
    Ich würde lesen. Lesen, um Neues zu erfahren, um meinen Wissensdurst zu stillen. Gerne auch mein Wissen vermitteln, wenn jemand daran interessiert ist.

    Daher habe ich das Faust-Zitat zuletzt gebracht: Es ist genau das, was ich als Berufung empfinde, wenn man Berufung als das versteht, wonach man strebt. Ich möchte mich weiterbilden, ich möchte verstehen - daher würde auch eben den ganzen Tag lesen ... und das Gelesene niederschreiben, weil mir beim Schreiben erst manches klar wird.
    Und wenn man Berufung als "persönliche Erfüllung" betrachtet, dann ist es - rekurrierend auf das Vorangeschriebene, dass ich Wissen auch gerne weitergebe, sofern Interesse besteht - Ich helfe sehr gerne Leuten, mache sie glücklich.
    Zusammengefasst: Ich möchte verstehen und anderen Menschen helfen, zu verstehen.

    Viele Grüße
    even
     
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